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Der Schöpfungsauftrag in Genesis 1 und die Verantwortung des Menschen

Title: Der Schöpfungsauftrag in Genesis 1 und die Verantwortung des Menschen

Lesson Plan , 2001 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Diplom Theologe Sascha Ralf-Herbert Pracher (Author)

Theology - Religion (For Pre-University Students)
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Summary Excerpt Details

In dem vorliegenden Unterrichtsentwurf geht es um den Schöpfungsauftrag des 1. Schöpfungsberichtes. Ich habe dieses Thema für eine 5. Klasse vorbereitet und bin dabei zu der Erkenntnis gekommen, dass es nicht so einfach ist eine Unterrichtsstunde gedanklich zu planen und dann schriftlich zu fixieren.
Meine Vorgehensweise ist aus der Gliederung ersichtlich. Ich habe als erstes die Bibelstelle übersetzt und dann mit dem entsprechenden Abschnitt in der Lutherbibel 84 verglichen. Dabei sind mir keine nennenswerten Abweichungen bei meiner Übersetzung aufgefallen, sodass ich auf Grund dieses Ergebnisses ohne innere Konflikte (keine Textauseinandersetzung durch andere Übersetzung eines Wortes oder Satzes) mit dem Luthertext weiter arbeite.
Nach einer theologischen Reflexion habe ich den Unterrichtsverlauf erarbeitet. Dabei bin ich oft an meine Grenzen gestossen. Es für mich als Anfänger nicht leicht gewesen, mich in die Lage des Lehrers zu versetzen. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch bei der didaktischen Analyse gemacht. Gedanken wurden von mir entwickelt, aufgebaut und einige Zeit später wieder verworfen. Später bin ich dann wieder zu einigen meiner Gedanken zurückgekehrt, habe sie erneut aufgenommen, sie bearbeitet und daraus meinen Unterricht entwickelt.
Es hat mir viel Freude bereitet diesen Unterricht vorzubereiten, denn ich habe ihn Stück für Stück entwickelt und dabei gesehen, wie allmählich eine Einheit entstanden ist. Besondere Schwierigkeiten und große Verunsicherungen bereiteten mir die Hinweise und Änderungen am Vortag des zu haltenden Unterrichtes.
Bei meiner Arbeit war ich darum bemüht, das Gelernte aus dem Seminar und die mir gegebenen literarischen Hilfen einzubringen; auch wenn ich bin mir dessen bewusst, dass mir das nur in Ansätzen gelungen ist, schmälert das nicht die Freude an der vorliegenden Arbeit und den persönlichen Gewinn, den ich dabei hatte.
Ich habe mir bei der Ausarbeitung der Unterrichtsstunde viel Mühe gegeben und versucht mein Wissen einzubringen; mit dem Ergebnis, als einen 1. Versuch im Verlauf meines Studiums bin ich eigentlich zufrieden, wohl wissend, das dies nur ein 1. Schritt ist und ich noch viel lernen und verändern muss.
Mein Fazit lautet aus diesem Grund: Auch wenn ich später einmal als gestandene Lehrkraft über meine ersten Schritte in die Praxis, meine unbeholfenen Formulierungen und mein Ringen um klare Schritte lächle, weiss ich schon heute, dass ich dann einiges anders und bestimmt besser machen werde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Bibelstelle – Gen 1 28

