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Landeskulturstiftungen als Institutionen der Kulturförderung am Beispiel der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt

Title: Landeskulturstiftungen als Institutionen der Kulturförderung am Beispiel der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt

Seminar Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Wolfgang Frank (Author)

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Die Arbeit stellt am Beispiel der Landeskunsstiftung Sachsen-Anhalt Struktur, Organe und Förderprogramme einer Landeskulturstiftung exemplarisch vor. Die Stiftungszwecke der zahlreichen Kultur- und Kunststiftungen in Deutschland
sind außerordentlich vielfältig. Einige sind Träger eines Museums oder einer
Ausstellungshalle, widmen sich der Präsentation einer Sammlung, andere haben
sich der Förderung der künstlerischen Produktion, kultureller Projekte und
nicht zuletzt der Künstler selbst verschrieben. Das macht sie zu wichtigen Institutionen
auf dem Kunstmarkt. „Ohne Kulturstiftungen wäre die Kulturszene
erheblich ärmer.“
Wie wichtig diese Arbeit ist, schildert etwa die Grafikerin Inga Rensch: „Wer
Stipendien für einen Luxus und das Stipendiengeld für ein Zubrot der Künstler
hält, weiß nichts über deren tatsächliche Situation. Die meisten Künstler können
sich nur mittels artfremder Jobs ihren eigentlichen Beruf leisten. Sich genügend
Raum (…; W.F.) für die Arbeit zu sichern oder mit einem Buch, einem Katalog,
einer Ausstellung, einer Musikaufnahme an die Öffentlichkeit zu treten, kostet
Geld. Dessen Erwerb aber kostet Zeit, die für die kontinuierliche Berufsausübung
fehlt. Eine lähmende Falle.“
Eine Sonderstellung haben hier die Kulturstiftungen der Bundesländer. Sie können
– insbesondere wenn ihnen bei der Gründung ausreichend Selbständigkeit
vom politischen Tagesgeschäft zugebilligt wurde - Ideen geben, Initiativen entwickeln
und so dazu beitragen, den kulturellen Reichtum ihres Landes zu mehren.
Diese Arbeit will mit der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, eine Landeskulturstiftung
für zeitgenössische Kunst exemplarisch vorstellen. Die Stiftung
ist – gemeinsam mit der thüringischen Landeskulturstiftung – die jüngste deutsche
Landeskulturstiftung. Beide Stiftungen haben erst im Jahre 2005 ihre Tätigkeit
aufgenommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stiftungen

2.1. Privatrechtliche Stiftungen und Stiftungen des öffentlichen Rechts

2.2. Förderstiftungen und operative Stiftungen

3. Landeskulturstiftungen

4. Die Landeskunststiftung Sachsen-Anhalt

4.1. Stiftungszweck

4.2. Stiftungsorgane

4.3. Stiftungsvermögen und Stiftungshaushalt

5. Förderung durch die Stiftung

5.1. Projektförderung

5.2. Initiativprojekte

6. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Landeskulturstiftungen im Bereich der Kulturförderung, wobei die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt als zentrales Fallbeispiel dient. Ziel ist es, die strukturelle Arbeitsweise, die Finanzierung und die spezifischen Förderinstrumente der Stiftung vor dem Hintergrund ihrer jungen Historie kritisch zu beleuchten und ihren Beitrag zur Etablierung zeitgenössischer Kunst im kulturellen Gefüge des Bundeslandes zu evaluieren.

  • Grundlagen des deutschen Stiftungswesens und rechtliche Rahmenbedingungen.
  • Differenzierung zwischen operativen Stiftungen und Förderstiftungen.
  • Analyse der spezifischen Ausrichtung der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.
  • Evaluation der Förderinstrumente wie Projektförderung und Stipendienvergabe.
  • Untersuchung der Bedeutung von Eigeninitiativen zur Stärkung des Kunststandortes.

Auszug aus dem Buch

4.1. Stiftungszweck

Zweck der der durch Gesetz vom 03.Oktober 2004 als rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechtes gegründeten Kunststiftung Sachsen-Anhalt mit Sitz in Halle ist die „Förderung von zeitgenössischer Kunst und Kultur in Sachsen-Anhalt. Die Stiftung soll sich als Wegbereiterin für künstlerische und kulturelle Projekte verstehen, die in Sachsen-Anhalt initiiert werden, ihre Wirkung hier entfalten oder das zeitgenössische künstlerische und kulturelle Leben des Landes Sachsen-Anhalt über dessen Grenzen hinaus bekannt machen.“

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Landeskulturstiftungen, die einen wesentlich breiter definierten Zweck verfolgen, beschränkt sich die sachsen-anhaltische Stiftung also auf die Förderung zeitgenössischer Kunst. Damit ist der Zweck der Stiftung relativ eng definiert, was sie von zahlreichen anderen Landesstiftungen abhebt.

