Die Auswirkungen der Tsunami-Katastrophe auf den Urlaubsmarkt


Vordiplomarbeit, 2008
27 Seiten, Note: 1.7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis:

1.Einleitung

2. Kapitel: Tsunami
2.1 Definitionen
2.2. Entstehung
2.3. Ablauf

3. Kapitel: Auswirkungen
3.1. Opfer
3.2 Zerstörungen
3.3. Ökologische Schäden

4. Reisenachfrage
4.1. Betrachtete Destination
4.2. Auswirkungen unmittelbar
4.3 Auswirkungen bis heute

5. Katastrophenprävention
5.1. Frühwarnsystem
5.2. Sanfter Tourismus
5.3. Krisenmanagement

6. Zusammenfassung

Literaturverzeichnis:

Anlagenverzeichnis:

Endnotenverzeichnis

Anlage 1

Anlage 2

Anlage 3

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Schematische Darstellung der Entstehung des Tsunami am 26.12.2004http://www.parautochthon.com/100584/233174.html

Abbildung 2 Entwicklung der Welle in Richtung Küste http://www.parautochthon.com/100584/233174.html

Abbildung 3 Opfer aus Anrainerstaaten (Stand 30. September 2005)http://de.wikipedia.org/wiki/Seebeben_im_Indischen_Ozean_2004

Abbildung 4 Nach dem Tsunami auf den Phi Phi Inseln http://www.digitalvoodoo.de/blog/archives/asien/fotos-koh-phi-phi-waehrend-tsunami-flutwelle.php

Abbildung 5 Umfrageergebnis des Reise & Preise Magazins im Juli 2005http://www.reise-preise.de/umfragen/2005-07.php

Abbildung 6 Umfrageergebnis der GfK zum Reiseverhalten http://www.gfk.com/group/infopool/press_releases/0775/index.de.html

Abbildung 7 GITEWS Komponenten http://www.gitews.de/

Abbildung 8 Darstellung einer Mitteilung des Tsunami-Alarmsystems http://www.tsunami-alarm-system.com/presseseite/pressemitteilungen.html?no_cache=1

Abkürzungsverzeichnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.Einleitung

In dieser Semesterarbeit geht es um den Tsunami-Katastrophe und ihre Auswirkungen auf die Nachfrageseite des Reisens.

Tsunamis gibt es seit jeher und sie haben stets Opfer gefordert und Verwüstungen hinterlassen. Doch erst seit dem Ereignis am 26. Dezember 2004 sind sie in das Bewusstsein der Urlauber gedrungen und daher aktueller denn je. Naturkatastrophen (in dieser Art) wird es auch in Zukunft geben und kein Küstengebiet ist dagegen gewappnet, auch wenn die Wellen in den verschiedenen Gebieten unterschiedlich stark ausfallen können. Rollt solch eine Wasserfront auf ein Küstengebiet zu, dass als Urlaubsregion beliebt ist, ist auch stets die Tourismusbranche betroffen. Dafür ist das Seebeben im Indischen Ozean, das einen Tsunami auslöste, der auf zahlreiche Urlaubsregionen zuraste, ein Paradebeispiel. Die Tourismusbranche ist zwar von einer unglaublichen Kraft und Dynamik geprägt1, dennoch wirft sich die Frage auf, wie können in Zukunft Auswirkungen in diesem Ausmaß verhindert werden! Wie können Urlauber und Einheimische geschützt werden? Denn Tourismusdestinationen bleiben bei den Reisenden nur gefragt, wenn diese das Gefühl haben dort keinen Gefahren ausgeliefert zu sein. Wie kann also die Nachfrage nach Reisen in betroffene Regionen aufrecht erhalten bleiben? Es liegt also an den Reiseveranstaltern und den Destinationen selbst, die Gefahren auf ein Mindestmaß zu beschränken, um keine anhaltenden Verluste zu verzeichnen. Nachfolgende Betrachtungen beziehen sich im speziellen auf den Tsunami 2004, da er die meisten Opfer in der Geschichte (in dem Zeitraum von zehn Jahren) von Tsunamis gefordert hat2. Da eine Ausarbeitung der Folgen des Seebebens auf die Reisenachfrage in allen betroffenen Regionen den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, beziehen sich die Aussagen in Kapitel drei in erster Linie auf die Urlaubsregion Thailand.

2. Kapitel: Tsunami

2.1 Definitionen

Das Wort Tsunami stammt aus dem japanischen und bedeutet Hafenwelle (tsu, Hafen und nami, Welle).[3 ] Es wurde von japanischen Fischern geprägt. Diese waren beim Fischfang auf hoher See und als sie zum Hafen zurückkehrten fanden sie dort alles verwüstet vor. Sie selbst hatten während dem Fischen auf dem Meer jedoch keine Anomalitäten, oder Wellen bemerkt.[4 ] Das liegt daran, dass Tsunamis auf dem offenen Meer kaum spürbar sind. Grund dafür, sind die Länge der Wellen von einigen 100 km.[5 ] An den Küsten können sie jedoch verheerende Schäden anrichten. Solche Erscheinungen zählen zu den Naturkatastrophen. Tsunamis haben nichts mit Ebbe und Flut zu tun. Sie sind auch nicht mit Riesen- oder Monsterwellen zu verwechseln.

Hafenwellen werden durch Erdbeben auf dem Meeresgrund, sogenannte „Seebeben“ ausgelöst. Ein Tsunami entsteht aber erst ab einer Bebensstärke von 7,5 auf der Richterskala. Denn erst ab dieser Stärke reicht die Energie aus, um die Wassermassen so anzuheben, dass ein Tsunami entsteht.

