Digitale Produkte und Digital Rights Management


Hausarbeit, 2007
16 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Digitale Produkte

3. Digital Rights Management (DRM)
3.1 Definition Digital Rights Management
3.2 Definition Digital Rights Management-Systeme (DRMS)
3.2.1 Funktionsweise eines DRM-Systems
3.2.2 Nutzungsrechte

4. Die Musikindustrie im Zwiespalt zwischen Internetpiraterie und DRM
4.1. Aktuelle Marktentwicklung in der Musikindustrie
4.2. Kritische Auseinandersetzung von DRM in der Musikindustrie DRM

5. Fazit

Anhang 1

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Internetseiten

1. Einleitung

Mit der Zunahme von Internetanschlüssen weltweit hat auch die Verbreitung digitaler Produkte immer mehr an Bedeutung gewonnen. Durch unerlaubte Nutzung und Vervielfältigung rechtlich geschützter Inhalte und Informationen entstehen den Medien- und Softwarekonzernen hohe Umsatzeinbussen in Milliardenhöhe. Insbesondere in der Musikindustrie hat sich im laufe der letzen Jahre der Gesamtumsatz des Tonträgermarktes in Deutschland zunehmend verschlechtert.[1] Einer der Hauptgründe hierfür ist die massenweise Verbreitung von Musikdateien in illegalen Internet-Tauschbörsen aber auch die technologische Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien hat dazu beigetragen, dass Aufgrund der enormen Verbreitung von Computern in privaten Haushalten eine Verschiebung der Reproduktionsaktivitäten stattgefunden hat. Nicht mehr die Anbieter digitaler Inhalte, sondern die Konsumenten selbst vervielfältigen mithilfe einfach zu bedienender, technischer Mittel die Originale. Waren mit analogen Kopien noch relativ hohe Kosten verbunden, lassen sich von digitalen Inhalten in kürzester Zeit verlustfreie Kopien anfertigen, die sich dann relativ schnell über digitale Netzwerke verteilen lassen. Diese unerlaubte Nutzung und Vervielfältigung rechtlich geschützter Inhalte und Informationen ist mittlerweile zum einem Trend der Konsumenten geworden. Um diesen Trend entgegenzuwirken, soll nun das Digital Rights Management (DRM) bzw. die Digital Rights Management-Systeme (DRMS) weiterhelfen. Durch das Digital Rights Management soll die unerlaubte Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte verhindert und Kontrolliert werden.[2]

Ziel dieser Hausarbeit ist es aufzuzeigen, welsche Möglichkeiten Unternehmen mit DRM haben, um sich vor Internetpiraterie und unerlaubte Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte zu schützen. Dabei werden zunächst die Begriffe digitale Produkte und DRM definiert. Danach wird anhand eines Beispiels die Funktionsweise eines DRM-Systems näher erläutert. Anschließend wird dann noch kurz auf die Nutzungsrechte eingegangen. Daraufhin wird anhand der Musikindustrie ermittelt welche Vor- und Nachteile DRM hat.

2. Digitale Produkte

„Digitale Produkte sind Informationen im weiteren Sinn, die in vollständig digitaler Repräsentation gespeichert vorliegen und ohne Bindung an ein physisches Trägermedium über Kommunikationsnetze vertrieben werden können“.[3] D.h. digitale Produkte sind immaterielle Mittel die sich auf Vorrat produzieren und speichern lassen, wie z.B. elektronische Bilder, Texte, Musik- oder Filmdateien sowie Software. Außerdem haben digitale Produkte vorteilhafte Eigenschaften, wie leichte Reproduzierbarkeit, Veränderbarkeit und sind praktisch Unzerstörbar, da sie keiner physischen Abnutzung unterliegen. Neben diesen vorteilhaften Eigenschaften gibt es noch ein weiteres wichtiges Merkmal für digitale Produkte und zwar deren Kostenstruktur. Die Produktion von Informationen für digitale Produkte sind am Anfang sehr kostenaufwendig, aber deren Reproduktion ist dagegen sehr preiswert. Demzufolge verursacht die Produktion des ersten Exemplars erhebliche fixe Kosten, während für die Produktion von weiteren Exemplaren nur geringere weitere variable Kosten entstehen. D.h. diese Kostenstruktur führt zu einem positiven Skaleneffekt, wenn die Produktionsmenge stärker steigt, als die eingesetzten Faktoren. Werden die digitalen Produkte über das Internet vertrieben, dann tendieren die Kosten bzw. Distributionskosten bei einer bestimmten Absatzmenge irgendwann gegen Null und es kommt zu positiven Erträgen.[4] Und genau hier fangen die Probleme der Unternehmen an, die mit digitalen Produkten ihr Geld erwirtschaften. Durch Internetpiraterie d.h. durch unerlaubte Nutzung und Vervielfältigung rechtlich geschützter digitaler Inhalte und Informationen, entstehen den Medien- und Softwarekonzernen erhebliche Umsatzeinbussen in Milliardenhöhe. Um dem entgegenzutreten, bedienen sich einige Unternehmen z.B. die Musikindustrie dem Digital Rights Management, dass die unerlaubte Verbreitung und Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte und Informationen verhindern und Kontrollieren soll.[5]

