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Frühmittelalterliche Musikinstrumente in Schleswig-Holstein

Titel: Frühmittelalterliche Musikinstrumente in Schleswig-Holstein

Magisterarbeit , 2008 , 173 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Kai de Graaf (Autor:in)

Archäologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit ist erstmalig die Gesamtheit von frühmittelalterlichen Artefakten des Bundeslandes Schleswig-Holstein dargestellt, welche in einen Kontext Musik und Klangerzeugung passen. Damit wird das Ziel verfolgt die Fülle von wikingerzeitlichen Klangerzeugern darzustellen und deren Vielfalt zu präsentieren: Von Kirchenglocken und Schellen als akustische Signalgeber, über Saiteninstrumente und Flöten für Musik und Unterhaltung, bis Lockpfeifen für die Jagd und Rasseln in kultischen Kontexten.

Um die Verschiedenartigkeit der Klangerzeuger zu erfassen, wurden sie in einem Katalog systematisch zusammengestellt und in Instrumentenklassen unterteilt. Mit diesem Katalog, sowie graphischer Nomenklaturen der Bauteile von Instrumenten, soll die Möglichkeit eröffnet werden, musikarchäologische Artefakte leichter zu erkennen und in einen klangerzeugenden Kontext setzten zu können. Hierfür wurden die bis dato bekannten Klangerzeuger aufgenommen, außerdem unpublizierte und weitere Objekte, welche vom Verfasser in einen Kontext Klangerzeugung gestellt werden konnten.

Ein geographischer und zeitlicher Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der südskandinavischen Handelsmetropole Haithabu und deren Umfeld, weil dort Artefaktgruppen aus Skandinavien, Mittel-, Ost- und Westeuropa identifiziert wurden. Durch Vergleichsfunden aus genannten Regionen können die Objekte in Schleswig-Holstein in einen größeren Kontext gestellt und interpretiert werden. Damit können Klang, Signal und Musik in einen kulturellen Rahmen der wikingerzeitlichen Bevölkerung Schleswig-Holsteins gestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • EINLEITUNG
    • MUSIK IM FRÜHMITTELALTER
    • DEFINITIONEN
      • Begriff Musikarchäologie und Vorgehen in dieser Arbeit
      • Definition von Musikinstrument und Klanggerät
      • Akustische Typenklassifikation
  • MATERIAL, RAHMENBEDINGUNGEN UND METHODEN
    • UNTERSUCHTE MATERIALIEN
    • RAHMENEBDINGUNGEN: ZEITLICHE UND GEOGRAPHISCHE RÄUME UND GRENZEN
    • METHODISCHE HERANGEHENSWEISE
      • Bezifferung in dieser Arbeit
  • KLANGGERÄTE AUS SCHLESWIG-HOLSTEIN
    • IDIOPHONE (SELBSTKLINGER)
      • Schraper
      • Gleitrasseln
      • Schellen
      • Glocken
      • Glöckchen
    • MEMBRANOPHONE (TROMMELN)
    • CHORDOPHONE (SAITENINSTRUMENTE)
      • Rundbogenleier
      • Frühmittelalterliche Fiedel
      • Stege
      • Saitenhalter und Saitenverteiler
      • Saiten
      • Wirbel
      • Zubehör
        • Stimmschlüssel (?)
        • Plektrum (?)
    • AEROPHONE (WINDINSTRUMENTE)
      • Schnurrer
      • Kernspaltflöten
      • Kernspaltpfeifen
      • Lockpfeifen
      • Röhrenpfeifen
      • Schäferpfeife (?)
      • Schalmei (?)
    • GESANG
    • ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSBETRACHTUNGEN
      • ÜBERLEGUNG ZUR FUNKTION DER KLANGGERÄTE IM SOZIALEN KONTEXT
        • Idiophone
          • Schraper
          • Gleitrasseln
          • Schellen
          • Glocken
          • Glöckchen
        • Membraphone
        • Chordophone
          • Rundbogenleier
          • Fiedel
          • Zubehör
        • Aerophone
        • Beobachtung Befundkontext
      • VERBREITUNGSGEBIETE UND REGIONALE EINGRENZUNGEN
      • FAZIT