Wobei nicht zwangsläufig ab dieser Bebensstärke eine Hafenwelle ausgelöst wird. Denn, wenn das Seebeben nur einen seitlichen Versatz des Meeresboden verursacht wird kein oder zu wenig Wasser angehoben, damit eine Hafenwelle entstehen kann.[6 ]

Das Sumatra-Andamanen-Beben am 26.12.2004, mit Hypozentrum (= Punkt von dem das Beben ausgeht) vor der Nordwestküste Sumatras hatte eine Stärke von 9,0 auf der Richterskala.[7 ] Dieses Seebeben um 01:58 Uhr mitteleuropäischer Zeit löste mehrere Flutwellen aus, die verheerende Schäden in Küstenregionen am Golf von Bengalen,

2.2. Entstehung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten8

Abbildung 1: Schematische Darstellung der Entstehung des Tsunami am 26.12.2004

Vor der Westküste Sumatras liegt der Sunda Graben. Er ist Teil eines mehrere tausend Kilometer langen Risses in der Erdoberfläche. Entstanden ist er durch die Verschiebung zweier Erdplatten. Nämlich der Australischen und Indischen. Diese schieben sich langsam unter die Birma-Mikroplatte. Hier verhaken und verkeilen sie sich ständig und bauen dabei hohe Spannungen auf. Diese Spannungen lösen sich durch starke Beben unter Wasser. Am Morgen des 26. Dezember entlädt sich eine lang aufgestaute Spannung in der Nähe der Westküste Sumatras. Dadurch entstand eines der stärksten Beben, das je gemessen wurde.9 Die Stärke des Bebens entspricht einer freigesetzten Energie, die vergleichbar mit der Sprengkraft von mehr als 32000 Hiroshima-Bomben ist. Auf einer Distanz von 1.300 Metern sackt dabei die Indische Platte 20 Meter ab.

Gleichzeitig wird die darüber liegende Birma-Platte um fünf Meter angehoben. Rund sieben Minuten dauert das Beben, dabei werden Inseln um ganze Meter verschoben und selbst in Deutschland sind noch Erdbewegungen messbar. Durch das Heben und Senken des Meeresbodens werden vier Wellen ausgelöst.10

Grundsätzlich können Tsunamis aber nicht nur durch Seebeben, sondern auch durch Vulkanausbrüche, Unterwasserlawinen, küstennahe Bergstürze oder Meteoriteneinschläge ausgelöst werden. Entscheidend ist nur, dass die Energie dabei ausreicht, um das Wasser genug anzuheben.

2.3. Ablauf

Die vier ausgelösten Wellen am 26. Dezember 2004 breiten sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 700 Kilometern pro Stunde in alle vier Himmelsrichtungen aus.11 Dabei wird das Wasser bis zum Meeresgrund in Bewegung versetzt. Auf dem offenen Meer sind diese Wellen aufgrund der Wassertiefe nicht hoch, sie erstrecken sich aber möglicherweise auf mehrere hundert Kilometer Länge. Daher ist es auch erklärbar, warum die Personen die sich auf Schiffen draußen auf dem Meer befanden nichts davon mitbekommen haben. Lediglich Taucher stutzten, als sie fünf Meter mehr auftauchen mussten, als sie hinabgetaucht sind. Bewegen die Wellen sich nun in Richtung Küste nimmt die Meerestiefe ab. Dadurch wird die Welle abgebremst und verliert an Geschwindigkeit. Ihre Energie bleibt hierbei aber annähernd die gleiche, deshalb türmt sich die Welle auf.12 Es werden möglicherweise Höhen von mehreren Dutzend Metern erreicht. Interessant ist auch, dass bei Tsunamis manchmal deren Wellentäler zuerst das Land erreichen. In diesem Fall zieht sich das Wasser erst in die See zurück und dann erst folgt die Hafenwelle.13

Hier hat man noch die Möglichkeit sich in Schutz zu bringen, da es noch zig Minuten bis eine halbe Stunde dauern kann bis die Flutwelle kommt.14 Außerdem besteht ein Tsunami aus einem ganzen Paket von Wellen, die in verschiedenen Zeitabständen die Küsten erreichen. Die Küste einer betroffenen Region wird also mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur von einer Welle getroffen, sondern muss stets mit weiteren rechnen. Diese nachfolgenden Wellen können noch stärker sein als die Erste. Auch mit den Wellentälern ist nicht zu spaßen, da sie eine enorme Sogkraft haben und deshalb alles mit sich ziehen. Das können dann schon mal einige Kilometer sein.15

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbilung 2: Entwicklung der Welle in Richtung Küste

3. Kapitel: Auswirkungen

3.1. Opfer

Leider lässt sich die genaue Zahl der Todesopfer nicht feststellen, da viele Leichen aus Furcht vor Seuchen ohne eine genaue Zählung in Massengräbern beerdigt wurden.16

Asiatische Staaten:

Zwei Kinder kamen in Bangladesch ums Leben. In Indien wurden 16.389 Tote und Vermisste gemeldet und 647.599 Menschen wurden obdachlos. Indien war mit am schwersten bei dieser Katastrophe betroffen. 3.500 Tote gab es auf den Andamanen und Nikobaren und mehr als 25.000 Personen verloren hier ihr Zuhause. Die Regierung in Indonesien bestätigte offiziell ca. 131.029 Opfer. Dieses Land ist damit am stärksten betroffen. In Malaysia war die Urlaubsinsel Penang betroffen. Hier starben 68 Menschen, darunter auch Ausländer. Auf der Auf den Malediven wurde die Hauptinsel Male zu zwei Dritteln überflutet. Nach Behördenangaben gab es hier mindestens 80 Todesopfer, und mehrere Menschen werden noch vermisst. Laut UN-Bericht sind in Mynamar 61 Menschen ums Leben gekommen. Wobei es hier Befürchtungen gibt, dass nur ein Bruchteil der Toten angegeben wurde. Da dort das herrschende Militärregime alle Nachrichten zensiert. Ebenfalls sehr stark betroffen war Sri Lanka mit etwa 31.000 bis 38.000 Toten. Auf den Urlaubsinseln Phuket und Phi Phi in Thailand liegt die offizielle Opferzahl bei 5.395. Davon waren 2.436 Ausländer und 1.175 Menschen mit unbekannter Nationalität. Von 2.481 Vermissten sind mindestens 1.924 Thais. Wobei in Thailand von wesentlich mehr Toten auszugehen ist, da Anfang Januar 2005 vom damaligen Premierminister Thaskin eine Zahl von 5300 Toten festgeschrieben wurde und die später gezählten Opfer nicht mehr hinzuaddiert wurden.

Afrikanische Staaten:

In Kenia gab es ein Todesopfer. Auf den Seychellen gab es drei Tote. In Somalia wurde die Bergung von über 200 Leichen bestätigt und mindestens 150 Menschen wurden vermisst. Zehn Tote gab es in Tansania und eine unbekannte Zahl von Menschen war draussen auf dem Meer und kam nicht zurück. Durch den Tsunami starben 2.240 Menschen aus Nicht-Anrainer-Staaten.

