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Onlineberatung - Suizid

Title: Onlineberatung - Suizid

Seminar Paper , 2006 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Melanie Saller (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In unserer Gesellschaft sind Suizidalität und Suizid nach wie vor Tabuthemen. Betroffene wissen häufig nicht, wem sie sich mit ihren Problemen anvertrauen können, der Weg zur professionellen Hilfe oder Beratung wird gescheut, das soziale Netzwerk vernachlässigt, da es dem Betroffenen mit Unverständnis begegnet. Suizidforen im Internet bieten diesen Menschen Anlaufstellen, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Die vorliegende Arbeit beschreibt zunächst Formen der Onlineberatung, erläutert im Anschluss das Thema „Suizid“, um dann im dritten Teil auf drei Suizidforen sowie ihre Vor- und Nachteile genauer einzugehen. Das Internet wird von immer mehr Menschen alltäglich genutzt, es ist für viele zugänglich und dient der Information und Kommunikation. Die Beratung per Internet bietet Hilfesuchenden neue Möglichkeiten, niederschwellige Angebote der Hilfe wahrzunehmen. Es besteht nicht die Notwendigkeit, persönlich in der Beratungsstelle zu erscheinen, sondern die Beratung im Internet kann völlig anonym und unverbindlich in Anspruch genommen werden.
Im Folgenden sollen die verschiedenen Formen der Beratung im Internet vorgestellt werden. Bei der Onlineberatung lassen sich verschiedene Formen des Zugangs und der Kommunikation erkennen. Allgemein wird die Kommunikation im Internet als computervermittelte Kommunikation (cvK) oder Computer-Mediated-Communication (CMC) bezeichnet (vgl. Götz 2003, S. 11 und Poseck in: Poseck 2001, S. 75). Für Beratung lassen sich zwei mögliche Kommunikationsformen unterscheiden: Erstens die dialogische, interaktive Form, wie E-Mail, Chat, Forum und Mailingliste und zweitens die reine Informationsvermittlung, wie sie mittels FAQ („Frequently Asked Questions“) erfolgt. Sucht jemand Beratung per E-Mail, so findet ein virtueller Briefwechsel statt. Je nach Anliegen und Schreiber variiert der Umfang einer E-Mail, er kann zwischen wenigen Worten und vielen Seiten liegen. Mehrseitige E-Mails sind mit dem klassischen Briefeschreiben vergleichbar, so werden Gedanken und Probleme einmal aufgeschrieben und dem Empfänger verständlich gemacht. Die Formulierung einer Problemlage in Worte und Sätze kann so schon ein erster Schritt zum Erkennen oder der Lösung des Problems sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Onlineberatung

2.1. Formen der Onlineberatung

2.1.1. Beratung per E-Mail

2.1.2. Beratung per Chat

2.1.3. Beratung per Mailingliste

2.1.4. Beratung per Frequently Asked Questions – FAQ

2.1.5. Beratung per Forum

2.2. Besonderheiten der Internet-Kommunikation

2.3. Vorteile der Onlineberatung

2.4. Nachteile der Onlineberatung

2.5. Qualitätsstandards und Kontrollen

2.6. Soziale Netzwerke auch im Netz?

3. Suizid

3.1. Entstehung von Suizidalität

3.2. Empfehlungen zur Diagnostik

3.3. Risikofaktoren und Risikogruppen

3.4. Hilfe und therapeutischer Umgang mit Suizidalität

4. Suizidforen

4.1. Beschreibung dreier Suizidforen

4.2. User

4.3. Hilfe durch Suizidforen?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Suizidforen im Internet als potenzielle Anlaufstelle für betroffene Personen. Dabei wird analysiert, inwieweit diese virtuellen Räume Hilfe zur Selbsthilfe bieten können, welche Risiken (insbesondere bei thematisierter Suizidmethodik) bestehen und wie sich die Online-Kommunikation in diesem sensiblen Bereich gestaltet.

  • Formen und Charakteristika der Onlineberatung
  • Besonderheiten der computervermittelten Kommunikation
  • Suizidalität als gesellschaftliches Tabuthema und Krisenphänomen
  • Analyse der Funktionsweise und Moderation von Suizidforen
  • Potenziale und Grenzen von Internet-Selbsthilfegruppen

Auszug aus dem Buch

4.1. Beschreibung dreier Suizidforen

Die vorliegende Arbeit basiert auf der Beobachtung dreier Selbstmordforen (www.tote-seele.com; www.selbstmordforum.de; www.selbstmord-forum.de). Die drei Foren sind sich in ihrem Aufbau sehr ähnlich. So sind sie thematisch geordnet, zwei Selbstmordforen verfügen über einen Chat (www.tote-seele.com; www.selbstmord-forum.de), Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) finden sich in allen drei Foren. Die Themen in den drei Suizidforen ähneln sich sehr, so finden sich Themen wie beispielsweise Suizid, Depressionen, Missbrauch, Essstörungen, Ängste, Persönlichkeitsstörungen und selbstverletzendes Verhalten. Die Nutzer können Gedichte und Bilder in die Foren stellen und diese mit anderen Usern diskutieren.