    Zielsetzung und Themenschwerpunkte

    Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Gesamtheit der frühmittelalterlichen Artefakte Schleswig-Holsteins zu erfassen, die in die Kontexte Musik und Klangerzeugung eingeordnet werden können. Dabei soll die Vielfalt an Objekten, die in dieser Zeit zur Erzeugung von Klang und Musik dienten, aufgezeigt werden. Der Fokus liegt auf der ehemaligen Handelsmetropole Haithabu, da dort Artefaktgruppen aus Skandinavien, Mittel-, Ost- und Westeuropa identifiziert wurden.

    • Frühe Musikinstrumente in Schleswig-Holstein
    • Musikarchäologie als Forschungsmethode
    • Die Verwendung von Klanggeräten im sozialen Kontext
    • Regionale Unterschiede in der Nutzung von Musikinstrumenten
    • Rekonstruktion der Klangwelt des Frühmittelalters in Schleswig-Holstein

    Zusammenfassung der Kapitel

    Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Begriff der Musikarchäologie erläutert und eine typologische Klassifizierung der Klanggeräte vornimmt. Im zweiten Kapitel werden die Materialien, Rahmenbedingungen und Methoden der Arbeit vorgestellt. Anschließend folgt eine detaillierte Beschreibung der Klanggeräte aus Schleswig-Holstein, unterteilt nach den Instrumentenkategorien Idiophone, Membranophone, Chordophone und Aerophone. Abschließend werden die Schlussfolgerungen der Arbeit zusammengefasst, mit Fokus auf die Funktionen der Klanggeräte im sozialen Kontext und deren regionale Verteilung.

    Schlüsselwörter

    Die Arbeit konzentriert sich auf die Musikarchäologie, Klangerzeugung, Musikinstrumente, Frühmittelalter, Schleswig-Holstein, Haithabu, Skandinavien, Nordeuropa, Typologie, Chronologie, soziale Funktion, regionale Unterschiede.

    Häufig gestellte Fragen

    Welche Musikinstrumente wurden im Frühmittelalter in Schleswig-Holstein genutzt?

    Die Vielfalt reicht von Saiteninstrumenten wie der Rundbogenleier über Flöten und Pfeifen bis hin zu Signalgebern wie Glocken und Schellen.

    Welche Rolle spielt Haithabu in dieser musikarchäologischen Arbeit?

    Haithabu war eine zentrale Handelsmetropole, in der Instrumente aus ganz Europa gefunden wurden, was Vergleiche über regionale Grenzen hinweg ermöglicht.

    Wie werden die Klanggeräte in der Arbeit klassifiziert?

    Sie werden systematisch in die akustischen Klassen Idiophone (Selbstklinger), Membranophone (Trommeln), Chordophone (Saiteninstrumente) und Aerophone (Windinstrumente) unterteilt.

    Wozu dienten Klanggeräte im sozialen Kontext der Wikingerzeit?

    Sie dienten der Unterhaltung, als akustische Signalgeber in der Kirche, als Lockpfeifen für die Jagd oder als Rasseln in kultischen Kontexten.

    Was ist das Ziel des erstellten Katalogs?

    Der Katalog soll es ermöglichen, archäologische Funde leichter als Musikinstrumente zu identifizieren und in einen klangerzeugenden Kontext zu setzen.

Ende der Leseprobe aus 173 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frühmittelalterliche Musikinstrumente in Schleswig-Holstein
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Ur- und Frühgeschichte)
Note
1,7
Autor
Kai de Graaf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
173
Katalognummer
V1118925
ISBN (eBook)
9783346484895
ISBN (Buch)
9783346484901
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musikarchäologie Frühmittelalter Mittelalterarchäologie Mittelalter Wikinger Musik im Mittelalter Archäologie Leier Flöten Wikingerzeit Haithabu frühe Musik Kultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kai de Graaf (Autor:in), 2008, Frühmittelalterliche Musikinstrumente in Schleswig-Holstein, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1118925
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  173  Seiten
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