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Bürgerkriege und die nicht direkt beteiligte Bevölkerung

Lasten und Zerstörungen aus den Bürgerkriegen und die Regelung der Folgen

Title: Bürgerkriege und die nicht direkt beteiligte Bevölkerung

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Quast (Author)

World History - Early and Ancient History
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In der vorliegenden Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, welche Auswirkungen die Kriegshandlungen im Rahmen der Bürgerkriege für die unbeteiligte Bevölkerung hatte. Als nicht unmittelbar beteiligte Bevölkerung sollen alle bezeichnet werden, die nicht direkt in die Kampfhandlungen als Soldaten, Söldner oder ähnliches eingebunden waren. Weiterhin soll untersucht werden, wie die Folgen der Bürgerkriege geregelt wurden. Wurde den Geschädigten bei der Beseitigung des durch direkte Kriegshandlungen entstandenen Schadens geholfen? Bekamen die Enteigneten und Entrechteten eine Wiedergutmachung? Weiter soll hierbei deutlich werden, zu welchem Zeitpunkt solche Entschädigungen stattfanden. In der Epoche der Bürgerkriege, welche den Zeitraum der Jahre 133 bis 30 v.Chr. umfasste, geriet die Römische Republik in eine schwere Krise und ging schließlich unter. Beginnend mit den Reformen der Gracchen über die Parteikämpfe zwischen den Optimaten und Popularen, mündeten die Auseinandersetzungen schlussendlich in der Errichtung der Monarchie unter dem ersten römischen Kaiser Augustus.
Dieser kurze Abriss der politischen Vorgänge darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf dem Weg hin zur Monarchie annähernd einhundert Jahre teils kriegsähnliche Auseinandersetzungen lagen. Krieg bedeutete (und bedeutet heutzutage immer noch) nicht allein Truppenaushebungen und –verschiebungen sowie Schlachten, in denen viele Menschen um ihr Leben kamen, sondern auch enorme Lasten für die zivile, also nicht direkt beteiligte Bevölkerung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Fragestellung

Literaturlage

Methode

Allgemeine Auswirkungen

Auswirkungen durch Kriegshandlungen

Mylasa

Pergamon

Rhodos

Verfolgung der politischen Gegner

Laudatio Turiae

Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der römischen Bürgerkriege auf die nicht direkt an den Kampfhandlungen beteiligte Zivilbevölkerung. Dabei wird analysiert, welchen Belastungen die Bevölkerung ausgesetzt war, wie entstandene Schäden durch die neuen Herrscher geregelt wurden und inwieweit Enteignungen oder politische Verfolgungen stattfanden.

  • Soziale Auswirkungen der Bürgerkriege auf die römische Gesellschaft
  • Einfluss von Kriegshandlungen am Beispiel der Städte Mylasa, Pergamon und Rhodos
  • Regelung von Kriegsfolgen und Wiedergutmachung
  • Die Rolle von Enteignung und politischer Verfolgung
  • Rechtssicherheit und soziale Mobilität in der Krisenzeit

Auszug aus dem Buch

Laudatio Turiae

Die Frau des Verfassers war durch den Mord an ihren Eltern verwaist. Wenn davon ausgegangen wird, der Bürgerkrieg wäre zur Zeit der Ermordung der Eltern noch nicht ausgebrochen gewesen, kann aus der Schilderung der Folgen für das Thema dieser Arbeit freilich nichts geschlossen werden. Wird jedoch von der Annahme ausgegangen, die Ermordung der Eltern und der darauf folgende Gerichtsprozess seien bereits im Bürgerkrieg erfolgt, können durchaus vielfältige Schlüsse gezogen werden. Der Bürgerkrieg, der in den Darstellungen erwähnt wird, ist derjenige, den Pompeius und Caesar gegeneinander führten.

