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Unternehmensteuerreform 2008 - Die Thesaurierungsbegünstigung bei Personenunternehmen

Title: Unternehmensteuerreform 2008 - Die Thesaurierungsbegünstigung bei Personenunternehmen

Diploma Thesis , 2008 , 60 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Kauffrau Michaela Fischer (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

1.1 Einführung und Vorgehensweise
Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der ab dem 01. Januar 2008 geltenden Thesaurierungsbegünstigung für Personenunternehmen .Die Thesaurierungsbegünstigung ist im Rahmen der Unternehmensteuerre-form 2008 neu in das Einkommensteuergesetz eingefügt worden. Die Vorschrift beinhaltet ein Wahlrecht für bilanzierende Personenunter-nehmen, einbehaltene Gewinne einem ermäßigten Einkommensteuer-satz zu unterwerfen. Die Begünstigung wird schließlich bis zur Ent-nahmehandlung aufrechterhalten. Die spätere Entnahme der zunächst ermäßigt besteuerten Gewinne unterliegt einer Nachbelastung in Höhe von 25 Prozent.
Zunächst wird die Entstehung der Regelung beginnend mit dem Koali-tionsvertrag von CDU, CSU und SPD vom 11. November 2005 bis hin zur Gesetzesverkündung am 17. August 2007 im Bundesgesetzblatt vorgestellt und beschrieben.
Im nächsten Abschnitt wird die Vorschrift des § 34 a EStG skizziert und erörtert. Die Regelung enthält neun Absätze. Jeder Absatz wird im Einzelnen dargestellt und dessen Funktionsweise analysiert. Dabei wird auf die Intention des Gesetzgebers bezüglich der Unternehmens-teuerreform 2008 anhand der Gesetzesbegründung der Regierungsfrak-tionen und der Bundesregierung eingegangen.
Im weiteren Verlauf der Arbeit werden Kritik zur Thesaurierungsbe-günstigung, Probleme und Lösungsansätze aus der Literatur, sowie aus Stellungnahmen verschiedener Bundesverbände, Institute, Kammern, Gewerkschaften, sowie Professoren, Wirtschaftsprüfern und Steuerbe-ratern aufgezeigt und gegenübergestellt. Dabei wird untersucht, ob die Zielsetzungen des Gesetzgebers mit Hilfe der Thesaurierungsbegünsti-gung gem. § 34 a EStG erfüllt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung und Vorgehensweise

1.2 Die Thesaurierungsbegünstigung in der Chronologie des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008

2 § 34 a EStG - Vorstellung und Grundgedanken der Vorschrift

2.1 Begünstigung nicht entnommener Gewinne

2.1.1 Kreis der Begünstigten, Höhe des Steuersatzes und Antragstellung

2.1.2 Definitionen des nicht entnommenen Gewinns und des Begünstigungsbetrags

2.2 Nachversteuerung

2.2.1 Ermittlung des nachversteuerungspflichtigen Betrags

2.2.2 Durchführung der Nachversteuerung

2.2.3 Übertragung von Wirtschaftsgütern

2.2.4 (Zwangs-) Nachversteuerung

2.2.5 Rechtsnachfolge

2.3 Verlustverrechnung

2.4 Zuständigkeit für das Wahlrecht

3 § 34 a EStG als eine Maßnahme zur Erfüllung der im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 gesetzten Ziele

3.1 Der Dualismus der Unternehmensbesteuerung

3.2 Die Ermittlung des Begünstigungsbetrags

3.3 Die Verwendungsreihenfolge: „Last in, first out“

3.4 Die Ausnahmeregelungen der Nachversteuerung

3.5 Die Höhe des Nachsteuersatzes

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 eingeführte Thesaurierungsbegünstigung für Personenunternehmen nach § 34a EStG, um zu bewerten, inwiefern diese Maßnahme die gesetzten Ziele – insbesondere die Stärkung der Eigenkapitalausstattung und die Herbeiführung von Belastungsneutralität gegenüber Kapitalgesellschaften – tatsächlich erreicht.