Dies waren überwiegend Urlauber. Bislang sind davon 537 Opfer aus Deutschland identifiziert. 15 Personen wurden nicht gefunden.17

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Opfer aus Anrainerstaaten (Stand: 30. September 2005)

3.2 Zerstörungen

Tsunamis dringen einige hundert Meter ins flache Küstenhinterland vor, besonders große Wellen sogar einige Kilometer. Sie verwüsten dort menschliche Siedlungen, machen tausende Einheimische obdachlos. Es werden landwirtschaftliche Nutzflächen und Brunnen durch Versandung und Versalzung unbrauchbar. Die Überflutungsgebiete sind mit Schlamm, Sand, Gebäudeteilen und Trümmern übersäht. Die Ursache darin liegt in dem wiederholten vordringen und zurückziehen der Wassermassen.

Im Hafen gelegene Schiffe werden aufs Land geworfen, Strassen blockiert, Eisenbahnstrecken unterspült und unbrauchbar. Hafenbereiche und Fischersiedlungen, die niedrig liegen, stehen oftmals noch lange unter Wasser und sind dadurch unbewohnbar. Historische Bauwerke, Archive, Museen, Schulen und andere Kulturgüter sind in einigen Regionen beschädigt oder gar zerstört worden. Flughäfen die in Küstennähe liegen werden unbenutzbar. In den betroffenen Gebieten bricht die gesamte Infrastruktur, soweit vorhanden, zusammen. Ein Beispiel dafür ist Koh Phi Phi in Thailand. Hier hat der Tsunami die Landbrücke komplett überschwemmt und die Einheimischen verloren nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre Lebensgrundlage. Denn meistens können sie ihre kleinen Geschäfte oder Stände nicht wieder eröffnen, da ihnen die finanziellen Mittel dazu fehlen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Nach dem Tsunami auf den Phi Phi Inseln

3.3. Ökologische Schäden

Bei den Korallenriffen vor der thailändischen Küste wurden durch die Flutwelle schwere Schäden angerichtet. Zehn Prozent der untersuchten Korallenriffe sind beschädigt. Diese natürlichen Wellenbrecher sind durch Trümmerstücke, die der Tsunami mitgerissen hat und durch den hohen Wasserdruck in Mitleidenschaft gezogen worden. Zusätzlich bedeutet der aufgewirbelte Schlamm, durch die Wassermassen, der nun die Riffe bedeckt eine Gefahr für diese. Erholen werden sich die Korallen, wenn überhaupt, erst nach Jahren. Schaden haben auch die schützenden Mangrovenwälder an einigen Küsten genommen. Sie können sich aber wesentlich schneller regenerieren, als die Korallenriffe. Nistgebiete von Meeresschildkröten sind ebenfalls betroffen. Durch den, in den überfluteten Gebieten, abgetragenen Humus dürfte wohl der schwerwiegendste Schaden auf Dauer entstanden sein. Die oft nur 30 Zentimeter dicke Humusschicht an vielen Küstenstreifen wurde komplett mitsamt Pflanzen abgetragen. Was bleibt ist Lateritboden aus Ton, Aluminium- und Eisenoxid, der nährstoffarm ist. Bis ähnliche Artengemeinschaften, die es vor der Katastrophe gab, wieder vorhanden sind wird es Jahrzehnte dauern. Ebenfalls stark betroffen ist die Landwirtschaft. Diese muss durch den Abtrag des Bodens eine Zeitlang mit geringeren Ernten rechnen. Durch Eintrag organischen Materials und Nährstoffen könnte die Situation aber möglicherweise verbessert werden.18

4. Reisenachfrage

4.1. Betrachtete Destination

Im Mittelpunkt wird Thailand stehen, da es in den letzten Jahren eine andauernde Expansion des Tourismus erlebte. Außerdem ist es zum Sinnbild der Katastrophe geworden, da sich zum Zeitpunkt dort viele Urlauber aufhielten und es von ihnen hiermit die meisten Opfer gab.19 Vielleicht ist dies ein Indiz, warum die Mehrzahl der Europäer diese Katastrophe mit umherirrenden Urlaubern, verwüsteten Stränden und zerstörten Hotelanlagen verbinden. Denn der Süden Thailands ist bei Europäern nicht unbekannt. Seit Jahren zieht es Deutsche, Franzosen, Holländer, Italiener und viele andere an die Traumstrände Thailands. 3,5 Millionen Urlauber zählte die Thailändische Tourismusbehörde (TAT) 2004 allein in Phuket. Insgesamt reisten 13 Millionen ausländische Touristen ins Land des Lächelns. 2003 urlaubten dort 400.000 Deutsche.20

4.2. Auswirkungen unmittelbar

Am 26. Dezember 2004 erreicht circa zwei Stunden nach dem Andamanen-Sumatra-Beben der Tsunami die Küsten Thailands. Die auf die Küsten zurollende Wasserwand ist mehrere Kilometer lang und etwa zehn Meter hoch. Sie zerstört die nahe am Strand liegenden Hotelanlagen und dringt bis weit ins Landesinnere vor. Warnungen gab es keine. Der meteorologische Dienst in Thailand erhielt ungefähr 15 Minuten nach dem Beben ein Informations-Bulletin (= Bekanntmachung) des PTWC`s auf Hawai, gab aber keine offizielle Warnung heraus. Die Touristen sollten nicht beunruhigt werden. Circa eine Stunde nach dem Beben erhält der meteorologische Dienst das vom PTWC herausgegebene Bulletin für eine lokale Tsunami Warnung. Anstatt die Regierung, oder die Medien der betroffenen Regionen zu informieren wird lediglich die eigene Web-Site mit einer Warnung versehen.21 Zwei Stunden nach dem ersten Beben zog sich das Meer in Sekundenschnelle zurück. Küstenabschnitte und Lagunen enthielten nur noch fußhohes Wasser. Fische lagen am Boden und Felsen kamen aus dem Meer hervor, die zuvor nicht zu sehen waren. Nun geht alles relativ schnell, die Wasserwand rast mit etwa 40 Stundenkilometern auf die Küsten zu. In Thailand war gerade Hochsaison. Zehntausende Touristen verbrachten ihren Urlaub an den Stränden von Phuket und anderen Urlaubsregionen. Als der Tsunami dann kam und die Küsten überschwemmte hinterließ er Zerstörung und Leid. Stunden nach dem Beben wurden von Medien erste Bilder ausgestrahlt. Unzählige Berichterstattungen folgten. Es war die erste Katastrophe dieser Art in der 800jährigen Geschichte Thailands.22 Die Welt war schockiert und eine noch nie da gewesene Spendenbereitschaft setzte sich in Gang. Daraufhin folgte eine massive Stornierungswelle der gebuchten Reisen in diese Regionen. Die meisten Menschen hörten zum ersten Mal von dieser Art der Naturkatastrophe und hatten Angst es könnte noch ein solcher Tsunami folgen.

