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Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz als Handlungsfeld Sozialer Arbeit: Stress als spezifische Gesundheitsbelastung und Gesundheitsrisiko

Belastungsverarbeitung (Coping) und Prävention von arbeitsbedingtem Stress als Thema der betrieblichen Sozialarbeit

Title: Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz als Handlungsfeld Sozialer Arbeit: Stress als spezifische Gesundheitsbelastung und Gesundheitsrisiko

Term Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marion Rosenkranz (Author)

Social Work
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Der Arbeitsplatz stellt in unserer heutigen pluralistischen Gesellschaft (Kennzeichen:
Anonymität und Bindungslosigkeit) einen Lebensbereich dar, an dem die meisten Menschen
einen erheblichen Teil ihrer Lebenszeit verbringen- Arbeit wird immer mehr zum Lebensmittelpunkt.
Wegen der erhöhten Arbeitsplatzunsicherheit ist der Arbeitnehmer daran interessiert,
seine Arbeit sorgfältig, gewissenhaft und mit Engagement zu verrichten (Akzeptanz von
Überstunden, Schichtarbeit, Abrufbereitschaft etc.). Die Anforderungen an Arbeitnehmer
wachsen kontinuierlich, so dass eine fortschreitende Spezialisierung notwendig ist. Berufstätige
kommen in die Position, zu Gunsten eines gesicherten Arbeitsplatzes eigene Wünsche
in den Hintergrund zu stellen. Körperliche, psychische und soziale Prozesse stehen in enger
Wechselwirkung zu Arbeitsbedingungen, Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit.
Vielfältige Faktoren wie u.a. Kommunikationsmöglichkeiten und soziale Beziehungen am
Arbeitsplatz, Entwicklungsperspektiven, Entscheidungsspielräume und Führungskompetenzen
beeinflussen Leistung, Motivation, Krankenstand, Arbeitsklima und auch die Qualität der
Arbeit.1 In der modernen Gesellschaft summieren sich Belastungen im beruflichen Umfeld
(familienexterne Stressoren) mit Problemen im Kreis der Familie (familieninterne Stressoren),
wodurch die Kräfte zur Kompensation, sowie die Bewältigungsmöglichkeiten aus Sicht der
betroffenen Personen in besonderem Maße beansprucht und teilweise auch überstiegen
werden können. Bei der Frage nach dem Ausgleich der Anforderungen von Arbeits- und
Privatleben sind zwei Aspekte entscheidend: die Bedürfnisse und was die Einzelnen dabei tun
können, um in ihrem Leben den nötigen Ausgleich zu finden. Für viele Menschen ist eine der
Hauptursachen von arbeitsbedingtem Stress das Problem, einen Ausgleich zwischen den
Anforderungen ihrer Arbeit und ihres Familienlebens zu finden. Bei der Beseitigung von
Stressursachen sind Angestellte und Arbeitergeber (Praktiken der Unternehmen, Politik) also
gleichermaßen gefragt.2 Ich betrachte Stress als ein dominantes Belastungsmerkmal der Erwerbsarbeit.
In meinem eigenen Berufsalltag (Angestellte der Kinder- und Jugendhilfe) empfinde
ich es als paradox, wie wenig Aufmerksamkeit diesem Bereich in der Präventionsarbeit
geschenkt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Betriebliche Sozialarbeit

1.1 Ziel und Methoden der betrieblichen Sozialarbeit

1.2 Zielgruppen und Themen der operativen betrieblichen Sozialarbeit

2. Bedeutungsspektrum von Stress

2.1 Definition von Stress

2.2 Stressfaktoren

2.3 Fazit aus den verschiedenen Stressmodellen und Definitionen

2.4 Arbeitsbedingter Stress als spezifische Gesundheitsbelastung und Gesundheitsrisiko

2.5 Stressbewältigung (Coping)

3. Stress als Gegenstand betrieblicher präventiver Sozialarbeit

3.1 Präventionsarbeit benötigt Planung

3.1.1 Startphase: Vereinbarung mit den Auftraggebern (Entscheidungsträgern)

3.1.2 Definitionsphase: Planung eines gesamten Handlungszyklus

3.1.3 Planungsphase

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle der betrieblichen Sozialarbeit bei der Prävention von arbeitsbedingtem Stress, wobei das Hauptziel darin besteht, ein professionelles Vorgehensmodell für die Planung solcher Maßnahmen in Betrieben zu entwickeln und aufzuzeigen, wie Stress als Gesundheitsrisiko systematisch adressiert werden kann.

  • Grundlagen und Aufgabenfelder der betrieblichen Sozialarbeit
  • Wissenschaftliche Definitionen von Stress und Stressoren
  • Einfluss von arbeitsbedingtem Stress auf Gesundheit und Leistung
  • Methodische Vorgehensweisen zur Stressprävention im Unternehmen
  • Strukturierte Projektplanung für betriebliche Gesundheitsförderung

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Definitionsphase: Planung eines gesamten Handlungszyklus

Struktur-, Ablauf- und Projektplanung, sowie Aufwandsschätzung und Risikoanalyse stellen das Gebäude der Projektpläne dar (Schulz-Wimmer, 2007. S.166f), die für die „Planungsphase“ unbedingt erforderlich sind. Diese Pläne an dieser Stelle im Hinterkopf zu behalten, bietet meiner Meinung nach einen fundamentalen Anhaltspunkt, um zu einem vollständigen Handlungszyklus zu gelangen. Dieser sollte folgende Schritte umfassen (Friesenbichler, 2004):

Für größere Betriebe: Einrichtung von Projektmanagementstrukturen (Projektleitung, Lenkungsgruppe, Projektstrukturplan usw.) und Einbeziehung relevanter Fachleute (SFK, Arbeitsmediziner/innen, Betriebsrat, Beratung durch externe Arbeitspsycholog/-innen usw.).

