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Nachhaltige Entwicklung durch interorganisationale Vernetzung fördern. Der Erfolg von CSR-Netzwerken

Titel: Nachhaltige Entwicklung durch interorganisationale Vernetzung fördern. Der Erfolg von CSR-Netzwerken

Bachelorarbeit , 2020 , 51 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Philipp Neudert (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit unternimmt den Versuch, den Trend zu interorganisationaler Vernetzung mit der Hintergrundfrage zu verbinden, wie die SDGs effizienter und effektiver umgesetzt werden können, und fokussiert sich dabei auf die institutionalisierte Form der interorganisationalen und intersektoralen Kooperation – die CSR-Netzwerke selbst. Was macht den Erfolg von CSR-Netzwerken aus, und wie kann dieser Erfolg erhöht werden?

Die selbstgesteckten Ziele der Weltgemeinschaft liegen hoch. Bis 2030 soll die Armut abgeschafft, ein gesundes Leben für alle gesichert und Geschlechtergleichstellung erreicht sein – und dies sind nur drei der insgesamt siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung, die sich die Staats- und Regierungschefs bis 2030 zu erreichen verpflichtet haben. Angesichts dieses enormen Handlungsdrucks und einer durchwachsen ausfallenden Zwischenbilanz stellt sich die Frage nach innovativen Möglichkeiten, die SDGs effektiv und effizient umzusetzen. Nicht erst seit der Verabschiedung der Agenda 2030 betonen Theorie und Praxis die wachsende Bedeutung interorganisationaler Vernetzung. Mit solchen Netzwerken – insbesondere sogenannten CSR-Netzwerken und Nachhaltigkeitsnetzwerken – verbindet sich die Hoffnung, komplexe Probleme, die Sektorgrenzen und die Fähigkeiten einzelner Akteure überschreiten sowie besser und umfassender lösen zu können.

Angesichts dieses enormen Handlungsdrucks und einer durchwachsen ausfallenden Zwischenbilanz stellt sich die Frage nach innovativen Möglichkeiten, die SDGs effektiv und effizient umzusetzen. Neben Fragen der Finanzierung und des Kapazitätsaufbaus betont es den Aufbau von sogenannten Multi-Stakeholder-Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung "zur Mobilisierung und zum Austausch von Wissen, Fachkenntnissen, Technologie und finanziellen Ressourcen" und die Unterstützung des Aufbaus neuer Partnerschaften, "aufbauend auf den Erfahrungen und Mittelbeschaffungsstrategien bestehender Partnerschaften". Diese Vorgaben sind zwar vergleichsweise abstrakt und leisten individuellen Organisationen nur geringe Orientierungshilfe. Sie lenken jedoch die Aufmerksamkeit verstärkt auf die Möglichkeiten privater und zivilgesellschaftlicher Akteure und speziell von Unternehmen, durch eigene Anstrengung und insbesondere in Kooperation mit öffentlichen oder zivilgesellschaftlichen Akteuren zur Verwirklichung der SDGs beizutragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Die Agenda 2030 und die Sustainable Development Goals

2.2 CSR in der Entwicklung: Vom individuellen Unternehmensengagement zum CSR-Netzwerk

2.3 Was kennzeichnet den Erfolg von CSR-Netzwerken?

2.4 Über die Operationalisierbarkeit des Erfolgs: Wirkungsmessung von gesellschaftlichem Engagement

3. Eine CSR-Netzwerk-Strategie als Instrument der Erfolgssteigerung

3.1 Warum eine Strategie?

3.2 Elemente und Funktionen einer CSR-Netzwerk-Strategie

3.3 In sieben Schritten zur gemeinsamen CSR-Netzwerk-Strategie

4. Diskussion der Ergebnisse und abschließende Empfehlungen

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie CSR-Netzwerke als Form der interorganisationalen Kooperation dazu beitragen können, die Sustainable Development Goals (SDGs) der UN effizienter und effektiver umzusetzen, indem ein zweidimensionales Verständnis von Netzwerkerfolg in eine strategische Handlungsanleitung überführt wird.

