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Reggio-Pädagogik

Title: Reggio-Pädagogik

Seminar Paper , 2002 , 22 Pages , Grade: 1

Autor:in: Silke Reichert (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

[...] Dies war aber keineswegs eine Welt, die ich
kannte, sondern eine völlig fremde. Dieser Kindergarten hatte nichts mehr mit dem, den ich
noch kannte, und den damaligen Erinnerungen gemeinsam, ausser einer Erzieherin. Nach
einem längeren Gespräch und täglich folgenden Gesprächen und Diskussionen mit den
Erzieherinnen, während meines Praktikums, musste ich feststellen, dass sich in den letzten
Jahren sehr viel in den Kindergärten und somit auch in der Elementarpädagogik verändert hat
und sich auch verändern musste. Aber nicht nur der gesamte Tagesablauf mit den Aktivitäten
und Fördermaßnahmen hat sich geändert, sondern auch das gesamte Umfeld des
Kindergartens, wie die Architektur, die räumliche Gestaltung, die Gestaltung des Gartens, und
somit auch die Interessen, Möglichkeiten und Aktivitäten der Kinder.
Ein Paradebeispiel für die Veränderung der Erziehung zu der, die ich als Kind im
Kindergarten erfuhr, ist eine jüngere Pädagogik-Bewegung, die Reggio-Pädagogik.
Unterschiede lassen sich schon an dem reggianischen Bild des Kindes feststellen und geht
von den Tätigkeiten der Kinder hin bis zu der räumlichen Gestaltung der Kindergärten.
Was man unter Reggio-Pädagogik versteht, möchte ich in dieser Arbeit vorstellen. Zuerst
werde ich den historischen Hintergrund der Reggio-Pädagogik erläutern, um den
gesellschaftlichen Bezug derselbigen zu verdeutlichen. Danach werde ich versuchen die
Reggio-Pädagogik zu definieren. Warum das nicht, im Gegensatz zu anderen Pädagogik-
Konzepten, so ohne weiteres möglich ist, wird dabei deutlich werden. Fortfahren werde ich
dann mit dem reggianischen Bild vom Kinde. Anschließend komme ich zu den Zielen der
Reggio-Pädagogik und dem Wesentlichen dieser Pädagogik, der Projektarbeit. Des weiteren
stelle ich die Rolle, die die Erzieher/innen in der Reggio-Pädagogik spielen, mit ihren
Aufgaben, wie zum Beispiel der Dokumentation von Geschehnissen, dar. Durch die
Bedeutsamkeit der Räume in der Reggio-Pädagogik, welchen die Rolle des dritten Erziehers
zugeschrieben wird, zeige ich im Anschluss die architektonische Gestaltung einer solchen
Kindertagesstätte oder Krippe auf. Beenden werde ich diese Arbeit mit einer
Zusammenfassung und im Folgenden meine Meinung hinsichtlich der Probleme der
Durchsetzung dieser Pädagogik in anderen Ländern aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Historische Entwicklung

3 Definition

4 Das Bild vom Kind

5 Ziele der reggianischen Erziehung

6 Projekte

6.1 Projekt allgemein

6.2 Projekte in der Reggio-Pädagogik

6.2.1 Bedeutung

6.2.2 Projekte: Der Weg ist das Ziel

6.2.3 Die Dimension des Spiels

6.2.4 Was Kinder in Projekten lernen

7 Rolle des Erziehers

7.1 Projektdokumentation / Ausstellungen

8 Raumgestaltung

8.1 Der Raum als „dritter Erzieher“

9 Zusammenfassung

10 Übertragungsschwierigkeiten/ Transferprobleme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Reggio-Pädagogik. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse des kindlichen Bildes, der Bedeutung der Projektarbeit und der architektonischen Gestaltung als „dritter Erzieher“, um abschließend die Herausforderungen einer Implementierung dieses Konzepts im deutschen Bildungssystem kritisch zu diskutieren.

  • Historischer Hintergrund und Entstehung der Reggio-Pädagogik
  • Das reggianische Bild vom Kind als Konstrukteur seiner Entwicklung
  • Struktur und Bedeutung der Projektarbeit
  • Die Rolle der Erzieherinnen und der Raumgestaltung
  • Transferprobleme und Durchsetzungschancen in Deutschland

Auszug aus dem Buch

6.2.2 Projekte: Der Weg ist das Ziel

Entscheidend bei den Projekten ist, dass nicht das erarbeitete sichtbare Endprodukt, den größten Erfolg zeigt, sondern alle Dinge, die während eines Projektes sich bei den Kindern abspielen. In den Projekten bilden sich die Kinder weiter, welches das Wesentliche der Reggio-Pädagogik darstellt.

