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Konservierung der präsidialen Macht oder Beschneidung der exekutiven Kompetenzen?

Die Exekutivadministration und der „Apparat“ des Präsidenten im Kontext der amerikanischen Verwaltung – Zusammenhänge, Relationen und Reorganisation

Title: Konservierung der präsidialen Macht oder Beschneidung der exekutiven Kompetenzen?

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Holger Skorupa (Author)

Politics - Region: USA
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1. Einleitung

Die Administration der Vereinigten Staaten stellt sich in erheblichem Maße als multidimensionales Gefüge aus exekutiven und legislativen Behörden sowie einer hohen Frequentierung lobbyistischer Integration dar. Die daraus resultierenden Verknüpfungen der politischen Gewalten im System des Checks and Balances bedingen einen unmittelbaren Konkurrenzkampf der Institutionen in Innen- und Außenpolitik. Nicht zuletzt aufgrund der Ratifizierung des Homeland Security Act im Zuge der Reorganisation der Exekutivadministration nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 während der Präsidentschaft von George W. Bush bewirkte eine Metamorphose der Bedeutsamkeit und Aktualität des direkten Zusammenspiels von Exekutive und Legislative, da das Amt des Präsidenten de facto eine immer entscheidendere Stellung im politischen Prozess der Vereinigten Staaten einnimmt. Gleichzeitig beeinflusst jener Wandel der Statusverteilung auch den theoretisch-exemplarischen Konflikt zwischen der Administration des Kongresses – vor allem in der Dimension des Iron Triangle - und dem exekutiven Verwaltungsapparat.
In der politischen Praxis der Vereinigten Staaten setzte zu Beginn des 21. Jahrhunderts folglich eine Neuordnung und –orientierung des Präsidentenamtes im Zuge der umfassenden Reorganisation der Administration in ihrer Gesamtheit ein. Die vorliegende Ausarbeitung versucht daher zu klären, ob und in welchem Maße die Umverteilung der Kompetenzen – vor allem im Hinblick auf den präsidialen Verwaltungsapparat – die Exekutive an sich gestärkt wurde und eine Angleichung bzw. ein unmittelbarer Ausbau der inter-institutionellen Kooperation mit Interessenvertretern aus Gesellschaft und Industrie bei einer gleichzeitigen Schwächung des Status des Kongresses stattfand. Gleichsam sollen im Folgenden Gegenmaßnahmen der Legislative zur Eindämmung dieses Prozesses betrachtet und darüber hinaus die Bedeutung der Exekutivadministration resp. des präsidialen Apparates in den Reorganisationsbestrebungen analysiert werden. Über die Aktualität des Wandels innerhalb der amerikanischen Verwaltung entwickelt sich auf diese Weise die zentrale Fragestellung der Arbeit: bedeutet die Metamorphose der Rolle des Präsidenten im administrativen Gefüge einen Ausbau der exekutiven Stellung sowohl innen- als auch außenpolitisch?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Verwaltungsapparat

2.1 Arten der Administration der Exekutive

2.2 Strukturen der präsidialen Dimension

3. Öffentlicher Dienst und Sonderfall

3.1 Civil Service Commission und Senior Executive Service

3.2 Independent Regulatory Commissions

4. Das „eiserne Dreieck“

5. Die neue Modernität und Reorganisation

6. Schlussteil

8. Schematische Darstellungen und Verzeichnis

8.1 Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Umstrukturierung und Metamorphose des präsidialen Verwaltungsapparates – insbesondere unter der Administration von George W. Bush – zu einer Stärkung exekutiver Kompetenzen geführt hat oder ob dies eine Schwächung gegenüber dem Kongress und den Mechanismen der politischen Kontrolle impliziert.

  • Analyse des präsidialen Verwaltungsapparates und seiner Organisationsstrukturen
  • Untersuchung des "eisernen Dreiecks" als Verflechtung von Legislative, Administration und Lobbyismus
  • Bewertung von Reorganisationsmaßnahmen seit dem 11. September 2001
  • Vergleich der Rollenverteilung zwischen Exekutive und Legislative im System der Checks and Balances

Auszug aus dem Buch

4. Das „eiserne Dreieck“

„Die politische Natur der Bürokratie zeigt sich zuerst im Verhalten der Verwaltungsbehörden, die als Interessengruppen auftreten, sowie in den individuellen Verhaltensweisen innerhalb der Verwaltungsbehörden. Verwaltungsbehörden kommen mit verschiedenen externen Gruppen innerhalb und außerhalb des politischen Systems in Kontakt. Um ihre Macht zu bewahren oder noch auszudehnen, müssen alle Behörden sich eines Überwiegens der politischen Unterstützung gegenüber der politischen Opposition versichern.“ Bezüglich jener unterstützenden Leistung resp. Relation handelt es sich um das so genannte Iron Triangle. Aufgrund der besonderen Funktionalität der non-ministerialen, d.h. der exekutiven Administration entstand seit der Mitte des 20. Jahrhunderts eine Symbiose von legislativen Ausschüssen mit gesellschaftlichen Interessengruppen bzw. Lobbyisten, um die Behörden der Exekutive gezielter und strukturierter beeinflussen zu können. Auf diese Weise wurde und wird die amerikanische Bundesverwaltung anhand der regionalen, wirtschaftlichen und sozialen Interessenpluralität maßgeblich tangiert. Diese Entwicklung begünstigte die Position des Kongresses gegenüber der exekutiven Administration, sodass die Legislative de facto zu einem Kritik- und Kontrollorgan der Verwaltung im Allgemeinen mutierte. Jene Metamorphose erweist sich im bundespolitischen Spektrum als logische Konsequenz aus dem Fehlen von Verwaltungsgerichten. Sämtliche Konflikte innerhalb der Administration werden mittels Verwaltungsbeschwerden über ordentliche Gerichte gelöst, um eine zu starke Partialisierung der Institutionen zu vermeiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Metamorphose der Rolle des Präsidenten im administrativen Gefüge und fragt, ob diese den Ausbau der exekutiven Stellung innen- wie außenpolitisch bedeutet.

