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Irrungen, Wirrungen im Dialekt der Sinti

Untersuchung des Code Switchings Romnes-Deutsch

Title: Irrungen, Wirrungen im Dialekt der Sinti

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 22 Pages , Grade: 1

Autor:in: Jesse Lehmann (Author)

German Studies - Linguistics
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Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist das Romnes, die Sprache der deutschen Zigeuner. Nachdem in den einleitenden Vorbemerkungen einige Worte zum Untersuchungsgegenstand, dem Romnes, zu orthographischen Festsetzungen und Glossierungsregeln, die in dieser Arbeit Anwendung finden werden, gesagt werden, befasst sich diese Arbeit vornehmlich und insbesondere mit den Phänomenen des Code Switchings. Zuerst werden Definitionen der verschiedenen Code Switching-Typen dargestellt und diese anschließend auf ihre Anwendbarkeit beim vorliegenden Problem überprüft. Vermutlich werden die gewöhnlichen Code Switching-Typen nicht ohne Weiteres zutreffend sein, weshalb sich der letzte Punkt dieser Arbeit damit beschäftigt, wie jenes Definitions- oder Anwendungsproblem zu lösen sein könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Vorbemerkung

0.1. Die Sprache der Sinti

0.2. Orthographische Festlegungen

0.3. Glossierungsregeln mit Abkürzungsverzeichnis

1. Theorien zum Code Switching

1.1. Das Äquivalenzmodell

1.2. Das generative Phrasenstrukturmodell

1.3. Das Rahmen-Prozessmodell

1.4. Das Dependenzmodell

1.5. Das Konzept der Auslösefunktion

1.6. Die Morphemhypothese

2. Darstellung und Analyse der Untersuchungsergebnisse

2.1. Hybridität im Lexikon

2.2. Hybridität in der Syntax

3. Schlussfolgerungen

3.1. Wann wechselten die Untersuchungsprobanden?

3.2. Diskussion der Anwendbarkeit der Theorien zum Code Switching

4. Bibliographische Angaben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Code Switchings zwischen der Sprache der Sinti (Romnes) und dem Deutschen. Ziel ist es, durch die Analyse selbst gesammelter Sprachbeispiele von Semisprechern zu ermitteln, welche theoretischen Modelle des Sprachwechsels am besten geeignet sind, die beobachteten hybriden Strukturen im Lexikon und in der Syntax zu erklären.

  • Phänomenologie des Code Switchings bei Sinti
  • Analyse der Hybridität im Lexikon und in der Syntax
  • Überprüfung gängiger theoretischer Modelle zum Code Switching
  • Untersuchung der Rollen von Matrix- und Auxiliarsprache

Auszug aus dem Buch

1.1. Das Äquivalenzmodell

Der Begriff Äquivalenz verweist auf die Eigenschaft der Austauschbarkeit von Elementen zweier Sprachen L1 und L2. „Gemäß der Äquivalenzhypothese wird ein Sprachwechsel in der Regel nur dann erfolgen, wenn die syntaktische Struktur keines der beiden Sprachsysteme durch die Einsetzung des Sprachwechsels verletzt wird, d[as] h[eißt] die Bestimmungen der ,strukturellen Synonymie‘ muss vorherrschen.“

Code-switches will tend to occur at points in discourse where juxtaposition of L1 and L2 elements does not violate a syntactic rule either languages map onto each other. According to this simple constraint, a switch is inhibited from occurring within a constituent generated by a rule from one language which is not shared by the other.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Vorbemerkung: Einführung in den Untersuchungsgegenstand Romnes, die Erläuterung der Sprache der Sinti sowie die Darlegung orthographischer und glossierungstechnischer Standards.

1. Theorien zum Code Switching: Darstellung und Definition verschiedener theoretischer Ansätze zur Erklärung des Sprachwechsels, die als Grundlage für die spätere Analyse dienen.

2. Darstellung und Analyse der Untersuchungsergebnisse: Praktische Analyse von Sprachbeispielen im Hinblick auf hybride lexikalische und syntaktische Strukturen.

3. Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse zur Anwendung der untersuchten Theorien und Diskussion der Rahmenbedingungen des Sprachwechsels bei den Probanden.

4. Bibliographische Angaben: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Literatur.

Schlüsselwörter

Code Switching, Romnes, Sinti, Sprachwechsel, Hybridität, Matrixsprache, Auxiliarsprache, Morphemhypothese, Äquivalenzmodell, Sprachkontakt, Syntax, Semisprecher, Sprachökonomie, Bilingualismus, Linguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Sprachphänomen des Code Switchings zwischen Romnes, der Sprache der Sinti, und dem Deutschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die theoretische Typisierung von Code Switching, die Analyse hybrider Sprachdaten und die Überprüfung der Anwendbarkeit linguistischer Modelle auf diesen spezifischen Sprachkontakt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, durch die Untersuchung von Äußerungen von Semisprechern zu klären, ob und wie verschiedene Theorien zum Code Switching die hybriden Sprachstrukturen im Romnes-Deutsch-Kontakt erklären können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine empirische Datensammlung, bei der Sprachbeispiele von Semisprechern erhoben, nach dem Leipziger Glossierungsstandard aufbereitet und anschließend mit etablierten linguistischen Modellen analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung (Kapitel 1), die Analyse der erhobenen Sprachbeispiele (Kapitel 2) und die Diskussion der theoretischen Modelle (Kapitel 3).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Code Switching, Romnes, Sinti, Matrixsprache, Hybridität und verschiedene theoretische Ansätze wie die Morphemhypothese.

Welche Rolle spielt die Reflexivkonstruktion im Romnes-Deutsch-Kontakt?

Der Autor vermutet, dass die Reflexivkonstruktion als Ausweichstrategie genutzt wird, um mediale Inhalte auszudrücken, für die das Romnes kein explizites, dem Sprecher zugängliches Paradigma mehr bietet.

Warum wird das Rahmen-Prozessmodell als besonders geeignet bewertet?

Es wird als besonders treffend eingestuft, da es durch die Konzepte von Matrix- und Auxiliarsprache komplexe, andernfalls ungrammatisch wirkende Sätze plausibel erklären kann.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur "Auslösefunktion"?

Das Konzept der Auslösefunktion wird weitgehend ausgeschlossen, da die beobachteten Sprachwechsel an so willkürlichen Stellen auftreten, dass keine systematische Auslösung erkennbar ist.

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Details

Title
Irrungen, Wirrungen im Dialekt der Sinti
Subtitle
Untersuchung des Code Switchings Romnes-Deutsch
College
LMU Munich  (Institut für Deutsche Philologie)
Course
HS Mehrsprachigkeit
Grade
1
Author
Jesse Lehmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
22
Catalog Number
V112691
ISBN (eBook)
9783640122417
ISBN (Book)
9783640123827
Language
German
Tags
Irrungen Wirrungen Dialekt Sinti Mehrsprachigkeit Code Switching Code Switching Bilingualismus bilingual Sprachkontakt Sprachwandel Zigeuner
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jesse Lehmann (Author), 2008, Irrungen, Wirrungen im Dialekt der Sinti, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112691
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