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Erziehung im Islam

Title: Erziehung im Islam

Project Report , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor Soziale Arbeit Rebecca Brohm (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Im Sommersemester 2005 machte ich ein Praktikum in einer Sozialen
Gruppenarbeit. In einer der Gruppen, die von 5 Mädchen und 7 Jungen im
Grundschulalter besucht wurde, kam es zu folgender Begebenheit:
Ayse und Zeynep (Namen geändert) kamen sehr aufgeregt in die Gruppe.
Sie erzählten von einem Monster, dass sie gesehen hätten und dass es wirklich
gäbe. Sie erzählten eine Geschichte von einem holländischen Mädchen, dass
Feuer gefangen hätte, weil es seinen Eltern ungehorsam war und außerdem
den Koran zerriss. Nun sei das Mädchen total entstellt und die Eltern würden es
einschläfern lassen wollen. Das ganze sei wirklich passiert, sie hätten ein Foto
von dem Mädchen gesehen. Wir –die Mitarbeiter der Sozialen Gruppenarbeitwollten
der Sache auf den Grund gehen. Wir fanden über das Internet heraus,
dass eine große Anzahl von Kindern und Jugendlichen das Bild des
vermeintlich entstellten Mädchens aufs Handy oder per Email geschickt
bekommen haben. Bei einer weiteren Recherche im Internet stieß ich
schließlich auf die Homepage einer amerikanischen Künstlerin, die das Thema
Gentechnologie in ihren Skulpturen kritisch bearbeitet. Das Foto von dem
angeblich entstellten Mädchen ist ein Ausschnitt aus einer ihrer Skulpturen. Auf
ihrer Homepage distanziert sie sich von der Geschichte des holländischen
Mädchens. Sie sei nicht ihrer Idee entwachsen, sondern irgendjemand hätte
unerlaubt ein Foto ihrer Skulptur hierzu verwendet. Überraschender Weise
glaubte die Mutter der Kinder selbst an die Echtheit der Geschichte, selbst
nachdem wir ihr die Homepage der Künstlerin zeigten. Auch von einer jungen
Muslima, der ich die vermeintliche Geschichte des Mädchens erzählte, kam
eine spontane Aussage in Richtung von „Und das ist wirklich passiert?“.
Hieraus ergaben sie folgende Fragestellungen: Wie werden Kinder im Islam
erzogen –sowohl von Seiten der Familie, als auch von Seiten islamischer
Vereine, Moscheen etc.? Und welche Bedeutung hat diese Erziehung für die
Arbeit in Kinder- und Jugendgruppen? In dem vorliegenden Text beschäftige ich
mich vorwiegend im mit der Situation von Kindern und Jugendlichen in
muslimischen Familien mit türkischem Migrationshintergrund.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Projektidee

1.1 Entstehung

1.2 Vorgehensweise

2. Erziehungsziele in der Familie

2.1 Vertraut machen mit religiösen Praktiken

2.2. Respekt und Gehorsam

2.3. Sexualmoral

2.4 Geschlechtsspezifische Erziehung

2.5 Wünsche von Eltern an Kinder- und Jugendgruppen

3. Erziehung von Seiten der Institution

3.1. In Deutschland

3.1.1 Koran und Freizeit

3.1.2 Muslimische Jugend Deutschland (MJD)

3.2 In der Türkei

4. Fazit für die Soziale Arbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Erziehungspraktiken in muslimischen Familien mit türkischem Migrationshintergrund sowie die Rolle islamischer Institutionen in Deutschland und der Türkei. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Lebenswelten muslimischer Kinder und Jugendlicher zu entwickeln, um in der Sozialen Arbeit konstruktive, vorurteilsfreie Ansätze zur Unterstützung dieser Zielgruppe zu finden.

  • Religiöse Erziehungsgrundsätze in der Familie
  • Konfliktpotenziale zwischen Tradition und Moderne
  • Bedeutung islamischer Einrichtungen als Bildungs- und Freizeitorte
  • Herausforderungen in der Interkulturellen Sozialarbeit
  • Abbau von Vorurteilen gegenüber muslimischen Lebensweisen

Auszug aus dem Buch

1.1 Entstehung

Im Sommersemester 2005 machte ich ein Praktikum in einer Sozialen Gruppenarbeit. In einer der Gruppen, die von 5 Mädchen und 7 Jungen im Grundschulalter besucht wurde, kam es zu folgender Begebenheit:

Ayse und Zeynep (Namen geändert) kamen sehr aufgeregt in die Gruppe. Sie erzählten von einem Monster, dass sie gesehen hätten und dass es wirklich gäbe. Sie erzählten eine Geschichte von einem holländischen Mädchen, dass Feuer gefangen hätte, weil es seinen Eltern ungehorsam war und außerdem den Koran zerriss. Nun sei das Mädchen total entstellt und die Eltern würden es einschläfern lassen wollen. Das ganze sei wirklich passiert, sie hätten ein Foto von dem Mädchen gesehen. Wir –die Mitarbeiter der Sozialen Gruppenarbeit wollten der Sache auf den Grund gehen. Wir fanden über das Internet heraus, dass eine große Anzahl von Kindern und Jugendlichen das Bild des vermeintlich entstellten Mädchens aufs Handy oder per Email geschickt bekommen haben. Bei einer weiteren Recherche im Internet stieß ich schließlich auf die Homepage einer amerikanischen Künstlerin, die das Thema Gentechnologie in ihren Skulpturen kritisch bearbeitet. Das Foto von dem angeblich entstellten Mädchen ist ein Ausschnitt aus einer ihrer Skulpturen. Auf ihrer Homepage distanziert sie sich von der Geschichte des holländischen Mädchens. Sie sei nicht ihrer Idee entwachsen, sondern irgendjemand hätte unerlaubt ein Foto ihrer Skulptur hierzu verwendet. Überraschender Weise glaubte die Mutter der Kinder selbst an die Echtheit der Geschichte, selbst nachdem wir ihr die Homepage der Künstlerin zeigten. Auch von einer jungen Muslima, der ich die vermeintliche Geschichte des Mädchens erzählte, kam eine spontane Aussage in Richtung von „Und das ist wirklich passiert?“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Projektidee: Der Einstieg beschreibt den praktischen Anlass der Arbeit, der sich aus einer Begebenheit in einer Sozialen Gruppenarbeit ergab, und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Erziehung im Islam.

2. Erziehungsziele in der Familie: Dieses Kapitel erläutert religiöse Grundlagen, wie das Vermitteln von Werten, Gehorsam gegenüber den Eltern und die Sexualmoral, und diskutiert den schwierigen Spagat der Jugendlichen zwischen familiärer Tradition und deutscher Gesellschaft.

3. Erziehung von Seiten der Institution: Die Autorin untersucht die Angebote islamischer Vereine und Organisationen in Deutschland sowie die Rolle von Moscheen als soziale Orte in der Türkei.

4. Fazit für die Soziale Arbeit: Das Fazit betont die Notwendigkeit von Respekt und Selbstreflexion bei pädagogischen Fachkräften, um Vorurteile abzubauen und eine Brücke zwischen den Kulturen zu schlagen.

Schlüsselwörter

Islam, Erziehung, Migration, Familie, Soziale Arbeit, Muslimische Jugend, Religion, Kopftuch, Tradition, Integration, Vorurteile, Identität, Interkulturelle Kompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Erziehungsziele und -praxen in muslimischen Familien mit türkischem Migrationshintergrund und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind religiöse Erziehung in der Familie, der Einfluss von Geschlechterrollen, die Arbeit islamischer Vereine sowie die Herausforderungen der Integration und Identitätsfindung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, für die Soziale Arbeit ein tieferes Verständnis für die Lebenswirklichkeit muslimischer Familien zu schaffen, um professionell und vorurteilsfrei agieren zu können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt Literaturstudien, eigene Interviews mit Fachkräften und Jugendlichen sowie Fragebögen, ergänzt durch teilnehmende Beobachtungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse familialer Erziehungsziele (Respekt, Sexualmoral, religiöse Praktiken) und den Blick auf institutionelle Angebote in Deutschland und der Türkei.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Islam, Erziehung, Migration, Soziale Arbeit, Interkulturalität und Identität.

Wie reagieren Jugendliche in der Untersuchung auf das Thema Kopftuch?

Die befragten Jugendlichen betonen die Freiwilligkeit und sehen das Kopftuch als Ausdruck ihrer religiösen Identität und als Schutz, nicht als Unterdrückung.

Welche Bedeutung hat die Moschee laut der Autorin in der Türkei?

Die Autorin beobachtet, dass die Moschee in der Türkei historisch und aktuell ein zentraler Ort für das soziale Leben, wirtschaftliche Handeln und den Austausch der Familien ist.

Welche Haltung empfiehlt die Autorin für die Soziale Arbeit?

Sie empfiehlt eine respektvolle, selbstreflexive Haltung, die Vorurteile hinterfragt und den Dialog statt der vorschnellen Schubladisierung sucht.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Erziehung im Islam
College
University of Applied Sciences Esslingen
Course
Projekt: Interkulturelle Sozialarbeit im Austausch der Regionen mittlerer Neckarraum und Istanbul
Grade
1,3
Author
Bachelor Soziale Arbeit Rebecca Brohm (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V112322
ISBN (eBook)
9783640110292
ISBN (Book)
9783640114900
Language
German
Tags
Erziehung Islam Projekt Interkulturelle Sozialarbeit Austausch Regionen Neckarraum Istanbul
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor Soziale Arbeit Rebecca Brohm (Author), 2007, Erziehung im Islam, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112322
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