In dieser Seminararbeit wird zunächst eine Einführung in die technische Grundlage (Blockchain-Technologie) von Krytowährungen gegeben. Außerdem wird aus der aktuellen Literatur eine Synthese verschiedener Erscheinungsformen (Klassifikationen) von Kryptowährungen geliefert. Abschließend wird das Marktpotenzial von Kryptowährungen als Transaktionswährung, d.h. als alternative zu online Bezahlungen betrachtet. Hierzu wird eine Prognose zur Nutzungsakzeptanz anhand des Technologie Acceptance Models abgeleitet.
Mit dem Bitcoin wurde das Konzept von Kryptowährungen als ersten im Jahre 2008 durch das Erscheinen eines Dokuments des Autors Satoshi Nakamoto vorgestellt. Damit gilt Bitcoin als erste Kryptowährung, deren Ziel es ist, digitale Transaktionen unabhängig von zentralen Behörden durchführbar zu machen. Die Aktualität des Themas lässt sich dabei am Forschungsinteresse widerspiegeln. Die Anzahl an Publikationen unter dem Stichwort „Cryptocurrency“ steigt vor allem seit 2018 steil an.
Inhaltsverzeichnis
1 THEMATISCHE EINFÜHRUNG UND ZIELSETZUNG
2 BEGRIFFSDEFINITIONEN
2.1 KRYPTOWÄHRUNGEN
2.2 DEZENTRALISIERTE SYSTEME
2.3 SMART CONTRACTS
3 ERSCHEINUNGSFORMEN
4 MARKTPOTENZIAL
4.1 MARKTPOTENZIALFORMEL
4.2 ANWENDUNGSBEREICHE
4.3 AKZEPTANZ VON KRYPTOWÄHRUNGEN
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten Überblick über die verschiedenen Erscheinungsformen von Kryptowährungen zu geben und deren Marktpotenzial unter Berücksichtigung von Adaptationsmechanismen und Hindernissen kritisch zu analysieren.
- Klassifikation und Differenzierung von Kryptowährungen (Coins vs. Token)
- Analyse technischer Merkmale wie Konsensmechanismen und Miningsysteme
- Untersuchung potenzieller Anwendungsbereiche in der Praxis
- Bewertung der Akzeptanz mithilfe des Technology Acceptance Models (TAM)
Auszug aus dem Buch
Digitales Geld
Als erstes Anwendungsgebiet lassen sich online Bezahlungen nennen. Betrachtet man Kryptowährungen als digitales Geld, welches universell als Transaktionswährungen eingesetzt werden kann, erscheint der Vergleich zu online Varianten von FIAT-Währungen als naheliegend. Insgesamt lässt sich ein größerer potenzieller Nutzerkreis bei Kryptowährungen gegenüber FIAT-Währungen vermuten, der jedoch nicht überschneidungsfrei ist. Bei der Nutzung von digitalem Geld (wie dem Euro) wird ein Bankkonto vorausgesetzt mit dem Transaktionen, etwa über Banken oder Dienstleister, abgewickelt werden. Nach Zahlen der World Bank (2020) besitzen jedoch knapp 1,7 Milliarden erwachsene Menschen kein Bankaccount und sind damit von Finanzsystem abgeschnitten. Für die Verwendung von Kryptowährung hingegen wird lediglich ein internetfähiges Endgerät (z.B. Smartphone) benötigt (Härdle et al., 2020).
Das Volumen bargeldloser Transaktionen lag nach Schätzungen im Jahr 2020 bei rund 778 Milliarden weltweit (World Payments Report, 2020). Als Differenzierungsmerkmal für Kryptowährungen wird in der Literatur die geringen Kosten und Schnelligkeit von Transaktionen herangeführt (Berentsen & Schar, 2018; Grover et al., 2019). Hier ist jedoch kritisch anzuführen, dass mit Dienstleistern wie Paypal und Transferwise bereits entsprechende Lösungen am Markt existieren, um günstige und Echtzeit-Überweisungen realisieren zu können (Giudici et al., 2020). Ein letztes Differenzierungsmerkmal von Kryptowährungen gegenüber FIAT-Währungen wird ebenfalls in der Anonymität von Bezahlungen gesehen (Härdle et al., 2020). Ein Alleinstellungsmerkmal könnten Kryptowährungen daher für solche Kunden darstellen, die einen hohen Wert auf Privatsphäre legen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 THEMATISCHE EINFÜHRUNG UND ZIELSETZUNG: Einleitung in die Entstehung von Kryptowährungen und Darlegung des Bedarfs an einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dieser disruptiven Technologie.
2 BEGRIFFSDEFINITIONEN: Klärung grundlegender Konzepte wie Kryptowährungen, dezentralisierte Systeme und Smart Contracts, um eine einheitliche Basis für die weitere Analyse zu schaffen.
3 ERSCHEINUNGSFORMEN: Erläuterung technischer Unterschiede bei Kryptowährungen, wie Konsensmechanismen, Miningsysteme und die Differenzierung zwischen Coins und Token.
4 MARKTPOTENZIAL: Kritische Betrachtung der Einsatzmöglichkeiten von Kryptowährungen und Analyse der Akzeptanzfaktoren auf Basis des Technology Acceptance Models.
5 FAZIT: Zusammenfassung der Kernergebnisse und kritische Reflexion der Dilemmata hinsichtlich Regulierung und Nutzervertrauen.
Schlüsselwörter
Kryptowährungen, Blockchain, Digitales Geld, Smart Contracts, Marktpotenzial, Technology Acceptance Model, Dezentralisierung, Transaktionswährung, Utility Token, Security Token, Non-fungible Token, Regulatorik, Akzeptanz, Innovation, Finanzintermediäre.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht Kryptowährungen hinsichtlich ihrer verschiedenen Erscheinungsformen und ihres Marktpotenzials, wobei auch die technologischen Grundlagen und Adaptationshürden berücksichtigt werden.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Definition und Klassifikation von Kryptowährungen, deren praktische Anwendungsbereiche sowie die Analyse der technologischen Akzeptanz durch Nutzer.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen holistischen Überblick über die Vielfalt der Kryptowährungen zu geben und Faktoren für eine zukünftige Marktdurchdringung zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Anwendung des Technology Acceptance Models (TAM) zur Beurteilung der Akzeptanz der Technologie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition zentraler Begriffe, die Klassifizierung von Kryptowährungen, eine Analyse der Anwendungsgebiete und eine darauf aufbauende Untersuchung der Technologieakzeptanz.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Kryptowährungen, Blockchain, Dezentralisierung, Smart Contracts und Technologieakzeptanz beschreiben.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Coins und Token?
Coins werden als eigenständige Kryptowährungen für den Zahlungsverkehr definiert, während Token auf bestehenden Plattformen basieren und spezifische Funktionen oder Rechte repräsentieren.
Welche Rolle spielen Smart Contracts für das Marktpotenzial?
Smart Contracts ermöglichen die Automatisierung von Verträgen und Transaktionen ohne Intermediäre, was laut Arbeit ein entscheidender Faktor für die Erweiterung der Anwendungsmöglichkeiten ist.
Welches Dilemma identifiziert die Arbeit bei der Regulierung?
Das Dilemma besteht darin, dass staatliche Regulierung zwar Vertrauen und Stabilität schaffen kann, dabei aber potenziell die für Kryptowährungen charakteristische Anonymität und Dezentralität gefährdet.
- Arbeit zitieren
- Ole Wegeleben (Autor:in), 2020, Krypto-Währungen. Erscheinungsformen und Marktpotenziale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119339