Auch die führenden deutschen Reiseveranstalter haben aufgrund der erheblichen Schäden die Frist für kostenlose Umbuchungen verlängert. Ferner hatten die meisten deutschen Reiseveranstalter bis zum Jahresende alle Urlaubsflüge in die betroffenen Regionen gestrichen und die Reisen storniert bzw umgebucht. Laut der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH liegt die Hotelbettenauslastung in der Hochsaison (25. Dezember bis 15. Januar) in Phuket bei 90%. Lediglich 10% der Hotelanlagen auf Phuket sind zerstört worden und waren im Februar 2005 geschlossen. In den am schlimmsten betroffenen Gebieten waren zu dieser Zeit 40% bis 60% der Hotels geöffnet. Auch die nicht geöffneten Hotels waren nicht komplett zerstört, sondern konnten nicht wiedereröffnet werden, da die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen war. Die GTZ gab auch an, dass zwei Monate nach dem Tsunami nur 10% der Hotelbetten belegt waren. Und selbst in der nachfolgenden Nachsaison waren es nur 7% Auslastung. Diese läge normalerweise bei 40%.23 Robin Zimmermann von der TUI AG gibt den Medien eine Mitschuld für diesen Nachfrageeinbruch. Er ist der Meinung, die Medien hätten viel über die Zerstörungen berichtet, aber viel zu wenig über den Wiederaufbau. In Thailand sei sehr schnell auf die Folgen der Katastrophe reagiert worden. Auch durch zahlreiche Hilfsorganisationen und Unterstützungen konnte ein schneller Wiederaufbau in Thailand realisiert werden. Die TUI AG gab bei einer Presse-Anfrage vom 21.04.2005 bezüglich der Tsunami-Folgen an, dass die Bilanz der Wintersaison 2003/2004 für das Reiseziel Thailand dunkelrot beendet wurde. Die Buchungen im Vergleich zum Vorwinter liegen prozentual hoch zweistellig im Minus. Im Hinblick auf die Sommersaison sind die Tendenzen, zum Zeitpunkt der Anfrage, aber schon wieder positiver.24 Durch gezielte Preisreduktionen wird der Asientourismus wieder angekurbelt. Allgemein versprüht die Tourismusbranche Optimismus. Auf der internationalen Tourismusbörse (ITB) im März 2005 in Berlin waren verschiedene Veranstaltungen zum Tsunami groß angekündigt.

Und an den großen, prunkvollen Ständen der Katastrophenregionen wurden Pressekonferenzen gegeben und „Specials“, Zusicherungen für Gästekomfort und verführerische Sonderangebote angepriesen. Die Botschaft lautet: „Tourism helps recovery“.25 Auch die deutsche Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Heidemarie Wieczorek-Zeul, verkündet zum Auftakt der Tourismusbörse den Medien gegenüber, wer jetzt nach Südasien reist leistet einen aktiven Beitrag zum Wiederaufbau.26

Tatsächlich scheint diese nach vorn schauende Marketing Taktik zu funktionieren. Thailand liegt hinsichtlich der Reisenachfrage in der Sommersaison 2005 leicht unter den Vorjahreswerten. Verzeichnet werden positive Zahlen für das Zielgebiet Koh Samui, ein positiver Trend für Bangkok und die Rundreisen, aber weiterhin ein spürbares Minus für Phuket. Wobei zu erwähnen ist, dass Phuket klimatisch gesehen kein Sommerreiseziel ist. Aber generell werden die vom Tsunami betroffenen Gebiete eher noch gemieden. Es kommen hauptsächlich Asienfans und Kenner der Region.

Ein Beispiel ist Khao Lak. Hier kamen, neben Sri Lanka, die meisten westlichen Touristen ums Leben. Hier standen vor dem Tsunami 6.000 Hotelbetten zur Verfügung. Nach der Katastrophe waren es nur noch 700. Im September 2005 bereits stieg die Bettenanzahl auf circa 1.600 an.27 Dennoch bleibt die Nachfrage gering. Gereist wird immer noch nach Südasien, aber die Reiseziele verändern sich. Die Touristen weichen jetzt auf den Golf von Bangkok oder den Südosten und die Region Krabi aus. Robin Zimmermann von der TUI AG ist aber der Meinung, dass auch Phuket auf einem guten Weg ist und insgesamt kann man sagen, dass Thailand die Verluste aus dem Tsunami mittlerweile gut ausgleichen konnte.28 Dies wird auch an nachfolgender Online­-Umfrage von Reise & Preise ersichtlich. Das Magazin wollte wissen, ob sich die Reisegewohnheiten nach dem Tsunami verändert haben.

Dazu wurden 1000 Leser der Zeitschrift befragt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Umfrage des Reise & Preise Magazins im Juli 2005

4.3 Auswirkungen bis heute

Ein Jahr nach der verheerenden Katastrophe achtet immer noch jeder zweite Urlauber in Europa darauf, ob am Ferienort ein erhöhtes Risiko für Naturkatastrophen besteht. Vor der Katastrophe war dies nur für jeden fünften Tourist ein Thema. Dabei wird nicht nur auf Katastrophen, wie den Tsunami geachtet, sondern auch auf Wirbelstürme, Erdbeben und Überschwemmungen.

