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Die Geschlechterdarstellung um 1900 und in "Freiwild" von Arthur Schnitzler

Eine Untersuchung der Unterschiede

Title: Die Geschlechterdarstellung um 1900 und in "Freiwild" von Arthur Schnitzler

Term Paper , 2019 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Zoë Vinga Martins (Author)

German Studies - Literature of History, Eras
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit vergleicht Arthur Schnitzlers Geschlechterdarstellungen in „Freiwild“ mit den Geschlechtervorstellungen seiner Zeit. Inwiefern unterscheidet sich Schnitzlers Darstellung von den damaligen Vorstellungen?

Das folgende Kapitel dieser Arbeit stellt fragmentarisch die Geschlechtervorstellungen um 1900 dar. Neben einem Unterkapitel zu den allgemeinen Geschlechtervorstellungen in der Gesellschaft beinhaltet es ein Unterkapitel zu den Geschlechtervorstellungen in der Literatur, um die Strömung dieser Zeit zu erfassen. Ein weiteres Unterkapitel skizziert die Geschlechtervorstellungen speziell im Theater, da dieses den Schauplatz in „Freiwild“ darstellt. Nach dem die Grundlage der Arbeit gebildet ist, skizziert sie zunächst allgemein die literarische Arbeit Schnitzlers. Im Anschluss stellt das Kapitel exemplarisch die Geschlechterdarstellungen in „Freiwild“ vor und setzt sie in einen Zusammenhang mit den Ergebnissen aus dem zweiten Kapitel.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschlechtervorstellungen um 1900

2.1 Geschlechtervorstellungen in der Gesellschaft

2.2 Geschlechtervorstellungen in der Literatur

2.3 Geschlechtervorstellungen im Theater

3. „Freiwild“ als Spiegel zeitgenössischer Geschlechtervorstellungen

3.1 Schnitzlers Werke als kritische Analyse seiner Zeit

3.2 Geschlechterdarstellung in Schnitzlers „Freiwild“

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Geschlechterdarstellung in Arthur Schnitzlers Drama „Freiwild“ und setzt diese in Bezug zu den gesellschaftlichen Geschlechtervorstellungen der Jahrhundertwende um 1900. Ziel ist es, durch eine komparatistische Analyse aufzuzeigen, inwiefern Schnitzlers Werk als kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Normen, insbesondere in Bezug auf den Ehrenkodex und die Rolle der Frau im Theatergewerbe, fungiert.

  • Geschlechterkonzepte und Rollenbilder um 1900 (fin de siècle)
  • Der Einfluss gesellschaftlicher und industrieller Modernisierung auf das männliche und weibliche Selbstverständnis
  • Die literarische und theatrale Darstellung von Prostitution und Ehre
  • Analyse von Identitätskrisen im Kontext von Schnitzlers Dramatik
  • Die Ambivalenz zwischen individuellem Wunsch und gesellschaftlichem Regelsystem

Auszug aus dem Buch

3.2 Geschlechterdarstellung in Schnitzlers „Freiwild“

Die meisten Figuren in „Freiwild“ verkörpern Stereotype. Zu diesen gehören beispielsweise die sich prostituierenden Schauspielerinnen, die ehrenhaften Offiziere und der profitorientierte Theaterdirektor. Dabei kritisiert Schnitzler die zu seiner Zeit herrschenden Rollenbilder aus der Perspektive des Mannes. Durch die sich gegen die Konventionen auflehnenden Figuren legt er dem Zuschauer die damaligen Verhältnisse offen und provoziert sie mit dem Fall dieser Figuren.

Pepi, Fräulein Schütz, Enderle, Finke, Balduin, Anna, Paul und der Direktor repräsentieren das Theatergewerbe um 1900. Fräulein Schütz und Balduin stellen dabei die Prostitution dar. Pepi kommentiert Fräulein Schütz‘ Verhalten mit den Worten: „Na, mit den Schauspielern ist sie fertig, jetzt fangt s‘ mit dem Kassierer an. Dann kommen die Kulissenschieber dran“ und stellt damit das Leben einer Schauspielerin dar. Pepi selbst hat ein Verhältnis mit Enderle. Dass dies im Theater untypisch und vom Theaterdirektor nicht gerne gesehen war, zeigt sich an der Aussage des Direktors:

Ich seh‘ es überhaupt nicht gern, wenn zwischen den einzelnen Mitgliedern meines Theaters derartige ernstere Beziehungen angeknüpft werden. Gelegentlich – das ist Ihre Sache. Sonst könnt ich mir gleich Ehepaare engagieren, die man sowieso immer billiger bekommt. Aber ich wünsche, daß das Publikum stets das Gefühl behält – wie soll ich sagen – daß meine einzelnen Mitglieder frei sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik von Geschlechterkonstrukten zur Zeit der Jahrhundertwende ein und begründet die Wahl von Schnitzlers „Freiwild“ als Medium zur Untersuchung dieser gesellschaftlichen Normen.

