Wie verändert die Digitalisierung unseren Alltag? Chancen und Risiken


Seminararbeit, 2020

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

III. Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung

3. Relevante Bereiche der Digitalisierung im privaten Lebenskontext
3.1. Mobilität
3.2. Gesundheit
3.3. Haushalt
3.4 Bildung
3.5 Chancen und Risiken

4. Fazit und Ausblick

IV. Literaturverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Trends der Digitalisierung

III. Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Ziele digitaler Mobilitätsvernetzung

1. Einleitung

Seit Jahrhunderten ist die industrielle Produktion durch Revolutionen geprägt. Die bisherigen Entwicklungen sind geprägt durch die Mechanisierung (Industrie 1.0), Massenproduktion (Industrie 2.0) sowie die Automatisierung durch den Einsatz von IT (Industrie 3.0). Der Einzug des Internets der Dinge sowie des Internets der Dienste führt zur vierten Revolution (Industrie 4.0). Produktion wird hierdurch u.a. effizienter und für den Kunden individueller. (vgl. Klein 2019, o.S.) Disruptive Technologien, Automatisierung und Flexibilisierung von Geschäftsprozessen sowie innovative Geschäftsmodelle sind mit dem Begriff Industrie 4.0 (auch: Enterprise 4.0) eng verbunden. Ganze Branchen formen sich um mit dem Ziel, die digitale Transformation erfolgreich umzusetzen. (vgl. Bendel 2019, S.63) Digitalisierung kann definiert werden als konsequente und umfassende Nutzung digitaler Technologien um neue Produkte zu schaffen, Produktion und Dienstleistung zu automatisieren und Arbeitserleichterung zu bewirken. Die umfassende Nutzung der digitalen Technologien beruht u.a. auf der nutzbringenden Verwertung digitaler Daten, einer technischen sowie inhaltlichen Vernetzung, der Möglichkeit Interaktivität zuzulassen sowie der Berücksichtigung sozialer Aspekte. (vgl. Peinl 2018, S.228) Digitalisierung hat auf die aktuelle sowie weitere Entwicklung eine hochdynamische Wirkung und verändert technische und praktische Anwendungsfelder ebenso wie Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Durch digitale Systeme lassen sich permanent Leistungen und Eigenschaften von Produkten/Dienstleistungen verbessern und Effizienz sowie Ressourcenschonung erhöhen. In der Konsequenz der Entwicklungen ist u.a. das gesamte Arbeitsumfeld in Forschung, Produktion, Dienstleistung etc. im Umbruch. Hinzu kommen künstliche Systeme die Erfahrungen sammeln, lernen und hierdurch Wissen erzeugen. Maschinelles Lernen wird somit zum Standard. (vgl. Neugebauer 2018 S. 1ff.) In Zukunft wird arbeiten vernetzter (i.S. Vernetzung Mensch und Maschine), flexibler und digitaler sein. Die kulturelle und gesellschaftliche Veränderung schafft neue Ansprüche an Arbeit und wird Auswirkungen auf Organisation von Arbeit und sozialer Sicherung haben. (vgl. BMAS 2020, o.S.) Ausgehend von den skizzierten sowie derzeit noch nicht in aller Tiefe und Breite absehbaren und greifbaren Veränderungen das Arbeitsumfeld in z.B. Produktion sowie Dienstleistung betreffend (vgl. BMAS 2020, o.S) leitet sich folgende Fragestellung ab, die im Rahmen der kommenden Ausführungen dieser Seminararbeit, aufgegriffen und behandelt werden soll: Wie verändert die Digitalisierung unseren Alltag?

Darauf aufbauend lassen sich zur Vertiefung des Themenfelds nachstehend aufgeführte Fragen in den Kontext einbauen: Was sind die konkreten, derzeit bekannten sowie absehbaren Entwicklungstreiber im Rahmen der Digitalisierung? Welche Lebensbereiche sind aus heutiger Sicht hiervon betroffen und wie wirkt sich die Digitalisierung hierauf aus? Welche Chancen und Risiken lassen sich ableiten und wie sind diese im derzeitigen Kontext zu berücksichtigen? Wie sehen mögliche weitere Entwicklungen in der Digitalisierung aus?

