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Ätiologie von Amok

Über Amoktaten in unterschiedlichen Kulturkreisen

Title: Ätiologie von Amok

Presentation (Elaboration) , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martina Simon (Author)

Social Work
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Im meinem Referat „Ätiologie von Amok“ möchte ich die Entwicklung von Amoktaten in den unterschiedlichen Kulturkreisen aufzeigen und die Veränderungen von der Historie bis hin zur Moderne darstellen. Weiterhin gehe ich näher auf den Amoklauf von Emsdetten ein und stelle den Täter Sebastian und sein Leben näher vor. Von der Polizei in Nordrhein-Westfalen wurde eine polizeiliche Motivanalyse erstellt,welche ich hier ebenfalls aufführe.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Entwicklung / Ätiologie

3.1 Historie

3.2 Moderne

4. Amoklauf von Emsdetten

4.1 Tathergang

4.2 Täterprofil

4.2 Die polizeiliche Motivanalyse

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische und moderne Entwicklung des Phänomens Amok und analysiert am Beispiel des Amoklaufs von Emsdetten die psychologischen Hintergründe, Motive und gesellschaftlichen Einflussfaktoren auf den Täter.

  • Historische Entwicklung des Amok-Phänomens in verschiedenen Kulturkreisen.
  • Differenzierung zwischen militärischem und individuellem Amoklauf.
  • Psychologische Aspekte, inklusive der Bedeutung von Kränkung und Entfremdung.
  • Detaillierte Analyse des Tathergangs und Täterprofils von Emsdetten.
  • Präventionsmöglichkeiten im schulischen und gesellschaftlichen Umfeld.

Auszug aus dem Buch

3.1 Historie

Im Malaiischen Archipel wurde der Amok als Phänomen eines plötzlichen Gewaltausbruchs beschrieben, der auf unbegründeten Angriffen beruhte. Im Ursprünglichen benannte der Begriff das kriegerische Verhalten einer Gruppe:

In Südindien wurde der erste kriegerische Amoklauf von dem portugiesischen Historiker Gaspar Correa erwähnt. Ausschlaggebend hierfür war der Krieg zwischen den Königen von Cochin und Calicut im Jahre 1503, wobei zwei Prinzen von Cochin getötet wurden. Die Überlebenden Krieger von Cochin erklärten sich aus Schande, überlebt zu haben, zu „amoucos“ und zogen in das gegnerische Königreich und ermordeten dort ziellos die Bevölkerung, bis sie selbst getötet wurden. Üblicherweise stellten die „amoucos“ aber eher eine Elitetruppe eines kriegerischen Volkes dar, die sich in Kriegen bedingungslos für den König einbrachten. Die Truppen kämpften für die Sicherheit und Ehre ihres Königs. Dieser band die Kämpfer mit materiellen Unterstützungen oder Status verleihenden Riten an sich. Die Mitglieder dieser Kampftruppen wurden zu dieser Zeit von der Gesellschaft anerkannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themenkomplexes Amok und die Zielsetzung der Arbeit, die historische und moderne Aspekte sowie den Fall Emsdetten beleuchtet.

2. Definition: Herleitung des Begriffs aus dem Malaiischen und Einordnung in den Kontext der internationalen psychiatrischen Klassifikationen.

3. Entwicklung / Ätiologie: Darstellung des Amoklaufs als kriegerisches Phänomen der Geschichte bis hin zur heutigen Interpretation als individuelle Gewalttat.

4. Amoklauf von Emsdetten: Detaillierte Untersuchung des Falls Sebastian B., inklusive Tathergang, Persönlichkeitsprofil und der polizeilichen Auswertung der Motive.

5. Resümee: Fazit über die gesellschaftliche Bedeutung von Schule und Prävention zur Verhinderung künftiger Gewalttaten.

Schlüsselwörter

Amok, Ätiologie, Emsdetten, Gewaltprävention, Schulmassaker, Individueller Amoklauf, Soziale Entfremdung, Kränkung, Psychische Belastung, Jugendliche, Medienkonsum, Täterprofil, Polizeiliche Motivanalyse, Schule, Gewalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Ätiologie von Amokläufen, wobei der Fokus auf dem Wandel des Phänomens von kriegerischen Traditionen hin zu modernen, individuellen Gewalttaten liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition, die geschichtliche Entwicklung des Amok-Begriffs und eine tiefergehende Analyse des Amoklaufs von Emsdetten aus psychologischer und polizeilicher Sicht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Motive und Hintergründe des Phänomens Amok zu verstehen, um Möglichkeiten zur gesellschaftlichen und schulischen Prävention abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Forschungsergebnisse, polizeiliche Motivanalysen und Berichte zu bekannten Amokfällen strukturiert zusammenfasst und bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Entwicklung von Amok und die praxisorientierte Fallstudie zum Täter Sebastian B. aus Emsdetten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Amok, Täterprofil, Gewaltprävention, soziale Isolation und die gesellschaftliche Verantwortung im Kontext von Schule und Erziehung.

Welche Bedeutung hatte das Internet für den Täter von Emsdetten?

Das Internet diente dem Täter als Raum für die Dokumentation seiner Pläne, den Austausch in Foren, die Heroisierung früherer Amokläufer und die öffentliche Verbreitung seiner Botschaften.

Warum spielt die Schule eine zentrale Rolle in der Argumentation der Autorin?

Die Schule wird als ein entscheidender Ort identifiziert, an dem durch aufmerksame Pädagogik und ein geschärftes soziales Miteinander Frühwarnsignale erkannt und Risiken minimiert werden könnten.

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Details

Title
Ätiologie von Amok
Subtitle
Über Amoktaten in unterschiedlichen Kulturkreisen
College
University of Kassel
Course
Seminar: Trauerbewältigung. Phasen, Chancen und Störungen innerhalb von Trauerprozessen.
Grade
1,0
Author
Martina Simon (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V112399
ISBN (eBook)
9783640819652
Language
German
Tags
Amok Seminar Trauerbewältigung Phasen Chancen Störungen Trauerprozessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Simon (Author), 2007, Ätiologie von Amok, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112399
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