2. Geschlechtervorstellungen um 1900: Dieses Kapitel skizziert die fragmentarische Offenlegung der gesellschaftlichen, literarischen und theatralen Geschlechterbilder und etabliert die theoretische Grundlage für die nachfolgende Analyse.

2.1 Geschlechtervorstellungen in der Gesellschaft: Hier wird der Geist der Jahrhundertwende als Krisenzeit beschrieben, in der Männlichkeit und Weiblichkeit als kulturelle Konstrukte fungierten, wobei das Männliche als rational und das Weibliche als das Andere definiert wurde.

2.2 Geschlechtervorstellungen in der Literatur: Dieser Abschnitt behandelt, wie zeitgenössische Autoren begannen, zwischen biologischem und sozialem Geschlecht zu unterscheiden, und welche metaphorischen Bilder der „femme fatale“ oder „femme fragile“ dabei vorherrschten.

2.3 Geschlechtervorstellungen im Theater: Der Fokus liegt hier auf der prekären Situation der Schauspielerinnen, für die Prostitution oft eine ökonomische Notwendigkeit darstellte, begünstigt durch die Strukturen der Theaterdirektoren.

3. „Freiwild“ als Spiegel zeitgenössischer Geschlechtervorstellungen: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und vergleicht die im zweiten Kapitel erarbeiteten theoretischen Grundlagen mit der spezifischen Figurendarstellung in Schnitzlers Werk.

3.1 Schnitzlers Werke als kritische Analyse seiner Zeit: Der Abschnitt erläutert Schnitzlers dramatisches Schaffen als Ausdruck von Subjekt- und Normenkrisen, wobei die Relation zwischen Individuum und gesellschaftlichem Zwang im Mittelpunkt steht.

3.2 Geschlechterdarstellung in Schnitzlers „Freiwild“: Abschließend werden die Figurenkonstellationen des Stücks analysiert und aufgezeigt, wie Schnitzler durch die Zuspitzung von Konflikten um Ehre und soziale Standhaftigkeit die patriarchalen Strukturen seiner Zeit demaskiert.

4. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Schnitzler durch seine provozierende Art der Darstellung einen Beitrag zur kritischen Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse leistete und betont die Relevanz einer literaturdidaktischen Aufarbeitung dieser Themen.

Schlüsselwörter

Geschlechtervorstellungen, Arthur Schnitzler, Freiwild, Wiener Moderne, Fin de Siècle, Ehrenkodex, Rollenbilder, Theatergeschichte, Schauspielerinnen, Patriarchat, Literaturanalyse, Soziale Normen, Maskulinität, Femininität, Identitätskrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung von Geschlechterrollen in Arthur Schnitzlers Theaterstück „Freiwild“ im Kontext der gesellschaftlichen Erwartungen um die Jahrhundertwende 1900.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die soziale Konstruktion von Männlichkeit und Weiblichkeit, die Stellung der Frau im Theatermilieu sowie der Einfluss des Ehrenkodex auf das Handeln der männlichen Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit zielt darauf ab, zu klären, inwiefern sich die in „Freiwild“ dargestellten Geschlechterverhältnisse von den zeitgenössischen Vorstellungen unterscheiden oder diese spiegeln und kritisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es handelt sich um eine komparatistische literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Dramas mit historischen und literaturwissenschaftlichen Quellen zur Epoche der Wiener Moderne vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Geschlechterrollen um 1900 erarbeitet und anschließend auf die Figurenkonstellation und Handlung von „Freiwild“ angewandt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geschlechtervorstellungen, Wiener Moderne, Ehrenkodex, soziale Normen und kritische Literaturanalyse charakterisieren.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Theaterdirektors im Stück?

Der Theaterdirektor wird als Vertreter eines profitorientierten Systems analysiert, der die ökonomische Abhängigkeit der Schauspielerinnen ausnutzt und die Prostitution als festen Bestandteil des Theaterbetriebs legitimiert.

Welche Bedeutung kommt dem Duell und dem Ehrenkodex für die Protagonisten zu?

Das Duell dient im Stück als zentrales Mittel zur Darstellung der Schmach und des gesellschaftlichen Drucks auf den Mann, wobei Schnitzler aufzeigt, wie dieser Ehrenkodex das Leben des Individuums zerstört.

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Details

Title
Die Geschlechterdarstellung um 1900 und in "Freiwild" von Arthur Schnitzler
Subtitle
Eine Untersuchung der Unterschiede
College
University of Marburg
Course
Grundlagen der Dramenanalyse
Grade
1,0
Author
Zoë Vinga Martins (Author)
Publication Year
2019
Pages
19
Catalog Number
V1119768
ISBN (eBook)
9783346484130
ISBN (Book)
9783346484147
Language
German
Tags
Arthur Schnitzler Geschlechterdarstellung Geschlechtervorstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Zoë Vinga Martins (Author), 2019, Die Geschlechterdarstellung um 1900 und in "Freiwild" von Arthur Schnitzler, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119768
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