Organisationen zwischen Rationalisierung und Legitimität


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003

34 Seiten, Note: 1,0


Gratis online lesen

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung (Zielsetzung, Aufbau)

2 Der Organisationsbegriff in der Soziologie
2.1 Elemente der modernen Organisation
2.2 Die Entstehung moderner Organisationen

3 Legitimität durch Rationalisierung
3.1 Organisation als Bürokratie
3.2 Kritik und Weiterentwicklungen

4 Legitimität durch Mythen
4.1 Soziologischer Neo-Institutionalismus
4.2 Ausgewählte Erkenntnisse des Neo-Institutionalismus

5 Rationalität heutiger Organisationen
5.1 Organisation als rationale Herrschaft
5.2 Organisationskonzepte als zweckrationale Gebilde
5.3 Moderne zweckrationale Organisationen in einer Legitimitätskrise
5.4 Anzeichen für die Legitimation eines neuen Rationalitätsverständnisses

6 Zusammenfassung

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung (Zielsetzung, Aufbau)

Das Leben in modernen Gesellschaften wird durch Organisationen geprägt. Unternehmen, Krankenhäuser, Universitäten, staatliche Verwaltungen, Forschungsinstitute, Fußballvereine – nahezu jeder gesellschaftliche Bereich wird von Organisationen bestimmt. Max Weber hat 1922 in seinem Werk „Wirtschaft und Gesellschaft“ mit dem Organisationsmodell der Büro- kratie ein vielbeachtetes Rationalitätsideal geschaffen, dem nach wie vor große Beachtung geschenkt wird. Durch die kritische Auseinandersetzung mit diesem Rationalitätsideal ist des- sen Gültigkeit allerdings stark in Zweifel gezogen worden, denn nicht rationales Handeln, sondern Willkür oder Inkompetenz und ähnliches Verhalten sind in Organisationen an der Tagesordnung. Die resultierende Frage lautet, warum wird dies auf solche oder ähnliche Wei- se immer wieder reproduziert, und sogar in weltweiter Ausdehnung? Mit dieser Frage hat sich auch der soziologische Neo-Institutionalismus beschäftigt. Ein Kernpunkt des Neo- Institutionalismus ist, daß die Legitimität von Organisationen nicht durch Rationalität erzeugt wird, sondern in erster Linie durch Mythen. Daraus läßt sich die folgende Fragestellung ablei- ten: Ist der Kerngedanke Webers, die Idee der Rationalität, auf heutige Organisationskonzepte anzuwenden oder zu übertragen (z.B. Wissensmanagement), oder handelt es sich dabei um ein überholtes Modell das keine Relevanz für moderne Organisationskonzepte besitzt?

Um diese Ausgangsfrage zu bearbeiten, wird in Kapitel 2 der Organisationsbegriff, wie er in der Soziologie gebraucht wird, bestimmt und die zentralen Merkmale von Organisationen herausgearbeitet. Am Ende dieses Abschnitts wird deutlich, daß ein entscheidendes Merkmal des modernen Organisationentyps deren Rationalitätsleitbild ist.

Im folgenden Kapitel 3 wird dargestellt, daß Max Weber den Gedanken der Rationalität auf- nahm und daraus den Idealtyp der rationalen Herrschaft ableitete, dessen reinste Form durch das Bürokratiemodell (wiederum ein Idealtyp) repräsentiert wurde. Die kritische Auseinander- setzung mit dem Bürokratiemodell hatte zur Folge, daß situationsspezifische Organisations- modelle entwickelt wurden, die allerdings immer noch auf einem ähnlichen Rationalitätsleit- bild beruhten wie auch das Bürokratiemodell.

Genau hierin besteht der Ansatzpunkt für den in Kapitel 4 vorgestellten soziologischen Neo- Institutionalismus, der davon ausgeht, daß Organisationen nicht nach rationalen Ge- sichtspunkten gebildet werden, sondern durch Mythen, die in der gesellschaftlichen Umwelt institutionalisiert sind. Die Darstellung einiger hier relevanter Erkenntnisse des Neo- Institutionalismus beenden dieses Kapitel.