Hierzu werden beginnend in Kapitel 2 die aktuellen Entwicklungen der Digitalisierung das private Lebensumfeld (i.S. Lebensalltag) betreffend skizziert um hierauf aufbauend in Kapitel 3 relevante Aspekte der Digitalisierung sowie deren Auswirkungen den privaten Lebenskontext in den Bereichen Bildung, Mobilität, Gesundheit sowie Haushalt betreffend zu untersuchen. Chancen und Risiken der Digitalisierung sowie deren Berücksichtigung im privaten Lebensumfeld runden diesen Abschnitt ab um daraus folgend in Kapitel 4 die gemachten Ausführungen dieser Seminararbeit in Bezug zu den Fragenstellungen zu setzen sowie einen Ausblick über weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.

2. Aktuelle Entwicklungen der Digitalisierung

Der digitale Wandel und die hiermit verbundenen technologischen Entwicklungen sind rasant und verändern u.a. die Bereiche Wirtschaft, Gesellschaft sowie Bildung. Leben, Konsum und Kommunikation verändern sich nachhaltig. Die Digitalisierung betrifft Unternehmen in allen Branchen, Geschäftsmodelle verändern sich, neue entstehen. (vgl. BMWI 2020, o.S.) Digitalisierung ist als Zusammenspiel von Technik, Gesellschaft und Individuum zu verstehen und darf nicht als Modeerscheinung verstanden werden. Der digitale Wandel wird jeden betreffen und hat somit Bedeutung für die ganze Gesellschaft. Folgende Trends lassen sich beobachten (vgl. Caritas 2020, o.S.):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Trends der Digitalisierung

Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Caritas 2020, o.S.

3. Relevante Bereiche der Digitalisierung im privaten Lebenskontext

Die Digitalisierung betrifft neben Unternehmen/staatliche Behörden ebenso Privatpersonen in ihrem gesamten Lebenskontext (i.S. Arbeits- und Freizeit) und ist nicht nur auf bestimmte Bereiche zu reduzieren. Sowohl Mobilität, Gesundheit, Haushalt sowie Bildung sind mit Elementen der Digitalisierung durchdrungen. Ein Beispiel für den digitalen Wandel im privaten Lebensumfeld ist das Smartphone, das heute als ständiger Begleiter angesehen werden kann. Mobile, internetfähige Endgeräte erfahren eine zunehmende Verbreitung und sind ein wichtiger Treiber bei der digitalen Zukunftsgestaltung. (vgl. Kreutzer 2018, S.355). In Deutschland beläuft sich der Anteil der Personen, die das Internet außerhalb der Wohnung/des Arbeitsplatzes über ein mobiles Endgerät nutzen auf 77%. (vgl. Eurostat 2020, o.S.) Mobile Angebote werden zudem immer attraktiver und beschränken sich nicht nur auf soziale Netzwerke oder Online-Recherchen, sondern halten auch Einzug bei z.B. Online-Einkäufen. Hinzu kommt, dass gesellschaftlich ein Wandel einsetzt, bei dem eine Erreichbarkeit 24/7 als notwendig angesehen wird und somit auch mobile Endgeräte als Allround-Instrumente eingesetzt werden. (vgl. Kreutzer 2018, S.356) In den kommenden Ausführungen wird aufgezeigt, wie Digitalisierung die Bereiche Mobilität, Gesundheit, Haushalt sowie Bildung verändert und welche möglichen Auswirkungen sich hieraus ableiten lassen.

3.1. Mobilität

Die Digitalisierung ist ein ausschlaggebender Faktor für den Paradigmenwechsel in der Mobilitätsbranche. Hinzu kommen in dieser Branche weitere sog. Megatrends, die den Wandel unterstreichen (u.a. Urbanisierung, Individualisierung sowie Nachhaltigkeit). (vgl. Heggenberger/Mayer 2018, S.4) Grundlage der Mobilität der Zukunft ist die Konnektivität, die zu mehr Mobilitätsangeboten sowie zu anderen Mobilitätsstrukturen führen wird. Der Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern, Fahrzeugen sowie der gesamten Infrastruktur führt perspektivisch zu einem sich selbst steuernden System, welches eine Echtzeit-Verkehrsplanung sowie reibungslose Übergänge von einem zum anderen Transportmittel ermöglicht. (vgl. ADAC 2020, o.S.) Die verfolgte Zielsetzung hierbei ist die Schaffung eines reibungslosen, einfachen sowie umweltfreundlichen Mobilitätskonzepts. Hierdurch lassen sich u.a. Staus, Unfallrisiken ermitteln und vermeiden sowie eine erhöhte Lebensqualität für die Menschen sowohl in Städten wie auch in ländlichen Regionen erreichen. (vgl. ADAC 2020, o.S.) Dies erscheint notwendig, da die Herausforderungen –in diesem Kontext bezogen auf die Bundesrepublik Deutschland- massiv sind. Steigender Lieferverkehr aufgrund verändertem Konsumverhalten (i.S. Warenbezug über das Internet und damit einhergehend Versand und Lieferung), zunehmender Pendlerverkehr zwischen Land und Stadt sorgen für überlastete Straßen, überfüllte Städte sowie Emissionen, die umweltbelastend sind. (vgl. BMVI 2018, S.1)