  • Grundlagen der Agenda 2030 und Konzepte der Corporate Social Responsibility (CSR).
  • Differenzierung zwischen internem und externem Erfolg von Netzwerken.
  • Entwicklung einer systematischen CSR-Netzwerk-Strategie als Instrument zur Erfolgssteigerung.
  • Operationalisierung und Wirkungsmessung von gesellschaftlichem Engagement.
  • Diskussion normativer und praktischer Herausforderungen bei der Umsetzung kollektiver Nachhaltigkeitsstrategien.

Auszug aus dem Buch

Verhältnis von interner und externer Erfolgsdimension

Das zweidimensionale Erfolgsverständnis wirft weiter die Frage auf, in welchem Verhältnis diese Dimensionen zueinanderstehen und was den Gesamterfolg des Netzwerks bestimmt. Aus ethischer Sicht kommt der externen Dimension eine höhere Bedeutung zu, da sie sich auf ethisch relevante Güter, etwa Armut, Gesundheit oder Ungleichheit, bezieht. Aus ökonomischer Sicht ist jedoch auch die interne Dimension bedeutender, da hier die Anreize entstehen, die die Akteure dazu bringen, ihr Engagement im Netzwerk zu verstetigen. Daher zahlt der interne Erfolg immer auch auf den externen ein. Umgekehrt kann ein höherer externer Erfolg auch den internen Erfolg erhöhen, da nachvollziehbare positive Veränderungen der gesellschaftlichen Wirklichkeit immer auch die Möglichkeit enthalten, kommunikative Erfolge oder Wettbewerbsvorteile zu erzielen, also ökonomische Ziele besser zu erreichen (vgl. Schneider 2015: 38). Es kommt daher weder allein auf den externen oder internen Erfolg noch auf deren Summe in einem bestimmten Zeitabschnitt an, sondern auf ein produktives, selbstverstärkendes Zusammenwirken beider Dimensionen.

Ein Mehr an internem Erfolg (mehr gemeinsame Veranstaltungen, mehr gestartete Projekte) ermöglicht in einem erfolgreichen Netzwerk auch ein Mehr an externem Erfolg (vermiedene Umweltschäden, gesunkene Armutsquote, erhöhte Geschlechtergerechtigkeit). Dieses wiederum erlaubt es, organisationspezifische Ziele besser zu erreichen (etwa kommunikative Ziele, verbesserte Stakeholderbeziehungen, Wettbewerbsvorteile), die ein weiteres Engagement im Netzwerk für die individuellen Organisationen attraktiver macht, und so wiederum den internen Erfolg erhöht. Es liegt nahe, dass dieser Prozess in hohem Maß fragil und von einer adäquaten Umsetzung abhängig ist, da die geschilderten Zusammenhänge sind in hohem Maß kontingent sind. Dem genauen Wie dieses Prozesses ist daher das vierte Kapitel gewidmet. An dieser Stelle entscheidend ist nur, dass interner und externer Erfolg in hohem Maß interdependent, jedoch nicht aufeinander reduzierbar sind. Als Gesamterfolg des Netzwerks wird hier weder der interne noch der externe Erfolg noch deren Summe oder Aggregat, sondern die Qualität ihres selbstverstärkenden Zusammenwirkens verstanden. Auf eine Kurzformel gebracht, lässt sich die Beziehung zwischen den Erfolgsdimensionen so charakterisieren: Der externe Erfolg legitimiert den Erfolg des Netzwerks, der interne ermöglicht ihn.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Herausforderungen der Agenda 2030 ein und begründet die Notwendigkeit von CSR-Netzwerken zur effektiven Umsetzung der SDGs.

2. Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Referenzpunkte wie die SDGs und CSR-Konzepte und führt ein zweidimensionales Modell des Netzwerkerfolgs ein.

