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Schreiben versus Tippen. Verlust der gewohnten Kulturtechnik durch digitale Medien?

Title: Schreiben versus Tippen. Verlust der gewohnten Kulturtechnik durch digitale Medien?

Term Paper , 2021 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anna Laudisa (Author)

Didactics for the subject German - Grammar, Style, Working Technique
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich damit, inwieweit sich das Tippen mit der Tastatur im Schreibunterricht etablieren wird und ob es sein kann, dass die Kulturtechnik aufgrund der immer mehr ansteigenden Digitalisierung die zurzeit favorisierte Kulturtechnik des Handschreibens ablösen wird.

Die KIM-Studie (2010) hat belegt, dass digitale Medien bereits bei Grundschulkindern immer mehr Einzug in den Alltag nehmen. So hat diese Studie ergeben, dass 82 % der 6- bis 13-Jährigen mindestens einmal pro Woche, wenn nicht sogar öfter den Computer oder andere digitale Medien nutzen.

Davon sind 35 % dieser Kinder Mitglieder einer webbasierten Community und 31 % nutzen mindestens einmal pro Woche digitale Chatdienste. Durch diese Zahlen wird verdeutlicht, dass vor allem im privaten Bereich der heutigen SchülerInnen das Schreiben mit der Hand zunehmend durch die Nutzung digitaler Schreibgeräte ersetzt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung von Schrift

3. Schreiben mit der Hand

3.1 Probleme

3.2 Relevanz

4. Schreiben mit digitalen Medien

4.1 Vorteile und Chancen

4.2 Herausforderungen

5. Aktueller Forschungsstand

6. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Konkurrenz zwischen der traditionellen Handschrift und dem Tippen auf der Tastatur im Kontext des Grundschulunterrichts, um zu klären, ob digitale Medien die Handschrift als Kulturtechnik ablösen oder ergänzen können.

  • Die Bedeutung der Handschrift für kognitive und feinmotorische Entwicklung
  • Chancen und Herausforderungen des digitalen Schreibens
  • Vergleich der Leistungsfähigkeit und Schreibprozesse bei verschiedenen Medien
  • Einfluss von digitalen Schreibwerkzeugen wie Wikis auf die Textqualität
  • Notwendigkeit einer integrativen Schreibdidaktik in der Schule

Auszug aus dem Buch

4.1 Vorteile und Chancen

Zum einen hat das Schreiben mit der Tastatur den Vorteil, dass es nach der Automatisierung dieser Technik kognitiv erleichternd oder entlastend ist (vgl. Becker-Mrotzek 2006: 66). Aus Sicht der Kognitionspsychologie werden für den Schreibprozess drei Komponenten unterschieden: Die Transkription, die Handlungssteuerung und die Textproduktion an sich. Aufgrund des begrenzten Arbeitsgedächtnisses, welches an allen drei Prozessen beteiligt ist, kommt es beim Schreiben mit der Hand zu einer hohen Auslastung, was in Folge zu einer geringen Auslastung der einzelnen Teilprozesse führt. Das Schreiben auf der Tastatur ermöglicht eine Reduzierung der Belastung des Arbeitsgedächtnisses und eine höhere Leistung, da mehr Kapazitäten für die Teilprozesse frei sind.

Zusätzlich wirkt das Tippen auf Tastatur auch motorisch entlastend. Diese physische Entlastung kommt vor allem den SchreibanfängerInnen zugute und ermöglicht den Kindern während des Schreibprozesses ihre Konzentration hauptsächlich auf die kognitiven Aufgaben des Schreibens zu legen (vgl. Anskeit 2019: 284). Im Hinblick auf die inklusive Grundschule ist dies auch sehr gewinnbringend für Kinder mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen beziehungsweise für Kinder mit spezifischen Lernschwierigkeiten (vgl. Arndt 2008: 62). Aber auch der ästhetische Aspekt spricht für das Schreiben mit der Tastatur. Zum einen ist es gewinnbringend für die Gestaltung des Textes, da dieser durch Formatierung, Integration von Abbildungen etc. oder das Einfügen von Audio- und Videodateien attraktiver gestaltet werden kann (vgl. Frederking/Albrecht: 22).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Nutzung digitaler Medien bei Grundschulkindern und formuliert die Forschungsfrage, ob die Tastatur die Handschrift als dominante Kulturtechnik ablösen könnte.