2. Der Verwaltungsapparat: Das Kapitel differenziert zwischen der Ministerialadministration und dem präsidialen Verwaltungsapparat und analysiert deren unterschiedliche Organisationsformen und Abhängigkeiten.

3. Öffentlicher Dienst und Sonderfall: Hier werden die zivilen Dienststrukturen, insbesondere die Civil Service Commission und die unabhängigen Regulierungskommissionen, im Hinblick auf ihre Autonomie und Rolle im politischen Prozess untersucht.

4. Das „eiserne Dreieck“: Dieses Kapitel erläutert die Symbiose zwischen legislativen Ausschüssen, Verwaltungsbehörden und Interessenvertretern, die als zentrales Element der modernen amerikanischen Innenpolitik betrachtet wird.

5. Die neue Modernität und Reorganisation: Es werden die Reorganisationsbestrebungen seit Franklin D. Roosevelt bis zur Bush-Ära analysiert, die auf Effizienzsteigerung und Machtkonzentration innerhalb der Exekutive zielten.

6. Schlussteil: Der Schlussteil reflektiert die Ergebnisse über die wechselseitige Abhängigkeit und Konkurrenz zwischen Exekutive und Legislative im Rahmen des Systems der Checks and Balances.

Schlüsselwörter

Präsident, Exekutivadministration, Verwaltungsapparat, Kongress, Checks and Balances, Iron Triangle, Lobbyismus, Reorganisation, Homeland Security Act, Legislative, White House Office, Bundesverwaltung, Machtkonzentration, Politik, Modernität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Reorganisation des präsidialen Verwaltungsapparates in den USA und dessen Auswirkung auf das Machtverhältnis zwischen Exekutive und Legislative.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Strukturen der amerikanischen Bundesverwaltung, der Einfluss von Interessenvertretern (Lobbyismus), das „eiserne Dreieck“ und die Machtbalance innerhalb des US-Regierungssystems.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die Umverteilung der Kompetenzen und Reorganisationsbestrebungen im präsidialen Verwaltungsapparat tatsächlich eine dauerhafte Stärkung der präsidialen Macht bedeuten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politologische Analyse der administrativen Strukturen sowie eine Auswertung von Fachliteratur und historischen Kontexten, um die Entwicklungen innerhalb der US-Administration zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Gliederung der Verwaltung, die Rolle des öffentlichen Dienstes, das „eiserne Dreieck“ als machtpolitisches Instrument sowie die Auswirkungen von Reorganisationsmaßnahmen in verschiedenen Ären.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Präsident, Exekutivadministration, Checks and Balances, Iron Triangle, Lobbyismus, Reorganisation und Bundesverwaltung.

Welche Rolle spielt das „eiserne Dreieck“ für die US-Politik?

Das „eiserne Dreieck“ beschreibt eine enge Verflechtung von Legislative, Bürokratie und Lobbyisten, die als Gegengewicht zur Exekutivmacht dient und die innenpolitischen Prozesse maßgeblich beeinflusst.

Wie wirkte sich der Homeland Security Act auf die Verwaltung aus?

Durch die Schaffung eines Superministeriums wurden zahlreiche zuvor eigenständige Behörden zusammengefasst, was die Effizienz in der Sicherheitsverwaltung erhöhte, aber gleichzeitig zu Kompetenzverschiebungen zwischen den Staatsgewalten führte.

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Details

Title
Konservierung der präsidialen Macht oder Beschneidung der exekutiven Kompetenzen?
Subtitle
Die Exekutivadministration und der „Apparat“ des Präsidenten im Kontext der amerikanischen Verwaltung – Zusammenhänge, Relationen und Reorganisation
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Helmut-Schmidt-Universität )
Course
Amt und Wahl des US-Präsidenten
Grade
1,0
Author
Holger Skorupa (Author)
Publication Year
2008
Pages
22
Catalog Number
V112131
ISBN (eBook)
9783640125326
ISBN (Book)
9783640126217
Language
German
Tags
Konservierung Macht Beschneidung Kompetenzen Wahl US-Präsidenten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Skorupa (Author), 2008, Konservierung der präsidialen Macht oder Beschneidung der exekutiven Kompetenzen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112131
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