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Jugendliche im elterlichen Scheidungskontext. Kurzzeit- und Langzeitfolgen

Title: Jugendliche im elterlichen Scheidungskontext. Kurzzeit- und Langzeitfolgen

Term Paper , 2021 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sarah Scharding (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Ziel der Arbeit ist es, Jugendliche in den Scheidungskontext einzuordnen und daraufhin spezifische Scheidungsfolgen zu erkennen. Jedoch sind die Angaben auch auf eine Trennung eines nicht- verheirateten Paares – unter Voraussetzung einer eheähnlichen Beziehung – zu beziehen.

In der modernen Gesellschaft ist die Scheidung zu einem gewöhnlichen Familienphänomen geworden. Von den Scheidungsnachteilen sind dabei vor allem die Kinder eines ehemaligen Ehepaares betroffen. Da im Zuge der Scheidung und des elterlichen Konflikts besonders Teenager oft in den Hintergrund geraten, ist es umso wichtiger, diese als Scheidungsbetroffene anzusehen. Jugendliche benötigen zuverlässige, stabile und berechenbare soziale Beziehungen. Aufgrund dessen ist es wichtig, die jugendlichen Kinder der sich trennenden Eltern entwicklungspsychologisch zu betrachten, da diese im Scheidungskontext der Eltern neben den pubertären Erfahrungen und Problemen viel zu bewältigen haben. Für die jungen Erwachsenen bedeutet die Scheidung der Eltern auch die Auflösung der ursprünglichen Kernfamilie und die Reorganisation der Ein-Eltern-Familie. Folglich werden Muster durchbrochen, die zuvor den Alltag prägten und Sicherheit boten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SCHEIDUNG

2.1 FAMILIÄRE LEBENSFORMEN

2.2 DEFINITION „SCHEIDUNG“

2.3 SCHEIDUNGSSTATISTIK IN DEUTSCHLAND

3 ADOLESZENZ

3.1 DEFINITION „ADOLESZENZ“

3.2 ELTERN- KIND- BEZIEHUNG

4 JUGENDLICHE IM ELTERLICHEN SCHEIDUNGSKONTEXT

4.1 AMBIVALENZPHASE

4.2 STRESSOREN

5 SCHEIDUNGSFOLGEN

5.1 INTERINDIVIDUELLE DIFFERENZEN DER JUGENDLICHEN REAKTION AUF DIE SCHEIDUNG

5.2 KURZZEITFOLGEN

5.3 LANGZEITFOLGEN

5.4 RELATIVIERUNG DER LEBENSFORM UND POSITIVE ENTWICKLUNGEN

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Jugendliche in den elterlichen Scheidungskontext einzuordnen und die damit verbundenen psychologischen Auswirkungen auf ihre Entwicklung zu identifizieren und zu analysieren.

  • Entwicklungspsychologische Perspektive auf Jugendliche bei elterlicher Trennung
  • Bedeutung der Ambivalenzphase und externer Stressoren
  • Interindividuelle Unterschiede in der Reaktion und psychischen Anpassung
  • Kurz- und Langzeitfolgen der Scheidung für Kinder und junge Erwachsene

Auszug aus dem Buch

4.1 Ambivalenzphase

In jeder der Scheidungsphasen nach Kardas und Langenmayr (1996) verhalten sich die Heranwachsenden unterschiedlich. Festzuhalten ist allerdings, dass der gesamte Scheidungsprozess mit all seinen Phasen und nicht nur die gesetzliche Scheidung die Jugendlichen beeinflusst (Pokorny, 2011). Die Ambivalenzphase spielt jedoch eine besondere Rolle. Sie meint die Zeit vor der eigentlichen rechtskräftigen Scheidung und ist von anhaltenden und eskalierenden Krisen geprägt (Kardas und Langenmayr, 1996). Für die Jugendlichen ist sie von hoher Bedeutung, da sich die Konflikte der Vorscheidungsphase auf die Nachscheidungsphase auswirken. So lässt sich sagen, dass sich die Schwierigkeiten in den verschiedenen Entwicklungsbereichen schon in der Ambivalenzphase manifestieren (Schwarz, 2009). Folglich setzten sie also teilweise schon Jahre vor der eigentlichen Scheidung an und sind oft von dysfunktionalen Familienprozessen und einer belastenden Vorgeschichte geprägt. Damit sind beispielsweise Konflikte der Eltern, welche durch eine negative Einstellung des Paares zueinander entstehen, gemeint. Daraus geht oft hervor, dass die Eltern weniger Engagement zeigen, was in einer unangemessenen Erziehung resultieren kann. Auch kann es dazu kommen, dass sich die Erziehungsstile der beiden Elternteile widersprechen. Alles in allem führen dysfunktionale Familienprozesse zu einer konflikthaften und belastenden Eltern- Kind- Beziehung, welche wiederum ein wesentlicher Erklärungsfaktor für die Probleme der Jugendlichen ist (Schwarz, 1999). So beobachtet Schwarz (1999) sowohl internalisierendes Verhalten – wie Depressionen und Ängstlichkeit – als auch externalisierendes Verhalten – wie Aggressionen – als Resultat der konflikthaften Vorscheidungsphase. Hinzu kommen noch die Stressoren, auf welche explizit im nächsten Kapitel eingegangen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Hinführung zur Fragestellung und Erläuterung der entwicklungspsychologischen Relevanz der Scheidungsthematik für Jugendliche.