Dies geht zumindest aus der „European Consumer Study 2005“ der Gfk hervor.29 Für diese Studie wurden insgesamt 11.500 Verbraucher in neun europäischen Ländern befragt. Dazu gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlanden, Österreich, Spanien, Polen und Russland. Für Reisewillige ist also die Frage nach möglichen Naturkatastrophen am Urlaubsort ein wichtiges Kriterium für die Reiseplanung geworden. Am stärksten haben italienische und deutsche Urlauber auf die Flutkatastrophe reagiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Umfrage der Gfk

In Italien ist der Anteil der Reisewilligen, die eine Destination mit möglichst geringem Katastrophenrisiko auswählt, auf das Dreifache angestiegen. In Deutschland um das Anderthalbfache. Doch der Trend geht aufwärts. Über ein Jahr nach der Katastrophe kommen die Touristen mehr und mehr nach Phuket zurück. An vielen Orten reihen sich am Strand Urlauber aneinander und auch das Nachtleben pulsiert wieder. Einrichtungen, Liegestühle, Pflanzen, alles ist nagelneu. Die Charterflüge haben denselben Stand, wie vor der Flut, erreicht. Auch die Linienmaschinen sind wieder gut gebucht. Auch in der Region Krabi nimmt der Tourismus wieder zu.30 Nur die Phi Phi Inseln und Khao Lak sind noch nicht so weit. Auf Phi Phi sind die Verwüstungen noch nicht alle behoben, aber es wird fleißig daran gearbeitet auch hier die Schäden zu beseitigen. Doch auch hier kommen die Touristen zu Tausenden zurück. Ein Jahr nach der Katastrophe verzeichnete die TUI AG schon wieder ein deutliches Buchungsplus von rund 19% im Vergleich zur Vorjahressaison.31

Beim Neckermann Reisekonzern waren bereits Ende 2005 die betroffenen Urlaubsregionen in Thailand wieder gefragt und die Buchungen lagen leicht über dem Vorjahr.32 In Khao Lak stehen, drei Jahre nach dem Tsunami, schon wieder halb so viele Hotelzimmer zur Verfügung. Die Preise für Unterkünfte sind deutlich angestiegen und weltweit operierende Hotelketten haben Interesse, dort Hotels zu eröffnen. In der Hauptsaison bis Ende März 2007 waren Übernachtungsmöglichkeiten nur noch vereinzelt erhältlich. Auch ein abwechslungsreiches, neues Angebot an Restaurants und Kneipen ist entstanden. Außerdem werden viele neue Aktivitäten angeboten.33 Generell kann man sagen, dass die Nachfrage nach Reisen in die betroffenen Regionen Thailands, heute wieder auf dem normalen Stand ist.

5. Katastrophenprävention

5.1. Frühwarnsystem

Um in Zukunft rechtzeitig vor einem Tsunami warnen zu können haben die Forscher des GeoForschungsZentrums ( GFZ ) in Potsdam gemeinsam mit rund 20 nationalen und internationalen Partnerorganisationen eine Konzeption erarbeitet. Diese Konzeption ist das Tsunami-Frühwarnsystem, auch Tsunami Early Warning System ( TEWS ). Seit November 2005 wird dieses System in der geologisch kritischen Zone des Indischen Ozeans, dem Sunda–Bogen installiert. Dieses soll in Zukunft entscheidend zum Schutz vor Naturkatastrophen, wie dem Tsunami, beitragen. Der Systemaufbau ist offen und dezentral, damit eine Verknüpfung mit anderen regionalen und zukünftigen Systemen möglich ist. Durch die Erweiterung eines Echtzeit-Erdbeben Monitoring-Systems sollen Vorwarnzeiten verkürzt werden.34

Eine Warnung soll innerhalb von 13 Minuten nach dem Ereignis Lagezentren, seismologische Institutionen und Medien automatisch erreichen. Dem Frühwarnsystem ist es auch möglich, aufgrund seiner seismischen Sensoren, Erdbeben und Vulkanausbrüche zu erfassen. Das System soll innerhalb von ein bis drei Jahren, auf Basis des bestehenden Erbebenmonitoring-Systems des GFZ, eingerichtet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: GITEWS Komponenten

Ein weiteres Frühwarnsystem wurde von den beiden deutschen Professoren Eduard Heindl und Wolfram Reiners entwickelt. Die Entwicklung dieses Systems wurde nach den Ereignissen des 26. Dezember 2004 ins Leben gerufen. Beide Professoren hatten den Wunsch moderne Informationstechnologie zu nutzen, um Menschen vor einem ähnlichen Ereignis früh genug warnen zu können. Das System kann bei der Buchung einer Urlaubsreise, bei einem Reiseveranstalter, direkt für einen gewissen Preis abonniert werden. Dabei wird die Nummer des Abonnenten registriert und im Falle einer Tsunami-Warnung bekommt dieser kurz nacheinander drei Mitteilungen direkt auf sein Handy. Die Mitteilungen enthalten Informationen zur Bebenstärke, zum Tsunami-Risiko und Anleitungen zum richtigen Verhalten im Katastrophenfall. Die Warnmeldung erfolgt innerhalb kürzester Zeit. Dem Veranstalterkunden wird dadurch, im Notfall, Zugriff auf ein umfangreiches Betreuungs- und Hilfsangebot garantiert.

Die Thomas Cook AG, der Reiseversicherer ELVIA und die auf Tsunami-Warnsysteme spezialisierte A3M AG bieten Reisenden seit Dezember 2007 diesen Präventivschutz an. Thomas F. Dillon, ein Mitglied des A3M-Aufsichtsrates prognostiziert, dass Frühwarnsysteme für Mobiltelefone in Zukunft in der Reisebranche selbstverständlich sein werden.35

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Ansicht einer Mitteilung des Tsunami – Alarmsystems.

5.2. Sanfter Tourismus

Beim sanften Tourismus geht es darum, so wenig wie möglich auf die bereiste Region einzuwirken bzw ihr zu schaden. Außerdem verfolgt diese Richtung des Tourismus der Natur möglichst nah zu sein, sie intensiv und ursprünglich zu erleben. Der Kultur des Urlaubslandes soll sich ziemlich angepasst werden.36 Der Tsunami am 26. Dezember 2004 war nicht zu verhindern und seine Verwüstungen teilweise unvermeidbar, aber sie hätten nicht dieses Ausmaß annehmen müssen. Wäre die Flutwelle vor fünf Jahrzehnten auf die Küsten zugerollt, als Phuket und andere Inseln noch dünn besiedelt waren hätte es wesentlich weniger Todesopfer gegeben und die Verwüstungen hätten nicht dieses Ausmaß erreicht. Denn damals lebten die meisten Einheimischen weit weg vom Strand. Durch den zunehmenden Tourismus zogen jedoch immer mehr Einheimische und Zuwanderer an die Badeorte. Diese sahen dort die Möglichkeit ihren Lebensstandard zu verbessern.

