Diese Studienarbeit soll einen Überblick über den Stand der Technik im Bereich Tracking und Tracing geben. Neben aktuellen Technologien (z. B. RFID) werden Anwendungsgebiete des Tracking und Tracing erläutert, in welchen die Technologien zum Einsatz kommen. Hier liegt der Focus gezielt darauf, dem Rezipienten einen breiten Überblick über gänzlich unterschiedliche Anwendungsfelder zu ermöglichen. Nachdem die Problemstellung sowie das Ziel der vorliegenden Arbeit in Kapitel 1 besprochen wurden, widmet sich Kapitel 2 der Bestimmung der relevanten
Begrifflichkeiten sowie der wissenschaftlichen Einordnung des Themas.
Im Hauptteil beschäftigt sich diese Studienarbeit zunächst mit dem aktuellen Stand der relevanten Techniken in Kapitel 3, sowie darauf aufbauend mit praktischen Anwendungsgebieten für die vorher diskutierten Techniken in Kapitel 4. In Kapitel 3 wird dabei unterschieden zwischen terrestrischen Systemen, also Systemen, welche auf der Erde ausgeführt werden, und Satelliten gestützten Systemen, welche eine entsprechende Hardware im Weltall erforderlich machen. Kapitel 4 hat im Anschluss daran den Anspruch ein möglichst breites Portfolio an Anwendungsmöglichkeiten darzustellen und zu erläutern.
Mit der Zusammenfassung in Kapitel 5 schließt die vorliegende Arbeit ab. Die verwendete Literatur ist in Kapitel 6 aufgelistet. Der Begriff der Rückverfolgbarkeit ist nach ISO-Norm 9000:2000 definiert. Rückverfolgbarkeit ist demnach die „Fähigkeit, den Werdegang, die Verwendung oder
den Ort des Betrachteten zu verfolgen“.
Die Rückverfolgbarkeit eines Produktes
kann sich beziehen auf: „die Herkunft von Werkstoffen und Teilen; Den Ablauf der Verarbeitung; Die Verteilung und Position des Produktes nach der Auslieferung“
Rückverfolgbarkeit kann generell unterschieden werden in dem Produktstrom abwärts gerichteter Rückverfolgung (Tracking) sowie dem Produktstrom aufwärts gerichteter Rückverfolgbarkeit (Tracing). Tracking stellt dabei die Verfolgung eines Produkts vom Vorlieferanten bis hin zum Endkunden dar. Tracing hingegen definiert den entgegengesetzten Weg, wenn ein Produkt vom Endverbraucher bis hin zum Vorlieferanten zurückverfolgt werden kann.
Somit bezeichnet „Tracking und Tracing“ ein System zur Sendungsverfolgung, wobei Tracking die Ermittlung des aktuellen Status (Zustand, Ort) bezeichnet. Und
Tracing das Bilden einer Sendungshistorie bedeutet, wenn der genaue Sendungsverlauf ex post mit allen wichtigen Ereignissen rekonstruierbar ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2 Begriffsbestimmung, Einordnung der Arbeit
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Wissenschaftliche Einordnung des Themas
3 Stand der relevanten Techniken
3.1 Allgemein
3.2 Terrestrische Systeme
3.2.1 Allgemeines
3.2.2 Barcode
3.2.3 RFID
3.2.4 Handyortung
3.2.5 Wireless Local Area Network (WLAN)
3.3 Satelliten gestützte Systeme
3.3.1 Arbeitsweise von Satellitennavigation
3.3.2 GPS
3.3.3 Sonstige Satelliten Systeme
4 Anwendungen in der Praxis
4.1 Sendungsverfolgung
4.1.1 KEP-Dienstleister
4.1.2 WLAN-Ortung
4.1.3 Lebensmittelbranche
4.2 Telematik
4.2.1 Verkehrsinformationen
4.2.2 Notruf
4.2.3 Mautsysteme
4.3 Sonstige Anwendungsgebiete
4.3.1 Der elektronische Reisepass
4.3.2 Tracking & Tracing von Onlinenutzern
4.3.3 RFID im Einzelhandel
5 Zusammenfassung
6 Quellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Technik sowie die vielfältigen Anwendungsgebiete im Bereich „Tracking und Tracing“. Das primäre Ziel ist es, dem Leser ein breites Verständnis für unterschiedliche Technologien, wie Barcodes, RFID und satellitengestützte Ortung, zu vermitteln und deren praktischen Einsatz in Logistik, Verkehr und Einzelhandel zu beleuchten.
