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Die Erstellung eines Lasten- und eines Pflichtenheftes als Grundlage für die Individual-Softwarelösung „Holzfirma“

Beispielhafte Darstellung von ERMs als erstes Umsetzungsergebnis der Anforderungsdefinition

Title: Die Erstellung eines Lasten- und eines Pflichtenheftes als Grundlage für die Individual-Softwarelösung „Holzfirma“

Diploma Thesis , 2002 , 81 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Frank Schmidt (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

Gerade für KMU bis zu einer bestimmten Größe, Mitarbeiteranzahl oder Finanzkraft ist der Einsatz von am Markt erhältlichen professionellen IT-Systemen nicht realisierbar. Diese Komponenten sind entweder zu teuer, erfordern hochqualifiziertes Personal oder widerspiegeln nicht in erforderlichem Maße das abzubildende Betriebsgeschehen. Einen Ausweg bietet der Einsatz von individuell erstellter betrieblicher Software, die auf handelsüblichen und preisgünstigen Standard-Office-Paketen basieren. Diese Lösungen können relativ preiswert selber erarbeitet werden, laufen auf normalen „Kaufhaus-PC´s“ und sind auch von Personal mit PC-Grundlagenwissen anwendbar. Ein weiterer Vorteil solcher Lösungen ist es, dass z.B. branchenunübliche Betriebsabläufe, Organisationsstrukturen oder sonstige Besonderheiten softwaremäßig abgebildet werden können, was bei Nutzung von neutraler Standardsoftware nicht oder nur nach erheblichem finanziellen Anpassungsaufwand möglich wäre. Nachteilig dagegen ist die Begrenzung des Multi-User-Einsatzes, fehlende Schnittstellen zu Outside-Solutions und technische Grenzen der Software hinsichtlich Datenbestandsvolumen und –verarbeitung.

Die vorliegende Arbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit der Phase der Anforderungsdefinition im Prozess des Software Engineering von Individualsoftware für ein KMU der Holzbranche. Es wird zunächst auf die theoretischen Grundlagen bei der Erstellung von Individualsoftware eingegangen und der Begriff der „Klein- und Mittelunternehmen“ im Zusammenhang mit der österreichischen Volkswirtschaft diskutiert. Die Darstellung von Geschäftsprozessen in einem konkreten Unternehmen bildet anschließend die Grundlage für die Erarbeitung eines Lastenheftes sowie eines Pflichtenheftes für das Softwareprojekt „Holzfirma“. Die Geschäftsprozessanalyse basiert dabei weitgehend auf der entsprechenden Analyse des Verfassers vom Herbst 2001. Das Lasten- und Pflichtenheft soll die praxisrelevante Grundlage für die weitere Arbeit bei der Erstellung des eigentlichen Programms bilden. Aufbauend auf den Anforderungen des Lasten- und Pflichtenheftes werden für einige wichtige Geschäftsprozesse Entity-Relationship-Models generiert. Den Abschluss bilden Darstellungen der Benutzeroberfläche des Programms „Holzfirma“ sowie eine grundsätzliche Einschätzung Individualsoftware für KMU´s.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Erläuterung und Abgrenzung des Themas