Die Auswahl von Erhebungsinstrumenten für die Durchführung der Erhebung(Stressursachen) und die spätere Evaluation der gesetzten Maßnahmen(Prävention):

Als Erhebungsinstrumente für die Ermittlung psychischer Belastungen von betroffenen Arbeitnehmern und Arbeitgebern bieten sich sowohl direkte Gespräche oder auch moderierte Gesprächsgruppen, als auch der Einsatz von Fragebögen oder Checklisten an. Für die Auswahl eines schriftlichen Erhebungsinstrumentes ist eine Beratung durch Arbeitspsychologen/innen sinnvoll, da sehr viele Faktoren zu berücksichtigen sind. Die Beteiligung an einer (schriftlichen) Befragung über psychische Belastungen und an weiteren Schritten ist Vertrauenssache (Datenschutz, Wertschätzung der Befragten, Freiwilligkeit der Teilnahme).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Arbeitsplatzes als Lebensmittelpunkt und die damit verbundenen wachsenden psychischen Belastungen für Arbeitnehmer.

1. Betriebliche Sozialarbeit: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung und die vielfältigen Tätigkeitsfelder der betrieblichen Sozialarbeit als freiwillige Leistung von Unternehmen.

2. Bedeutungsspektrum von Stress: Hier werden zentrale Begriffe wie Stress, Stressoren und Stressbewältigung definiert sowie die wechselseitigen Auswirkungen von beruflichem und privatem Stress analysiert.

3. Stress als Gegenstand betrieblicher präventiver Sozialarbeit: Das Kapitel erläutert die Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen und skizziert einen systematischen Planungsablauf für Stresspräventionsprojekte in Betrieben.

4. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung reflektiert die Relevanz der betrieblichen Sozialarbeit als Instrument zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und Gesundheit in modernen Unternehmen.

Schlüsselwörter

Betriebliche Sozialarbeit, Stressprävention, Arbeitsplatzunsicherheit, Stressfaktoren, Coping, psychische Belastung, Gesundheitsförderung, Projektplanung, Arbeitswelt, Präventionsarbeit, Interventionsmaßnahmen, betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsorganisation, Mitarbeitergesundheit, Handlungszyklus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie betriebliche Sozialarbeit aktiv zur Bewältigung von arbeitsbedingtem Stress und zur Förderung der Mitarbeitergesundheit in modernen Unternehmen beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Stress, die Rolle der betrieblichen Sozialarbeit, Strategien der Stressbewältigung und die methodische Planung von Präventionsprojekten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, einen Katalog wichtiger Tätigkeiten und professioneller Werkzeuge für eine strukturierte Projektplanung zur Stressprävention in einem Betrieb bereitzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es werden verschiedene theoretische Ansätze der Stressforschung sowie Phasenmodelle für Projektabläufe zur Ableitung praktischer Handlungsempfehlungen für die betriebliche Sozialarbeit genutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Bedeutung von Stress, psychische Belastungen als Gesundheitsrisiko, Möglichkeiten des Coping sowie ein detailliertes Phasenmodell für die Planung von betrieblichen Präventionsmaßnahmen erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Betriebliche Sozialarbeit, Stressprävention, Gesundheitsförderung, Coping, psychische Belastung und betriebliches Gesundheitsmanagement.

Warum ist eine Unterscheidung zwischen arbeitsbedingten und privaten Stressursachen wichtig?

Eine differenzierte Betrachtung ist essenziell, um zielgerichtete und erfolgreiche Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, da beide Ursachenbereiche die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden beeinflussen.

Welche Rolle spielt die Geschäftsleitung bei der Stressprävention?

Die Unterstützung durch die Geschäftsleitung ist entscheidend, da sie über notwendige Ressourcen entscheidet und als Auftraggeber die notwendigen Rahmenbedingungen für einen transparenten Veränderungsprozess schaffen muss.

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Details

Title
Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz als Handlungsfeld Sozialer Arbeit: Stress als spezifische Gesundheitsbelastung und Gesundheitsrisiko
Subtitle
Belastungsverarbeitung (Coping) und Prävention von arbeitsbedingtem Stress als Thema der betrieblichen Sozialarbeit
College
University of Applied Sciences Düsseldorf
Course
Gesundheit am Arbeitsplatz- Ansätze und Perspektiven Betrieblicher Sozialarbeit
Grade
1,3
Author
Marion Rosenkranz (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V112030
ISBN (eBook)
9783640105021
ISBN (Book)
9783640105274
Language
German
Tags
Gesundheitsförderung Arbeitsplatz Handlungsfeld Sozialer Arbeit Stress Gesundheitsbelastung Gesundheitsrisiko Gesundheit Arbeitsplatz- Ansätze Perspektiven Betrieblicher Sozialarbeit Stressprävention Planung von Präventionsarbeit arbeitsbedingter Stress Schichtdienst Wechselschicht Aushilfepools
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marion Rosenkranz (Author), 2007, Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz als Handlungsfeld Sozialer Arbeit: Stress als spezifische Gesundheitsbelastung und Gesundheitsrisiko, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112030
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