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Multimedia - ein kommunikationswissenschaftlicher Überblick

Title: Multimedia - ein kommunikationswissenschaftlicher Überblick

Seminar Paper , 2001 , 24 Pages , Grade: 2

Autor:in: Georg Steinbach (Author)

Communications - Miscellaneous
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Obwohl nun schon viele Jahre alt klingt der Bergriff „Multimedia“ immer noch aktuell. Erstaunlich ist dennoch, das die Umschreibung von Sachverhalten mit diesem Wort, in vielen Fällen dem Gegenüber zu keiner genauen Vorstellung über die beabsichtigte Aussage verhilft. Drei praktische Beispiele sollen hier kurz auf die Problematik hinführen:
Eine Vielzahl von Leuten denkt im besten Fall an bunt blinkende Bedienoberfläche irgendeiner Apparatur, die darauf wartet mit falschen Benutzereingaben zu schrecklichen Warntönen bewegt zu werden. Ein anderer Fall ist die Vorstellung mit einem ganz normalen PC - „Multimedia“ sei dank - den Kinohit letzter Weihnachten nun von DVD sehen zu können. Auch denkbar währe der Fall, dass ich meinem nächsten Brief an den Mieterschutzbund mehr Ausdrucksstärke durch die Verwendung plakativer Clip-Arts oder Icons verleihen will – die nötige Bildbearbeitungssoftware kann ich mir jederzeit bequem über das Internet auf meinen Multimedia-PC laden.
Es scheint als könne kaum ein anderes Wort so universal eingesetzt wenn es um Technik geht. Man beschreibt mit ihm alles und nichts. Ziel dieser Arbeit ist es nun die Bedeutungen dieses Wortes genauer heraus zu heben und zu beleuchten. Der Wandel unserer Gesellschaft zu Informationsgesellschaft stellt womöglich auch an multimediale Anwendungen neue Ansprüche. Der berufliche und der private Alltag der Menschen verändert sich und führt zu einem tiefgreifenden sozialem Wandel, gerade durch die Integration von neuen Informations- und Kommunikationssystemen in unser tägliches Leben. Der erste Abschnitt widmet sich dm Begriff "Multimedia". Anschließend werden Anforderungen an Multimedia untersucht und herausgestellt. Die nächsten beiden Abschnitte erläutern Grundlagen der Aufbereitung von Informationen und deren Aufnahme, gefolgt von einigen Beispielen multimedialer Anwendungen. Ein wichtiges Kennzeichen von Multimedia ist die im darauf folgenden Abschnitt beschrieben Interaktivität.
Bei den Recherchen zu dieser Arbeit wurde zunehmend deutlich, in welcher Abhängigkeit der ganze Sachverhalt von den gegeben rechtlichen Rahmenbedingungen ist. Dies ist auch der Grund für die letzten drei Teile der Arbeit, die zuerst eine Bestandsaufnahme der momentanen rechtlichen Situation liefern und im Anschluss die beiden wichtigsten Quellen für gesetzliche Ge- und Verbote vorstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Begriffs "Multimedia"

3. Die vier Dimensionen von Multimedia

3.1 Technik

3.2 Anwendungsbereich

3.3 Inhalte

3.4 Umsetzung

4. Kodierung von Inhalten

4.1 Leistungsfähigkeit der Elemente

4.2 Kodierungs-Kategorien

5. Wahrnehmungspsychologische Grundlagen

6. Beispiele multimedialer Anwendungen

7. Das Merkmal „Interaktivität“

8. Regulatives Umfeld

9. Das Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz

10. Der Mediendienste-Staatsvertrag

11. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Definition, den technischen und psychologischen Grundlagen sowie dem regulatorischen Umfeld von Multimedia, um ein tieferes Verständnis für die Bedeutung dieses Begriffs in der modernen Informationsgesellschaft zu erlangen.

  • Multidimensionale Betrachtung von Multimedia (Technik, Anwendung, Inhalt, Umsetzung)
  • Wahrnehmungspsychologische Grundlagen der visuellen Informationsverarbeitung
  • Unterscheidung und Einsatzgebiete von multimedialen Anwendungen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Abgrenzungen (IuKDG, Mediendienste-Staatsvertrag)

Auszug aus dem Buch

4. Kodierung von bildlichen Inhalten

Auf Computerbildschirmen oder Leinwänden ist Multimedia zunächst einmal Multicode. Es werden komplexe, aus Zeichensystemen Bild-Wort-Ton zusammengesetzte, Texte dargeboten. Solche um Bild und/oder Ton erweiterbare verbale Texte nennen wir Gesamttexte. Dieser Begriff orientiert sich an der ursprünglichen Bedeutung des lateinischen textum " Gewebe, Gefüge " (texere = weben, flechten, verfertigen).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die inflationäre und oft unscharfe Verwendung des Begriffs "Multimedia" und definiert das Ziel der Arbeit, diesen Begriff im Kontext des gesellschaftlichen Wandels zur Informationsgesellschaft zu schärfen.

2. Definition des Begriffs "Multimedia": Es wird dargelegt, dass keine eindeutige Definition existiert, jedoch Merkmale wie integrative Verwendung von Medientypen, digitale Technik und Interaktivität als Konsens gelten.

