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Nîmes, Montpellier, Marseille und Nizza als südfranzösische Wirtschaftszentren

Título: Nîmes, Montpellier, Marseille und Nizza als südfranzösische Wirtschaftszentren

Trabajo , 2006 , 42 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Klemens Bock (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía económica
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Seit den 1960er Jahren hat sich die Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur in den mediterranen Gebieten Frankreichs nachhaltig verändert. Waren die Regionen Languedoc-Roussillon und Provence-Alpes- Côte d´Azur bis dato in vielen Bereichen unterentwickelt, hat sich seither, vor allem in den regionalen Zentren, ein dynamischer Transformationsprozess vollzogen, der sich bis zum heutigen Tag fortsetzt.
Kennzeichen dieser Entwicklung sind ein deutlicher Bevölkerungszuwachs sowie ein über dem nationalen Durchschnitt liegendes Wirtschaftswachstum, das hauptsächlich auf dem tertiären Sektors beruht. Charakteristisch sind dabei die Ansiedlung zahlreicher Hochtechnologieunternehmen und das Auftreten von wissensbasierten Dienstleistungsunternehmen.

Diese Arbeit beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung der regionalen Zentren: Nîmes und Montpellier in Languedoc-Roussillon sowie Marseille und Nizza/Sophia-Antipolis in Provence-Alpes Côte d´Azur. Dazu werden unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausgangspositionen und Rahmenbedingungen die Entwicklungsverläufe in den Städten beschrieben.
Da bei der wirtschaftlichen Entwicklung in den französischen Regionen immer auch die zentralstaatliche Ordnung Frankreichs mit dem politischen und wirtschaftlichen Übergewicht Paris berücksichtigt werden muss, wird zu Beginn der Arbeit ein kurzer Überblick über die französische Dezentralisierungspolitik und der damit verbundenen Wirtschaftspolitik seit dem Zweiten Weltkrieg gegeben.
Darauf aufbauend soll verdeutlicht werden, dass die zentralstaatliche Dezentralisierungspolitik und Technologieförderung die untersuchten Städte keineswegs in gleichem Maße betroffen und gefördert hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wirtschafts- und Industriepolitik, Technologieförderung in Frankreich zwischen Zentralismus und Dezentralisierung

3. Naturräumliche Einführung

4. Montpellier

4.1 Ausgangsituation/ Rahmenbedingungen

4.2 Die Entstehung der „Technopole“ Montpellier

4.3 Rolle des Staates

4.4 Heutige Situation

4.5 Ausblick

5. Nîmes

5.1 Industrialisierung – Deindustrialisierung

5.2 Wirtschaftsstruktur

5.3 Neue Entwicklungstendenzen

5.4 Zusammenfassung

6. Marseille

6.1 Vorgeschichte und Industrialisierung

6.2 Niedergang – Auflösung des Systems

6.3 Strukturwandel und räumliche Verlagerung

6.3.1 Deindustrialisierung – Tertiärisierung und soziale Auswirkungen

6.3.1.1 „Euroméditerranée“ und weitere Maßnahmen zur Revitalisierung

6.3.2 Verlagerung der wirtschaftlichen Schwerpunkte

6.3.2.1 Staatliche Maßnahmen

6.3.2.2 Technologieparks

6.4 Ausblick

7. Nizza und Sophia-Antipolis

7.1 Sophia-Antipolis

7.1.1 Planung und Umsetzung von Sophia-Antipolis

7.1.2 Entwicklung von Beschäftigungszahl und Unternehmensansiedelungen bis 1990

7.1.3 Krise zu Beginn der 1990er Jahre

7.1.4 Strategiewechsel und Umstrukturierung

7.1.5 Heutige Situation

7.2 Nizza

7.2.1 Wirtschaftliche Entwicklung und Wirtschaftsstruktur

7.2.2 Neuere Entwicklungstendenzen

7.3 Fazit, abschließende Bewertung

8. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Entwicklung der südfranzösischen Zentren Nîmes, Montpellier, Marseille und Nizza/Sophia-Antipolis seit den 1960er Jahren, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ausgangslagen, des zentralstaatlichen Einflusses sowie der Bedeutung von Technologieförderung für den Strukturwandel.

  • Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen Frankreichs und Dezentralisierung
  • Transformation ehemaliger Industriestandorte hin zu Dienstleistungsökonomien
  • Aufbau und Entwicklung von Technopolen als Motoren der Regionalentwicklung
  • Rolle staatlicher Interventionen bei der Ansiedlung von Hochtechnologie
  • Wirtschaftliche Bedeutung von Tourismus und wissensbasierten Dienstleistungen

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Entstehung der Technopole Montpellier

Zu Beginn der 1960er Jahre veränderte sich die Situation fundamental. Mit dem Anfang des Unabhängigkeitskrieges in Algerien setzte ein Zustrom von 800.000 Repatriierten nach Frankreich ein. Davon war auch Montpellier betroffen. Allein im Jahr 1962 musste die Stadt 13.000 der so genannten „pieds-noirs“ aufnehmen, was annähernd 10 % der damaligen Bevölkerung entsprach. Die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt wurde dadurch nachhaltig beeinflusst. So sorgte zunächst der Bau der benötigten Wohnungen für einen starken Aufschwung der Bauwirtschaft. In den folgenden Jahren erhöhten die geschäftstüchtigen Repatriierten aber auch die wirtschaftliche Dynamik. „ The repatriates, who were typically industrious and often possessed ressources, brought a new spirit of enterprise to the city“ (Hansen, N. 1999, 94).

Ein anderes Ereignis kann für die wirtschaftliche Entwicklung an Bedeutung kaum überschätzt werden. Im Jahre 1965 siedelte sich die US-amerikanische Firma IBM in Montpellier an. An dem neuen Standort entstand eine Produktionsstätte für Großrechner mit bald 3000 Beschäftigten, davon über 500 Ingenieuren. Die Bedeutung dieser Ansiedelung liegt nicht in ihrer Größe, sondern darin, dass ein lokales Netzwerk an kooperierenden Firmen mit hochqualifiziertem Personal entstand. Denn mit IBM waren einige Zulieferer nach Montpellier umgezogen, von denen fünf über100 Personen beschäftigten. Darüber hinaus förderte IBM Spinn-off Aktivitäten der Mitarbeiter und sorgte durch hohe Qualitätsanforderungen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Zulieferer, die auf diese Weise wiederum attraktiv für andere Unternehmen wurden. Kolmer bezeichnet diese Ansiedelung von IBM als Initialzündung für die Wirtschaft Montpelliers (Kolmer, M. 1997, 130).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der wirtschaftlichen Transformation der mediterranen Regionen Frankreichs seit den 1960er Jahren und der Forschungsfrage.

2. Wirtschafts- und Industriepolitik, Technologieförderung in Frankreich zwischen Zentralismus und Dezentralisierung: Überblick über die staatliche Wirtschaftsplanung, Verstaatlichungen und die Auswirkungen der Dezentralisierungspolitik seit 1982.

3. Naturräumliche Einführung: Beschreibung der naturräumlichen Gegebenheiten der untersuchten Städte im mediterranen Schollenland.

4. Montpellier: Analyse der Entwicklung Montpelliers als Technopole, insbesondere durch die Ansiedlung von IBM und die Förderung durch die AMLRT.

5. Nîmes: Untersuchung des Strukturwandels einer vormals stark textilgeprägten Stadt und der Bemühungen zur Diversifizierung durch den Zweckverband „Nîmes-Metropole“.

6. Marseille: Detaillierte Analyse des industriellen Niedergangs, der Herausforderungen des Strukturwandels und des Projekts „Euroméditerranée“ zur Revitalisierung.

7. Nizza und Sophia-Antipolis: Darstellung der Erfolgsgeschichte des Technologieparks Sophia-Antipolis und der wirtschaftlichen Diversifizierung Nizzas abseits des reinen Tourismus.