2. Die Bedeutung von Schrift: Dieses Kapitel erläutert den hohen gesellschaftlichen Stellenwert der Schrift als Speichermedium für Wissen und ihre Funktion als Voraussetzung für schriftliche Kommunikation und komplexe Denkprozesse.

3. Schreiben mit der Hand: Hier werden die biologischen Grundlagen des handschriftlichen Schreibens sowie dessen pädagogische Bedeutung und die damit verbundenen motorischen Anforderungen erörtert.

3.1 Probleme: Dieser Abschnitt thematisiert funktionale Schwierigkeiten von SchülerInnen, wie motorische Probleme und Nachteile in der Textqualität oder Bewertung durch die Handschrift.

3.2 Relevanz: Hier werden die kognitiven und ökonomischen Vorteile des handschriftlichen Schreibens für den Lernprozess und die feinmotorische Entwicklung hervorgehoben.

4. Schreiben mit digitalen Medien: Das Kapitel analysiert die zunehmende Bedeutung digitaler Medien und deren Einfluss auf neue Textformen sowie den veränderten Schreibprozess.

4.1 Vorteile und Chancen: Fokus liegt hier auf der kognitiven und motorischen Entlastung durch das Tippen sowie dem motivationalen Charakter webbasierter Schreibwerkzeuge.

4.2 Herausforderungen: Dieser Teil betrachtet Probleme wie den drohenden Verlust von Feinmotorik und die Notwendigkeit einer technischen sowie curricularen Ausstattung der Schulen.

5. Aktueller Forschungsstand: Ein Überblick über Studien, die Handschrift und Tastaturschreiben vergleichen und dabei sowohl Vor- als auch Nachteile beider Ansätze aufzeigen.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Techniken ihre Berechtigung haben und ein kompetenter Umgang mit beiden Medien im Unterricht gefördert werden sollte.

Schlüsselwörter

Handschrift, Tippen, Tastatur, digitale Medien, Schreibkompetenz, Grundschule, Schreibunterricht, Feinmotorik, Kognition, Schreibprozess, Medienbildung, Textqualität, Schreibanlässe, Kulturtechnik, Schriftspracherwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen dem traditionellen Schreiben mit der Hand und dem Tippen auf der Tastatur im Hinblick auf die kulturelle Entwicklung und den Unterricht in der Grundschule.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit thematisiert Schreibkompetenz, motorische und kognitive Lernprozesse, den Einfluss digitaler Schreibwerkzeuge sowie die mediale Ausstattung und Didaktik in modernen Schulen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob das Tippen mit digitalen Medien die traditionelle Kulturtechnik des Handschreibens ersetzen wird oder ob beide Techniken in der modernen Schule koexistieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die aktuelle pädagogische Studien und bildungswissenschaftliche Fachliteratur zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Handschrift (Probleme und Relevanz), die Chancen und Herausforderungen des digitalen Schreibens sowie die Auswertung aktueller Studien zu diesem Vergleich.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Handschrift, Tippen, digitale Medien, Schreibkompetenz, Grundschule, Feinmotorik und Schreibdidaktik.

Warum ist das Schreiben mit der Hand laut Arbeit für Grundschüler wichtig?

Die Handschrift fördert die feinmotorische Entwicklung und führt zu einer tieferen Informationsverarbeitung und besseren Einprägung von Inhalten im Vergleich zum rein mechanischen Tippen.

Welche Vorteile bieten webbasierte Schreibwerkzeuge wie Wikis?

Sie ermöglichen authentische Schreibanlässe, fördern das kooperative Arbeiten und steigern durch das bekannte Zielpublikum die Motivation der Kinder.

Was ist das zentrale Fazit der Autorin?

Das Fazit betont, dass keine der beiden Techniken als universeller Schlüssel fungiert; stattdessen sollten die Stärken beider Techniken durch eine gezielte Integration in den Unterricht genutzt werden.

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Details

Title
Schreiben versus Tippen. Verlust der gewohnten Kulturtechnik durch digitale Medien?
College
Karlsruhe University of Education
Course
Schreiben mit digitalen Medien
Grade
1,0
Author
Anna Laudisa (Author)
Publication Year
2021
Pages
16
Catalog Number
V1119272
ISBN (eBook)
9783346487940
ISBN (Book)
9783346487957
Language
German
Tags
schreiben tippen verlust kulturtechnik medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Laudisa (Author), 2021, Schreiben versus Tippen. Verlust der gewohnten Kulturtechnik durch digitale Medien?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119272
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