Das 5 Kapitel geht auf die Ausgangsfrage ein und diskutiert zu Beginn, ob heutige realisierte Organisationsformen als rationale Herrschaft gesehen werden können und, ob die aktuellen Organisationsmethoden als zweckrational angesehen werden können. Desweiteren wird auf- gezeigt, daß die weltweite Ausbreitung des westlichen Rationalismus zu einer aktuellen Legi- timationskrise der Organisationen geführt hat, die in ein beginnendes Umdenken mündet. Be- zogen auf dieses neue postmoderne Ideal einer Organisation wird untersucht, inwieweit We- bers Rationalitätsverständnis zu diesen neuen Ideen in Verbindung gebracht werden kann.

Die zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse beschließt die Arbeit (Kapitel 6).

2 Der Organisationsbegriff in der Soziologie

In der Soziologie werden Organisationen als soziale Gebilde begriffen, in denen eine Mehr- zahl von Menschen zu einem spezifischen Zweck bewußt zusammenwirkt (Mayntz 1969: 762). Solche organisierten Zweckgebilde haben sich in vielfältigster Weise zu wesensbestim- menden Merkmalen moderner Gesellschaftsformen herausgebildet (Fürstenberg 1978: 69). Typisch für moderne Gesellschaften ist die weitgehende Einbindung des Einzelnen in solche Organisationen (Fürstenberg 1978: 59f.). Von formalen Organisationen wird gesprochen, wenn bewußt soziale Regelungen getroffen werden, um Aktivitäten der Mitglieder auf ein bestimmtes Ziel hin dauerhaft zu koordinieren und differenzierte Rollen langfristig festgelegt werden (Abels 2001: 161f.). Beispiele hierfür sind Behörden, Unternehmen, Schulen, Kran- kenhäuser usw. (Fürstenberg 1978: 59).

2.1 Elemente der modernen Organisation

Die zentralen Elemente einer solchen modernen Organisation sind nach Scott (Scott 1986: 35ff.): Sozialstruktur, Beteiligte, Ziele, Technologie und Umwelt

- Die Sozialstruktur

Hier ist zu unterscheiden zwischen einer offiziellen zielgerichteten und zweckorien- tierten Ordnung und der tatsächlichen Ordnung der sozialen Beziehungen, die neben der offiziellen Ordnung bestehen (Davis 1949: 52). Scott greift diesen Hinweis auf und differenziert innerhalb der Sozialstruktur zwischen einer normativen Struktur und ei- ner Verhaltensstruktur (Scott 1986: 36).

Die normative Struktur umfaßt Werte, Normen und Rollenerwartungen. Dabei sind die Werte die Kriterien, nach denen sich Verhaltensziele ausrichten. Normen sind genera- lisierte Regeln der Verhaltenssteuerung. Rollenerwartungen sind abhängig von be- stimmten Positionen und von den Wertmaßstäben der Inhaber dieser Position.

Die Verhaltensstruktur betrifft das tatsächliche Verhalten und nicht die Verhaltensvor- schriften. Die normative Struktur und die Verhaltensstruktur sind nicht identisch aber auch nicht unabhängig voneinander, sondern ineinander verzahnt. Die Differenz zwi- schen offiziell erwünschtem Verhalten und tatsächlichem kann sehr gering oder sehr groß sein (Scott 1986: 36f.).

- Die Beteiligten

Die Beteiligten oder die Mitglieder einer Organisation sollten grundsätzlich dem Zweck der Organisation zustimmen und versuchen, die gesetzten Ziele zu erreichen. Die Zugehörigkeit zu Organisationen ist dementsprechend in erster Linie zweckbe- stimmt und steht deswegen nicht jedem offen, noch erfolgt die Zugehörigkeit immer freiwillig (Mayntz 1963: 18). Nach Luhmann ist die Gesellschaft mit ihren Funktions- systemen auf Organisationen angewiesen, weil nur Organisationen über Inklusion und Exklusion entscheiden können. Das heißt, die Organisationen können Personen für be- stimmte Tätigkeiten auswählen oder andere ausschließen. „Über Organisationen macht die Gesellschaft sich diskriminationsfähig, und zwar typisch in einer Weise, die auf Funktion, Code und Programme der Funktionssysteme abgestimmt ist. Innerhalb der Organisationen und mit ihrer Hilfe läßt die Gesellschaft die Grundsätze der Freiheit und der Gleichheit scheitern. Sie wandelt sie gleichsam um in Grundsätze der Zu- kunftsoffenheit, nach denen immer noch und immer wieder anders entschieden werden kann, wie unterschieden wird.“ (Luhmann 1994: 193).

