Open-Source-Software im Projektmanagement


Hausarbeit, 2008

25 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 These

2 Einleitung

3 Open-Source in der Projektarbeit
3.1 Problemstellung / Ausgangslage
3.2 Begriffsdefinitionen
3.2.1 Die Geschichte der Software
3.2.2 Open-Source
3.2.3 Software
3.2.4 Begriffe im Bereich Projektmanagement
3.2.5 Lizenz
3.2.6 GNU-Projekt
3.2.7 Free Software Foundation (FSF)
3.3 Ist-Sollvergleich, Problemanalyse
3.3.1 Dia
3.3.2 Doodle
3.3.3 Gantt-Projekt
3.3.4 Mind Map / Freemind
3.3.5 Open Office
3.3.6 Openproj
3.3.7 Open Workbench
3.3.8 PDF Creator
3.3.9 Weitere Software
3.4 Zwingende Open-Source-Produktanforderungen
3.5 Systemanforderungen
3.5.1 Softwareanforderungen für Betriebssystem
3.5.2 Hardwareanforderungen für Betriebssystem
3.6 Rahmenbedingungen
3.6.1 Support und Sicherheit
3.6.2 Kosten / Nutzen
3.6.3 Zielgruppen
3.6.4 Praxisrelevanz

4 Schlussfolgerungen

5 Persönliche Erkenntnisse

6 Literatur- und Quellenverzeichnis
6.1 Allgemeine Literaturhinweise zum Thema der Arbeit
6.2 Zitierte Literatur und Quellen

1 These

Ein transparentes, attraktives und zielorientiertes Projektmanagement, unter Anwendung elektronischer Unterstützungsmöglichkeiten auf der Basis von Open-Source-Software, erhöht das allgemeine Verständnis, die Faszination, die Effizienz und die Umsetzungsgeschwindigkeit für neue Projekte insgesamt oder zumindest für einzelne Arbeitsschritte.

2 Einleitung

Für die Arbeit mit Projekten steht auf dem Markt eine grosse Anzahl von Open-Source-Software zur Verfügung (Open-Source = nicht lizenzpflichtig).

Diese Untersuchung vermittelt einen Einblick in die Grundbedürfnisse des Anwenders, welche eine solche Software befriedigen sollte. Sie stellt auch die Faktoren dar, auf welche bei der Evaluation eines derartigen Produktes besonders geachtet werden muss.

Der primäre Auftrag für das vorliegende Vertiefungsprojekt besteht im Kennenlernen der einzelnen Schritte und Methoden des Projektmanagements. Diese Abläufe werden im Präsenzunterricht fortlaufend behandelt.

Basierend auf diesen Erkenntnissen kann die angebotene Open-Source-Software anhand konkreter Kriterien analysiert und beurteilt werden.

Als Grundlage zu dieser Arbeit sollen sowohl Recherchen im Internet als auch in der verfügbaren Literatur dienen.

3 Open-Source in der Projektarbeit

3.1 Problemstellung / Ausgangslage

Für das Projektmanagement sind in den letzten Jahren zahlreiche elektronische Hilfsmittel entwickelt worden. Solche Medien werden in der Regel als Software angeboten.

Eine Software wird geschrieben bzw. programmiert und im Anschluss produziert. Der Verkauf wird anschliessend in der Regel mittels oft aufwendiger Werbemassnahmen aktiviert.

Leider bieten nicht alle Programme den erwarteten Erfolg. Man muss auch davon ausgehen, dass vom nomalen Nutzer bei gewissen Produkten oft weniger als ein Drittel der angebotenen Funktionen verwendet wird.

Dies ist eigentlich schade, kosten doch die guten und bedeutenden Produkte relativ viel. Darum darf man es als bedeutende Entwicklung bezeichnen, dass Open-Source Produkte auf dem Markt auftauchen und sich mit den "Grossen" anlegen.

Ein Projektmanager auf der Suche nach einer Management-Anwendung für eine Desktopumgebung, insbesondere für wiederkehrende Themen, wie

- Zielplanung
- Zeit- und Terminplanung
- Personalplanung und Personaleinsatzplanung
- Budgetplanung
- Risikoanalysen
- Ressourcenverwaltung
- Dokumentenverwaltung
- Qualitätssicherung
- Berichterstellung
- Führung von Lasten- und Pflichtenheft
- Notfallplanung
- Projektumfeldanalyse
- Überwachung des Projektfortschritts (Meilensteine, Soll-Ist-Vergleich, etc.)
- Netz- und Strukturpläne
- Kritische Pfade

sollte meiner Meinung nach heute unbedingt auch ein Auge auf die Open-Source-Angebote werfen.

Folgende Themen werden gemäss PM Book (Projekt Management Body of Knowledge) in den 9 Hauptaufgabengruppen eines Projektes behandelt (Project Management Institute, 2004):

- Integrationsmanagement
- Inhalts-und Umfangsmanagement
- Kostenmanagement
- Personalmanagement
- Risikomanagement
- Terminmanagement
- Qualitätsmanagement
- Kommunikationsmanagement
- Beschaffungsmanagement

3.2 Begriffsdefinitionen

3.2.1 Die Geschichte der Software

In den Anfangsjahren der Computertechnologie verkauften Hersteller ihre Systeme inklusive kostenfreier Software. Der Kunde programmierte anschliessend auf dieser Basis selbst weiter. Der Wissensaustausch wurde von den Hardwareherstellern gefördert (Bsp. IBM). Erst in den 70er Jahren wurde Software kommerziell als eigenständige Produkte erstellt und vermarktet. Da aber die meisten Programme nach wie vor kostenfrei und quelloffen zur Verfügung standen, konnten sich proprietäre Produkte nur langsam etablieren. 1975 wurde "Microsoft" gegründet. Anfang der 80er Jahre brachte IBM den ersten PC auf den Markt, nahm das Projekt aber selbst nicht so richtig ernst und kaufte anfänglich Komponenten, wie z. B. Prozessoren und das Betriebssystem von aussen zu.