Folge, die Küstenbesiedlung wurde immer dichter. Durch die zunehmende Bebauung der Strände wurden natürliche Mangrovenwälder und Korallenriffe vor der Küste vernichtet. Diese Wälder und Riffe fungieren als natürliche Wälle gegen Springfluten. Sie hätten die tödlichen Wellen nicht stoppen, aber abmildern können. Es ist also sinnvoll, mehr auf die wesentlichen Anliegen des sanften Tourismus einzugehen. Dadurch können solche Katastrophen nicht verhindert, aber ihre Auswirkungen minimiert werden.

5.3. Krisenmanagement

Als Krisenmanagement bezeichnet, wird der systematische Umgang mit Krisensituationen. In einer Krisensituation, wie bei der Tsunami-Katastrophe, ist es wichtig den Urlaubern vor Ort Anlaufstellen zu bieten, bei denen sie Hilfe bekommen. Bei dem Tsunami 2004 verloren viele Urlauber ihre Dokumente, wie z. B. ihre Reisepässe, Flugtickets, Geld. Die Menschen sind verwirrt und haben Angst. Manche sind auch verletzt. Die Zuhause gebliebenen machen sich Sorgen und wollen wissen, was mit ihren Angehörigen los ist. Meist ist es den Betroffenen nicht möglich sich Zuhause zu melden, da aufgrund der Zerstörung der Infrastruktur keine Möglichkeit besteht zu telefonieren, oder das Internet zu nutzen. Hier ist es generell wichtig, aber auch gerade im Tourismus, den Leuten zu helfen ihnen zur Seite zu stehen und ihnen die Ängste zu nehmen. Auch psychologisch muss dieses Erlebnis erst einmal verarbeitet werden. Hier ist es an den Reiseveranstaltern sich um die Urlauber zu kümmern und sie nicht alleine zu lassen. Michael Fenzel, der Vorstandschef von Europas größtem Reisekonzern TUI ist der Meinung, dass die Katastrophe diesmal keine weltweite Zurückhaltung ausgelöst hat. Die Reisebranche war in weiten Teilen gut vorbereitet. Fast alle Kunden wurden aus den Krisenregionen herausgeholt. Das Krisenmanagement bewährte sich und so etwas schaffe Vertrauen.37

Klar ist, dass bei Reisewilligen das Empfinden der Bedrohung nach einem solchen Ereignis schnell nachlässt. Der Tourismus erholt sich nach jeder Krise insgesamt relativ rasch. Dies ist besonders bei Einmalereignissen der Fall. Aber wie wird die Reisebranche reagieren, wenn sich in Zukunft Risiken häufen und verstärken?38 Solch eine Naturkatastrophe wie der Tsunami am 26. Dezember 2004 kann immer wieder, wenn auch selten, vorkommen und dies nicht nur in Südostasien. Es ist also wichtig, dass die Reiseveranstalter aus dem Erlebten lernen. Erkenntnisse aus bisherigen Krisensituationen nicht in Vergessenheit geraten. Sie müssen dafür sorgen, dass Krisenpotenziale früh erkannt werden. Mögliche präventive Vorkehrungen müssen getroffen werden. Tritt ein Ernstfall ein, muss klar sein, was für eine effektive Krisenbewältigung zu tun ist. Von Bedeutung ist auch die Entwicklung einer gezielten Strategie für den Notfall.39

6. Zusammenfassung

Aus den vorangegangenen Betrachtungen wurde ersichtlich, dass der Tsunami eine Naturkatastrophe darstellt, die nicht nur Verwüstungen in einer einzelnen Region anrichtet. Im Gegenteil, diesmal waren rund 10.000 Kilometer Küstenregion davon betroffen. Insgesamt kamen über 300.000 Menschen ums Leben und Millionen wurden obdachlos. Unter den Opfern waren viele Urlauber, mit die meisten in Thailand. Dort war gerade Hochsaison. Doch es hätte nicht so viele Opfer geben müssen, wenn das Informations-Bulletin des PTWC`s vom meteorologischen Dienst in Thailand nicht zurückgehalten worden wäre. Die Angst die Touristen zu verunsichern mussten viele mit ihrem Leben bezahlen. Bis zu diesem Tag wussten die meisten gar nicht, zumindest Europäer, was ein Tsunami ist.

Dadurch konnte fast niemand die ersten Anzeichen, wie das Zurückziehen des Wassers, richtig deuten. Wie auch, gerade in Europa sind Tsunamis äusserst selten. Doch seit dem 2. Weihnachtstag 2004 ist der Begriff „Tsunami“ bei den meisten bekannt. Solche Flutwellen können, wenn auch selten, immer wieder auf Küsten zurasen. Sie können nicht nur im Indischen Ozean entstehen, sondern überall. Beispielsweise, gab es im Mai 2003 eine Flutwelle im Mittelmeer. Zwar können dort nicht so große Wellen entstehen wie im Indischen Ozean, aufgrund der Wassermenge, aber trotzdem reicht die Wucht aus um Menschen zu schaden. Thailand wurde zum ersten Mal von einem Tsunami getroffen. Daraufhin folgte eine riesige Stornierungswelle. Aber der Tourismus erholt sich nach einer Krise im Allgemeinen sehr schnell. Gerade bei einmaligen Ereignissen. Dies zeigen auch die Erläuterungen in Kapitel vier. Denn dort ist ersichtlich, dass der Tourismus in Thailand nach kurz Zeit schon wieder zunahm. Anfangs wurden andere Regionen in Thailand bevorzugt, die nicht vom Tsunami betroffen waren, aber auch dies legte sich mit der Zeit. Heute ist Thailand wieder so gut besucht, wie vor dem Tsunami. Leer stehende Hotelzimmer findet man nur selten. Mittlerweile wird auch an einem Tsunami-Frühwarnsystem im Indischen Ozean gearbeitet, dieses soll bis Ende 2008 einsatzbereit sein. Dies finde ich für den Tourismus ungemein wichtig, da in Zukunft die Menschen gewarnt werden und sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Ich glaube, dass durch das TEWS auch Urlauber kommen, die seit dem Tsunami Angst hatten in diese Region zu reisen, obwohl sie dort gerne ihren Urlaub verbringen würden. Auch das Tsunami-Alarmsystem für Mobiltelefone ist hier eine wichtige Sicherheitskomponente. Zukünftig sollten auch die bestehenden Mangrovenwälder so belassen werden wie sie sind und auf die Erhaltung der Korallenriffe mehr Wert gelegt werden. Denn es ist nachweisbar, dass dadurch die Wellen entschärft werden. Auch Sanddünen sollten so belassen werden wie sie sind und nicht für den Tourismus weichen müssen. Da diese als natürlicher Schutzwall fungieren. Insgesamt kann man sagen, dass Thailand durch und folglich nach dem Tsunami als Reiseland noch bekannter geworden ist.