- Grundlagen der Identifikation und Positionsbestimmung
- Terrestrische Identifikationstechniken (Barcode & RFID)
- Satellitengestützte Navigationssysteme (GPS, Galileo, GLONASS)
- Anwendungsbeispiele aus Logistik, Telematik und Lebensmittelbranche
- Datenschutzaspekte und gesellschaftliche Auswirkungen moderner Tracking-Technologien
Auszug aus dem Buch
3.2.2 Barcode
Der Barcode ist ein weit verbreiteter maschinenlesbarer Informationsträger. Der Strichcode-Datenträger gehört in die Gruppe der opto-elektronischen Informationsträger und ist aufgebaut aus parallelen dunklen Strichen auf hellem Untergrund, wobei die Codierung einer Information durch unterschiedlich breite Striche und/oder Lücken erreicht wird.
Hauptanwendungen für Barcodes sind
- Reduzierung des Zeitaufwandes und Tippfehler bei der Datenerfassung
- Kontrolle und Bestätigung zusätzlicher Datenerfassung
- Vollautomatische Materialflusssteuerung
- Bearbeitung vollständiger Arbeitsprozesse
Vorteile des Barcodes sind hohe Standardisierung, geringe Kosten, hohe Akzeptanz, gute Integration unmittelbar vor Ort. Nachteile ergeben sich durch die Notwendigkeit einer direkten Sichtverbindung, Anfälligkeit gegen Verschmutzung und keine Möglichkeit Barcodes zu ändern.
Erste Versuche mit maschinenlesbaren Strichcodes wurden 1949 unternommen. Durchgesetzt hat sich der Strichcode unter anderem durch den Druck, den die amerikanische Supermarktkette Wal-Mart in den 1970er Jahren auf die Produzenten ausgeübt hat. Das erste deutsche Produkt wurde 1977 in Wuppertal mit einem Strichcode bedruckt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen im Hinblick auf den Stand der Technik und praktische Anwendungsfelder.
2 Begriffsbestimmung, Einordnung der Arbeit: In diesem Kapitel wird der Begriff der Rückverfolgbarkeit nach ISO-Norm definiert und die Arbeit wissenschaftlich in einen interdisziplinären Kontext eingeordnet.
3 Stand der relevanten Techniken: Hier werden die technologischen Grundlagen der Positionsbestimmung sowie terrestrische und satellitengestützte Identifikations- und Ortungssysteme detailliert erläutert.
4 Anwendungen in der Praxis: Dieses Kapitel präsentiert ein breites Spektrum an praktischen Anwendungen von Tracking- und Tracing-Systemen, unter anderem in der Sendungsverfolgung, Telematik und im Einzelhandel.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die diskutierten Technologien und Anwendungen und reflektiert über die gesellschaftliche Bedeutung sowie potenzielle Gefahren dieser Überwachungssysteme.
6 Quellen: Das Verzeichnis der verwendeten Literatur und Quellen für die Studienarbeit.
Schlüsselwörter
Tracking, Tracing, Barcode, RFID, GPS, Satellitennavigation, Sendungsverfolgung, Telematik, Logistik, Identifikation, Ortung, WLAN-Ortung, Datensicherheit, EAN, Mautsysteme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser Studienarbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Technik und den Anwendungsbereichen von Tracking- und Tracing-Systemen, die dazu dienen, den Werdegang und den Status von Produkten oder Objekten zu verfolgen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen Identifikationstechnologien, satellitengestützte Ortung sowie spezifische Anwendungsgebiete in der Logistik, im Verkehrswesen und im Einzelhandel.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, dem Leser einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand der Technik sowie die praktische Nutzbarkeit unterschiedlicher Tracking-Methoden zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Technikanalyse, die interdisziplinär Themen aus Informatik, Physik und Ingenieurwissenschaften verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung terrestrischer Systeme (Barcodes, RFID) und satellitengestützter Systeme (GPS, Galileo) sowie deren praktische Umsetzung in diversen Branchen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Tracking, Tracing, RFID, Barcode, GPS, Telematik und Sendungsverfolgung.
Wie unterscheiden sich Tracking und Tracing laut dem Autor?
Tracking bezeichnet die Verfolgung eines Produkts vom Vorlieferanten zum Kunden (aktuelle Statusermittlung), während Tracing die rückwärtige Sendungshistorie ab dem Endverbraucher beschreibt.
Welche Rolle spielt RFID im Einzelhandel?
RFID ermöglicht eine effiziente, berührungslose Erfassung von Waren, was Prozesse wie Lagerhaltung, Diebstahlsicherung und automatisierte Kassiervorgänge optimiert.
Was ist die Besonderheit bei 4D-Barcodes?
Die vierte Dimension bei diesen animierten Codes ist die Zeit, wodurch eine größere Informationsmenge über kurze Videosequenzen übertragen werden kann.
- Quote paper
- Markus Röttgen (Author), 2008, Tracking und Tracing. Systeme zur Sendungsverfolgung im Einsatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112239