2.1 Hebräisch

2.2 Übersetzung

3. Theologische Reflexion

3.1 Schöpfung/Schöpfungsberichte

3.2 Gen 1 28

4. Geplanter Unterrichtsverlauf

5. Lernebenen

6. Didaktische Analyse

6.1 Lehrplanbezug

6.2 Stundenthema

6.3 Didaktische Reduktion

6.4 Stellung der Stunde und Bemerkungen zu der Lerngruppe

6.5 Methodische Entscheidungen

6.5.1 Die Grobstruktur

6.5.2 Erläuterungen zu den einzelnen Lernschritten

6.6 Medien

7. Vorlagen

7.1 Testfragen

7.2 Graphik

8. Literaturverzeichnis

9. Anhang

9.1 Liedblatt

9.2 Textblatt

Zielsetzung und Themen

Dieser Unterrichtsentwurf zielt darauf ab, Schülern der 5. Klasse den Schöpfungsauftrag aus Genesis 1,28 näherzubringen, um ein Bewusstsein für die Verantwortung des Menschen gegenüber der Schöpfung zu entwickeln. Die Arbeit verknüpft dabei theologische Reflexionen mit konkreten didaktischen Planungsschritten für eine Unterrichtsstunde.

  • Exegese und theologische Einordnung von Genesis 1,28
  • Konzeption eines schülerzentrierten Unterrichtsverlaufs
  • Reflexion über das Verhältnis von Mensch und Natur
  • Methodische Gestaltung von Lernebenen und Medieneinsatz
  • Vermittlung von Verantwortungsethik im Religionsunterricht

Auszug aus dem Buch

3.2 Gen 1 28

Dieser Vers steht in der Priesterschrift, im 1. Schöpfungszeugnis. Im engeren Kontext steht der Vers in der Menschenschöpfung Gen. 26-31 (vgl. dazu 3.1). Der Mensch wird zunächst „geplant“ Gen.1 26 und in Vers 27 geschaffen. Diese Schöpfung geschieht in der Ebenbildlichkeit Gottes. Sie gibt dem Menschen eine besondere Würde und macht ihn zum Partner Gottes. Der aus dieser Ebenbildlichkeit resultierende Schöpfungsauftrag steht in Vers 28. Gott räumt den Menschen damit in der Schöpfung eine besondere Rolle - Verantwortung ein.

Zu der Entstehungszeit des Textes waren die Menschen existentiell von der Natur bedroht. Ein Auftrag, wie er in Vers 28 steht, war damit die Rechtfertigung für das Eingreifen der Menschen in die Natur. Das hat der Mensch um seiner selbst Willen getan. Die Natur war für den Menschen also eine lebensbedrohliche Gefahr.

In der heutigen Zeit hat sich unser Verhältnis zu der Natur grundlegend verändert, denn unsere Zeit ist geprägt von Bedrohungen durch die Natur in Form von Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Stürme und Hochwasser. Ein wichtiger Unterschied ist jedoch zu damals, dass wir uns nicht mehr in dieser Art und Weise gegen die Tiere und die Natur schützen müssen, denn unser Leben ist nicht mehr täglich in diesem Sinne lebensbedrohlich gefährdet. Viel schwer wiegendere Bedrohungen sind für uns heute die biologischen Schäden, die „wir“ verschuldet haben und die Folgen, die sich schon überall bemerkbar machen ( z.B. kranke Wälder, atomare Verschmutzung, Ozonloch, Klimaveränderung). Der Mensch ist nun an einen Punkt gekommen, an dem er begriffen hat, dass er mit der Natur sensibler umgehen muss. Dabei ist es entscheidend, dass der einzelne Mensch nicht mehr sagen kann, dass er nichts für einen sensibleren Umgang tun kann. Der sensiblere Umgang fängt schon im Kleinen, Privaten an, sodass jeder einzelne Mensch zur Bewahrung der Natur/ der Schöpfung seinen Beitrag leisten kann und auch muss. Der Beitrag bringt manchmal zwar Verzichte und Kosten mit sich, aber diese „Opfer“ müssen wir bringen, wenn wir die Natur und damit uns selbst nicht völlig zerstören, sondern erhalten wollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor reflektiert über die Planung seines ersten Unterrichtsentwurfs und die Herausforderungen bei der methodischen Aufarbeitung des Schöpfungsthemas.

2. Bibelstelle – Gen 1 28: Dieses Kapitel präsentiert die hebräische Vorlage und die deutsche Übersetzung des zentralen Bibelverses.