  • Chronologische Entstehung der Regelung im Kontext der Unternehmensteuerreform 2008.
  • Detaillierte Analyse der Funktionsweise, Ermittlung des Begünstigungsbetrags und der Nachversteuerung.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Systematik der Entnahmeregelungen und der "Last in, first out"-Verwendungsreihenfolge.
  • Gegenüberstellung von Literaturmeinungen, Stellungnahmen von Wirtschaftsverbänden und Experten zur Effektivität der Vorschrift.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Kreis der Begünstigten, Höhe des Steuersatzes und Antragstellung

Gemäß § 34 a Abs. 1 EStG heißt es wie folgt: „Sind in dem zu versteuernden Einkommen nicht entnommene Gewinne aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit (§ 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 bis 3 EStG) i. S. des Absatzes 2 enthalten, ist die Einkommensteuer für diese Gewinne auf Antrag des Steuerpflichtigen ganz oder teilweise mit einem Steuersatz von 28,25 Prozent zu berechnen; dies gilt nicht, soweit für die Gewinne der Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG oder die Steuerermäßigung nach § 34 Abs. 3 EStG in Anspruch genommen wird oder es sich um Gewinne i. S. des § 18 Abs. 1 bis 4 EStG handelt.

In der Einzelbegründung zu § 34 a EStG heißt es, dass mit der neu eingeführten Vorschrift, Personenunternehmen mit Gewinneinkünften eine vergleichbare tarifliche Belastung wie bei Kapitalgesellschaften vorfinden sollen. Somit begünstigt § 34 a EStG nur natürliche Personen mit Gewinneinkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit. Die Anwendung des § 34 a EStG ist simultan nicht für die Ermittlung des Gewinns durch Einnahmenüberschussrechnung oder nach §§ 5a EStG und 13 a EStG durch Pauschalierung vorgesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Thesaurierungsbegünstigung, der methodischen Vorgehensweise sowie der chronologischen Entwicklung des Reformvorhabens.

2 § 34 a EStG - Vorstellung und Grundgedanken der Vorschrift: Detaillierte Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, inklusive Begünstigungsvoraussetzungen, Nachversteuerungsmechanismen, Verlustverrechnung und Zuständigkeiten.

3 § 34 a EStG als eine Maßnahme zur Erfüllung der im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 gesetzten Ziele: Kritische Untersuchung der Zielerreichung im Hinblick auf den Dualismus der Besteuerung, die Ermittlung der Begünstigung, die strittige Verwendungsreihenfolge sowie die Effektivität des gewählten Nachsteuersatzes.

4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Komplexität und der in der Praxis oftmals verfehlten Ziele des Gesetzgebers.

Schlüsselwörter

Thesaurierungsbegünstigung, § 34a EStG, Unternehmensteuerreform 2008, Personenunternehmen, Nachversteuerung, Eigenkapitalausstattung, Rechtsformneutralität, Belastungsneutralität, Verwendungsreihenfolge, Last-in-first-out, Entnahmeregelung, Steuerbelastung, Thesaurierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Neuregelung der Thesaurierungsbegünstigung für Personenunternehmen durch die Unternehmensteuerreform 2008.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Voraussetzungen der Begünstigung, die Mechanismen der Nachversteuerung bei Entnahmen sowie die kritische Würdigung der Zielerreichung in Bezug auf die Eigenkapitalstärkung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die neuen Regelungen die vom Gesetzgeber beabsichtigte Rechtsform- und Belastungsneutralität gegenüber Kapitalgesellschaften tatsächlich herbeiführen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Gesetzestexten, Gesetzesbegründungen, Fachliteratur sowie Stellungnahmen von Wirtschaftsverbänden und Experten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Erörterung der Paragraphen des § 34a EStG, die Analyse der Berechnungslogik für Begünstigungsbeträge und Nachversteuerungen sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der administrativen Komplexität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Thesaurierungsbegünstigung, Nachversteuerung, Rechtsformneutralität, Eigenkapitalquote und Belastungsneutralität.

Warum wird die "Last in, first out"-Methode kritisiert?

Kritiker bemängeln, dass sie den Zugriff auf bereits versteuerte Altrücklagen erschwert und das Ziel der Eigenkapitalstärkung konterkariert, da sie zu schädlichen Entnahmehandlungen zwingt.

Ist die Thesaurierungsbegünstigung für alle Personenunternehmen sinnvoll?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass sie primär nur für sehr ertragsstarke Unternehmen mit hohem Grenzsteuersatz vorteilhaft ist und für kleine bis mittlere Betriebe kaum Anreize bietet.

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Details

Title
Unternehmensteuerreform 2008 - Die Thesaurierungsbegünstigung bei Personenunternehmen
College
Berlin School of Economics
Grade
2,0
Author
Diplom-Kauffrau Michaela Fischer (Author)
Publication Year
2008
Pages
60
Catalog Number
V112336
ISBN (eBook)
9783640108213
ISBN (Book)
9783640121427
Language
German
Tags
Unternehmensteuerreform Thesaurierungsbegünstigung Personenunternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kauffrau Michaela Fischer (Author), 2008, Unternehmensteuerreform 2008 - Die Thesaurierungsbegünstigung bei Personenunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112336
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