Geologische morphologische Entwicklung in den Polargebieten der Nord- und Südhemisphere


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

20 Seiten, Note: 1,3


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Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort

2. Das Südpolargebiet
2.1 Physisch-geographische Kennzeichen
2.2 Plattendrift4 2.3 Entstehung
2.3.1 Ost- oder zentralantarktischer Schild
2.3.2 Ross Orogen
2.3.3 Ellsworth Orogen
2.3.4 Anden Orogen
2.4 Sonderstellung Westantarktikas
2.5 Vermutete Präglaziale Oberfläche und glazigene Überformung der Heutigen periglazialgebiete Antartikas
2.6 Vergletscherte Antarktis
2.6.1 Eis und Eisbewegung

3. Das Nordpolargebiet
3.1 Physisch- geographische Kennzeichen
3.2 Geologische Entwicklung des Nordpolargebietes
3.2.1 Arktische Schelfgebiete
3.2.2 Becken & Rückensysteme
3.3 Die Fram-Straße

4. Terrestrische Reliefformen der Arktis
4.1 Glaziale Landformen
4.1.1 Gletscher
4.1.2 Glazialerosion
4.1.3 Postglaziale Reliefformen alpiner Gebiete
4.1.4 Eiszeiten und deren geomorphologischen Folgen
4.1.5 Reliefprägung durch isostatische Landhebung

5 Schlusswort

1. Vorwort

Ein Gegensatz zwischen der Arktis und der Antarktis, der so grundsätzlich und offensichtlich ist, dass er nur allzu leicht vergessen werden kann, ist das Antarktika ein Kontinent umgeben von Ozeanen ist, während die Arktis ein Meeresbecken ist, welches fast komplett von Kontinenten umgeben ist (SUGDEN 1983:23).

Diese einfache aber grundlegende Tatsache spielt in Hinblick auf den Themenkomplex Geomorphologisch-tektonische Reliefentwicklung in den Polargebieten der Nord- und Südhemisphäre eine zentrale Rolle. Wir wollen in dieser Arbeit somit die Entstehung der heutigen Polargebiete sowie deren oberflächliche Gestalt, sei sie nun aerisch oder marin, beschreiben und ihr Zustandekommen erläutern. Ein weiteres Ziel dieser Arbeit muss sein, die Autoren der übrigen Hausarbeiten nicht durch Vorwegnahme einzelner Themen zu behindern, obwohl sich einige Überschneidungen sicherlich nicht vermeiden lassen.

2. Das Südpolargebiet (Antarktis, Antarktika)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Antarktika

Quelle: BLÜMEL 1999: 18

2.1 Physisch-geographische Kennzeichen

Antarktika besitzt eine Fläche von ca. 12 588 000 km², seine N-S Ausdehnung beträgt 4800 km, die W-O Erstreckung 5700km. Zu erwähnen ist die Gliederung der Antarktis in drei Teile: den dominierenden Ostantarktischen Schild, das transantarktische Gebirge und die angrenzenden Inseln der Westantarktis.

2.2 Plattendrift

Der Kontinent Antarktika entstand aus einem Bruchstück Gondwanas, des südlichen Urkontinentes, der während der Kreidezeit vor ca. 100 Mio. Jahren (MILLER 1983) bzw. vor ca.200 – 50 Mio. Jahren (Jura bis Tertiär); (KLEINSCHMIDT & BRAUN 1988). Gondwana war Teil des Einheitskontinentes Pangäa, der sich im Mesozoikum, also dem Erdmittelalter von 251 – 65,5 Mio. Jahren v.C. in Laurentia und Gondwana aufgeteilt hat. Seit etwa 10 Jahren sprechen Geologen bei diesem Thema auch von Rodinia, einem Urkontinent vor Pangäa. Große Teile der heutigen Antarktis war nach KLEINSCHMIDT (1997) sowohl zentraler Teil Rodinias als auch Gondwanas. Im Laufe der Jahrmillionen wurde Antarktika durch Plattendrift in südpolare Lage verschoben (BLÜMEL 1999: 20).