- Die Ziele

Renate Mayntz unterscheidet bei Organisationen zwischen der Verfolgung bestimmter Ziele und dem Versuch, einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Der Unterschied liegt darin, daß unter „Ziel“ ein zukünftiger Zustand verstanden wird, der durch entspre- chendes Verhalten erreicht werden soll. Ein Ziel muß in den Dimensionen Qualität, Quantität, Zeit und Raum definierbar sein, um genau angesteuert werden zu können, d.h. es muß „operational“ sein (Ulrich 1970: 187). Der spezifische Zweck einer Orga- nisation dagegen ist eine kontinuierliche Leistung, die eine Organisation innerhalb der Gesellschaft versucht zu erbringen (Mayntz 1963: 58). Dementsprechend versuchen Organisationen, zweckrational zu handeln. Deshalb werden auch die Leistungen der Mitglieder einer Organisation so koordiniert, daß die Ziele der Organisation möglichst effektiv und effizient erreicht werden. Bei den Zielen kann zwischen formellen und in- formellen Zielen unterschieden werden. Die formellen Ziele einer Organisation sind gewöhnlich durch Satzungen oder ähnliches festgelegt. Die informellen Ziele beziehen sich eher auf Betriebsklima oder bestimmte Kooperationsformen. Offizielle und inof- fizielle Ziele können sich entgegenstehen und so zu Konflikten innerhalb von Organi- sationen führen (Abels 2001: 168f.).

- Technologie

Jede Organisation leistet Arbeit, sie verfügt über eine Technologie zur Ausführung dieser Arbeit. „Manche Organisationen bearbeiten einen materiellen Input und stellen Werkzeuge und Hardware her. Andere >bearbeiten< Menschen; ihre Produkte beste- hen aus kenntnisreicheren Individuen – im Falle von effektiven Schulsystemen – oder aus gesünderen – im Falle von effektiven medizinischen Kliniken. Wieder andere ge- hen vorwiegend mit Symbolmaterialen um, also etwa mit Informationen oder mit Mu- sik. Ihre Technologien sind zum Teil Maschinen und mechanisches Werkzeug, sie können aber auch aus dem technischen Wissen und den Fertigkeiten der beteiligten Personen bestehen.“ (Scott 1986: 40).

- Umwelt

Jede Organisation hat eine spezifische Umwelt. Nach Scott bestehen folgende Bezie- hungen zwischen Organisation und Umwelt:

- Eine Organisation ist von der Sozialisation und Ausbildung ihrer Mitglieder bestimmt.
- Die Mitglieder sind immer an mehreren Organisationen gleichzeitig beteiligt, weshalb immer nur ein „partielles Engagement“ erwartet werden kann.
- Organisationen übernehmen Technologien (Von Maschinen bis Arbeitsprog- rammen).
- Die Ziele einer Organisation haben eine gesellschaftliche Funktion.
- Die Sozialstruktur einer Organisation hängt auch mit den Strukturformen der Gesellschaft zusammen. ((27) Scott 1986: 41f.).

2.2 Die Entstehung moderner Organisationen

Organisationen in dem oben genannten Sinne bestehen nicht immer schon. In der einfachen archaischen Gesellschaftsform sind Interaktion, Organisation und Gesellschaft nahezu iden- tisch. Die Stämme archaischer Gesellschaften bestehen aus allen Mitgliedern zugänglichen Interaktionen. Personen, die sich nicht fügen, werden wie bei Organisationen ausgestoßen und andere werden in erster Linie durch Heirat aufgenommen. Interaktionen, Organisationen und Gesellschaft überschneiden und begrenzen sich wechselseitig (Luhmann 1975: 13).