Diese enge Zweckbindung dürfte die Autonomie der Stiftung befördern. Je breiter der Stiftungszweck definiert ist, desto eher besteht – insbesondere bei einer Dominanz von Persönlichkeiten aus dem politischen Bereich in den Stiftungsgremien – die Gefahr, dass der Stiftungshaushalt schlicht dazu verwendet wird, den regulären Kulturhaushalt des Landes von Ausgaben zu entlasten. Eine Landeskulturstiftung kann so kein eigenes Profil entwickeln und geht der Fähigkeit verlustig, wichtige Initiativen zu entwickeln.

Für alles nicht-zeitgenössische sowie für die Trägerschaft der großen Museen des Landes gibt es andere Fördermöglichkeiten und Stiftungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Kulturstiftungen für den Kunstmarkt dar und führt in das Forschungsziel ein, die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt exemplarisch zu untersuchen.

2. Stiftungen: Dieses Kapitel definiert den Stiftungsbegriff, erläutert die rechtlichen Grundlagen sowie die Unterscheidung zwischen privatrechtlichen und öffentlich-rechtlichen Stiftungen sowie operativen und fördernden Ansätzen.

3. Landeskulturstiftungen: Hier wird der gemeinsame historische Ursprung der Landeskulturstiftungen in den neuen Bundesländern, insbesondere die Rolle des ehemaligen Kulturfonds der DDR, beleuchtet.

4. Die Landeskunststiftung Sachsen-Anhalt: Dieser Abschnitt beschreibt den spezifischen Stiftungszweck, die Besetzung der Stiftungsorgane sowie die finanzielle Ausstattung und Herkunft des Stiftungsvermögens.

5. Förderung durch die Stiftung: Das Kapitel detailliert die praktischen Förderinstrumente der Stiftung, von der Projektfinanzierung bis hin zur Vergabe von Stipendien und der Durchführung eigener Initiativprojekte.

6. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bilanziert die bisherige Tätigkeit der Stiftung und bewertet ihre Rolle als kulturpolitisches Instrument im Kontext einer globalisierten Welt.

Schlüsselwörter

Landeskulturstiftung, Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Kulturförderung, Zeitgenössische Kunst, Stiftungszweck, Stiftungsorgane, Projektförderung, Stipendien, Kulturhaushalt, Stiftungsrecht, Öffentliche Stiftung, Kunstmarkt, Sachsen-Anhalt, Künstlerförderung, Stiftung Kulturfonds.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und Funktion von Landeskulturstiftungen als Institutionen der Kulturförderung am Beispiel der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Struktur des deutschen Stiftungswesens, die spezifische Ausrichtung von Landesstiftungen sowie die praktischen Fördermechanismen für zeitgenössische Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Arbeitsweise und die Bedeutung der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt exemplarisch darzustellen und deren Beitrag zur kulturellen Entwicklung des Bundeslandes zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Basis von Stiftungsgesetzen, Richtlinien, Berichten und relevanter Fachliteratur erarbeitet wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Stiftung sowie die Darstellung der konkreten Förderpraxis und der finanziellen Basis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Landeskulturstiftung, Kulturförderung, Zeitgenössische Kunst, Stiftungswesen und Projektförderung definieren.

Warum ist die enge Zweckbindung der Kunststiftung Sachsen-Anhalt aus Sicht des Autors positiv zu bewerten?

Der Autor argumentiert, dass die enge Zweckbindung die Autonomie der Stiftung schützt, da so die Gefahr minimiert wird, dass Stiftungsmittel lediglich zur Entlastung des regulären Landeshaushalts zweckentfremdet werden.

Wie finanziert sich die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt hauptsächlich?

Die Finanzierung stützt sich auf einen Anteil aus dem Kapitalvermögen des ehemaligen Stiftung Kulturfonds, Zustiftungen sowie einen prozentualen Anteil aus den Einnahmen durch staatliches Zahlenlotto und Sportwetten.

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Details

Title
Landeskulturstiftungen als Institutionen der Kulturförderung am Beispiel der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt
College
University of Hagen  (Institut für Kulturmanagement)
Course
Präsenzseminar Who is who im Kunstmarkt
Grade
2,3
Author
Wolfgang Frank (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V112270
ISBN (eBook)
9783640111411
ISBN (Book)
9783640111237
Language
German
Tags
Landeskulturstiftungen Institutionen Kulturförderung Beispiel Kunststiftung Landes Sachsen-Anhalt Präsenzseminar Kunstmarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wolfgang Frank (Author), 2006, Landeskulturstiftungen als Institutionen der Kulturförderung am Beispiel der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112270
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