In dieser Semesterarbeit geht es um den Tsunami-Katastrophe und ihre Auswirkungen auf die Nachfrageseite des Reisens.
Tsunamis gibt es seit jeher und sie haben stets Opfer gefordert und Verwüstungen hinterlassen. Doch erst seit dem Ereignis am 26. Dezember 2004 sind sie in das Bewusstsein der Urlauber gedrungen und daher aktueller denn je. Naturkatastrophen (in dieser Art) wird es auch in Zukunft geben und kein Küstengebiet ist dagegen gewappnet, auch wenn die Wellen in den verschiedenen Gebieten unterschiedlich stark ausfallen können. Rollt solch eine Wasserfront auf ein Küstengebiet zu, dass als Urlaubsregion beliebt ist, ist auch stets die Tourismusbranche betroffen. Dafür ist das Seebeben im Indischen Ozean, das einen Tsunami auslöste, der auf zahlreiche Urlaubsregionen zuraste, ein Paradebeispiel. Die Tourismusbranche ist zwar von einer unglaublichen Kraft und Dynamik geprägt, dennoch wirft sich die Frage auf, wie können in Zukunft Auswirkungen in diesem Ausmaß verhindert werden! Wie können Urlauber und Einheimische geschützt werden? Denn Tourismusdestinationen bleiben bei den Reisenden nur gefragt, wenn diese das Gefühl haben dort keinen Gefahren ausgeliefert zu sein. Wie kann also die Nachfrage nach Reisen in betroffene Regionen aufrecht erhalten bleiben? Es liegt also an den Reiseveranstaltern und den Destinationen selbst, die Gefahren auf ein Mindestmaß zu beschränken, um keine anhaltenden Verluste zu verzeichnen. Nachfolgende Betrachtungen beziehen sich im speziellen auf den Tsunami 2004, da er die meisten Opfer in der Geschichte (in dem Zeitraum von zehn Jahren) von Tsunamis gefordert hat. Da eine Ausarbeitung der Folgen des Seebebens auf die Reisenachfrage in allen betroffenen Regionen den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, beziehen sich die Aussagen in Kapitel drei in erster Linie auf die Urlaubsregion Thailand.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2. Kapitel: Tsunami
2.1 Definitionen
2.2. Entstehung
2.3. Ablauf
3. Kapitel: Auswirkungen
3.1. Opfer
3.2 Zerstörungen
3.3. Ökologische Schäden
4. Reisenachfrage
4.1. Betrachtete Destination
4.2. Auswirkungen unmittelbar
4.3 Auswirkungen bis heute
5. Katastrophenprävention
5.1. Frühwarnsystem
5.2. Sanfter Tourismus
5.3. Krisenmanagement
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Semesterarbeit untersucht die Auswirkungen der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 auf die Nachfrageseite der Tourismusbranche, mit einem besonderen Fokus auf die Urlaubsregion Thailand. Dabei wird analysiert, wie sich das Reiseverhalten veränderte, welche Rolle die Medienberichterstattung spielte und wie präventive Maßnahmen sowie ein effektives Krisenmanagement zur Wiederherstellung des Vertrauens beitragen können.
- Analyse der physischen und sozialen Auswirkungen der Tsunami-Katastrophe
- Untersuchung der kurz- und langfristigen Veränderungen der Reisenachfrage in betroffene Gebiete
- Rolle von Medien und Krisenmanagement bei der Bewältigung von Nachfrageeinbrüchen
- Evaluierung von Tsunami-Frühwarnsystemen als Sicherheitskomponente für Reisende
- Bedeutung von nachhaltigem bzw. "sanftem" Tourismus im Kontext der Katastrophenprävention
Auszug aus dem Buch
4.2. Auswirkungen unmittelbar
Am 26. Dezember 2004 erreicht circa zwei Stunden nach dem Andamanen-Sumatra-Beben der Tsunami die Küsten Thailands. Die auf die Küsten zurollende Wasserwand ist mehrere Kilometer lang und etwa zehn Meter hoch. Sie zerstört die nahe am Strand liegenden Hotelanlagen und dringt bis weit ins Landesinnere vor. Warnungen gab es keine. Der meteorologische Dienst in Thailand erhielt ungefähr 15 Minuten nach dem Beben ein Informations-Bulletin (= Bekanntmachung) des PTWC`s auf Hawai, gab aber keine offizielle Warnung heraus. Die Touristen sollten nicht beunruhigt werden. Circa eine Stunde nach dem Beben erhält der meteorologische Dienst das vom PTWC herausgegebene Bulletin für eine lokale Tsunami Warnung. Anstatt die Regierung, oder die Medien der betroffenen Regionen zu informieren wird lediglich die eigene Web-Site mit einer Warnung versehen.21 Zwei Stunden nach dem ersten Beben zog sich das Meer in Sekundenschnelle zurück. Küstenabschnitte und Lagunen enthielten nur noch fußhohes Wasser. Fische lagen am Boden und Felsen kamen aus dem Meer hervor, die zuvor nicht zu sehen waren. Nun geht alles relativ schnell, die Wasserwand rast mit etwa 40 Stundenkilometern auf die Küsten zu. In Thailand war gerade Hochsaison. Zehntausende Touristen verbrachten ihren Urlaub an den Stränden von Phuket und anderen Urlaubsregionen.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Einführung in die Thematik der Tsunami-Katastrophe und deren weitreichende Konsequenzen für die Tourismusbranche, wobei Thailand als Fallbeispiel dient.