In den Hochkulturen sind die Zahl der Mitglieder und die anfallenden Aufgaben so groß, daß Interaktionssysteme dieser Komplexität nicht mehr gewachsen sind. In Zentren, z.B. in Form von Städten, bilden sich erste Organisationen, „vornehmlich für religiöse, politische, militäri- sche, kommerzielle Funktionen oder für einzelne Produktionsaufgaben“ (Luhmann 1975: 14).

Der Begriff der Organisation (im Sinne von Planung und Regelung) wird erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts öffentlich diskutiert (Abels 2001: 162). Davor war die soziale Ordnung durch die Stratifikation der Familienhaushalte und durch berufsständische Komparationen gekennzeichnet, die einen modernen Organisationsbegriff nicht nötig machte (Luhmann 2000: 11). Dann „entwickelte sich ein neues radikal >konstruktivistisches< Weltverständnis, das dazu aufforderte, für die Entwicklung, Gestaltung und Steuerung moderner Wirklichkeit nun selbst die Verantwortung zu übernehmen.“ (Pankoke 1992: 16).

Mit der Veröffentlichung von Tönnies 1887 „Gemeinschaft und Gesellschaft“ wurde Organi- sation zu einem Hauptthema soziologischer Diskussionen. Tönnies stellte der „Gemein- schaft“, d.h. Verwandtschaft, Nachbarschaft und Freundschaft die „Gesellschaft“ als eine durch Interessensgegensätze geprägte rationale Leistungsordnung gegenüber (Fürstenberg 1978: 69f.; Luhmann 2000: 13). Nach Tönnies sind Organisationen ein arbeitsteiliger, „ratio- naler“, und auf formalen und abstrakten Regeln beruhender Zusammenhalt (Esser 2000: 246). Nach Renate Mayntz ist die Rationalität dieser sozialen Gebilde ein entscheidendes Merkmal.

„Das bedeutet nicht, daß Organisationen tatsächlich nach ausschließlich rationalen Ge- sichtspunkten aufgebaut sind und das Handeln in ihnen ausschließlich rational bestimmt ist, sondern nur, daß eine solche Orientierung als Leitbild oder Richtungsweiser gilt.“ (Mayntz 1963: 18f).

3 Legitimität durch Rationalisierung

Max Weber (1864 – 1920) nahm den Begriff der Rationalität auf und sah darin die Besonder- heit der westlichen Gesellschaft gegenüber anderen. Den Prozeß der Rationalisierung der mo- dernen Lebensverhältnisse bezog Weber auf langfristige Trends, wie die Verwissenschaftli- chung, Professionalisierung, Technisierung, Ökonomisierung und Bürokratisierung (Walter- Busch 1996: 95). Auf der Ebene der Institutionen bedeutet Rationalisierung eine zunehmende Berechenbarkeit und Beherrschbarkeit der Probleme der natürlichen und sozialen Welt durch Wissenschaft, Technik und Organisation. Rationale Institutionen sind u.a. „die moderne Na- turwissenschaft, der institutionalisierte Kunstbetrieb, die Rechtslehre und Organe der Rechtssprechung, die moderne Staatsverwaltung und kapitalistische Unternehmen, die unter Effizienzgesichtspunkten organisiert und wissenschaftliche Erkenntnisse für die Verbesserung der Produktionstechnik und die Arbeitsgestaltung nutzt.“ (Weber 1988a I:3)

3.1 Organisation als Bürokratie

Von diesem Weltbild aus entwickelte Weber zunächst die Idealtypen der Herrschaft, die je- weils unterschiedliche Rationalitäten aufweisen. Herrschaft bedeutet für Weber, daß ein be- stimmter Befehl bei angebbaren Personen Ausführung findet (Weber 1972: 28). Das Kons- truktionsprinzip der Herrschaftstypologie ist eine Differenzierung der Herrschaft nach Ge- ltungsgründen. Gründe für die Geltung einer Herrschaft liegen immer dann vor, wenn sich das soziale Handeln an der Vorstellung vom Bestehen einer legitimen Ordnung orientiert. Erst eine Herrschaft, die bei den Beherrschten den Glauben an die Vorbildlichkeit oder Verbind- lichkeit der etablierten Ordnung weckt, hat Aussicht auf dauerhafte Sicherung (Weber 1972: 16). Nach Weber gibt es nur drei Legitimationsgründe – Legalität, Tradition, und Charisma (Weber 1972: 124):

