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Das Klonen von Menschen in Deutschland und Japan. Forschungsfreiheit aus Art. 5 III Grundgesetz und Akademische Freiheit aus Art. 23 der Japanischen Verfassung

Titel: Das Klonen von Menschen in Deutschland und Japan. Forschungsfreiheit aus Art. 5 III Grundgesetz und Akademische Freiheit aus Art. 23 der Japanischen Verfassung

Hausarbeit , 2021 , 32 Seiten , Note: 17 Punkte

Autor:in: Anna-Lena Frosch (Autor:in)

Jura - Andere Rechtssysteme, Rechtsvergleichung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit befasst sich mit der Forschungsfreiheit und den Regulierungen des Klonens von Menschen in Deutschland und Japan. Dabei werden die naturwissenschaftlichen Grundlagen in Bezug auf das Klonen zusammengefasst dargestellt und auf die rechtliche Lage in Deutschland und in Japan eingegangen.

Thematisiert werden die Forschungsfreiheit aus Artikel 5 III Grundgesetz und die Akademische Freiheit aus Artikel 23 der Japanischen Verfassung, entgegenstehende Grundrechte, sowie das deutsche Embryonenschutzgesetz und das japanische Gesetz zur Regulierung von Klontechniken und ähnlichen Techniken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Klonen- eine Begriffsklärung

1. Allgemeines

2. Ziele

3. Probleme

4. Fazit

III. Forschungsfreiheit in Deutschland

1. Art. 5 III GG

a. Schutzbereich und Grundrechtsträger

b. § 6 ESchG als Eingriff

c. Schranken

(1) Menschenwürde Art. 1 I GG

(i) Grundrechtsträger bei reproduktivem Klonen

(ii) Grundrechtsträger bei therapeutischem Klonen

(iii) Stellungnahme therapeutisches Klonen

(iv) Verletzung der Menschenwürde

(v) Verhältnismäßigkeit

(2) Recht auf Leben Art. 2 II GG

(i) Grundrechtsträger

(ii) Verhältnismäßigkeit

2. Internationale Empfehlungen

IV. Akademische Freiheit in Japan

1. Grundrechte in der Japanischen Verfassung

2. Art. 23 JV

a. Schutzbereich

b. Einschränkungen und Klongesetz als Eingriff

c. Regulierungen

(1) Reproduktives Klonen

(i) Achtung des Individuums

(ii) Gemeinwohl und Verhältnismäßigkeitsprüfung

(2) Therapeutisches Klonen

(i) Menschenwürde in Japan

(ii) Abwägung Forschungsfreiheit und Menschenwürde

(iii) Recht auf Leben in Japan

V. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den rechtlichen Rahmen und die verfassungsrechtliche Zulässigkeit von Klontechniken unter dem Gesichtspunkt der Forschungsfreiheit in Deutschland und Japan. Dabei wird analysiert, wie die nationalen Gesetze – das deutsche Embryonenschutzgesetz und das japanische Klongesetz – die verfassungsrechtlich geschützte wissenschaftliche Freiheit einschränken und inwieweit diese Regelungen mit den Grundrechten, insbesondere dem Schutz von Leben und der Menschenwürde, vereinbar sind.

  • Rechtsvergleich zwischen deutschem und japanischem Verfassungsrecht
  • Analyse der Forschungsfreiheit im Kontext des Klonens
  • Konflikt zwischen biomedizinischer Forschung und Menschenwürde
  • Vergleich der gesetzlichen Regulierungen (ESchG vs. Klongesetz)
  • Abwägung von Forschungsinteressen gegen Lebensschutz

Auszug aus dem Buch

II. Klonen- eine Begriffsklärung

Um der Diskussion über das Klonen fundiert zu begegnen, sollen zunächst kurz die dafür nötigen naturwissenschaftlichen Grundlagen erläutert werden.

Unter dem Begriff des „Klons“ versteht man ein genetisch identisches bzw. erbgleiches Duplikat des Ursprungsmaterials. Möglich sind Kopien ganzer Organismen sowie das Duplizieren einzelner Zellen, Gene oder Genabschnitte. Schwerpunkt dieser Arbeit stellt die Klonierung von Menschen dar, relevant ist daher das Klonen ganzer Organismen. Hierfür wird i.d.R. die Methode des somatischen Nukleustransfers, auch Dolly-Methode angewendet, wobei einer Eizelle ihr eigener Zellkern entnommen wird. Dann wird ihr der Zellkern einer anderen Zelle injiziert und die Verschmelzung herbeigeführt, sodass eine Blastozyste entstehen kann. Nach kurzer Kultivierung in vitro wird diese einer Leihmutter eingesetzt und nach Entwicklung des Embryos ausgetragen.