Mit dem PC und dem Entscheid von IBM, die Spezifikationen der Hardwarearchitektur zu veröffentlichen, begann ein tiefgreifender Wandel in der Computerlandschaft. Der Computer wurde zur Massenware; ein Industriestandard, unabhängig von einzelnen Herstellern und Unternehmen, war geboren.

Da IBM sich sehr früh auf das (zugekaufte) Betriebssystem MS-DOS festlegte und sicherstellte, dass alle Programme, die mit dem IBM-PC ausgeliefert wurden, nur mit diesem Betriebssystem funktionierten, dominierte MS-DOS innert kürzester Zeit den Markt und verdrängte das technisch bessere CP/M, das bis dahin überwiegend auf den "kleinen" Maschinen installiert war.

Ab dann entstand auch das Zeitalter der "Software aus der Schachtel". Massgefertigte Software für spezielle Anwendungs- und Aufgabenstellungen, erstellt von externen Dienstleistern und Firmen, verkauft über reine Vertriebsgesellschaften.

"Software" wurde zu einem Produkt, einem Endprodukt. Sie war nur noch für den bestimmten Anwendungsfall zu gebrauchen und bedurfte spezieller Strukturen, damit sie funktionierte. Der Kunde/Nutzer konnte keine Änderungen mehr selbst vornehmen, auch konnte er keine individuellen Anpassungen mehr hinein programmieren. Dadurch kann er diese Software nur noch nutzen und sich darauf verlassen, dass der Hersteller diese nach seinen Bedürfnissen und Vorstellungen funktionstüchtig erstellt hat. (Krumbein, 2005)

3.2.2 Open-Source

"Ich denke, dass jede allgemein nützliche Information frei sein sollte. Mit >frei< beziehe ich mich nicht auf den Preis, sondern auf die Freiheit, Informationen zu kopieren und für die eigenen Zwecke anpassen zu können. Wenn Informationen allgemein nützlich sind, wird die Menschheit durch ihre Verbreitung wieder reicher, ganz egal, wer sie weitergibt und wer sie erhält." (Stallmann, 1999)

Es wäre zu einfach und eigentlich auch falsch zu sagen: "Freie Software ist kostenlose Software", auch wenn Software häufig tatsächlich ohne Kosten bezogen werden kann. Der Begriff "freie Software" wird viel weiter gefasst und interpretiert.

Falsch ist auch die Annahme, freie Software würde niemanden gehören, sei also quasi "frei". Auch freie Software "gehört" dem Urheber, mit allen Rechten und Pflichten. Nur er kann ursächlich bestimmen, was mit seinem Produkt geschieht.

Dies ist auch der Grund, warum aus dem englischen "free software" 1998 der Begriff "Open- Source" wurde und sich dieser Begriff heute durchgesetzt hat.

Der Ausdruck "Open-Source" (was wörtlich übersetzt "offene Quelle" heisst) grenzt sich insofern leicht vom Begriff "free software" (freie Software) ab, als dass er nicht nur die vermeintliche oder tatsächliche Zweideutigkeit der Wortkombination mit "free" umgeht. ("Free", kostenlos, umsonst wird auch in Zusammenhang mit materiellen Gegenständen wie "Freibier" etc. verwendet.) Dies sowohl im übertragenen Sinn im ideellen Bereich für "freies Denken", "freie Rede" und so weiter –, als auch dass es einen wesentlicheren Aspekt der "freien Software" stärker betont: den offenen Quellcode.

Der Begriff "Open-Source-Software" wird übersetzt und synonym genutzt als "freie Software".

Nun ist die Quelloffenheit allerdings eine notwendige, nicht aber hinreichende Voraussetzung für freie Software. Man denke zum Beispiel an die Möglichkeit, den Quellcode einer Software zwar einsehen zu können, aber keine Veränderungen daran vornehmen zu dürfen. Dies würde dem Gedanken hinter dem Begriff "Open-Source" nicht gerecht.

Heute definiert man vier Eigenschaften, der freie Software genügen muss, um als solche benannt zu werden:

1. Die Software darf ohne Einschränkungen benutzt werden.
2. Der Quellcode freier Software ist verfügbar. Er darf zitiert und aus ihm darf gelernt werden.
3. Sie darf ohne Einschränkungen und ohne Zahlungsverpflichtungen kopiert und weitergegeben werden.
4. Sie darf verändert und in veränderter Form weitergegeben werden.

Erst diese Definition der Merkmale schaffte auch die Umgebung und Voraussetzungen, freie Softwareprojekte auf der Basis einer offenen, kooperativen Entwicklung und unter starker Beteiligung der Anwender zu realisieren. In diesen Projekten sind die beteiligten Entwickler in der Regel nicht auf der Basis von Verträgen (im Sinne von Arbeitsvertrag) gebunden und somit auch frei von Direktiven. Ein solcher Prozess wird natürlich auch durch die starke Verbreitung des Internets gefördert, da dadurch auch die räumliche Nähe der Beteiligten keine notwendige Beschränkung mehr darstellt. (Krumbein, 2005)

[...]

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Open-Source-Software im Projektmanagement
Autor
Jahr
2008
Seiten
25
Katalognummer
V112539
ISBN (eBook)
9783640121069
ISBN (Buch)
9783640121496
Dateigröße
574 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Open-Source-Software, Projektmanagement
Arbeit zitieren
Philippe Fleischlin (Autor), 2008, Open-Source-Software im Projektmanagement, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112539

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