Literaturverzeichnis:

[1] Agenda 21 Treffpunkt Tsunami, Flutkatastrophe in Südostasien, Januar 2008, http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/tsunami.htm

[2] Arte Tv Einbruch im Paradies, Januar 2008, http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/Tsunami/Tourismus/1054548.html

[3] Asienhaus Die Bedeutung des Begriffs Touristen Falle, Ausgabe 22 vom Juni 2005,Seite 11.

[4] Bundesministerium für Bildung und Forschung Seebeben und das Tsunami-Frühwarnsystem, Januar 2008, http://www.bmbf.de/de/2402.php

[5] Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH Tourismus trotzt Tsunami, Februar 2005, http://www.gtz.de/de/dokumente/de-tourismus-materialien2005-tsunami.pdf

[6] Euroforum Handelszeitung Konferenz AG Notfall- und Krisenmanagement, Seite 2, Januar 2008, http://www.euroforum.ch/DATA/pdf/P5100053.pdf

[7] Fair unterwegs Nach dem Tsunami, die Tourismusbranche versprüht Optimismus, Januar 2008, http://www.fairunterwegs.org/themen/thema/article/nach-dem-tsunami- die-tourismusbranche-versprüht-optimismus.html?cHash=159887c857

[8] GeoForschungsZentrum Potsdam Infoblatt Tsunami, Seite 3, Mai 2005 www.gfz-potsdam.de/bib/pub/m/infoblatt_tsunami.pdf

[9] Gfk – Nürnberg e.V. „European Consumer Study 2005“ http://www.gfk.com/group/infopool/press_releases/00775/index.de.html

10] Hr-online.de Tsunami – Region wieder gefragt, 23.09.2005 http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik= 5930&key=standard_d ocument_10887934

[11] Industrie- und Handelskammer Hanau Zukunftstrends im Tourismus, Abschnitt V

http://www.hanau.ihk.de/cms/images/standortpolitik/Bundestag_ Zukunftstrends_im_Tourismus_1-o6.pdf

[12] Kochmesser.de Import GmbH & Co KG 2006 wird Rekordjahr für die Reise, Mai 2006 http://www.kochmesser.de/archiv/2006-05/2006-wird-Rekordjahr -fuer-die-Reise_3130.htm

[13] Konzept PR GmbH Tsunami – Alarmsystem macht Reisen sicherer, 13.12.2007 http://www.konzept-pr.de/website/de/search_pressreleases.php? we_objectID=1181

[14] Parautochton Tsunamis, Januar 2008 http://www.parautochthon.com/100584/231717.html

[15] Sueddeutsche.de Thailand nach dem Tsunami, „Return to paradise“, 05.01.2006 http://www.sueddeutsche.de/reise/artikel/535/67468/

[16] Tagesschau.de Tourismus nach Tsunami und Terror, 03.05.2005 http://www.tagesschau.de/wirtschaft/meldung184840.html

[17] Tui Ag Presse–Anfrage vom 21.04.2005: Tsunami-Folgen

Presse–Anfrage vom 01.11.2005: Entwicklung Tsunami Ziele Winter 05_06

[18] Volker Klinkmüller Auferstanden aus Ruinen, 23.12.2007 http://www.tagesspiegel.de/magazin/reise/Thailand;art294,2443823

[19] Wikipedia Foundation Inc. Sanfter Tourismus, Januar 2008http://de.wikipedia.org/wiki/Sanfter_Tourismus Seebeben im Indischen Ozean 2004, Januar 2008 http://de.wikipedia.org/wiki/Seebeben_im_Indischen_Ozean_2004Tsunami, Januar 2008http://de.wikipedia.org/wiki/Tsunami

[20] ZDF Tsunami – Eine Welle erschüttert die Welt http://www.zdf.de/ZDFxt/module/tsunami/tsunami.htm

Anlagenverzeichnis:

Anlage 1: Weltkarte der Erdbebengefährdung

Anlage 2: Bewegung der Erdplatten

Anlage 3: Wellenausbreitung in Stunden

[...]


1 Kochmesser.de Import GmbH & Co KG: Artikel: 2006 wird Rekordjahr für die Reise, Mai 2006, http://www.kochmesser.de/archiv/2006-05/2006-wird-Rekordjahr-fuer-die-Reise_3130.htm

2 ZDF: Tsunami-Eine Welle erschüttert die Welt, Abschnitt: Historie, Januar 2008, http://www.zdf.de/ZDFxt/module/tsunami/tsunami.htm

3 Wikipedia Foundation Inc.: Artikel: Tsunami, Januar 2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Tsunami

4 Wikipedia Foundation Inc.: Artikel: Tsunami, Abschnitt: Etymologie, Januar 2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Tsunami#Etymologie

5 GeoForschungsZentrum Potsdam: Artikel: Infoblatt Tsunami, Seite 3, Version: Mai 2005, www.gfz-potsdam.de/bib/pub/m/infoblatt_tsunami.pdf

6 Agenda 21 Treffpunkt: Artikel:Tsunami,Flutkatastrophe in Südostasien,Abschnitt: Entstehung/Verlauf, Januar 2008, http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/tsunami.htm

7 Wikipedia Foundation Inc.: Artikel: Seebeben im Indischen Ozean 2004, Januar 2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Seebeben_im_Indischen_Ozean_2004 der Andamanensee und Südasien verursachten. Selbst in Ostafrika kamen dadurch Menschen ums Leben.8