2 SCHEIDUNG: Definition der Begriffe sowie statistische Einordnung der Scheidungssituation in Deutschland im Kontext des Wandels von Lebensformen.

3 ADOLESZENZ: Darstellung der Adoleszenz als Entwicklungsphase und die fundamentale Rolle der Eltern-Kind-Beziehung.

4 JUGENDLICHE IM ELTERLICHEN SCHEIDUNGSKONTEXT: Analyse der Ambivalenzphase und der spezifischen Stressoren, die auf Familien im Trennungsprozess einwirken.

5 SCHEIDUNGSFOLGEN: Detaillierte Betrachtung der individuellen Reaktionen, unterteilt in Kurzzeit- und Langzeitfolgen sowie mögliche positive Entwicklungsaspekte.

6 FAZIT: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse über die Auswirkungen elterlicher Scheidung auf Jugendliche und die Relativierung familiärer Strukturen.

Schlüsselwörter

Scheidung, Jugendliche, Adoleszenz, Eltern-Kind-Beziehung, Ambivalenzphase, Stressoren, Scheidungsfolgen, Kurzzeitfolgen, Langzeitfolgen, psychische Anpassung, Familienprozesse, Trennung, Entwicklungspsychologie, Resilienz, Defizitmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die psychologischen Auswirkungen einer elterlichen Scheidung auf Jugendliche und stellt diese in einen entwicklungspsychologischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Familienformen und Scheidung, die Herausforderungen der Adoleszenz, die Stressoren im Scheidungskontext sowie die daraus resultierenden kurz- und langfristigen Folgen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Jugendliche im Scheidungskontext zu verorten und die Vielfalt ihrer Reaktionen sowie die Faktoren zu erkennen, die ihre psychische Entwicklung während und nach der Trennung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenfassung existierender psychologischer Fachliteratur und Studien zu Scheidungsfamilien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Phasen einer Scheidung, die Bedeutung der Ambivalenzphase, externe Stressoren sowie spezifische kurz- und langfristige Verhaltens- und Befindlichkeitsänderungen bei Jugendlichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Scheidung, Adoleszenz, Eltern-Kind-Beziehung, Ambivalenzphase, psychische Anpassung und Familienprozesse charakterisiert.

Warum ist die "Ambivalenzphase" für Jugendliche so bedeutsam?

Sie gilt als Zeit vor der eigentlichen Scheidung, in der sich durch eskalierende Elternkonflikte bereits frühzeitig psychische Schwierigkeiten und dysfunktionale Verhaltensmuster bei den Jugendlichen manifestieren können.

Gibt es auch positive Aspekte nach einer elterlichen Scheidung?

Ja, sofern eine hochkonflikthafte Familienkonstellation aufgelöst wird, kann eine Scheidung auch eine Chance auf Besserung und eine gesündere Entwicklung für die Kinder bedeuten.

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Details

Title
Jugendliche im elterlichen Scheidungskontext. Kurzzeit- und Langzeitfolgen
College
University of Koblenz-Landau  (Psychologie)
Course
Entwicklung im Kindes- und Jugendalter
Grade
1,3
Author
Sarah Scharding (Author)
Publication Year
2021
Pages
18
Catalog Number
V1126879
ISBN (eBook)
9783346487582
ISBN (Book)
9783346487599
Language
German
Tags
Scheidung Jugendliche Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Scharding (Author), 2021, Jugendliche im elterlichen Scheidungskontext. Kurzzeit- und Langzeitfolgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1126879
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