2. Kapitel: Tsunami: Erläuterung der physikalischen Grundlagen, der Entstehung und des Ablaufs eines Tsunamis, insbesondere mit Bezug auf das Seebeben vom 26. Dezember 2004.
3. Kapitel: Auswirkungen: Detaillierte Darstellung der menschlichen Opferzahlen in verschiedenen Anrainerstaaten sowie der massiven infrastrukturellen und ökologischen Zerstörungen in den betroffenen Küstenregionen.
4. Reisenachfrage: Untersuchung der unmittelbaren und langfristigen Auswirkungen auf die Nachfrage nach Thailand-Reisen sowie der veränderten Wahrnehmung von Reisesicherheit bei europäischen Touristen.
5. Katastrophenprävention: Vorstellung technischer Frühwarnsysteme und Ansätze für ein verbessertes Krisenmanagement sowie die Rolle des sanften Tourismus für die Zukunft.
6. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass trotz der Schwere der Katastrophe der Tourismus in Thailand resilient reagierte und Sicherheitsvorkehrungen maßgeblich zur Normalisierung beitragen.
Schlüsselwörter
Tsunami, Tourismus, Thailand, Reisenachfrage, Naturkatastrophe, Frühwarnsystem, Krisenmanagement, Wiederaufbau, Seebeben, Reisegewohnheiten, Katastrophenprävention, Tourismusbranche, Urlaubsregion, Küstenregion, Sicherheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen und touristischen Folgen der Tsunami-Katastrophe vom Dezember 2004, insbesondere mit den Reaktionen auf die Nachfrageseite der Reisebranche.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten gehören die physikalische Entstehung des Tsunamis, die menschlichen und ökologischen Schäden, die Einbrüche in der Nachfrage sowie präventive Sicherheitsmaßnahmen für Touristen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist zu analysieren, wie sich das Reiseverhalten nach einer solchen Katastrophe verändert hat und welche Strategien notwendig sind, um das Vertrauen der Touristen in betroffene Destinationen wiederherzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse aktueller Berichte, Umfragen und Expertenmeinungen aus dem Zeitraum nach der Katastrophe bis 2008.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Katastrophenursachen, die Darstellung der Zerstörungen, die Untersuchung der Reisenachfrage anhand von Statistiken und die Evaluation von technischer Prävention.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Tsunami, Tourismus, Thailand, Reisenachfrage, Naturkatastrophe, Frühwarnsystem und Krisenmanagement.
Warum wird Thailand als primäres Fallbeispiel gewählt?
Thailand wird gewählt, da es stark von der Katastrophe betroffen war, als wichtiges Reiseziel für Europäer gilt und den schnellen Prozess des Wiederaufbaus sowie die Rückkehr der Touristen besonders verdeutlicht.
Wie hat sich das Sicherheitsbedürfnis von Reisenden langfristig verändert?
Die Studie zeigt, dass Reisende nach der Katastrophe deutlich sensibler auf das Risiko von Naturgefahren achten und dies als ein wichtiges Kriterium in ihre Reiseplanung einbeziehen.
- Quote paper
- Eva Schnackenberg (Author), 2008, Die Auswirkungen der Tsunami-Katastrophe auf den Urlaubsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112611