Der Mord kann durchaus während der Bürgerkriege bei der Invasion von Caesar in Italien erfolgt sein. Hierbei sind zwei Varianten in Betracht zu ziehen. Einerseits könnte es sich bei den Eltern auch um politische Gegner Caesars gehandelt haben, sodass es sich hier um einen politisch motivierten Mord handelte. Dies würde die Annahme stützen, dass in der Zeit der Bürgerkriege politische Gegner in nicht geringem Maße getötet wurden und es damit zu einer umfassenden Beseitigung sozialer Schichten kam. Dies wurde weiter oben bereits behandelt. Andererseits wäre auch die Hypothese zulässig, die Eltern wären durch eine umherstreifende Räuberbande oder Soldaten aufgrund niederer Motive ermordet worden. Dies würde bedeuten, dass sich in der Zeit der Bürgerkriege eine allgemeine Unordnung ausbreitete, wodurch geltendes Recht weder durch den Staat noch durch Einzelne durchsetzbar war.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext der Römischen Republik zwischen 133 und 30 v. Chr. und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Kriegsfolgen für die Zivilbevölkerung.

Allgemeine Auswirkungen: Es wird analysiert, wie die gesellschaftlichen Umwälzungen und Bürgerkriege zu einer neuen sozialen Mobilität führten, bei der sich einzelne Akteure bereichern konnten, während die Sicherheit für viele abnahm.

Auswirkungen durch Kriegshandlungen: Anhand der Beispiele Mylasa, Pergamon und Rhodos wird das Vorgehen der Sieger bei Belagerungen, Plünderungen und politischen Umgestaltungen untersucht.

Verfolgung der politischen Gegner: Dieses Kapitel widmet sich der individuellen Ebene der Unterdrückung, wobei die "Laudatio Turiae" als Fallbeispiel für Flucht, Verfolgung und die Wiederherstellung sozialer Rechte dient.

Schlussfolgerungen: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und die These untermauert, dass die Zeit der Bürgerkriege zwar gewaltsam war, aber keine rechtlose Anarchie darstellte.

Schlüsselwörter

Römische Bürgerkriege, Römische Republik, Zivilbevölkerung, Laudatio Turiae, Kriegshandlungen, Plünderungen, soziale Mobilität, politische Verfolgung, Enteignungen, Augustus, Caesar, Pompeius, Rechtssicherheit, Kriegsfolgen, Antike

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den sozialen und wirtschaftlichen Folgen der römischen Bürgerkriege des 1. Jahrhunderts v. Chr. für die Bevölkerung, die nicht aktiv an den Kampfhandlungen teilnahm.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Im Zentrum stehen die allgemeinen sozialen Veränderungen in Rom, die Auswirkungen direkter Kriegseinwirkungen auf spezifische Städte sowie die individuellen Schicksale von politisch Verfolgten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, wie die nicht direkt beteiligte Bevölkerung unter den Kriegsfolgen litt und ob und wie die römischen Herrscher versuchten, diese Folgen rechtlich zu regeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine quellenorientierte, exemplarische Analyse, bei der historische Berichte und epigraphische Zeugnisse (wie die Laudatio Turiae) herangezogen werden, um allgemeine Schlüsse über die Situation der Zivilisten zu ziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der allgemeinen gesellschaftlichen Lage, eine Analyse kriegerischer Auswirkungen an Stadtbeispielen (Mylasa, Pergamon, Rhodos) und eine detaillierte Betrachtung der individuellen Rechtsverhältnisse anhand der Laudatio Turiae.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Kernbegriffe sind Römische Bürgerkriege, Kriegsfolgen, Laudatio Turiae, politische Unterdrückung und Rechtssicherheit.

Wie lässt sich das Schicksal der Städte im Bürgerkrieg zusammenfassen?

Die Behandlung einer Stadt hing maßgeblich davon ab, auf welcher Seite des Konflikts sie stand. Unterstützer des Siegers konnten Privilegien erhalten, während unterlegene Städte unter Plünderungen und dem Verlust ihrer Sonderrechte leiden mussten.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Rechtssicherheit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass trotz der gewaltsamen Natur der Auseinandersetzungen keine völlige Rechtlosigkeit herrschte, da selbst in Krisenzeiten Versuche zur rechtmäßigen Wiederherstellung von Eigentum und Status unternommen wurden.

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Details

Title
Bürgerkriege und die nicht direkt beteiligte Bevölkerung
Subtitle
Lasten und Zerstörungen aus den Bürgerkriegen und die Regelung der Folgen
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Das Zeitalter der Bürgerkriege
Grade
2,0
Author
Oliver Quast (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V112166
ISBN (eBook)
9783640107940
Language
German
Tags
Bürgerkriege Bevölkerung Zeitalter Bürgerkriege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Quast (Author), 2008, Bürgerkriege und die nicht direkt beteiligte Bevölkerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112166
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