3. Theologische Reflexion: Hier wird der Kontext der Schöpfungsberichte in der Bibel erläutert und die spezifische Bedeutung von Genesis 1,28 als Verantwortung des Menschen analysiert.

4. Geplanter Unterrichtsverlauf: Detaillierte tabellarische Planung der Unterrichtsphasen inklusive Zeitmanagement und methodischer Umsetzung.

5. Lernebenen: Aufstellung der affektiven, kognitiven und methodisch-operationalen Lernziele für die Schüler.

6. Didaktische Analyse: Umfassende Begründung der didaktischen Entscheidungen, des Lehrplanbezugs und der schulspezifischen Rahmenbedingungen.

7. Vorlagen: Sammlung ergänzender Materialien, bestehend aus Testfragen zur Wissensüberprüfung und grafischen Hilfsmitteln für den Unterricht.

8. Literaturverzeichnis: Auflistung der für den Entwurf verwendeten theologischen und religionspädagogischen Quellen.

9. Anhang: Enthält das Liedblatt für das Lied „Danke“ und ein für die Schüler gestaltetes Textblatt mit Genesis 1,28.

Schlüsselwörter

Schöpfungsauftrag, Genesis 1,28, Religionspädagogik, Unterrichtsentwurf, Verantwortung, Ebenbildlichkeit, Schöpfung, Umweltethik, Religionsunterricht, Didaktik, Schöpfungsbericht, Priesterschrift, Natur, Nachhaltigkeit, Glaube.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt einen konkreten Unterrichtsentwurf für den Religionsunterricht in einer 5. Klasse vor, der sich mit dem biblischen Schöpfungsauftrag aus Genesis 1,28 befasst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Schöpfungstheologie, das christliche Menschenbild sowie die ethische Verantwortung des Menschen für den Erhalt der Natur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Schülern zu vermitteln, dass der Mensch ein Geschöpf Gottes ist, das eine aktive und verantwortungsvolle Rolle im Umgang mit der Schöpfung einnehmen muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine exegetische Analyse der biblischen Quelle in Kombination mit didaktischen Reduktionsmethoden, um den Stoff altersgerecht aufzubereiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theologische Einordnung der Schöpfungsberichte, die detaillierte Planung des Unterrichtsverlaufs und die Begründung der methodischen Entscheidungen für eine 5. Klasse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schöpfungsauftrag, Verantwortung, Ebenbildlichkeit Gottes, Nachhaltigkeit und religionspädagogische Didaktik sind die prägenden Begriffe.

Warum unterscheidet der Autor zwischen „Schöpfungsbericht“ und „Schöpfungszeugnis“?

Der Autor betont, dass es sich nicht um historisch-wissenschaftliche Berichte, sondern um Glaubenszeugnisse handelt, da die Texte unterschiedliche Perspektiven und theologische Absichten verfolgen.

Welche Rolle spielt das Lied „Danke“ in der geplanten Stunde?

Das Lied dient als emotionaler Einstieg, um den Schülern die Verbindung zwischen Schöpfung, Dankbarkeit und dem christlichen Glauben an Gott als Schöpfer von Zeit und Welt greifbar zu machen.

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Details

Title
Der Schöpfungsauftrag in Genesis 1 und die Verantwortung des Menschen
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1
Author
Diplom Theologe Sascha Ralf-Herbert Pracher (Author)
Publication Year
2001
Pages
15
Catalog Number
V112445
ISBN (eBook)
9783640151486
ISBN (Book)
9783640154036
Language
German
Tags
Schöpfungsauftrag Genesis Verantwortung Menschen Schöpfung Bewahren Unterricht Entwurf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Theologe Sascha Ralf-Herbert Pracher (Author), 2001, Der Schöpfungsauftrag in Genesis 1 und die Verantwortung des Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112445
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