Konflikte und Mobbing sind soziale Probleme, die sehr häufig im Alltag aufzufinden sind und sich nie schnell und einfach lösen lassen, sondern meist professionellen Beistand benötigen, um bewältigt werden zu können.
Aus diesem Grund werde ich in dieser Ausarbeitung auf die beiden sozialen Probleme näher eingehen, sprich sie eindeutig erläutern, ihre Ursachen und Folgen darstellen, um im Endeffekt zu der Antwort auf die Frage, ob die Mediation, als eine Methode der Konfliktbewältigung, auch bei Mobbing greifen kann, gelangen zu können.
Dazu gehe ich zunächst näher auf die Problematik des Konfliktes ein. Hierbei möchte ich herausstellen, was ein Konflikt ist, welche Ursachen ihm zugrunde liegen und welche Konflikttypen man unterscheiden kann. Im Anschluss daran erfolgt die Darstellung des sozialen Problems Mobbing, wobei ich auf die Definition, die Ursachen und die Folgen von Mobbing eingehen werde. Außerdem möchte ich die verschiedenen Mobbinghandlungen, die von Heinz Leymann in fünf Kategorien eingeteilt worden, aufzeigen und somit deutlich machen, wie sich Mobbing äußert. Danach schließt sich die Erläuterung einer Konfliktbewältigungsstrategie, die der Mediation, an. Dabei werde ich auf die Definition dieses Konfliktbewältigungsverfahren, sowie auf die Vorgehensweise und Ziele der Mediation näher eingehen und gleichzeitig die Aufgaben eines Mediators kurz aber präzise erklären. Aufgrund der daraus gewonnen Ergebnisse wird abschließend im Fazit die Fragestellung - „Kann die Mediation, als eine Methode der Konfliktbewältigung, auch bei Mobbing greifen?“ – mithilfe aller Fakten beantwortet.
Um die Tatsachen der beiden Problematiken – Konflikt und Mobbing – anschaulicher darstellen zu können, werde ich mithilfe verschiedener Beispielsituationen bildhaft arbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Der Konflikt
3. Das Mobbing
4. Die Mediation, als Methode der Konfliktbewältigung
5. Fazit – Die Mediation, als eine Methode der Konfliktbewältigung, greift auch bei Mobbing!
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Mediation als Methode der Konfliktbewältigung erfolgreich bei der Problematik von Mobbing eingesetzt werden kann, indem sie die theoretischen Grundlagen beider Phänomene analysiert und miteinander in Bezug setzt.
- Definition und Entstehung von zwischenmenschlichen Konflikten
- Systematische Analyse des Phänomens Mobbing und seiner Folgen
- Methodische Vorgehensweise und Phasen der Mediation
- Die Rolle und Aufgaben eines Mediators bei Konflikten
- Übertragbarkeit von Mediationsansätzen auf Mobbing-Situationen
Auszug aus dem Buch
Die Mediation, als Methode der Konfliktbewältigung
Der Begriff der Mediation wird, genau wie der Begriff Konflikt, aus dem Lateinischen abgeleitet und bedeutet „Vermittlung“. Die Mediation ist ein Verfahren der Konfliktbewältigung, welches dazu angewandt wird, Konflikte konstruktiv beizulegen oder bestenfalls zu vermeiden. Dabei ist das Verfahren strukturiert und freiwillig. Mithilfe einer unparteiischen dritten Person, in diesem Fall der Mediator, soll zwischen den beiden Parteien, die am Konflikt beteiligt sind, eine einvernehmliche Vereinbarung getroffen werden, die die jeweiligen Interessen und Bedürfnisse der beiden Parteien berücksichtigt. Die Mediation ist also eine Methode, bei der mit beiden Parteien gemeinsam gearbeitet wird.