Zu bemerken ist, dass sich die durch somatischen Kerntransfer entstandenen Tiere sehr häufig von den Spendern unterscheiden. Dies ist bspw. auf Umwelteinflüsse, die entkernte Zelle oder Mutationen zurückzuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die technologische Entwicklung des Klonens dar und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Vereinbarkeit von nationalen Gesetzen mit der verfassungsrechtlichen Wissenschaftsfreiheit.

II. Klonen- eine Begriffsklärung: Dieses Kapitel erläutert die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klonens, insbesondere den somatischen Nukleustransfer, und differenziert zwischen therapeutischem und reproduktivem Klonen.

III. Forschungsfreiheit in Deutschland: Es wird der Schutzbereich des Art. 5 III GG analysiert und untersucht, wie das Embryonenschutzgesetz als Eingriff in die Forschungsfreiheit durch Grundrechte wie Menschenwürde und Recht auf Leben gerechtfertigt wird.

IV. Akademische Freiheit in Japan: Dieses Kapitel beleuchtet die japanische Verfassungslage, diskutiert Art. 23 JV und untersucht, wie das japanische Klongesetz Forschung reguliert und inwieweit hierbei Abwägungen zur Menschenwürde und zum Recht auf Leben getroffen werden.

V. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass Deutschland ein deutlich restriktiveres Regelungssystem aufweist und die Forschungsfreiheit in Japan einen höheren Stellenwert im verfassungsrechtlichen Gefüge genießt.

Schlüsselwörter

Forschungsfreiheit, Klonen, Embryonenschutz, Japanische Verfassung, Menschenwürde, Grundgesetz, Therapeutisches Klonen, Reproduktives Klonen, Biotechnologie, Somatischer Nukleustransfer, Embryonenschutzgesetz, Klongesetz, Bioethik, Rechtsvergleich, Wissenschaftsfreiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die juristische und verfassungsrechtliche Auseinandersetzung mit Klontechniken und deren Auswirkungen auf die Forschungsfreiheit in Deutschland und Japan.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Analyse der jeweiligen verfassungsrechtlichen Schutzbereiche der Wissenschaft, die medizinethischen Fragestellungen zum Status von Embryonen und die staatliche Regulierung durch spezifische Gesetze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die Forschungsfreiheit in beiden Ländern gewährleistet ist und wie die einfachgesetzlichen Regelungen zum Klonen verfassungsrechtlich begründet bzw. mit den Grundrechten vereinbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Methode, um die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen Deutschlands und Japans gegenüberzustellen und auf ihre Konsistenz zu prüfen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das deutsche Art. 5 III GG in Verbindung mit dem Embryonenschutzgesetz sowie das japanische Art. 23 JV im Kontext des japanischen Klongesetzes detailliert auf ihre Eingriffsvoraussetzungen und Schranken analysiert.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird primär durch die Begriffe Forschungsfreiheit, Menschenwürde, Embryonenschutz, therapeutisches Klonen und den Rechtsvergleich zwischen dem deutschen und japanischen Rechtssystem charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Bewertung des Embryos in Deutschland und Japan laut der Arbeit?

In Deutschland genießt der Embryo einen starken, verfassungsrechtlich begründeten Schutzstatus, während in Japan Embryonen eher als „Keime menschlichen Lebens“ eingestuft werden, denen nicht der volle Menschenwürdeschutz wie einer Person zukommt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zum Stellenwert der Forschungsfreiheit?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Forschungsfreiheit in der japanischen Verfassung ein tendenziell höherer Stellenwert beigemessen wird als im deutschen Grundgesetz, was sich in einer weniger restriktiven Regulierung der Forschung niederschlägt.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Klonen von Menschen in Deutschland und Japan. Forschungsfreiheit aus Art. 5 III Grundgesetz und Akademische Freiheit aus Art. 23 der Japanischen Verfassung
Hochschule
Universität Augsburg
Note
17 Punkte
Autor
Anna-Lena Frosch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
32
Katalognummer
V1119924
ISBN (eBook)
9783346514332
ISBN (Buch)
9783346514349
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Japanisches Recht Japanisches Verfassungsrecht Deutsches Verfassungsrecht Deutsches Recht Forschungsfreiheit Klonen von Menschen Embryonenschutzgesetz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Lena Frosch (Autor:in), 2021, Das Klonen von Menschen in Deutschland und Japan. Forschungsfreiheit aus Art. 5 III Grundgesetz und Akademische Freiheit aus Art. 23 der Japanischen Verfassung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1119924
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Leseprobe aus  32  Seiten
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