An den Projekten kann folgende Strukturen festgemacht werden:

1. Selektive Umweltwahrnehmung. Hierbei entdeckt das Kind etwas, was in ihm ein bestimmtes Interesse weckt.

2. Beobachtung des Objekts. Zu Beginn reagiert das Kind gegenüber dem Entdeckten mit Staunen, wodurch das entdeckte Objekt zunehmend genauer analysiert wird.

3. Versprachlichung und Kommunikation. Jetzt versucht das Kind das Beobachtete in Worte zu fassen. Dies geschieht meist in einer Kommunikation mit anderen, wobei es mit früheren Erfahrungen und spontaner Phantasie der Kinder verbal verbunden wird.

4. Übersetzen in eine gegenständliche Repräsentationsform. Nun kann das Wahrgenommene und subjektiv Beobachtete von den Kindern verinnerlicht und verarbeitet werden. Dies geschieht in Form von Bildern oder mit anderen Materialien, wie Pappe, Draht, u.s.w.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autorin begründet ihr Interesse an der Reggio-Pädagogik und gibt einen Überblick über den geplanten Aufbau der Arbeit.

2 Historische Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet die Ursprünge der Reggio-Pädagogik in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg und ihre politische Dimension nach.

3 Definition: Es wird erläutert, warum die Pädagogik keine starre Konzeption darstellt, sondern als dynamischer, sich ständig entwickelnder Entwurf zu verstehen ist.

4 Das Bild vom Kind: Das Kind wird als aktiver Konstrukteur seines Wissens und seiner Identität mit vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten ("hundert Sprachen") definiert.

5 Ziele der reggianischen Erziehung: Die ganzheitliche Förderung von Autonomie, Kompetenz und Solidarität sowie die Überwindung der Trennung zwischen Familien- und Institutionsebene stehen im Fokus.

6 Projekte: Dieser Abschnitt beschreibt die Bedeutung und Struktur der Projektarbeit als zentrales Element der Reggio-Pädagogik.

7 Rolle des Erziehers: Die Aufgabe der Erzieherinnen als Begleiter, Forscher und Krisenmanager wird hervorgehoben, ebenso wie die Bedeutung der Projektdokumentation.

8 Raumgestaltung: Die Architektur der Einrichtung wird als „dritter Erzieher“ analysiert, der Autonomie und Kommunikation fördert.

9 Zusammenfassung: Die Kernaussagen der Arbeit werden kompakt zusammengeführt.

10 Übertragungsschwierigkeiten/ Transferprobleme: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Umsetzbarkeit des italienischen Konzepts im deutschen, hierarchisch geprägten Bildungssystem.

Schlüsselwörter

Reggio-Pädagogik, Loris Malaguzzi, Projektarbeit, Bild vom Kind, dritter Erzieher, Konstruktivismus, Elementarpädagogik, Dokumentation, sprechende Wände, Kindergarten, Transferprobleme, Erziehung, Kindertagesstätte, Autonomie, Solidarität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine umfassende Einführung in die Reggio-Pädagogik, ihre theoretischen Grundlagen, ihre praktischen Methoden in der Arbeit mit Kindern und ihre kritische Übertragbarkeit auf andere Länder.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Reggio-Pädagogik, das spezifische Bild vom Kind, die Bedeutung der Projektarbeit, die Rolle der Erziehenden, die Raumgestaltung sowie die Hürden bei der praktischen Anwendung.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept der Reggio-Pädagogik verständlich zu machen und die Herausforderungen sowie die Notwendigkeit eines Umdenkens bei einer Übertragung auf den deutschen Kontext aufzuzeigen.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer Literaturanalyse sowie persönlichen Beobachtungen der Autorin während eines Praktikums basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Prinzipien, die Rolle des Kindes, die Projektarbeit, die Funktion des Erziehers und die Bedeutung der räumlichen Gestaltung als "dritter Erzieher".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "Das Kind als Konstrukteur", "Hundert Sprachen", "Dritter Erzieher", "Projektarbeit" und "Pädagogik des Werdens".

Warum wird die Reggio-Pädagogik als „Pädagogik des Werdens“ bezeichnet?

Da das Konzept keine starre Formel ist, sondern eine ständige Veränderung in der Interaktion mit dem sozio-kulturellen Umfeld vorsieht, wird es als "Pädagogik des Werdens" bezeichnet.

Welche spezifischen Probleme nennt die Autorin bei der Umsetzung in Deutschland?

Die Autorin nennt hierarchische Gesellschaftsstrukturen, die hohen Anforderungen an das Engagement der Erziehenden, die abweichende Ausbildungssituation und die Finanzierungsschwierigkeiten als Haupthindernisse.

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Details

Title
Reggio-Pädagogik
College
University of Würzburg  (Pädagogik)
Course
Bildungsprozesse im Elementarbereich
Grade
1
Author
Silke Reichert (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V11209
ISBN (eBook)
9783638174299
Language
German
Tags
Reggio-Pädagogik Elementarbereich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Reichert (Author), 2002, Reggio-Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11209
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