3. Eine CSR-Netzwerk-Strategie als Instrument der Erfolgssteigerung: Hier wird ein systematisches Strategiekonzept für CSR-Netzwerke entwickelt, das in elf Elementen und sieben Schritten die Steigerung des Gesamterfolgs unterstützt.

4. Diskussion der Ergebnisse und abschließende Empfehlungen: Das Kapitel kritisiert die Machbarkeit und ethischen Implikationen des Strategiekonzepts und leitet Handlungsempfehlungen für die Praxis ab.

5. Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und identifiziert Ansatzpunkte für zukünftige Forschungsfragen und empirische Analysen.

Schlüsselwörter

CSR-Netzwerke, Nachhaltige Entwicklung, Agenda 2030, SDGs, Wirkungsmessung, Netzwerkerfolg, Strategieentwicklung, Stakeholder-Management, Interorganisationale Kooperation, Corporate Social Responsibility, Shared Value, Governance, Nachhaltigkeitsmanagement, Strategische Kooperation, IOOI-Modell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Effektivitätssteigerung von CSR-Netzwerken bei der Umsetzung nachhaltiger Entwicklungsziele (SDGs).

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Themen sind die theoretische Fundierung von CSR-Netzwerken, das Konzept des Netzwerkerfolgs sowie die strategische Planung interorganisationaler Kooperationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein systematisches Strategiekonzept zu entwickeln, das Netzwerken hilft, sowohl interne als auch externe Erfolge durch ein selbstverstärkendes Zusammenwirken zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung relevanter Forschungsliteratur und offizieller Dokumente, um eine konzeptionelle Weiterentwicklung für die Praxis zu erarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Netzwerkerfolgs und die detaillierte Beschreibung der CSR-Netzwerk-Strategie mit ihren elf Elementen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind CSR-Netzwerke, Agenda 2030, interorganisationale Vernetzung, Netzwerkerfolg und Strategieentwicklung.

Was bedeutet das zweidimensionale Erfolgsmodell?

Das Modell unterscheidet zwischen einem internen Erfolg (Wahrnehmung der Teilnehmer) und einem externen Erfolg (messbarer Beitrag zu den SDGs), deren Qualität des Zusammenspiels den Gesamterfolg ausmacht.

Wie unterscheidet sich die vorgeschlagene Strategie von einer Unternehmensstrategie?

Während eine Unternehmensstrategie auf die eigenen Ziele fokussiert, koordiniert die CSR-Netzwerk-Strategie die Interessen und Ressourcen mehrerer Akteure, um kollektive Hebelwirkungen zu erzeugen.

Welche Rolle spielt die "Ressource Maintenance" in der Strategie?

Dieses Element ist essenziell, um die Motivation der Mitglieder langfristig aufrechtzuerhalten und den Ausstieg von Organisationen aus dem Netzwerk zu verhindern.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der ethischen Kritik?

Die Arbeit argumentiert, dass ein Wettbewerb um nachhaltige Beiträge positiv zu bewerten ist und durch die Netzwerk-Strategie gezielt zu einem gesellschaftlichen Mehrwert führt, statt nur Eigennutz zu verfolgen.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nachhaltige Entwicklung durch interorganisationale Vernetzung fördern. Der Erfolg von CSR-Netzwerken
Hochschule
Universität Bayreuth  (Wirtschafts- und Unternehmensethik)
Veranstaltung
Corporate Governance & Unternehmensethik
Note
1,7
Autor
Philipp Neudert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
51
Katalognummer
V1119516
ISBN (eBook)
9783346513342
ISBN (Buch)
9783346513359
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CSR-Netzwerke CSR-Netzwerk-Strategie Sustainable Development Goals Erfolgssteigerung Nachhaltigkeit Agenda 2030
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Neudert (Autor:in), 2020, Nachhaltige Entwicklung durch interorganisationale Vernetzung fördern. Der Erfolg von CSR-Netzwerken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119516
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Leseprobe aus  51  Seiten
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