Sowohl Umwelt, Ressourcen sowie Verbraucher/Konsumenten können durch Digitalisierung und einhergehender intelligenter Verkehrssysteme entlastet werden. (vgl. BDI 2015, o.S.) Ziele der gesamten digitalen Vernetzung bezogen auf Mobilität sind u.a.:

Ziele digitaler Mobilitätsvernetzung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Ziele digitaler Mobilitätsvernetzung

Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an BDI 2015, o.S.

Die in diesem Abschnitt aufgeführten Möglichkeiten stehen in direktem Zusammenhang mit dem Sammeln von Daten, um daraus z.B. Muster ableiten zu können. Das Wissen über diese Daten sowie die zielführende Nutzung dergleichen spielt somit eine entscheidende Rolle um Fahrverhalten, Mobilitätsbedürfnisse, Kaufverhalten o.ä. vorausschauend analysieren und im Sinne der Zielsetzung des Mobilitätskonzepts der Zukunft nutzen zu können (vgl. Heggenberger/Mayer 2018, S.6ff.)

3.2. Gesundheit

Digitalisierung im Bereich Gesundheit meint den Einsatz von Informations- sowie Kommunikationstechnologie, um Wertschöpfungsketten elektronisch abzubilden mit dem Ziel zeitliche sowie räumlichen Distanzen zu überwinden, Marktakteure (z.B. gesetzliche und privaten Krankenversicherungen, Gesundheitsministerien, Ärzte, Krankenhäuser, Versicherte, Patienten etc.) zu vernetzen und Leistungen effizient zu erbringen. (vgl. Wolff 2018, S.154ff.) Zugänglichkeit und Qualität der Behandlungen sollen u.a. verbessert werden durch z.B. elektronische Patientenakten, tragbare Überwachungsgeräte für Patienten sowie Operationsroboter u.ä.. Über effiziente Prozesse sowie Vernetzung hinausgehend sind Innovationen und neue Geschäftsmodelle der Digitalisierung im Gesundheitswesen zuzuordnen. (vgl. Wolff 2018, S. 158ff.) Die beiden Teilbereiche der Digitalisierung lassen sich unter den Begriffen eHealth sowie smartHealth subsummieren. eHealth stellt die digitalisierte Variante des klassischen Gesundheitssystems (i.S. Datenaustausch mit dem Ziel der Unterstützung von Behandlungs- und Betreuungsprozessen) dar. smartHealth hingegen bezeichnet die neuen Geschäftsmodelle sowie die Nutzung des Internets (i.S. Nutzung neuer medizinischer Verfahren, Vernetzung von Geräten und Sensoren etc.). (vgl. Wolff 2018, S.160) Kern beider Teilbereiche ist die Vernetzung der digitalen Ökosysteme (u.a. Krankenhaus, Praxis sowie Wohnung des Patienten) mit den jeweiligen technischen Geräten (Medizingeräte, Arztrechner, Smartphone u.a.) mit dem Ziel der Datensynchronisation. (vgl. Wolff 2018, S.161) Treiber für eine Entwicklung des eHealth- Bereichs sind u.a. die Möglichkeiten zur Kostensenkung durch effiziente medizinische Prozesse. Einsparungen lassen sich u.a. durch weniger Doppeluntersuchungen, einer verbesserten Kommunikation aufgrund elektronischer Patientenakten zwischen den einzelnen Leistungserbringern, sowie einem effizienten Abrechnungssystem erzielen. Hinzu kommen Patientennutzen, die ebenso als Treiber der digitalen Entwicklung zu berücksichtigen sind. U.a. sind Patientendaten stets aktuell, relevante gesundheitliche Informationen liegen den Leistungserbringern vor, Diagnosen können schneller getroffen und Therapien sicherer angeboten werden. (vgl. Wolff 2018, S.175) Ebenso vielfältig sind die Potenziale im Bereich smartHealth. Durch neue Technologien, App-Entwicklungen sowie Endgeräte (u.a. Smartphones sowie Tablets) sind Patienten informierter, steigern ihre Gesundheitskompetenz und sind in der Lage, Gesundheitsimpulse im Alltag zu nutzen und somit Verhaltensänderungen bei Bedarf umzusetzen. Gesundheitsrelevante Themen sowie Impulse sind jederzeit u.a. durch die Marktakteure kostengünstig zu vermitteln. Hinzu kommt, dass ständig abrufbare Daten zu eigenen Aktivitäten, Gesundheitszustand, Vitalfunktionen u.a. die eigene Motivation -eine gesundheitlich positive Lebensweise umzusetzen- unterstützen können und sich ferner ein Teilen der Gesundheitsdaten mit Gleichgesinnten sowie mit z.B. Ärzten einfach umsetzen lässt. (vgl. Wolff 2018, S.176) Alleine in Deutschland beläuft sich die Anzahl der Smartphone-Nutzer im Jahr 2019 auf über 57,7 Millionen (vgl. VuMA 2020, o.S.) und zeigt die Potenzialmöglichkeiten im Bereich smartHealth alleine bezogen auf die Verbreitung der Endgeräte im Konsumenten-/Patientenmarkt. Diesem Potenzial der verfügbaren Endgeräte (i.S. technische Plattform für App-Installationen) kommt derzeit eine weitere Bedeutung i.S. der Datenauswertung zu. Aufgrund der weltweiten Verbreitung des Virus Covid-19 soll die Nutzung von Personendaten inkl. Bewegungsprofil mittels einer eigens entwickelten Warn-App u.a. eine weitere Ausbreitung des Virus durch die Möglichkeiten der Kontaktverfolgung eindämmen und Infektionsherde offenlegen. (vgl. Ottonova 2020, o.S.) Die Einsatzmöglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen sind vielfältig und noch lange nicht abgeschlossen. (vgl. Wolff 2018, S. 181)

