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"Deutsch-Mittelafrika" als Kriegsziel im Zweiten Weltkrieg

Ausdruck nationalsozialistischen Größenwahns oder Aufgriff der Kriegsziele von 1914-1918?

Title: "Deutsch-Mittelafrika" als Kriegsziel im Zweiten Weltkrieg

Seminar Paper , 2007 , 51 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marc Brüninghaus (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Aus der Einleitung:

Die deutschen Kriegsziele in beiden Weltkriegen in Afrika sind heute weitestgehend in Vergessenheit geraten. Allenfalls ist im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg und Afrika der Kampf Lettow-Vorbecks noch ein Begriff, beim Zweiten Weltkrieg und Afrika ist den allermeisten nur das Afrikakorps und der „Wüstenfuchs“ Rommel. Und die Erinnerungen an die deutsche Kriegsführung in Afrika sind nicht selten glorifiziert und mit einem Hauch von Kolonial- und Wüstenromantik umgeben.
Dass es in beiden Kriegen hingegen mit umfangreichen kolonialen Forderungen in Mittel-afrika weitaus größere Kriegsziele gab als nur die räumlich beschränkten „Kampagnen“ in Deutsch-Ostafrika und Nordafrika ist den wenigsten Deutschen heute bekannt.
Aber wie standen die in beiden Kriegen erhobenen Forderungen nach einem umfangreichen Kolonialreich in Mittelafrika, zwischen den 20. Breitengraden nördlicher und südlicher Breite einzuordnen, im Zusammenhang zueinander, beziehungsweise, bestand überhaupt ein Zusammenhang?
Entsprangen die Kriegszielpläne für Mittelafrika im Zweiten Weltkrieg der nationalsozialistischen Ideologie oder standen sie stattdessen in einer Kontinuität zu den afrikanischen Kriegszielen des Ersten Weltkrieges. Also noch einmal konkreter: Waren die kolonialen Bestrebungen Deutschlands im Zweiten Weltkrieg Ausdruck einer neuen Weltanschauung oder griffen sie nur die Kriegsziele auf, die 25 Jahre vorher nicht verwirklicht werden konnten?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE DEUTSCHEN KOLONIEN IN AFRIKA

2.1 Die Kolonien vor 1914

2.2 Die Kolonien im Ersten Weltkrieg

3. DIE DEUTSCHEN KRIEGSZIELE IN AFRIKA IM ERSTEN WELTKRIEG

4. DIE HALTUNG DER NATIONALSOZIALISTEN ZUR KOLONIALFRAGE

5. DIE DEUTSCHEN KRIEGSZIELE IN AFRIKA IM ZWEITEN WELTKRIEG

6. VERGLEIH DER KRIEGSZIELE IN DEN BEIDEN KRIEGEN IM HINBLICK AUF

6.1 Territoriale Überschneidungen und Unterschiede

6.2 Die Begründung der angestrebten Kriegsziele

6.3 Das geplante Vorgehen nach Erreichen der Kriegsziele

7. BEWERTUNG DER DEUTSCHEN KOLONIALPLÄNE IM ZWEITEN WELTKRIEG, UNTER BESONDERER BETRACHTUNG EINER MÖGLICHEN KONTINUITÄT ODER EINES BRUCHS

8. ZUSAMMENFASSUNG/SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das koloniale Kriegsziel eines „Deutsch-Mittelafrika“ im Zweiten Weltkrieg und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob diese Pläne als Ausdruck einer neuen nationalsozialistischen Weltanschauung zu deuten sind oder vielmehr eine Kontinuität zu den bereits im Ersten Weltkrieg verfolgten Kriegszielen darstellen.

  • Vergleich der kolonialen Expansionspläne in beiden Weltkriegen
  • Analyse der nationalsozialistischen Kolonialhaltung und Hitlers Strategie
  • Untersuchung der personellen und institutionellen Kontinuitäten in den Planungsstellen
  • Bewertung von Siedlungs- und Herrschaftsinteressen in den afrikanischen Kolonien
  • Einordnung der kolonialen Ziele in das Konzept der Weltherrschaft

Auszug aus dem Buch

1. EINLEITUNG

Bei der Lektüre des Kurses 04173 „Einführung in die afrikanische Geschichte“, Kurseinheit 2 „Kolonialismus – Episode oder Bruch in der Geschichte afrikanischer Gesellschaften?“ wurde auch dem deutschen Kolonialismus des Kaiserreiches Raum eingeräumt. Bei weiterführenden Recherchen zu dieser Thematik stieß ich auf die Vision von einem „Deutsch-Mittelafrika“ und die die deutschen Kriegsziele in beiden Weltkriegen in Afrika. Über diese las ich einiges und kam so auf den Gedanken, die Kriegsziele Deutschlands in Afrika in beiden Weltkriegen in einer Hausarbeit miteinander zu vergleichen.

Die deutschen Kriegsziele in beiden Weltkriegen in Afrika sind heute weitestgehend in Vergessenheit geraten. Allenfalls ist im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg und Afrika der Kampf Lettow-Vorbecks noch ein Begriff, beim Zweiten Weltkrieg und Afrika ist den allermeisten nur das Afrikakorps und der „Wüstenfuchs“ Rommel. Und die Erinnerungen an die deutsche Kriegsführung in Afrika sind nicht selten glorifiziert und mit einem Hauch von Kolonial- und Wüstenromantik umgeben.

