Die vorliegende Arbeit ist ein Literaturdossier zu Wolfgang Herrndorfs "Tschick".
Herrndorfs schriftstellerischer Erfolg begann im Jahre 2010 mit der Veröffentlichung des Jugendromans "Tschick", welcher 2010 im Rowohlt Verlag erschienen ist. Das Buch stand über ein Jahr lang auf der deutschen Bestsellerliste und ist bisher in 24 Sprachen übersetzt worden. Es zählt zum Genre der Adoleszenzliteratur und weist motivgeschichtliche Parallelen zu anderen jugendliterarischen Werken desselben Genres auf. "Tschick" ist ein mehrfach ausgezeichneter Roman, der 2010 den Jugendliteraturpreis gewonnen hat. Es wurde in die Spiegel-Bestsellerliste aufgenommen, wo es sich auch lange oben hielt. 2011 erhielt das Buch zusätzlich den Heidelberger Clemens Brentano Förderpreis für Literatur.
Inhaltsverzeichnis
Kurzbiografie des Autors und Bedeutung für den Inhalt
Entstehungskontext des Werks
Genre und Begründung
Kurzzusammenfassung des Inhalts
Figurenkonstellation
Maik Klingenberg
Andrej Tschichatschow (Tschick)
Isa Schmidt
Eltern von Maik
Zeitgestaltung
Wann spielt das Geschehen?
Ort
An welchem Ort spielt die Handlung?
Wertung des Textes
Wirkung
Inhalt
Relationen
Form
Kriterien als Kinder- und Jugendbuch
Zielsetzung und Themen
Dieses Lektüredossier bietet eine umfassende Analyse des Romans „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf. Das primäre Ziel ist es, die zentralen Aspekte des Werks – von der Charakterentwicklung der Protagonisten über die Erzählstruktur bis hin zur thematischen Einordnung in die Jugendliteratur – präzise aufzuarbeiten und dem Leser ein tieferes Verständnis für die Motive und die Bedeutung der Reise von Maik und Tschick zu vermitteln.
- Analyse der Figurenkonstellation und der Identitätsentwicklung der Jugendlichen
- Untersuchung der Roadmovie-Struktur und des Zeit- sowie Ortsbezugs
- Reflektion über zentrale Themen wie Freundschaft, Freiheit und das Erwachsenwerden
- Bewertung des Werkes hinsichtlich seiner Wirkung und seiner Eignung als Jugendbuch
Auszug aus dem Buch
Andrej Tschichatschow (Tschick)
Andrej ist ein 14-jähriger Junge und besucht wie Maik die achte Klasse des Hagecius-Gymnasiums in Berlin. Er ist vier Jahre vor Beginn der Romanhandlung mit seinem Bruder aus Rostow in Russland nach Deutschland gezogen und stammt aus einer deutschstämmigen Familie, seine Muttersprache ist jedoch Russisch. Beschrieben wird Andrej, mit dem Spitznamen „Tschick“ von Maik folgendermaßen:
„Er war so mittelgroß, trug ein schmuddeliges weißes Hemd, an dem ein Knopf fehlte, 10€ Jeans von Kik und braune, unförmige Schuhe, die aussahen wie tote Ratten. Außerdem hatte er extrem hohe Wangenknochen und statt Augen Schlitze. Diese Schlitze waren das Erste, was einem auffiel.“ (Herrndorf, S. 42)
Tschick weist ein sehr eigentümliches Verhalten auf und provoziert auch gerne Lehrer sowie Mitschüler. Ansonsten verhält er sich im Unterricht ruhig und sitzt meist unauffällig in der letzten Reihe der Klasse. Er kommt regelmäßig betrunken zum Unterricht, jedoch unternimmt die Schule nichts diesbezüglich, da sie versuchen, auf seine ärmlichen Familienverhältnisse Rücksicht zu nehmen. Seine Noten schwanken zwischen Zwei und Sechs, je nachdem, ob er getrunken hat oder nicht. Tschick gesteht auch Maik im Laufe der Ereignisse, dass er gar nicht auf Mädchen steht, sondern viel mehr auf Jungen. Maik ist diese Erkenntnis aber gleichgültig, er ahnt es sogar voraus.
Zusammenfassung der Kapitel
Kurzbiografie des Autors und Bedeutung für den Inhalt: Ein Überblick über das Leben und Schaffen von Wolfgang Herrndorf, der den Kontext seiner schriftstellerischen Arbeit beleuchtet.
Entstehungskontext des Werks: Beschreibt den Erfolg des Romans ab 2010 und ordnet ihn literarisch in die Jugendliteratur ein.
Genre und Begründung: Klassifiziert das Werk als Jugendroman mit Elementen eines Roadmovies und Abenteuerromans.
Kurzzusammenfassung des Inhalts: Fasst die Handlung um die beiden Jugendlichen Maik und Tschick und ihre Reise mit einem gestohlenen Auto zusammen.
Figurenkonstellation: Detaillierte Charakterisierungen der Hauptfiguren Maik, Tschick und Isa sowie eine kurze Einordnung der Eltern von Maik.
Zeitgestaltung: Erläutert den zeitlichen Rahmen der Handlung, die in den Sommerferien des 21. Jahrhunderts spielt.
Ort: Bestimmt den Handlungsort, der in Berlin beginnt und sich über eine Reise durch Deutschland erstreckt.
Wertung des Textes: Eine persönliche Reflexion über die Wirkung des Buches, den Inhalt, die literarische Form und die Eignung als Jugendbuch.
Schlüsselwörter
Tschick, Wolfgang Herrndorf, Roadmovie, Jugendroman, Freundschaft, Erwachsenwerden, Identität, Abenteuer, Berlin, Maik Klingenberg, Andrej Tschichatschow, Adoleszenz, Literaturanalyse, Sommerferien, Lektüredossier
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Lektüredossier grundsätzlich?
Das Dossier bietet eine analytische Aufarbeitung des Romans „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf, inklusive biographischer Hintergründe, Inhaltszusammenfassungen und Figurenanalysen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?
Die zentralen Themen sind Freundschaft, Freiheit, die schwierige Phase des Erwachsenwerdens und die Suche nach Identität abseits gesellschaftlicher Normen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Roman für Leser und Lernende durch eine strukturierte Analyse der Inhalte, Charaktere und literarischen Stilmittel erschließbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text auf Basis biographischer Fakten, genretypischer Merkmale und einer inhaltlichen Werkbetrachtung untersucht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Entstehungskontext, eine Zusammenfassung der Handlung, eine detaillierte Figurenkonstellation sowie Zeit- und Ortsangaben behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind neben dem Buchtitel und dem Autor Begriffe wie Roadmovie, Adoleszenz, Freundschaft und Identität.
Warum ist die Reise nach Walachei so wichtig für die Protagonisten?
Die Reise dient als Katalysator für die persönliche Entwicklung von Maik und Tschick, da sie sich während der Fahrt aus ihrer gewohnten, oft als schwierig empfundenen Umgebung lösen können.
Welche Rolle spielt die Perspektive von Maik Klingenberg?
Maik fungiert als Ich-Erzähler, der seine Erfahrungen und Gefühle sehr direkt und in jugendlicher Alltagssprache wiedergibt, was dem Leser einen unmittelbaren Zugang zu seiner Innenwelt ermöglicht.
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- Anonym (Autor:in), 2018, Lektüredossier zu Wolfgang Herrndorfs "Tschick", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119098