3.3. Haushalt

Grundlegende durch Digitalisierung hervorgerufene Veränderungen finden nicht nur in den Bereichen Mobilität und Gesundheit statt, sondern auch in privaten Haushalten. Die Basis, um Digitalisierung in Haushalten umzusetzen ist bereits dadurch gelegt, dass es in Deutschland im Jahr 2019 bereits über 62,9 Millionen Internetnutzer ggü. 4,1 Millionen im Jahr 1997 gibt. (vgl. ARD & ZDF 2019 o.S.) Mobile Endgeräte (z.B. Smartphones, Tablets) ermöglichen es u.a., bisherige physische Interaktionen digital und unabhängig von Ort und Zeit auszuführen. (vgl. Maisch/Palacios Valdés 2019, S.43) Der immer schnellere und breitere Zugang zum Internet hält den Wandel in den einzelnen Branchen auch weiterhin auf einem hohen Niveau (vgl. Schwartz et al. 2017, S.3), gefolgt von einer immer größer werdenden Anzahl an Nutzern von digitalen Angeboten. Bereits 2017 nutzt die Hälfte der Weltbevölkerung das Internet, mehr als 90% hiervon über ein mobiles Endgerät. (vgl. Maisch/Palacios Valdés 2019, S.42)

Auch weiterhin sind fundamentale Veränderungen zu erwarten. Bereits heute sind digitale Sprachassistenten, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, Zugang zum Internet sowie künstlichen Stimmen, in der Lage, Fragen zu beantworten, Auskunft zu geben und sog smart Home- Geräte zu steuern, u.a. Haushaltsgeräte, Rolläden, Garagentore, Lichtanlagen, Kinderspielzeug u.ä. (vgl. Bardmann 2019, S.694f.) Hinzu kommen im Privatleben u.a. Möglichkeiten des digitalen Einkaufens, Bezahlens sowie der Paketzustellung. Smart Home- Geräte verfolgen in der Grundausrichtung den Ansatz der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M), der darauf basiert, dass Kommunikation aufgrund standardisierter Schnittstellen sowie einer definierten Semantik zwischen zwei Geräten stattfindet. Im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren (z.B. Erkennen einer Tiefpreisphase am Strommarkt) benötigt es zusätzlich zur reinen „Kommunikation“ basierend auf Schnittstellen eine Vernetzung, die Möglichkeiten der Datenübertragung zulässt und somit Steuerimpulse setzen kann. (vgl. Peinl 2018, S.232) Voraussetzung ist die Ausstattung der Haushaltsgeräte o.ä. mit entsprechenden Sensoren, Aktoren sowie intelligenten Mikroprozessoren, um Datenaustausch zu ermöglichen und Befehle auszuführen. Hierdurch werden physikalische Geräte in die virtuelle Welt eingebunden. Oftmals laufen Prozesse unbemerkt im Hintergrund ab, die Steuerung der Geräte erfolgt aufgrund künstlicher Intelligenz sowie den Auswertungen der gesendeten/empfangenen Daten. (vgl. Bardmann 2019, S.695f.) Eine intelligent eingesetzte Vernetzung im Haushalt kann Wohnen und Leben komfortabler und sicherer machen sowie dazu beitragen, z.B. Energie- / Heizkosten einzusparen. Hinzu kommt, dass sich Gefahrenquellen reduzieren lassen, da Geräte sich z.B. automatisch abstellen (vgl. Verbraucherzentrale 2020, o.S.) Nicht nur im Haushalt eingesetzte Geräte lassen sich vernetzen, sondern auch z.B. Kleidung, Schuhe, Brillen sowie Uhren. (vgl. Bardmann 2019, S. 697)