Dass es in beiden Kriegen hingegen mit umfangreichen kolonialen Forderungen in Mittelafrika weitaus größere Kriegsziele gab als nur die räumlich beschränkten „Kampagnen“ in Deutsch-Ostafrika und Nordafrika ist den wenigsten Deutschen heute bekannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Thematik ein und begründet das Ziel der Arbeit, die Kontinuität afrikanischer Kriegsziele in beiden Weltkriegen zu untersuchen.

2. DIE DEUTSCHEN KOLONIEN IN AFRIKA: Dieses Kapitel skizziert die koloniale Situation des Kaiserreichs vor 1914 sowie den realen Kriegsverlauf in den afrikanischen Gebieten während des Ersten Weltkriegs.

3. DIE DEUTSCHEN KRIEGSZIELE IN AFRIKA IM ERSTEN WELTKRIEG: Hier werden die konkreten Forderungen nach einem mittelafrikanischen Kolonialreich und deren Einbettung in die Kriegszielplanungen des Kaiserreichs analysiert.

4. DIE HALTUNG DER NATIONALSOZIALISTEN ZUR KOLONIALFRAGE: Das Kapitel befasst sich mit der wandelbaren und machtpolitisch motivierten Einstellung Hitlers und der NSDAP gegenüber kolonialen Bestrebungen.

5. DIE DEUTSCHEN KRIEGSZIELE IN AFRIKA IM ZWEITEN WELTKRIEG: Hier werden die konkreten Ausarbeitungen zu den kolonialen Kriegszielen der Nationalsozialisten dargelegt, die von verschiedenen Stellen wie dem Auswärtigen Amt und der Marine vorangetrieben wurden.

6. VERGLEIH DER KRIEGSZIELE IN DEN BEIDEN KRIEGEN IM HINBLICK AUF: In diesem Teil werden territoriale Überschneidungen, Begründungsmuster und das geplante Vorgehen der beiden Weltkriege direkt gegenübergestellt.

7. BEWERTUNG DER DEUTSCHEN KOLONIALPLÄNE IM ZWEITEN WELTKRIEG, UNTER BESONDERER BETRACHTUNG EINER MÖGLICHEN KONTINUITÄT ODER EINES BRUCHS: Dieses Kapitel bewertet die Planungen als Neuauflage traditioneller Ziele und untersucht die ideologischen Brüche im Vergleich zum Kaiserreich.

8. ZUSAMMENFASSUNG/SCHLUSS: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass es sich beim Kriegsziel „Deutsch-Mittelafrika“ im Zweiten Weltkrieg um den Wiederaufgriff der unerfüllten Ziele von 1914-1918 handelt.

Schlüsselwörter

Deutsch-Mittelafrika, Kriegsziele, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, Kolonialpolitik, Nationalsozialismus, Kontinuität, Expansion, Mittelafrika, Kolonialreich, Außenpolitik, Rohstoffe, Strategie, Deutsche Bank, Marine.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das deutsche Kriegsziel eines afrikanischen Kolonialreichs („Deutsch-Mittelafrika“) in beiden Weltkriegen und hinterfragt, inwieweit diese Pläne eine Kontinuität aufweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die deutschen Kolonialplanungen, der Vergleich der Expansionsziele zwischen dem Kaiserreich und dem Nationalsozialismus sowie die Rolle der Ideologie bei der Formulierung dieser Ziele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob die afrikanischen Kriegsziele des Zweiten Weltkriegs eine bewusste Fortführung alter Pläne darstellen oder ob sie auf neuen nationalsozialistischen Ideologien basieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse von Kriegszieldenkschriften, politischen Dokumenten und der Auswertung einschlägiger Fachliteratur, um die Planungen in den historischen Kontext einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die kolonialen Ziele des Ersten und Zweiten Weltkriegs detailliert gegenübergestellt als auch die Haltung der Nationalsozialisten und Hitlers persönlich zur Kolonialfrage analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie „Deutsch-Mittelafrika“, „Kolonialrevisionismus“, „Kontinuität“, „Nationalsozialismus“ und „Expansion“ charakterisiert.

Warum war das Kriegsziel "Deutsch-Mittelafrika" laut Autor kein Zufall?

Aufgrund der zahlreichen Übereinstimmungen bei den geforderten Gebieten und der Begründungsmuster kommt der Autor zu dem Schluss, dass es sich um einen bewussten Wiederaufgriff alter Ziele handelt.

Welche Rolle spielte die personelle Kontinuität?

Viele der Beamten und Planer, die im Zweiten Weltkrieg an den kolonialen Plänen arbeiteten, waren bereits im Kaiserreich in entsprechenden Funktionen tätig, was den Transfer der alten Ziele begünstigte.

Wurde Madagaskar als Sonderfall bewertet?

Ja, der Plan, Madagaskar zu einem Judenterritorium zu machen, wird als einer der wenigen Fälle angeführt, bei dem die nationalsozialistische Ideologie zu 100 Prozent maßgeblich für eine Forderung war.

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Details

Title
"Deutsch-Mittelafrika" als Kriegsziel im Zweiten Weltkrieg
Subtitle
Ausdruck nationalsozialistischen Größenwahns oder Aufgriff der Kriegsziele von 1914-1918?
College
University of Hagen  ( Historisches Institut)
Course
Einführung in die afrikanische Geschichte
Grade
2,0
Author
Marc Brüninghaus (Author)
Publication Year
2007
Pages
51
Catalog Number
V112262
ISBN (eBook)
9783640111053
ISBN (Book)
9783640111206
Language
German
Tags
Deutsch-Mittelafrika Kriegsziel Zweiten Weltkrieg Einführung Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Brüninghaus (Author), 2007, "Deutsch-Mittelafrika" als Kriegsziel im Zweiten Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112262
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