8 Wikipedia Foundation Inc.: Artikel: Seebeben im Indischen Ozean 2004, Januar 2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Seebeben_im_Indischen_Ozean_2004

9 ZDF: Tsunami–Eine Welle erschüttert die Welt, Abschnitt: Chronik 26.12.2004, 00:00 Sunda Graben, Januar 2008, http://www.zdf.de/ZDFxt/module/tsunami/tsunami.htm

10 /11 ZDF: Tsunami–Eine Welle erschüttert die Welt, Abschnitt: Chronik 26.12.2004, 00:00 Sunda Graben, Januar 2008, http://www.zdf.de/ZDFxt/module/tsunami/tsunami.htm

12 Parautochthon: Geo 13, Tsunamis, Abschnitt: Physik eines Tsunamis, Januar 2008, http://www.parautochthon.com/100584/231717.html

14 /15 Agenda 21 Treffpunkt: Artikel: Tsunami, Abschnitt: Entstehung/Verlauf, Januar 2008, http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/tsunami.

16 Wikipedia Foundation Inc.: Artikel: Seebeben im Indischen Ozean 2004, Abschnitt: Todesopfer und Zerstörungen, Januar 2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Seebeben_im_Indischen_Ozean_2004

17 Vgl. Wikipedia Foundation Inc.: Artikel: Seebeben im Indischen Ozean 2004, Abschnitt Todesopfer und Zerstörungen, Januar 2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Seebeben_im_Indischen_Ozean_2004

18 Wikipedia Foundation Inc.: Artikel: Seebeben im Indischen Ozean, Abschnitt: Ökologische Schäden, Januar 2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Seebeben_im_Indischen_Ozean_2004

19 Arte.tv: Artikel. Tsunami, Abschnitt: Tourismus, Januar 2008, http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/Tsunami/Tourismus/1054548.html

20 Asienhaus: Ready for tourism?, Ausgabe: Nummer 22 vom Juni 2005, Seite 11, Artikel: Die Bedeutung des Begriffs „Touristen-Falle“, Juni 2005.

21 ZDF: Tsunami-Eine Welle erschüttert die Welt, Abschnitt: Chronik 26.12.2004, 00:15 und 01:05 Thailand, Januar 2008, http://www.zdf.de/ZDFxt/module/tsunami/tsunami.htm

22 Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH: Tourismus trotz Tsunami, Febr. 2005, http://www.gtz.de/de/dokumente/de-tourismus-materialien2005-tsunami.pdf

23 Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH: Tourismus trotz Tsunami, Febr. 2005, http://www.gtz.de/de/dokumente/de-tourismus-materialien2005-tsunami.pdf

24 Tui AG: Presse-Anfrage vom 21.04.2005, Thema: Tsunami-Folgen.

25 /26 Fair unterwegs: Kategorie: Brennpunkt Tourismus, Abschnitt: Nach dem Tsunami, die Tourismusbranche versrüht Optimismus, Januar 2008, http://www.fairunterwegs.org/themen/thema/article/nach-dem-tsunami-die-tourismusbranche-versprueht-optimismus.html?cHash=159887c857

27 /28 Vgl. Arte tv: Wissen & Entdeckung, Abschnitt: Tsunami, Tourismus, Artikel: Einbruch im Paradies, Januar 2008, http://www.arte.tv/de/wissen-entdeckung/Tsunami/Tourismus/1054548.html

29 GfK-Nürnberg e.V.: Marktforschung, „European Consumer Study 2005“, Januar 2008, www.gfk.de

30 Vgl. Sueddeutsche.de: Artikel: Thailand nach dem Tsunami, „Return to paradise“, 05.01.2006, http://www.sueddeutsche.de/reise/artikel/535/67468/

31 Tui AG: Presseanfrage vom 01.11.2005, Thema: Entwicklung Tsunami Ziele Winter 05_06.

32 Hr-online.de: Nachrichten, Artikel: Tsunami Region wieder gefragt, 23.09.2005, http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5930&key=standard_document_10887934

33 Vgl.: Volker Klinkmüller, www.tagesspiegel.de: Artikel: Auferstanden aus Ruinen, 23.12.2007, http://www.tagesspiegel.de/magazin/reise/Thailand;art294,2443823

34 Bundesministerium für Bildung und Forschung: Seebeben – und das Tsunami-Frühwarnsystem, Januar 2008, http://www.bmbf.de/de/2402.php

35 Konzept PR GmbH: Pressemeldung: Tsunami – Alarmsystem macht Reisen sicherer, 13.12.2007, http://www.konzept-pr.de/website/de/search_pressreleases.php?we_objectID=1181

36 Wikipedia Foundation Inc.: Artikel: Sanfter Tourismus, Januar 2008, http://de.wikipedia.org/wiki/Sanfter_Tourismus

37 Tagesschau.de: Rubrik: Wirtschaft, Artikel: Tourismus nach Tsunami und Terror, Januar 2008, http://www.tagesschau.de/wirtschaft/meldung184840.html

38 Industrie und Handelskammer Hanau: Zukunftstrends im Tourismus, Kapitel V: Reisen angesichts von Risiken und Krisen, Tourismus und Sicherheit – die Ausgangslage, Januar 2008, http://www.hanau.ihk.de/cms/images/standortpolitik/Bundestag_Zukunftstrends_im_Tourismus_1-06.pdf

39 Euroforum Handelszeitung Konferenz AG: Artikel: Notfall- und Krisenmanagement, Abschnitt: Herausforderungen an Organisation und Kommunikation, Seite 2, Januar 2008, http://www.euroforum.ch/DATA/pdf/P5100053.pdf

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Die Auswirkungen der Tsunami-Katastrophe auf den Urlaubsmarkt
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
1.7
Autor
Jahr
2008
Seiten
27
Katalognummer
V112611
ISBN (eBook)
9783656967866
ISBN (Buch)
9783656967873
Dateigröße
1212 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Auswirkungen, Tsunami-Katastrophe, Nachfrageseite, Reisens
Arbeit zitieren
Eva Schnackenberg (Autor), 2008, Die Auswirkungen der Tsunami-Katastrophe auf den Urlaubsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112611

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