3.4 Bildung

Durch die Digitalisierung verändert sich unsere Gesellschaft grundlegend. Die Bereiche Mobilität, Haushalt sowie Gesundheit sind nur eine Ausschnittsbetrachtung den Lebenskontext betreffend. Grundsätzlich werden alle Lebens- und Arbeitsbereiche mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (KIT) durchdrungen. Hierdurch eröffnen sich neue Möglichkeiten die sowohl gesamtgesellschaftliche als auch volkswirtschaftliche Chancen mit sich bringen (u.a. Teilhabe an Wissen und Beschäftigung) bei gleichzeitigem Schaffen neuer Abhängigkeiten (vgl. MINT 2020, o.S.) Damit Chancen und Risiken der Digitalisierung abgewogen werden können, bedarf es einer (schulischen) Bildung, welche die digitale Vernetzung im Kern berücksichtigt und die Kulturtechniken Schreiben, Lesen sowie Rechnen ergänzt. (vgl. MINT 2020, o.S.) Ziel ist u.a., rechtliche Rahmenbedingungen zu kennen sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf die eigene Person sowie bezugnehmend auf soziale Aspekte (i.S. Zusammenleben) hinterfragen zu können. Die eigene digitale Kompetenz ist bedeutsam, um digitale Möglichkeiten/Medien verantwortungsvoll zu nutzen und um entsprechende Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. In Schulen, Hochschulen und anderen Bildungsstätten sind u.a. schnelles WLAN sowie interaktive Tafeln (sog. Whiteboards) bereitzustellen. (vgl. BMBF 2020, o.S.). Ebenso eröffnen sich neue Möglichkeiten für ein Lernen unabhängig von Ort und Zeit, für das ebenso Kompetenzen zu vermitteln sind. (vgl. Feldmann/Wolff 2018, S.192) Lernplattformen, soziale Medien sowie virtuelle Klassenräume sind Möglichkeiten, eine individuelle und mobile Lernumgebung zu ermöglichen. (vgl. Bibb 2016, o.S.) Die digitalen Kompetenzen sind entlang der gesamten Bildungsbiografie zu vermitteln. Basis hierfür ist eine digitale Infrastruktur an allen Lernorten die Lernbiografie betreffend (Schule, Berufsschule, Hochschule, Betrieb, zu Hause). Dem lebenslangen Lernen kommt eine Bedeutsamkeit zu, da sich Tätigkeiten wandeln und zum Teil subsituiert werden. Für eine Vermittlung der Kompetenzen sind neue pädagogisch-didaktische Konzepte ebenso notwendig wie der Ausbau der Infrastruktur inkl. Hardware. (vgl. AGV BW 2020, o.S.) Auch im digitalen Zeitalter bleibt Lernen ein sozialer Prozess, der in Lernnetzwerken seinen Niederschlag findet. Eine Gesellschaft die 24/7 online ist, bietet enorme Potenziale für interaktives Lernen in starken Gemeinschaften, in denen die Peer Group zum Informationsmittelpunkt wird. (vgl. Meinel 2017, o.S.)

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Wie verändert die Digitalisierung unseren Alltag? Chancen und Risiken
Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1127098
ISBN (eBook)
9783346490599
ISBN (Buch)
9783346490605
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digitalisierung, Mobilität, Gesundheit, Haushalt, Bildung, Internet of things, Konnektivität, Digital Business
Arbeit zitieren
Marcel Kollmann (Autor:in), 2020, Wie verändert die Digitalisierung unseren Alltag? Chancen und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127098

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Wie verändert die Digitalisierung unseren Alltag? Chancen und Risiken



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden