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Johann Amos Comenius. Eine Unterrichtsplanung im Fach Evangelische Theologie an Grundschulen

Title: Johann Amos Comenius. Eine Unterrichtsplanung im Fach Evangelische Theologie an Grundschulen

Term Paper , 2021 , 35 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Theology - Religion (For Pre-University Students)
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Unterrichtsplanung behandelt als Thema Johann Amos Comenius. Die entworfene Unterrichtsstunde ist für eine dritte Klasse der Grundschule angedacht.

Der Unterrichtsgegenstand "Johann Amos Comenius und der Begriff der Ebenbildlichkeit" wird innerhalb einer mehrstündigen Unterrichtseinheit mit dem Thema "Was bedeutet es, ein Ebenbild Gottes zu sein?" eingebunden. In dieser Unterrichtseinheit wird herausgearbeitet, wer Johann Amos Comenius war und wie seine Ansicht der Ebenbildlichkeit des Menschen zu Gott anhand des "Orbis sensualium pictus" aufgezeigt wird.

Im Vorfeld haben die Heranwachsenden bereits die beiden Schöpfungsberichte erarbeitet, weswegen sie den Begriff der Ebenbildlichkeit kennen und sich darüber im Klaren sind, dass der Mensch als Abbild Gottes geschaffen ist. Nun geht es um die vertiefende Klärung des Begriffs der Ebenbildlichkeit. Im Zuge dessen erhalten die Lernenden eine Vorstellung vom Leben des Comenius und erarbeiten einen Steckbrief. Hierbei erlangen die SuS auch Informationen über das „Orbis sensualium pictus“, um aufzuzeigen, dass auch in anderen Werken als der Bibel, von der Ebenbildlichkeit geschrieben wird.

Ziel der Unterrichtsreihe ist es, den SuS in ihrem alltäglichen Leben zu verdeutlichen, dass jeder Einzelne von ihnen wichtig und wertvoll ist. So kann dann zur Einzigartigkeit und Besonderheit eines jeden übergeleitet werden und mit Gott in Verbindung gebracht werden, um zu bezwecken, dass die Kinder diesen Ansatz in ihrer Lebenswirklichkeit verinnerlichen und übernehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG: EIGENES VERHÄLTNIS ZUR THEMATIK

2. UNTERRICHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

3. SOZIOKULTURELLE BEDINGUNGEN

4. FACHANALYSE

4.1 BIOGRAFIE DES JOHANN AMOS COMENIUS

4.2 THEOLOGIEVERSTÄNDNIS

4.3 ORBIS SENSUALIUM PICTUS

4.4 MENSCHENBILD UND EBENBILDLICHKEIT BEI JOHANN AMOS COMENIUS

4.5 DER ZWEITE SCHÖPFUNGSBERICHT GEN 2,4B-25 UND DER SÜNDENFALL GEN 3,1-24

5. LERNVORAUSSETZUNGEN DER SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER

6. THEMENFORMULIERUNG

7. RELIGIONSDIDAKTISCHE ANALYSE

7.1 GEGENWARTSBEDEUTUNG

7.2 ZUKUNFTSBEDEUTUNG

7.3 EXEMPLARISCHE BEDEUTUNG

7.4 ELEMENTARE ERFAHRUNGEN

7.5 WAHRHEITSFRAGEN

7.6 INHALTLICHE SCHWERPUNKTLEGUNG

8. KOMPETENZORIENTIERTE ZIELFESTLEGUNG

8.1. GROBZIELE

8.2 FEINZIELE

9. LERNARRANGEMENTS UND LERNAUFGABEN

9. ÜBERPRÜFUNGS- UND WIEDERHOLUNGSMÖGLICHKEIT

VERLAUFSÜBERSICHT

MATERIALIEN

Zielsetzung & Themen der Unterrichtsplanung

Das Hauptziel dieser Unterrichtsplanung ist es, Grundschülern der dritten Klasse das Konzept der Gottebenbildlichkeit anhand der historischen Person Johann Amos Comenius und seines Werkes „Orbis sensualium pictus“ näherzubringen, um ihr Selbstwertgefühl sowie den Respekt gegenüber der Einzigartigkeit jedes Menschen zu fördern.

  • Biografisches Lernen am Beispiel von Johann Amos Comenius
  • Erarbeitung des christlichen Konzepts der Ebenbildlichkeit
  • Didaktische Einbettung des Werkes „Orbis sensualium pictus“
  • Förderung der personalen und sozialen Kompetenzen durch Modell-Lernen
  • Verbindung von Schöpfungstheologie mit dem Lebensalltag der Kinder

Auszug aus dem Buch

4.4 Menschenbild und Ebenbildlichkeit bei Johann Amos Comenius

Comenius verweist in seinen Aussagen immer wieder auf das positiv christliche Menschenbild, welches er im Bruch mit den Anschauungen des Mittelalters von der Erbsünde begründet. Das zeigt sich auch als Ergebnis und Bestandteil in der von Comenius vertretenen Pansophie, welche die Einheit der Welt aus dem Zusammenhang alles Seienden mit Gott erklärt. Aus dieser Annahme heraus verhalten sich Gott und Welt beziehungsweise Gott und Mensch wie Urbild und Abbild zueinander.22

Der Mensch gilt als Ebenbild Gottes, da er die Absichten Gottes vernehmen kann und diese auch mit Vernunft zu gebrauchen weiß. Er ist von Natur aus dazu in der Lage, alle Dinge zu verstehen, mit der Herrschaft über die Dinge begabt und auch Herrscher über andere Geschöpfe. Hornstein schreibt hierzu, dass der Mensch als freier Partner Gottes agiert und für alles eine Mitverantwortung trägt.23 Die Gottebenbildlichkeit ist bei Comenius in einem aktiven und funktionalen Sinn zu verstehen: sie zeigt sich darin, dass der Mensch – wie Gott – die Herrschaft über die Erde ausübt.24

Comenius geht davon aus, dass Ebenbildlichkeit bedeutet, die Vollkommenheit des Urbildes Gottes nachzuahmen und sich demnach Gott so ähnlich wie möglich zu machen.25 Hierbei verweist der Theologe auf das Übergehen von Seins-Strukturen zu Sollens-Strukturen, wonach der Mensch Gott in seiner Schöpfung erkennen soll. Doch dem Menschen ist nach Comenius das Mensch-Sein nicht gegeben. Er hat vielmehr Anteil an seiner Mensch Werdung und somit auch am Werden seiner Ebenbildlichkeit.26

Der Theologe sieht im Menschen ein Abbild der großen Welt, welche die ganze Fülle des göttlichen Urbildes abspiegelt. Diese Grundüberzeugung führt zu der erzieherischen Aufgabe, jedem Menschen zum Erleben der göttlichen Kraft zu verhelfen. Zur Erreichung dieses Zieles, muss der Mensch sich nach Comenius an den drei Lichtern der Erziehung bedienen, welche Gott selbst für den Menschen angezündet hat: das Licht der Sinne, der Vernunft und der Offenbarung.27 Das Licht der Sinne schafft hierbei die Grundlage für alles geistige Leben, weshalb alles, was wir uns im Unterricht aneignen, von der Anschauung des wirklichen Gegenstandes ausgehen soll. Falls uns kein Gegenstand bereitsteht, so soll wenigstens ein Bild ausreichen (Verweis auf sein „Orbis pictus“).28

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: EIGENES VERHÄLTNIS ZUR THEMATIK: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation, die sich aus der Teilnahme am Comenius Projekt und ihrem Germanistikstudium ableitet.

2. UNTERRICHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN: Es werden die Rahmenbedingungen für eine dritte Grundschulklasse dargestellt, einschließlich der technischen Ausstattung und der Einordnung in den Lehrplan.

3. SOZIOKULTURELLE BEDINGUNGEN: Dieses Kapitel analysiert die Zusammensetzung und Lernvoraussetzungen der Klasse, inklusive der Berücksichtigung besonderer pädagogischer Bedürfnisse einzelner Schüler.

4. FACHANALYSE: Hier werden die biografischen, theologischen und pädagogischen Grundlagen zu Johann Amos Comenius sowie der biblische Hintergrund der Schöpfung dargelegt.

5. LERNVORAUSSETZUNGEN DER SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER: Es werden entwicklungspsychologische Konzepte von Erikson, Noack, Bandura und Selman herangezogen, um das historische und soziale Verständnis der Kinder einzuordnen.

6. THEMENFORMULIERUNG: Das Kapitel präzisiert das Thema der Unterrichtsstunde im Kontext der umfassenderen Frage nach der Ebenbildlichkeit des Menschen.

7. RELIGIONSDIDAKTISCHE ANALYSE: Eine fundierte Analyse zur Bedeutung des Themas in Bezug auf Gegenwart, Zukunft, Exempelfunktion und Wahrheitsfragen.

8. KOMPETENZORIENTIERTE ZIELFESTLEGUNG: Definition der Grob- und Feinziele unter Einbeziehung des rheinland-pfälzischen Teilrahmenplans für evangelische Religion.

9. LERNARRANGEMENTS UND LERNAUFGABEN: Erläuterung des methodischen Ansatzes des „Lernens an Biografien“ und der konkreten Gestaltung der Unterrichtsphasen.

9. ÜBERPRÜFUNGS- UND WIEDERHOLUNGSMÖGLICHKEIT: Vorschläge für weiterführende Aufgaben zur Festigung und Vertiefung des behandelten Themas.

Schlüsselwörter

Johann Amos Comenius, Ebenbildlichkeit, Religionsunterricht, Grundschule, Orbis sensualium pictus, Biografisches Lernen, Gottebenbildlichkeit, Modell-Lernen, Schöpfung, Identitätsentwicklung, Religionspädagogik, Menschenwürde, Narrativer Zugang, Unterrichtsplanung, Evangelische Theologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die vorliegende Arbeit liefert eine detaillierte Unterrichtsplanung für den evangelischen Religionsunterricht in einer dritten Grundschulklasse zum Thema „Johann Amos Comenius und der Begriff der Ebenbildlichkeit“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Person und Biografie von Comenius, sein Werk „Orbis sensualium pictus“, das theologische Konzept der Gottebenbildlichkeit sowie das Lernen an Biografien und Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Schülern zu vermitteln, dass jeder Mensch als Ebenbild Gottes wichtig und wertvoll ist, und sie dazu anzuregen, diese Wertschätzung auf sich selbst und ihre Mitmenschen zu übertragen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Unterricht nutzt einen narrativen Zugang, das Lernen an Biografien sowie das Modell-Lernen nach Bandura, um komplexe theologische Inhalte kindgerecht aufzubereiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Analyse zu Comenius, die Untersuchung der Lernvoraussetzungen der Kinder sowie eine religionsdidaktische Begründung der Unterrichtsgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie „Ebenbildlichkeit“, „Biografisches Lernen“, „Comenius“, „Religionsunterricht“ und „Identitätsbildung“ beschreiben.

Warum wird gerade Comenius als historische Figur gewählt?

Comenius eignet sich aufgrund seines bahnbrechenden, anschaulichen Lehrbuches und seiner humanistischen Werte ideal als Brücke zu historischen Kontexten und zur Reflexion über das eigene Menschsein.

Wie spielt das „Orbis sensualium pictus“ eine Rolle im Unterricht?

Das Werk dient als Medium, um den Kindern durch Bild-Text-Kombinationen den Begriff der Ebenbildlichkeit und die Ordnung des Seins in einer für Grundschüler verständlichen Art näherzubringen.

Welche Funktion hat der Einsatz eines Spiegels in der Sicherungsphase?

Der Spiegel dient als symbolisches Element, um die abstrakte theologische Erkenntnis, ein Ebenbild Gottes zu sein, auf die konkrete, sichtbare Person des Kindes zu beziehen und so ein persönliches „Gotteserlebnis“ zu ermöglichen.

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Details

Title
Johann Amos Comenius. Eine Unterrichtsplanung im Fach Evangelische Theologie an Grundschulen
College
University of Koblenz-Landau
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
35
Catalog Number
V1119008
ISBN (eBook)
9783346483751
ISBN (Book)
9783346483768
Language
German
Tags
johann amos comenius eine unterrichtsplanung fach evangelische theologie grundschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Johann Amos Comenius. Eine Unterrichtsplanung im Fach Evangelische Theologie an Grundschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119008
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