1.1 Aufgabe und Ziel der Arbeit

1.2 Ausgangssituation und Aufgabenabgrenzung

1.3 Darstellung der persönlichen Stellung des Verfassers zum KMU „Industrieholz Krieger, Kufstein“

2 Verwendete Methoden und Verfahren

2.1 Die Phasen der Softwareentwicklung

2.2 Werkzeuge bei der Analyse und Anforderungsdefinition

2.2.1 Die Theorie des Geschäftsprozesses und genutzte Darstellungsmethoden

2.2.2 Das Lastenheft und das Pflichtenheft

2.2.3 Die Entity-Relationship-Modellierung

2.3 Die Begriffe Individual- und Standardsoftware

2.4 Die Dateiverwaltung „Microsoft ACCESS“

3 KMU und ihre Bedeutung in einer Marktwirtschaft

3.1 Die Abgrenzung des Begriffes „KMU“

3.2 Die volkswirtschaftliche Bedeutung von KMU in Österreich

3.3 Die Bedeutung von Informationstechnologien für KMU

3.4 Geschäftsaktivitäten des Unternehmens „Industrieholz Krieger, Kufstein“

4 Die Geschäftsprozessanalyse im KMU „Industrieholz Krieger“ als Basis für die Anforderungsdefinition

4.1 Der Bereich „Einkauf“

4.2 Der Bereich „Lagerwirtschaft“

4.3 Der Bereich „Verkauf“

4.4 Der Bereich „Kaufmännische Verwaltung“

5 Das Lastenheft „Holzfirma“

6 Das Pflichtenheft „Holzfirma“

7 Darstellung wichtiger ER-Modelle

7.1 Der Wareneingang

7.2 Der Warenausgang

7.3 Die Debitoren

7.4 Die Kreditoren

7.5 Das Rechnungswesen

8 Das MS-ACCESS-Programm „Holzfirma“ – ein Ausblick auf das Anwendungsprogramm

9 Die grundsätzliche Beurteilung des Einsatzes von Individualsoftware in KMU

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines Lasten- und eines Pflichtenheftes für eine Individual-Softwarelösung namens „Holzfirma“ für das Tiroler KMU „Industrieholz Krieger, Kufstein“. Dabei soll der Prozess der Anforderungsdefinition auf Basis einer Geschäftsprozessanalyse methodisch fundiert dargestellt und beispielhaft durch Entity-Relationship-Modelle ergänzt werden.

  • Grundlagen des Software Engineerings und Anforderungsdefinition
  • Volkswirtschaftliche Bedeutung und IT-Nutzung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
  • Geschäftsprozessmodellierung mittels ARIS-Techniken
  • Erstellung und Spezifikation von Lasten- und Pflichtenheften
  • Konzeptionelle Datenmodellierung (ER-Modelle) für betriebliche Abläufe

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Phasen der Softwareentwicklung

Die Entwicklung von Software ist ein Prozess, bei dem es darum geht, für ein existierendes Problem der realen Welt ein funktionierendes Computerprogramm zu schaffen und erfolgreich zu installieren. Das Programm muss dabei zieldefiniert sein, bestimmten Qualitätsanforderungen genügen und sich auf seine Wirtschaftlichkeit – sowohl in Bezug auf die Entwicklung als auch in Bezug auf den tagtäglichen Betrieb – überprüfen lassen. „Die Softwarekosten dominieren inzwischen die Kosten der Hardware bei weitem.“ (PAGEL / SIX 1994, 43). Diese Aussage stammt zwar aus dem Jahre 1994, trifft aber heutzutage mehr denn je zu.

Der Prozess der Softwareentwicklung ist ein hochgradig komplexes und arbeitsteiliges Gebilde, das neben einem materiell-technischen Ressourceneinsatz auch einen ganz erheblichen Aufwand an hochqualifiziertem Personal und Arbeitszeit verursacht. Um diesen Vorgang beherrschen zu können, hat es sich als effektiv erwiesen, den Gesamtprozess zu unterteilen, zu strukturieren und Zielvorgaben zu fixieren. Diese Phaseneinteilung im Prozess der Softwareerstellung ermöglicht es, Arbeitspakete, Ziele, Meilensteine und Verantwortlichkeiten zu definieren, Arbeitsgruppen zu koordinieren, Zeitrahmen und materielle sowie finanzielle Ressourcen festzulegen und zu kontrollieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Erläuterung und Abgrenzung des Themas: Einführung in die Zielsetzung der Arbeit, die Analyse der Ausgangssituation bei der Firma „Industrieholz Krieger“ sowie die persönliche Rolle des Verfassers.

2 Verwendete Methoden und Verfahren: Erläuterung der theoretischen Grundlagen der Softwareentwicklung, der Modellierung von Geschäftsprozessen und der Erstellung von Lasten- und Pflichtenheften.

3 KMU und ihre Bedeutung in einer Marktwirtschaft: Diskussion der volkswirtschaftlichen Rolle von Klein- und Mittelunternehmen in Österreich und der besonderen Herausforderungen bei der IT-Nutzung.