3. Die vier Dimensionen von Multimedia: Dieser Abschnitt unterteilt Multimedia in die Bereiche Technik, Anwendungsbereich, Inhalte und Umsetzung, wobei insbesondere die Anforderungen an Speicher und Übertragungsraten analysiert werden.

4. Kodierung von Inhalten: Hier wird Multimedia als "Multicode"-System beschrieben, das durch die Kombination verschiedener Zeichensysteme (Bild-Wort-Ton) Gesamttexte erzeugt, deren Wirkung auf spezifischen Leistungsfähigkeiten der Elemente beruht.

5. Wahrnehmungspsychologische Grundlagen: Das Kapitel erläutert die Mechanismen unseres visuellen Systems, insbesondere die Bedeutung von Augenbewegungen und die Verarbeitung elektrischer Reize in der Sehrinde.

6. Beispiele multimedialer Anwendungen: Es erfolgt eine Gegenüberstellung von geschäftlichen und privaten Nutzungsszenarien, von PDAs bis hin zu Video-on-Demand.

7. Das Merkmal „Interaktivität“: Interaktivität wird als die zentrale Eigenschaft multimedialer Medien definiert, die sowohl die bewusste Objektmanipulation als auch die bidirektionale Kommunikation ermöglicht.

8. Regulatives Umfeld: Dieses Kapitel beschreibt den wachsenden gesetzlichen Bedarf zur Regelung von Online-Diensten, um Haftungsunsicherheiten zu klären und den elektronischen Rechtsverkehr abzusichern.

9. Das Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz: Es wird der Fokus auf das Teledienstegesetz gelegt, das grundlegende Rahmenbedingungen wie Zugangsfreiheit und Verantwortlichkeit für digitale Dienste definiert.

10. Der Mediendienste-Staatsvertrag: Die Abgrenzung der Mediendienste im Zuständigkeitsbereich der Länder von Telediensten und Rundfunk wird detailliert erläutert.

11. Zusammenfassung: Das Fazit stellt die Schwierigkeit der Vorhersage technischer Entwicklungen fest und kritisiert die unpraktikable Aufsplittung der Regulierung in die derzeitigen Kategorien.

Schlüsselwörter

Multimedia, Informationsgesellschaft, Interaktivität, Multicode, Wahrnehmungspsychologie, Teledienstegesetz, Mediendienste-Staatsvertrag, digitale Technik, Datennetze, Informations- und Kommunikationsdienste, Rechtssicherheit, Netzregulierung, Digitale Signatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen Multimedia aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht und beleuchtet sowohl die begrifflichen, psychologischen als auch die rechtlichen Facetten in der digitalen Ära.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Multimedia, die wahrnehmungspsychologischen Grundlagen bei der Aufnahme von Inhalten sowie das regulative Umfeld und die gesetzliche Einordnung neuer digitaler Dienste.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den oft vage gebrauchten Begriff "Multimedia" präziser zu definieren und die komplexen rechtlichen sowie psychologischen Rahmenbedingungen von multimedialen Anwendungen verständlich darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Untersuchung bestehender rechtlicher Rahmenbedingungen (Gesetze und Staatsverträge) im Kontext der Medienentwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen, die Kodierung von Informationen, die psychologische Wahrnehmung sowie eine tiefgehende juristische Abgrenzung zwischen Telediensten, Mediendiensten und Rundfunk.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Multimedia, Interaktivität, Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz, Mediendienste-Staatsvertrag, Wahrnehmungspsychologie und digitale Kommunikation sind maßgeblich.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Teledienst und Mediendienst rechtlich relevant?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie bestimmt, ob ein Dienst in die Zuständigkeit des Bundes (Teledienste) oder der Länder (Mediendienste) fällt und welche regulatorischen Anforderungen an Zulassung und inhaltliche Verantwortlichkeit gestellt werden.

Welche Bedeutung hat die Interaktivität für multimediale Systeme?

Interaktivität ist das konstitutive Merkmal, das den Nutzer vom reinen Empfänger zum potenziellen Sender macht und ihm die Kontrolle über Ablauf und Inhalte ermöglicht.

Welches Problem identifiziert der Autor in der derzeitigen Gesetzgebung?

Der Autor kritisiert, dass die starre rechtliche Aufteilung zwischen Individual- und Massenkommunikation bei zunehmend verschmelzenden Technologien in der Praxis kaum noch haltbar und teilweise wirklichkeitsfremd ist.

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Details

Title
Multimedia - ein kommunikationswissenschaftlicher Überblick
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Onlineangebote aus der Sicht der Kommunikationswissenschaft
Grade
2
Author
Georg Steinbach (Author)
Publication Year
2001
Pages
24
Catalog Number
V112381
ISBN (eBook)
9783640108244
ISBN (Book)
9783656528357
Language
German
Tags
Multimedia Onlineangebote Sicht Kommunikationswissenschaft Überblick Einführung Interaktivität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Georg Steinbach (Author), 2001, Multimedia - ein kommunikationswissenschaftlicher Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112381
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