8. Schlussbetrachtungen: Fazit über die Wachstums- und Transformationsprozesse in den untersuchten Städten und den signifikanten Einfluss des französischen Staates.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsentwicklung, Südfrankreich, Technopole, Dezentralisierung, Montpellier, Nîmes, Marseille, Nizza, Sophia-Antipolis, Strukturwandel, Hochtechnologie, Wirtschaftsgeographie, Industrieförderung, Dienstleistungssektor, Regionalpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel der südfranzösischen Städte Montpellier, Nîmes, Marseille und Nizza/Sophia-Antipolis seit den 1960er Jahren und der Rolle der staatlichen Politik dabei.

Welche zentralen Themenfelder werden in den Fallstudien behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Deindustrialisierung, dem Aufbau wissensbasierter Dienstleistungen, der Bedeutung von Forschungsinfrastruktur und dem Einfluss regionaler sowie nationaler Planung auf die Wirtschaftsentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche Städte in Südfrankreich auf strukturelle Krisen reagiert haben und welchen Einfluss staatliche Technologieförderung und Dezentralisierung auf deren heutige Wirtschaftskraft hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Die Autorin stützt sich auf eine detaillierte Auswertung geographischer Fachliteratur, öffentlicher Statistiken sowie Artikel der Wirtschaftspresse, um die Entwicklungsverläufe der jeweiligen Städte vergleichend darzustellen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil widmet sich intensiv der Transformation der einzelnen Standorte, etwa durch die Etablierung von Technopolen wie Sophia-Antipolis oder Stadterneuerungsprojekte wie „Euroméditerranée“ in Marseille.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die untersuchten Regionen am besten?

Konzepte wie „endogenes Potenzial“, „Technopole“, „Strukturwandel“, „Tertiärisierung“ und „Regionale Disparitäten“ sind zentral für das Verständnis der wirtschaftlichen Dynamik in diesem Gebiet.

Wie hat sich die Rolle von Sophia-Antipolis seit den 1990er Jahren verändert?

Nach einer Krise zu Beginn der 90er Jahre, die auf einer einseitigen Abhängigkeit von Großunternehmen beruhte, vollzog sich ein Strategiewechsel hin zu einem diversifizierten Netzwerk aus KMU und einem starken Fokus auf endogenes Potenzial.

Warum spielt das Projekt „Euroméditerranée“ eine so wichtige Rolle für Marseille?

Es dient als zentrales Instrument der Stadtplanung, um den industriellen Niedergang durch die Ansiedlung hochwertiger Dienstleistungen und eine städtebauliche Aufwertung des nördlichen Stadtzentrums zu überwinden.

Final del extracto de 42 páginas  - subir

Detalles

Título
Nîmes, Montpellier, Marseille und Nizza als südfranzösische Wirtschaftszentren
Universidad
RWTH Aachen University  (Geographisches Institut)
Curso
Ausgewählte Themen zur Wirtschaftsgeographie Frankreichs
Calificación
1,0
Autor
Klemens Bock (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
42
No. de catálogo
V112087
ISBN (Ebook)
9783640107612
ISBN (Libro)
9783640109524
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nîmes Montpellier Marseille Nizza Wirtschaftszentren Ausgewählte Themen Wirtschaftsgeographie Frankreich Regionalentwicklung Dezentralisierung Wirtschaftsförderung Strukturwandel Technologie Hochtechnologie Forschung F&E Südfrankreich Dienstleistungen Fos Petrochemie chemische Industrie Hafen Landwirtschaft Tourismus Provence spin-off Sophia-Antipolis staatliche Förderung Wissenstransfer Languedoc-Roussillon Provence-Alpes-Cotes d´Azur PACA R&D Wirtschaftswachstum Arbeitslosigkeit soziale Disparitäten
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Klemens Bock (Autor), 2006, Nîmes, Montpellier, Marseille und Nizza als südfranzösische Wirtschaftszentren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112087
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