Alle drei Foren wollen den von Suizidgedanken betroffenen Menschen Hilfe anbieten, ihnen die Möglichkeit geben, sich mit Menschen auszutauschen, die sich in der gleichen Situation befinden. Betroffene Personen können sich im Forum informieren, aus den Erfahrungen anderer lernen und das in der Gesellschaft weitestgehend tabuisierte Thema Suizid ansprechen. Dabei bleiben sie anonym und melden sich nur mit ihrem Login-Namen an. Die Foren bieten den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe und weisen deutlich darauf hin, dass sie keinen Therapieersatz bieten können. So auch die einleitenden Sätze der Foren:

„Dieses Forum beschäftigt sich primär mit den Themen Suizid, Selbstverletzendes Verhalten (SVV), Borderline und Depressionen, sowie mit Essstörungen und Missbrauch. Es soll dazu dienen, sich zu informieren, kontroverse Diskussionen zu führen und Kontakte mit Personen zu knüpfen, die die gleichen Probleme und Gedanken haben... Das Forum soll jedoch keineswegs ein Ersatz für eine Therapie sein bzw. eine professionelle Hilfestellung bieten (www.selbstmord-forum.de, 1.8.06).“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Suizidalität als gesellschaftliches Tabuthema ein und beschreibt den Aufbau der Untersuchung zur Rolle von Suizidforen.

2. Onlineberatung: Es werden verschiedene Formen der internetbasierten Beratung sowie die Besonderheiten, Vorteile und Nachteile der Online-Kommunikation im psychosozialen Kontext erläutert.

3. Suizid: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung von Suizidalität, diagnostische Empfehlungen sowie Risikofaktoren und Ansätze für therapeutische Krisenintervention.

4. Suizidforen: Die Arbeit analysiert konkret die Struktur, die Nutzerstruktur und das Hilfepotenzial von ausgewählten Suizidforen sowie die damit verbundenen Chancen und Gefahren.

5. Fazit: Das Fazit stellt die ambivalente Rolle von Suizidforen als Hilfe zur Selbsthilfe gegenüber potenziellen Risiken dar und hebt die Bedeutung des niederschwelligen Zugangs hervor.

Schlüsselwörter

Onlineberatung, Suizid, Suizidforen, Krisenintervention, Selbsthilfe, computervermittelte Kommunikation, Tabuthema, Internet-Kommunikation, Psychosoziale Beratung, Suizidalität, Sozialwesen, Präsuizidales Syndrom, Online-Selbsthilfegruppen, Anonymität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle Suizidforen im Internet für betroffene Menschen spielen und ob diese Foren eine geeignete Anlaufstelle für Hilfe zur Selbsthilfe darstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche Onlineberatung und deren mediale Besonderheiten, die theoretische Auseinandersetzung mit Suizidalität und Krisen sowie eine praktische Analyse von Suizidforen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Nutzen von Suizidforen für Betroffene aufzuzeigen, dabei aber auch die Grenzen dieser Form der Kommunikation und die notwendigen Abgrenzungen zur professionellen Therapie kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturrecherche zu Onlineberatung und Suizidprävention sowie einer qualitativen Beobachtung und Analyse von drei spezifischen Suizidforen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Formen der Onlineberatung und die Besonderheiten der Internetkommunikation dargelegt, gefolgt von einer fundierten medizinisch-psychologischen Einordnung von Suizidalität und einer anschließenden Untersuchung der Foren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Suizidforen, Onlineberatung, Krisenintervention, Selbsthilfe, Suizidalität und die computervermittelte Kommunikation.

Welche Rolle spielen die Qualitätsstandards in der Onlineberatung?

Die Qualitätsstandards, wie die von Stefan Kühne definierten zehn Regeln, dienen dazu, die professionelle Qualität und den Schutz der Klienten in einem virtuellen Umfeld sicherzustellen.

Können Suizidforen eine professionelle Therapie ersetzen?

Nein, die Arbeit betont deutlich, dass Suizidforen keinen Therapieersatz bieten. Sie dienen als Plattform für Austausch und Selbsthilfe, stoßen aber bei akuten psychischen Erkrankungen an ihre Grenzen.

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Details

Title
Onlineberatung - Suizid
College
Niederrhein University of Applied Sciences Mönchengladbach
Course
Umgang mit Daten
Grade
1,3
Author
Melanie Saller (Author)
Publication Year
2006
Pages
35
Catalog Number
V112454
ISBN (eBook)
9783640121601
ISBN (Book)
9783640121687
Language
German
Tags
Onlineberatung Suizid Umgang Daten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Saller (Author), 2006, Onlineberatung - Suizid, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112454
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