4 Die Geschäftsprozessanalyse im KMU „Industrieholz Krieger“ als Basis für die Anforderungsdefinition: Detaillierte Darstellung der operativen Abläufe in Einkauf, Lager, Verkauf und Verwaltung zur Vorbereitung der Software-Spezifikation.

5 Das Lastenheft „Holzfirma“: Dokumentation der anwenderseitigen Anforderungen an die zu entwickelnde Individualsoftware.

6 Das Pflichtenheft „Holzfirma“: Verbindliche Produktdefinition für die Realisierung der Software „Holzfirma“.

7 Darstellung wichtiger ER-Modelle: Grafische Darstellung der Datenstrukturen und Objektabhängigkeiten für den Wareneingang, Warenausgang und das Rechnungswesen.

8 Das MS-ACCESS-Programm „Holzfirma“ – ein Ausblick auf das Anwendungsprogramm: Vorstellung der Benutzeroberfläche und der Funktionalität der fertigen Softwarelösung.

9 Die grundsätzliche Beurteilung des Einsatzes von Individualsoftware in KMU: Kritische Reflexion über Kosten, Nutzen und Risiken von Individualsoftware gegenüber Standardpaketen für kleine Betriebe.

Schlüsselwörter

Software Engineering, Lastenheft, Pflichtenheft, KMU, Geschäftsprozessanalyse, Individualsoftware, Entity-Relationship-Modellierung, Warenwirtschaft, MS-Access, IT-Anforderungen, Prozessmodellierung, ARIS, Auftragsbearbeitung, Rationalisierungspotenzial, Kundenzufriedenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Spezifikation einer individuellen IT-Lösung für ein österreichisches mittelständisches Unternehmen im Bereich Industrieholz, um bürokratische Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Software Engineering, der Analyse und Modellierung von Geschäftsprozessen, dem Erstellen von Lasten- und Pflichtenheften sowie der konzeptionellen Datenmodellierung.

Was ist das primäre Ziel?

Das Ziel ist die Erstellung einer formalen Anforderungsdefinition (Lasten- und Pflichtenheft) für ein Softwareprojekt, das spezifische betriebliche Anforderungen eines KMU abdeckt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden gängige Modelle des Software Engineerings, speziell das 6-Phasen-Modell, sowie ARIS-Methoden zur Geschäftsprozessmodellierung und die Entity-Relationship-Modellierung (ERM) eingesetzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Geschäftsprozesse analysiert, Lasten- und Pflichtenhefte formuliert und für kritische Datenbereiche entsprechende Datenmodelle (ERM) entwickelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Software Engineering, KMU, Lastenheft, Pflichtenheft, Geschäftsprozessanalyse und Individualsoftware.

Warum ist eine Individualsoftware für das untersuchte Unternehmen notwendig?

Standardsoftware deckt oft die speziellen Bedürfnisse und flexiblen, teils unkonventionellen Geschäftsprozesse des KMU nicht vollständig ab oder ist mit hohen Lizenz- und Implementierungskosten für eine zu große Nutzeranzahl verbunden.

Welche Rolle spielt die „Übernahme“ im ER-Modell der Arbeit?

Die Übernahme dient im Datenmodell als Konkretisierung eines Rahmenvertrages, um die komplexe Abwicklung zwischen Wareneinkauf, Lieferanten und der betriebsinternen Abrechnung widerspruchsfrei abzubilden.

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Details

Title
Die Erstellung eines Lasten- und eines Pflichtenheftes als Grundlage für die Individual-Softwarelösung „Holzfirma“
Subtitle
Beispielhafte Darstellung von ERMs als erstes Umsetzungsergebnis der Anforderungsdefinition
College
( European University of Applied Sciences Hamburg )  (FB Wirtschaftsinformatik)
Grade
1,3
Author
Frank Schmidt (Author)
Publication Year
2002
Pages
81
Catalog Number
V11249
ISBN (eBook)
9783638174589
ISBN (Book)
9783638717120
Language
German
Tags
Software-Engineering Lastenheft Pflichtenheft ERM Individualsoftware
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Schmidt (Author), 2002, Die Erstellung eines Lasten- und eines Pflichtenheftes als Grundlage für die Individual-Softwarelösung „Holzfirma“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11249
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