Dementsprechend unterscheidet Weber drei reine Typen legitimer Herrschaft. „Ihre Legitimi- tätsgeltung kann nämlich primär sein:

1. rationalen Charakters: auf dem Glauben an die Legalität gesatzter Ordnungen und des Anwendungsrechts der durch sie zur Ausübung der Herrschaft Berufenen ruhen (legale Herrschaft). – oder
2. traditionalen Charakters: auf dem Alltagsglauben an die Heiligkeit von jeher geltender Tradition und die Legitimität der durch sie zur Autorität Berufenen ruhen (traditionale Herrschaft), - oder endlich
3. charismatischen Charakters: auf der außeralltäglichen Hingabe an die Heiligkeit oder die Heldenkraft oder die Verbindlichkeit einer Person und der durch sie offenbarten oder geschaffenen Ordnungen ruhen (charismatische Herrschaft).“ (Weber 1972: 124).

Kennzeichen der Rationalität sind vor allem Sachlichkeit, Unpersönlichkeit und Berechenbar- keit (Gabriel 1979: 32). Bei allen Herrschaftsformen wird nach Weber durch das auf Durch- führen und Erzwingen der Ordnung gerichtetes Handeln des Verwaltungsstabs die Herrschaft aufrechterhalten. „Die Existenz dieses Handelns ist das, was man mit dem Wort „Organisati- on“ meint.“ (Weber 1972: 154). Aus diesen Grundideen heraus entwickelte Weber das Büro- kratiemodell. Nach Weber war die Bürokratie die reinste Form legaler Herrschaft (Weber 1972: 126). „Ihre spezifische ... Eigenart entwickelt sie um so vollkommener, je mehr sie sich entmenschlicht, je vollkommener heißt das hier, ihr... die Ausschaltung von Liebe, Haß und aller rein persönlichen, überhaupt aller irrationalen, dem Kalkül sich entziehenden Empfin- dungselemente aus der Erledigung der Amtsgeschäfte gelingt“ (Weber 1972: 563).

Die Struktur der Bürokratie hat in erster Linie folgende Merkmale (Weber 1972: 125ff., 551f., 559ff.):

- Es gibt eine deutliche Hierarchie der Autorität und des Instanzenzuges. Eine Bürokra- tie gleicht einer Pyramide, wobei die Positionen mit der höchsten Autorität die Spitze bilden. Von oben nach unten erstreckt sich die Befehlskette, jede höhere Dienststelle kontrolliert und überwacht die ihr in der Hierarchie unmittelbar unterstellte.
- Das Verhalten der Organisationsmitglieder wird auf allen Ebenen der Organisation durch schriftliche Regeln umschrieben. Um dem Idealtypus der Bürokratie zu entspre- chen, war es für Weber von enormer Bedeutung, eine feste Kompetenz- und Arbeits- teilung in eine Organisation einzuplanen (jedes Mitglied hat eine feste Zuständigkeit).
- Die Beamten sind vollzeitbeschäftigt, das bedeutet sie sind hauptamtlich tätig und er- halten ein festes Gehalt. Eine Beförderung (infolge eine Gehaltserhöhung) erfolgt nach der Fachkompetenz, den Dienstjahren oder einer Kombination aus beiden.
- Eine besondere Betonung liegt auf der schriftlichen Kommunikation (Aktenmäßigkeit der Verwaltung)

34 von 34 Seiten

Details

Titel
Organisationen zwischen Rationalisierung und Legitimität
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Veranstaltung
Die Organisation des Politischen
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
34
Katalognummer
V111853
Dateigröße
546 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Organisationen, Rationalisierung, Legitimität, Organisation, Politischen
Arbeit zitieren
Andreas Bruns (Autor), 2003, Organisationen zwischen Rationalisierung und Legitimität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111853

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Organisationen zwischen Rationalisierung und Legitimität



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden