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Die Industrialisierung Englands und Russlands im Vergleich

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier Prozesse

Titel: Die Industrialisierung Englands und Russlands im Vergleich

Seminararbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Simon Haas (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Industrialisierungsvorgängen in England und Russland beziehungsweise ab 1922 der Sowjetunion. Mit diesem vergleichshistorischen Zugang werden anhand der gewählten, zu vergleichenden Länder zeitliche, strukturelle, ökonomische und politische Umstände in Relation gestellt und interpretiert.

Der Begriff Industrialisierung wird grundsätzlich für die Zeit von der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts bis hin ins frühe zwanzigste Jahrhundert verwendet, in der es, beginnend in England, zu gravierenden Umwälzungen in ökonomischen, gesellschaftlichen und mentalen Belangen kam. Wirtschaftlich gesehen bedeutete dies ein Verschiebung von einer agrarisch dominierten Volkswirtschaft hin zu einem Übergewicht des im sekundären Sektors erwirtschafteten Einkommen. Der Startschuss für diese Entwicklungen fiel in England, wo die Textil- und Schwerindustrie wirtschaftlich eine tragende Rolle spielten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeines zur Industrialisierung

3 Gemeinsamkeiten

4 Unterschiede

4.1 Pionier versus Nachzügler

4.2 Industrielle Revolution versus Revolution des Proletariats

4.3 Freie Marktwirtschaft versus Pyatiletka

4.4 Erfinden versus Nachahmen

4.5 Adlige Großgrundbesitzer versus Zwangskollektivierung

5 Conclusio

6 Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht mittels eines komparativen historischen Ansatzes die unterschiedlichen Industrialisierungsprozesse in England und Russland (bzw. der Sowjetunion). Ziel ist es, die ökonomischen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen gegenüberzustellen, um die Forschungsfrage zu beantworten, wie sich die Industrialisierung in England im Vergleich zu Russland verlief und ob Gemeinsamkeiten identifizierbar sind.

  • Vergleich der zeitlichen Entwicklung und strukturellen Voraussetzungen der Industrialisierung.
  • Analyse der Rolle von Innovationen und technologischem Fortschritt im Vergleich zur nachholenden Industrialisierung.
  • Gegenüberstellung marktwirtschaftlicher Systeme mit staatlich gelenkten Planwirtschaftsmodellen.
  • Untersuchung der sozialen Folgen, einschließlich Urbanisierung und Klassenbildung.
  • Bewertung agrarischer Reformprozesse und ihrer Auswirkungen auf den Übergang zur Industriegesellschaft.

Auszug aus dem Buch

4.4 Erfinden versus Nachahmen

Erfindungen und technologischer Fortschritt spielten im Industrialisierungsprozess Englands eine tragende Rolle. Es dauerte Jahrzehnte, die Dampfmaschine zu einem Wirkungsgrad zu optimieren, mit dem sie rentabel nutzbar war. Die Herstellung von Stahl, als ein komplizierter technischer Prozess musste mühsam erforscht werden. Hier liegt ein großer Vorteil einer nachholenden Industrialisierung, wie sie in Russland stattfand. Man konnte Fabriken und Maschinen nach Plänen nachbauen und vorhandene technische Literatur nutzen. Man importierte auch Know-How indem man gut ausgebildete Ingenieure ins Land holte, um von diesen zu lernen.

Eine ganze Reihe von neuen Erfindungen entsprang den Zeichenbrettern englische Ingenieure, Wissenschaftler und Erfinder. Einerseits durch Konkurrenzkampf und andererseits durch Zusammenarbeit gefördert entwickelten sich diese Innovationen schnell und stetig weiter, wodurch auch die Industrialisierung vorangetrieben wurde. Die tragenden Sparten der englischen Wirtschaft wurden durch diese Innovationen in ihrer Produktivität stark verbessert. Sei es die Erfindung der Spinning Jenny, welche 1770 von James Hargreaves patentiert wurde, die neuen Prozesstechniken der Roheisenerzeugung oder die Erfindung der Dampfmaschine von Thomas Newcomen und deren Weiterentwicklung von James Watt - alle diese technischen Meilensteine fanden in England statt. Dieser Erfindergeist und die investitionsfreudigen Unternehmer waren eines der Zugpferde der Industriellen Revolution.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in den vergleichshistorischen Ansatz ein, der die Industrialisierung Englands und Russlands gegenüberstellt, und definiert die Forschungsfrage sowie die Hypothese.

2 Allgemeines zur Industrialisierung: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über den Industrialisierungsbegriff sowie die notwendigen ökonomischen und sozialen Voraussetzungen.

3 Gemeinsamkeiten: Hier werden Ähnlichkeiten in den Entwicklungen, wie das Anwachsen des sekundären Sektors und die zunehmende Urbanisierung, hervorgehoben.

4 Unterschiede: Dieser Hauptteil analysiert die divergierenden Pfade beider Länder, von unterschiedlichen Regierungsformen bis hin zur Planungsmethodik.

4.1 Pionier versus Nachzügler: Das Kapitel kontrastiert England als Mutterland der Industrialisierung mit Russland als spätem Nachzügler.

4.2 Industrielle Revolution versus Revolution des Proletariats: Hier wird der Gegensatz zwischen technologisch getriebener Entwicklung und politisch-revolutionärer Transformation erläutert.

4.3 Freie Marktwirtschaft versus Pyatiletka: Das Kapitel vergleicht den spontanen marktwirtschaftlichen Prozess Englands mit der staatlich geplanten Industrialisierung durch sowjetische Fünfjahrespläne.

4.4 Erfinden versus Nachahmen: Dieser Abschnitt beleuchtet den Unterschied zwischen eigener technologischer Innovation in England und der Adaption vorhandenen Wissens in der UdSSR.

4.5 Adlige Großgrundbesitzer versus Zwangskollektivierung: Das Kapitel behandelt die gegensätzlichen agrarischen Reformmodelle und deren gesellschaftliche Konsequenzen.

5 Conclusio: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die anfängliche Hypothese, dass die Unterschiede die Gemeinsamkeiten bei weitem überwiegen.

6 Quellenverzeichnis: Hier sind die für die Arbeit herangezogene Fachliteratur sowie Onlinequellen aufgelistet.

Schlüsselwörter

Industrialisierung, Industrielle Revolution, England, Russland, Sowjetunion, Fünfjahrespläne, Pyatiletka, Wirtschaftswachstum, Agrargesellschaft, Urbanisierung, Schwerindustrie, Technologieimport, Kollektivierung, Wirtschaftsgeschichte, Gesellschaftswandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht vergleichend die Industrialisierungsprozesse in England und Russland bzw. der Sowjetunion, um Gemeinsamkeiten und vor allem die signifikanten Unterschiede zwischen diesen beiden historischen Transformationsprozessen darzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der technologischen Entwicklung, der Rolle staatlicher Planung im Vergleich zur freien Marktwirtschaft, der agrarischen Struktur und den damit verbundenen sozialen Umwälzungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu klären, wie die Industrialisierung in England im Vergleich zu der in Russland verlief, und die Hypothese zu überprüfen, dass die Entwicklung beider Länder stark unterschiedliche Phänomene aufwies.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen vergleichshistorischen Zugang, bei dem ökonomische, politische und soziale Umstände beider Länder systematisch gegenübergestellt und interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zentrale Differenzen in den Bereichen Pionierstatus, politische Revolutionen, Wirtschaftsorganisation (Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft), Innovation (Erfindung vs. Nachahmung) und Agrarpolitik (Großgrundbesitz vs. Zwangskollektivierung) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Industrialisierung, Industrielle Revolution, Sowjetunion, Fünfjahrespläne, Schwerindustrie, Agrargesellschaft und Wirtschaftswachstum.

Welche Rolle spielte der Krimkrieg für die Industrialisierung Russlands?

Der Krimkrieg wird als wichtiger Auslöser identifiziert, da er dem Zarenreich seine militärische und ökonomische Rückständigkeit gegenüber den fortgeschrittenen westlichen Mächten wie England und Frankreich deutlich vor Augen führte.

Was zeichnete die Strategie der Sowjetunion bei der technologischen Entwicklung aus?

Die Sowjetunion nutzte den Vorteil der „nachholenden Industrialisierung“, bei dem sie auf bereits in Westeuropa erprobte Technologien, Maschinen und Know-how durch den Import von Fachkräften und technischer Literatur zurückgriff, anstatt langwierige eigene Forschung zu betreiben.

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Details

Titel
Die Industrialisierung Englands und Russlands im Vergleich
Untertitel
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier Prozesse
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz
Note
1,0
Autor
Simon Haas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V1119218
ISBN (eBook)
9783346487100
ISBN (Buch)
9783346487117
Sprache
Deutsch
Schlagworte
industrialisierung englands russlands vergleich gemeinsamkeiten unterschiede prozesse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Simon Haas (Autor:in), 2018, Die Industrialisierung Englands und Russlands im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119218
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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