2.3 Entstehung

Das Antarktische Schild, das die heutige Ost-Antarktis bildet besteht vor allem aus kristallinen Gesteinen (Metamorphite und Magmatite) die bis zu 4 Mrd. Jahre alt sind. Hierzu schreibt SUDGEN (1983: 30): „East Antarctica is basically a shield while West Antarctica consists of folded sediments and associated volcanics…”. Einige geologische Orogenesen sind entscheidend für die jetzige geologisch-tektonische Struktur und das Großrelief Antarktikas. Diese waren mit Metamorphosen unterschiedlichen Charakters verbunden. Hier werden Vulkanismus, Sedimentbildung und Aufschmelzung älterer Gesteine genannt. Die zeitliche Entwicklung, sowie der geologische Grundriss des Südpolargebietes lässt sich nach BLÜMEL (1999: 20) in folgende Einheiten gliedern.

2.3.1 Ost- oder zentralantarktischer Schild

Wie oben bereits teilweise beschrieben, besteht der Ostantarktische Schild aus kristallinen Gesteinen des Präkambriums und Unteren Paläozoikums, (Gneise, Granite, Granulite) die bis zu 4 Mrd. Jahre alt sind, mehrfach überprägt wurden diese durch Metamorphosen, Aufschmelzungen und Intrusionen von Granit. Der Schild wurde hierdurch zu einem von flachlagernden Sedimenten bedeckten Rumpfgebirge. Der Verwandtschaft Mineralischer Lagerstätten der Antarktis, mit denen Afrikas, Südamerikas und Australiens, liegt die gemeinsame erdgeschichtliche Vergangenheit zugrunde. Von diesem ältesten Teil des heutigen Antarktikas nach Westen gehend, werden die angelagerten Gesteine immer jünger (BLÜMEL 1999: 22).

2.3.2 Ross Orogen:

„Das Ross-Orogen entstand aus einer Subduktion der Ur-Pazifik-Kruste unter die kontinentale Kruste Antarktikas (KLEINSCHMIDT & TESSENSOHN 1987)“ (BLÜMEL 1999: 21). Dies führte zu einer Vergrößerung des Kontinents an der Westflanke. Es kam während des frühen Paläozoikums zu einer teilweisen Überlagerung des Gesteinsverbundes durch Sedimentgesteine aus dem Devon und Trias, die größtenteils aus Sand und Tonsteinen, Tilliten und Kohleflözen bestehen. Hierbei entstand auch das Transantarktische Gebirge mit einer Höhe von bis zu 4530 m (BLÜMEL 1999: 22).

2.3.3 Ellsworth Orogen

Strukturell zur Westantarktis gehörig besteht das Ellsworth Orogen aus flachmarinen Serien und Quarziten. Gipfelhöhen der Ellsworth Mountains erreichen über 5000 m Meereshöhe. Zeitlich ist es in die Wende Perm zu Trias anzusiedeln (BLÜMEL 1999: 22).

2.3.4 Anden Orogen

Dieser zum Andinen Faltgürtel gehörender jüngste Teil des westlichen Südpolargebietes ist während des späten Mesozoikums und frühen Kanozoikums entstanden. Das geringe erdgeschichtliche Alter kann man bereits aus den anhaltenden Riftprozesses ablesen. Auch Vulkantätigkeit, wie die des Mt.Erebus deutet darauf hin (BLÜMEL 1999: 22).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 Gondwana-Rekonstruktion und Ausgliederung von Orogenen Quelle: BLÜMEL 1999: 21

2.4 Sonderstellung Westantarktikas

Die West-Antarktis nimmt aus tektonischer Hinsicht eine Sonderstellung ein, da es sich bei ihr um kein ganzes Kontinentstück handelt, sondern um drei Inseln die durch die überlagernden Eisschichten miteinander verbunden sind. Diese drei Archipele sind: Das Marie-Byrd-Land, die Ellsworth-Berge und die Antarktische Halbinsel. Dies ist auf Abbildung 3b zu erkennen.

20 von 20 Seiten

Details

Titel
Geologische morphologische Entwicklung in den Polargebieten der Nord- und Südhemisphere
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Physische Geographie)
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
20
Katalognummer
V112255
Dateigröße
1668 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geologische, Entwicklung, Polargebieten, Nord-, Südhemisphere
Arbeit zitieren
Simon Hauenstein (Autor), 2008, Geologische morphologische Entwicklung in den Polargebieten der Nord- und Südhemisphere, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112255

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