3. Digital Rights Management (DRM)

3.1 Definition Digital Rights Management

In der Fachliteratur gibt es keine einheitliche Definition von DRM. Deshalb werden im Folgenden zwei verschiedene Definitionen vorgestellt, die versuchen, die wesentlichen Elemente und Funktionen von DRM zu beschreiben. Herr Prof. Dr. Rüdiger Grimm von der Technischen Universität in Ilmenau beschreibt DRM folgendermaßen: „Unter “Digital Rights Management (DRM)“ versteht man Verfahren, die helfen Rechte an digitalen Waren so zu schützen, wie wir das von den an physische Medien gebundenen intellektuellen Erzeugnissen her gewöhnt sind. Kopie und Weitergabe sollen an die regeln des Rechtsinhabers, also des Warenanbieters (Content Provider) gebunden sein“.[6]

Eine weitere noch etwas konkretere Definition von DRM formuliert Iannella wie folgt: „[…] DRM covers the description, identification, trading, protection, monitoring and tracking of all froms of rights usages over both tangible and intangible assets – both in physical and digital from – including management of Rights Holders relationships.”[7]

3.2 Definition Digital Rights Management-Systeme (DRMS)

Auch hier gibt es keine einheitliche Definition über DRM-Systeme. Aber eine umfassende Definition über DRM-Systeme beschreibt Bechtold wie folgt: „Digital Rights Management-Systeme sind elektronische Vertriebssysteme für digitale Inhalte. Sie ermöglichen die sichere Verbreitung digitaler Inhalte über das Internet oder andere digitale Medien. DRM-Systeme ermöglichen den Rechteinhabern einen sicheren Vertrieb zu berechtigten Nutzern und geben ihnen die Kontrolle über den gesamten Vertriebsweg“.[8]

Eine kürzere Definition von Fränkl und Karpf, beschreibt in einem Satz, worum es bei DRM-Systemen geht: „Digital Rights Management Systeme sind technische Lösungen zur sicheren zugangs- und nutzungskontrollierten Distribution, Abrechnung und Verwaltung von digitalem und physischem Content“.[9]

Ziel solcher DRM-Systeme ist es, Rechteinhaber von Informationsgütern die Möglichkeit zu geben, die Art der Nutzung seines Eigentums durch Nutzer auf Basis einer zuvor getroffenen Nutzungsvereinbarung technisch zu erzwingen. Damit ist gemeint, dass Rechteinhaber von Informationsgütern bestimmen können wer, wann, wie oft, zu welchem Preis und in welcher Art und Weise auf ein Werk zugegriffen werden darf bzw. zugegriffen worden ist. Somit können einzelne Nutzungsvorgänge kontrolliert und automatisiert werden und erlauben so auch eine individuelle Lizenzierung und Abrechnung von bestimmten Werken.[10]

[...]


[1] Vgl. http://www.miz.org/intern/uploads/statistik46.pdf (08.06.2007)

[2] Vgl. Picot/Thielmann, Distribution und Schutz digitaler Medien durch Digital Rights Management, Berlin/Heidelberg 2004, Vorwort ohne Seitenangabe

[3] Vgl. Mertens, Lexikon der Wirtschaftsinformatik, 4. Auflage, Berlin 2001, S.155

[4] Vgl. Hagenhoff, Internetökonomie der Medienbranche, Göttingen 2006, S. 20ff.

[5] Vgl. http://www.ifpi.de/recht/recht-527.htm (09.06.2007)

[6] Vgl. Picot, Digital Rights Management, Berlin/Heidelberg 2003, S. 97

[7] Vgl. http://www.dlib.org/dlib/june01/iannella/06iannella.html

[8] Vgl. Bechtold, Vom Urheber- zum Informationsrecht, München 2002, S.2

[9] Vgl. Fränkl/Karpf, Digital Rights Management Systeme, München 2004, S.26

[10] Vgl. Picot/Thielmann, Distribution und Schutz digitaler Medien durch Digital Rights Management, Berlin/Heidelberg 2004, S.15ff

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Digitale Produkte und Digital Rights Management
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V112602
ISBN (eBook)
9783640110377
ISBN (Buch)
9783640110575
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitale, Produkte, Digital, Rights, Management
Arbeit zitieren
Torsten Mierdorf (Autor), 2007, Digitale Produkte und Digital Rights Management , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112602

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