Wo und inwiefern kann ein Lehrer gegenüber seinen Schülern erzieherisch wirksam werden?


Praktikumsbericht / -arbeit, 2007
13 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Übersicht über den Gesamtverlauf (Plan)

2 Vorstellung der Beobachtungsaufgabe

3 Theoretischer Hintergrund zur Beobachtung
3.1 Die erzieherische Aufgabe des Lehrers
3.2 Grenzen der Erziehungsaufgabe
3.3 Die Bedeutsamkeit eines guten Lehrer-Schüler-Verhältnisses

4 Auswertung der Beobachtungen
4.1 Wo und inwiefern kann ein Lehrer erzieherisch wirksam werden?
4.2 Inwiefern ist ein Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Schülern bedeutsam für den erzieherischen Einfluss des Lehrers?
4.3 Erziehung auch außerhalb des Unterrichtes?
4.4 Welchen Anteil macht der erzieherische Bereich im Beruf aus?

5 Persönlicher Kommentar zum Schulpraktikum

6 Literaturverzeichnis

1. Übersicht über den Gesamtverlauf

Stundenübersicht des orientierenden Schulpraktikums

Vom 20.08. – 20.09.2007 am (XY-)[1] Gymnasium Krefeld

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Vorstellung der Beobachtungsaufgabe

Bei meiner Beobachtungsaufgabe entschied ich mich für die Fragestellung „Wo und inwiefern kann ein Lehrer auf seine Schüler erzieherisch wirksam werden?“.

Dieses Thema wählte ich aufgrund der in den Medien immer wieder aufkommenden Diskussion über die Bedeutsamkeit der erzieherischen Aufgabe der Lehrer und den damit oftmals verbundenen Vorwürfen bezüglich der mangelnden pädagogischen Schwerpunkte im schulischen Kontext.

Die erste Woche des Praktikums widmete ich der Orientierung und hospitierte dazu in verschiedenen Fächern und Jahrgängen und begleitete jeden Tag einen anderen Lehrer[2]. In der dritten Woche führte ich Gespräche mit mehreren Lehrpersonen, die mir in verschiedenen Situationen durch erzieherische Kompetenzen positiv aufgefallen waren und die sich durch ein (in meinen Augen) besonders freundliches Verhältnis zu den Schülern auszeichneten. Dabei orientierte ich mich vor allem an folgenden Fragestellungen, die mir bei der Auswertung meiner Beobachtungsaufgabe helfen sollten:

- Was für einen Anteil macht der erzieherische Bereich im Beruf aus?
- Inwiefern kann ein Lehrer erzieherischen Einfluss auf seine Schüler auswirken?
- Inwiefern darf ein Lehrer erzieherischen Einfluss auf seine Schüler auswirken?
- Darf man sich als Lehrer in Situationen einbringen, die außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden?
- Wie handelt man, wenn man erkennt, dass ein Schüler Probleme im Privatleben hat?
- Bereitet einen das Studium genügend auf den pädagogischen Bereich des Berufslebens vor?
- Welche Rolle spielt das persönliche Verhältnis von Lehrer und Schüler in Bezug auf den erzieherischen Einfluss?
- Wie viel Zeit muss man als Lehrer für Organisatorisches einplanen?

Nach Absprache mit Lehrerin S. und Lehrer R. begleitete ich diese in der vierten Woche. Lehrerin S. bei ihren Stunden, die sie in der fünften Klasse (deren Klassenlehrerin sie war) gab und Lehrer R. bei seinen Kursen in der Mittelstufe. Dadurch erhoffte ich mir, Situationen beobachten zu können, in denen der erzieherische Einfluss deutlich hervor käme und dabei festzustellen ob man einen Unterschied feststellen könne zwischen dem Einfluss eines Fach- und eines Klassenlehrers.

3. Theoretischer Hintergrund zur Beobachtung

3.1 Die erzieherische Aufgabe des Lehrers

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Ansprüche an Lehrpersonen dahingehend gewandelt, dass immer öfter der pädagogische Aufgabenbereich des Lehrers in den Vordergrund gerückt wird. Natürlich wird nach wie vor eine fachkompetente Ausbildung gefordert, jedoch gewinnen neben den fachdidaktischen, jetzt auch die erzieherischen Anforderungen deutlich an Priorität, denn „Schule soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch auf die Persönlichkeitsentwicklung von Schülern einwirken“[3].

Man kann also feststellen, dass die Aufgabe, im schulischen Umfeld zu lehren, vielfältige Teilkompetenzen mit unterschiedlichen Ausprägungen und Gewichtungen für die verschiedenen Felder des Lehrerberufs voraussetzt[4].

Immer öfter ist von der Lehrkraft als Bezugsperson die Rede. Der Lehrer soll nicht mehr nur als reiner Wissensvermittler dienen, sondern einen „erheblichen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden [nehmen]“[5]. Ein verantwortlicher Umgang mit den Schülern sei gefragt, der unter anderem sowohl soziales Geschick, Einfühlungsvermögen, Gesprächsbereitschaft, Engagement, Empathie, Geduld und Zuversicht, Aufgeschlossenheit und Frustrationstoleranz fordere. Diese Persönlichkeitsmerkmale, die dem Berufsethos zufolge von den Lehrkräften gefordert werden, sollen dabei stabil sein und nicht von Sympathie, Antipathie oder Tageslaune beeinflusst werden[6].

[...]


[1] Namen in weiteren Verlauf aus Datenschutzgründen geändert

[2] In der zweiten Woche konnte ich aufgrund persönlicher Umstände nicht hospitieren. Mein Fehlen habe ich mit der Schulleitung abgesprochen und die Zeit in der dritten und vierten Woche nachgeholt. Das LBZ wurde ebenfalls informiert.

[3] Thies, Barbara: Vertrauen zwischen Lehrern und Schülern. In: Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie. Bd. 30. Hrsg. Von Prof. Dr. Detlef H. Rost. 2002. S. 20.

[4] Grundannahmen: Leitbild für den Lehrerberuf (Kap. 2). In: Perspektiven der Lehrerbildung in Deutschland. Abschlussbericht der von der Kultusministerkonferenz eingesetzten Kommission. Im Auftrag der Kommission hrsg. Von Ewald Terhart. Weinheim/Basel 2000, S. 48 f.

[5] Ebd., S. 50.

[6] Grundannahmen: Leitbild für den Lehrerberuf (Kap. 2). In: Perspektiven der Lehrerbildung in Deutschland. Abschlussbericht der von der Kultusministerkonferenz eingesetzten Kommission. Im Auftrag der Kommission hrsg. Von Ewald Terhart. Weinheim/Basel 2000, S. 56.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Wo und inwiefern kann ein Lehrer gegenüber seinen Schülern erzieherisch wirksam werden?
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Veranstaltung
Vorbereitungsseminar zum orientierenden Schulpraktikum im Grundstudium Erziehungswissenschaft
Note
1,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V112319
ISBN (eBook)
9783640116911
ISBN (Buch)
9783640119554
Dateigröße
432 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lehrer, Schülern, Vorbereitungsseminar, Schulpraktikum, Grundstudium, Erziehungswissenschaft, Praktikumsbericht
Arbeit zitieren
Ilona Sontag (Autor), 2007, Wo und inwiefern kann ein Lehrer gegenüber seinen Schülern erzieherisch wirksam werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112319

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