Zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage


Seminararbeit, 2008

8 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Entstehung und Geschichte
1.1 Verbreitung
1.1.1 Situation in Österreich
1.1.2 Die Missionsarbeit

2 Glaube und Lehre
2.1 Ein Abriss
2.1.1 Rituale
2.2 Die Finanzierung

3 Alltägliches
3.1 „Das Wort der Weisheit“
3.2 Familie

4 Anhang
4.1 Stellungnahme zu Ehe und Familie

5 Quellen

1 Entstehung und Geschichte

Die Gründung der Glaubensgemeinschaft der Mormonen geht auf Joseph Smith (*Dez 1805 in Vermont) zurück. Auf seiner Suche nach der für ihn „richtigen Kirche“ hatte er 1820 eine Vision in der ihm „Gott der Vater“ und „Jesus Christus“ erschienen. Von Gott selbst wurde ihm geraten, sich keiner der existierenden Kirchen anzuschließen sondern auf weitere Anweisungen zu warten.

Einige Zeit später erschien Smith der Engel Moroni, der ihm 1827 den Auftrag gab goldene Platten mit unbekannten Schriftzeichen, die in einer Steinkiste im Boden vergraben waren, mit Hilfe einer beigelegten „Prophetenbrille“ zu übersetzen. 1829, nach der Übersetzung dieser Platten musste Smith diese sowie die Brille unverzüglich an den Engel Moroni zurückgeben. 1830 wurde der übersetzte Text unter dem Titel „The Book of Mormon“ zum ersten Mal gedruckt und veröffentlicht.

1830 gründete Smith im Bundesstaat New York mit einigen Anhängern die „Kirche Jesu Christi“, wobei er „erst Ältester“, Prophet und Apostel war. (Erst 1938, durch eine weitere Offenbarung wurde die Gemeinschaft in „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ umbenannt.)

Einerseits fand die neu-gegründete Gemeinschaft immer mehr Anhänger und breitete sich immer weiter aus und so wurde in Kirtland (Ohio) auch der erste Tempel erbaut. Andererseits begannen auch Konflikte die teilweise mit blutigen Eskalationen und Verfolgungen einhergingen. Da es auch in Missouri zu Auseinandersetzungen mit Teilen der Bevölkerung kam flohen die Mormonen nach Illinois, wo sie den Ort Nauvoo gründeten. Auch hier kam es allerdings zu Spannungen und Konflikten: Zwar war Smith seit 1827 mit seiner Frau verheiratet, so hatte er dennoch intime Beziehungen zu anderen Frauen. Seinem religiösen Verständnis nach handelte es sich dabei jedoch um „Ehen“. Das staatliche Recht hingegen widersprach dieser Meinung und sah vielmehr „außereheliche Verbindungen“ dahinter. Auf kritische Zeitungsberichte äußerte sich Smith hingegeben mit dem Ankündigung Druckmaschinen und Redaktionsräume zu zerstören – was ihn wiederum ins Gefängnis brachte. Bei der Erstürmung dieses Gefängnisses durch Teile der Bevölkerung wurden er und sein Bruder schließlich 1844 erschossen.

Bei der Entscheidung um etwaige Nachfolger für Smith kam es schließlich zu Unstimmigkeiten. Diese hatten zur Folge, dass sich (unter anderem) die Familie von Smith von der ursprünglichen Formation abwendete bzw. abspaltete und eine eigene mormonische Gemeinschaft gründete.

Der neue Nachfolger, B. Young, und seine Anhänger hingegen wanderten weiter nach Westen und erreichten schließlich im Juli 1847 das „Große Salzseetal“ der Rocky Mountains.

Die angekommenen Gläubigen verwandelten das vormalige Wüstengebiet in ein großes mormonisches Gemeinwesen mit dem Zentrum Salt Lake City.

Die von der Gemeinschaft gelebten Polygamie (einem Mann war es erlaubt bis zu 10 Frauen zu heiraten) hatte immer wieder Ausschreitungen und Konflikte zur Folge. Erst 1890 schaffte der damalige Mormonenpräsident die Vielehe außer Kraft und erreichte so die Anerkennung Utah’s als eigenständigen Bundesstaat. (Erst unter der Präsidentschaft – 1901 bis 1918 – von Joseph J. Smith, dem Neffen des Gründers, konnte die Vielehe innerhalb der Gemeinschaft gänzlich abgeschafft werden.)

1.1 Verbreitung

Intensive Missionarstätigkeiten verbreitete sich die „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ über die ganze Erde.

In Deutschland gab es bereits um 1850 erste Mormonen, von denen viele allerdings aufgrund von Auseinandersetzunge und Konflikten nach Utah auswanderten.

Generell gibt es heutzutage verschiedene Gemeinschaften dem Mormonentum zugeschrieben werden. Darunter sind auch einige polygamistische Gruppierungen, von den sich allerdings die Hauptkirche und die anderen von der Hauptkirche abgespalteten Gemeinschaften ausdrücklich distanzieren.

1.1.1 Situation in Österreich

- 1883 wurde das erste österreichische Mitglied getauft.
- 1901 wurde in Haag am Hausruck die 1. Gemeinschaft 1901 gegründet
- 1955 wurde die Kirche in Österreich staatlich anerkannt
- Im Jahr 2007 gab es in Österreich 18 Gemeinden und 2 österreichische Pfähle:
- Pfahl Wien mit Gemeinden und Zweigen in Wien (5x), Bruck an der Mur, St. Pölten, Graz und Wiener Neustadt.
- Pfahl Salzburg mit Gemeinden und Zweigen in Neumarkt am Wallersee, Haag am Hausruck, Innsbruck, Klagenfurt, Linz (2x), Salzburg und Wels.
- Die Gemeinde in Dornbirn gehört seit dem 6. Mai 2007 zum neu gegründeten Pfahl St. Gallen.

1.1.2 Die Missionsarbeit

Die Mitglieder der Kirche sind dazu angehalten unter ihren Bekannten den Glauben zu verbreiten.

Die Angehörigen des Glaubens stellen eine bestimmte Zeit der Missionsarbeit zur Verfügung. Während dieser Zeit betreiben sie, in ihnen zugewiesenen Gebieten „Werbetätigkeit“. (männliche Missionare: 24 Monate; weibliche Missionare: 18 Monate)

Die Kosten hierfür müssen von den Missionaren selbst oder von deren Familien und Freunden getragen werden, da die Kirche eine Übernahme dieser Kosten ablehnt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Veranstaltung
Humanwissenschaften: Weltreligionen
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2008
Seiten
8
Katalognummer
V112658
ISBN (eBook)
9783640113132
Dateigröße
356 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kirche, Jesu, Christi, Heiligen, Letzten, Tage, Humanwissenschaften, Weltreligionen
Arbeit zitieren
Christa Gasser (Autor), 2008, Zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112658

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