Mithilfe der Mediation wird ein Rahmen geschaffen, in dem sowohl über die Konflikte, als auch über die Hintergründe gesprochen werden kann, sodass die beiden Parteien im Endeffekt eine selbstbestimmte, einvernehmliche und konkrete Konfliktregelung erarbeiten können. Und bei dieser Konfliktregelung soll der Mediator behilflich sein, jedoch ohne für eine Person Partei zu ergreifen. Der Mediator muss also unparteiisch den Beteiligten gegenübertreten, dennoch alle Aspekte, Meinungen und Anliegen beider Parteien verstehend nachvollziehen. Er ist verantwortlich für die Sicherung des Rahmens in dem die Mediation stattfindet und soll für eine gewaltfreie Kommunikation sorgen, wobei der Vermittler, also der Mediator, allerdings immer der Verschwiegenheit anderen gegenüber verpflichtet ist.
Zu den weiteren Aufgaben des Mediators gehören sowohl die Schaffung einer konstruktiven Gesprächsatmosphäre, als auch das Achten auf einen fairen Umgang zwischen den an der Konfliktbewältigung beteiligten Personen. Außerdem ist der Mediator verantwortlich für das Verhandlungsergebnis, welches er nicht vorgibt, sondern nur mithilfe von Anreizen bei den beiden Betroffenen anstrebt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Konflikten und Mobbing als soziale Probleme und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Anwendbarkeit von Mediation bei Mobbing vor.
2. Der Konflikt: Dieses Kapitel definiert den Konfliktbegriff psychologisch, analysiert dessen Ursachen und differenziert zwischen verschiedenen Konflikttypen wie Sach-, Ziel- oder Beziehungskonflikten.
3. Das Mobbing: Die Autorin beschreibt Mobbing als systematische feindselige Handlung, erläutert die verschiedenen Kategorien nach Heinz Leymann und stellt die gravierenden Folgen für Betroffene dar.
4. Die Mediation, als Methode der Konfliktbewältigung: Dieses Kapitel führt in das Mediationsverfahren ein, beschreibt die fünf Phasen der Mediation sowie die unparteiische Rolle und die Aufgaben des Mediators.
5. Fazit – Die Mediation, als eine Methode der Konfliktbewältigung, greift auch bei Mobbing!: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Mediation aufgrund der zugrunde liegenden Konfliktdynamik eine geeignete Methode zur Intervention bei Mobbing darstellt.
Schlüsselwörter
Mediation, Konflikt, Mobbing, Konfliktbewältigung, Mediator, Arbeitsplatz, Soziales Problem, Kommunikation, Intervention, Prävention, Interessensgegensatz, Konflikttypen, Rollenkonflikt, Arbeitsmotivation, Konfliktlösung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, ob professionelle Mediationsmethoden, die primär zur Konfliktlösung dienen, auch erfolgreich bei Mobbingfällen angewendet werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Definition von Konflikten, die Analyse von Mobbingstrukturen und die detaillierte Vorstellung der Mediation als lösungsorientiertes Verfahren.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch einen Vergleich der Merkmale von Konflikten und Mobbing zu prüfen, ob Mediation eine geeignete Interventionsstrategie zur Bewältigung von Mobbing-Situationen darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den systematischen Vergleich theoretischer Konzepte, ergänzt durch die Veranschaulichung der Sachverhalte anhand von Beispielsituationen.
Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Kategorisierung von Konflikttypen, die Definition von Mobbing und dessen Erscheinungsformen sowie den strukturierten Ablauf eines Mediationsprozesses.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die wichtigsten Begriffe sind Mediation, Konfliktmanagement, Mobbingprävention, Konfliktarten und Interventionsmöglichkeiten.
Welche Rolle nimmt der Mediator in diesem Kontext ein?
Der Mediator fungiert als unparteiische dritte Person, die einen Rahmen für gewaltfreie Kommunikation schafft und den Parteien dabei hilft, einvernehmliche und selbstbestimmte Lösungen zu finden.
Wie definiert die Autorin den Zusammenhang zwischen Konflikt und Mobbing?
Die Autorin stellt fest, dass Mobbing in der Regel auf nicht ausgetragenen, grundlegenden Konflikten basiert, was die Anwendung von Konfliktbewältigungsverfahren bei Mobbing logisch begründet.
- Quote paper
- Kathleen Schmidt (Author), 2008, Kann die Mediation, als eine Methode der Konflktbewältigung, auch bei Mobbing greifen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112415