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Stärken und Schwächen der Lernfeldkonzeption im Vergleich zur Fächersystematik

Title: Stärken und Schwächen der Lernfeldkonzeption im Vergleich zur Fächersystematik

Seminar Paper , 2008 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Timm Ahfeldt (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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(...)
„Schlüsselqualifikationen“ ist in diesem Zusammenhang zu einem zentralen Schlagwort avanciert(Lipsmeier, 2002). Als Reaktion auf diese Entwicklung ist der Berufsschulunterricht bereits seit mehreren Jahren auf das Prinzip der Handlungorientierung ausgerichtet. Es geht darum, bei den Lernenden eine umfassende Handlungskompetenz auszubilden. Die KMK (2000, S.9) versteht unter dieser „die Bereitschaft und Fähigkeit des einzelnen, sich in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten“. Seit Jahren wird diskutiert, wie die Lehrpläne am besten nach der Handlungsorientierung auszurichten seien. Es geht also darum, der Handlungsorientierung von der Systematisierung her gerechter zu werden, damit eine bessere Entwicklung von Handlungskompetenz möglich gemacht werden kann(Bader, 1998). Der bisherigen Fächersystematik werden dahingehend einige Schwächen konstatiert. Als Reaktion brachte die KMK in ihren Handreichungen für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen vom 9. September 1995 (Stand: 15. September 2000), zur Überraschung vieler,ein neues curriculares Konzept hervor, welches die zum Ziel gesetzte Handlungsorientierung im Berufsschulunterricht besser umsetzbar machen sollte –das Lernfeldkonzept. Überraschend deshalb, weil dies ohne eine öffentliche bildungspolitische Diskussion und auch ohne eine begleitende wissenschaftliche Expertise von außen geschah. Die Lehrpläne,mit ihren Lerninhalten und -zielen,erhielten mit dem Lernfeldkonzept eine entsprechend neue curriculare Struktur (Bader, 1998; Lipsmeier, 2002).Die KMK (2000) versteht in ihren Handreichungen unter einem Lernfeld ein didaktisch aufbereitetes Handlungsfeld. Ganz genau heißt es in den KMK-Handreichungen (2000, S. 14): „Lernfelder sind durch Zielformulierung, Inhalte und Zeitrichtwerte beschriebene thematische Einheiten, die an beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientiert sind“. Diese Hausarbeit beschäftigt sich im Folgenden etwas näher mit dem Lernfeldkonzept und stellt dabei die Stärken und Schwächen des Lernfeldkonzepts im besonderen Vergleich zur jahrelang dominierenden Fächersystematik heraus. Zum genaueren Verständnis der Lernfeldorientierung werden vorab noch kurz deren Wesen bzw. Grundzüge dargestellt. Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Hausarbeit noch einmal kompakt zusammen und gibt ein abschließendes Untersuchungsfazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundzüge der Lernfeldkonzeption

3. Lernfeldkonzeption vs. Fächersystematik

3.1 Stärken der Lernfeldkonzeption im Vergleich zur Fächersystematik

3.2 Schwächen der Lernfeldkonzeption im Vergleich zur Fächersystematik

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Lernfeldkonzept im Kontext des Berufsschulunterrichts, indem sie dessen Stärken und Schwächen systematisch mit der klassischen Fächersystematik vergleicht und die Herausforderungen bei der Umsetzung reflektiert.

  • Entwicklung und Grundzüge der Lernfeldkonzeption
  • Gegenüberstellung von Lernfeldkonzept und Fächersystematik
  • Analyse der Stärken hinsichtlich Handlungsorientierung und Motivation
  • Identifikation von Risiken (z.B. Überforderung, systematischer Überblick)
  • Implikationen für Lehrkräfte und Schulorganisation

Auszug aus dem Buch

3.1 Stärken der Lernfeldkonzeption im Vergleich zur Fächersystematik

In der Einleitung dieser Hausarbeit wurde bereits erwähnt, dass das Lernfeldkonzept ein Produkt dessen war und auch immer noch ist, eine für die zunehmende Handlungsorientierung im Berufsschulunterricht sinnvollere Systematisierung des Unterrichts zur effektiveren Entwicklung von Handlungskompetenz herbeizuführen (Bader, 1998). In genau diesem Punkt, nämlich in der stärkeren Orientierung am beruflichen Handeln, soll sogleich auch der entscheidende Vorteil des Lernfeldkonzepts liegen. Diese Angleichung von betrieblichem und schulischem Lernen heben Befürworter der Lernfeldorientierung besonders gern hervor. Die wesentlichen Vorteile sehen sie darin, dass Lernfeldcurricula die Möglichkeit bieten, betriebliches Handeln zum zentralen Unterrichtsgegenstand zu machen und das sie darüber hinaus die Aufnahme neuer Lerninhalte möglich machen, sowie einen neuen didaktischen Ansatz zu deren Vermittlung darstellen.

Die offene Formulierung der Lernfelder lässt zudem eine flexiblere Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen zu. Gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit, sind besonders auch die Berufs- bzw. Arbeitsbedingungen einem kontinuierlichen und fortlaufenden Wandel unterzogen, was eine schnelle Reaktion im Berufsbildungswesen erforderlich macht. Lernfelder ermöglichen durch ihre offene Formulierung eine solch schnelle Reaktion besser, als eine relativ starre Fächersystematik. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Lernfeldkonzept mehr Projektarbeit möglich, wenn nicht sogar erforderlich macht. Dieser Aspekt ist, in Bezug auf die heutigen Arbeitsbedingungen und die zunehmende Projektorientierung im Berufsalltag, ebenfalls als besondere Stärke im Vergleich zur Fächersystematik zu sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der Handlungsorientierung in der Berufsbildung und führt das Lernfeldkonzept als Antwort auf die wahrgenommenen Schwächen der traditionellen Fächersystematik ein.

2. Grundzüge der Lernfeldkonzeption: Dieses Kapitel definiert Lernfelder als didaktisch aufbereitete Handlungsfelder und beschreibt den Perspektivenwechsel von einer rein fachsystematischen hin zu einer anwendungsorientierten Struktur.

3. Lernfeldkonzeption vs. Fächersystematik: Der Hauptteil analysiert detailliert die Vor- und Nachteile beider Ansätze, wobei besonders auf Aspekte der Flexibilität, der Motivation und der drohenden fachlichen Unstrukturiertheit eingegangen wird.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für eine komplementäre Nutzung beider Konzepte, wobei fachsystematische Grundlagen als unverzichtbar für die Wissenssicherung hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Lernfeldkonzeption, Fächersystematik, Berufsschulunterricht, Handlungsorientierung, Handlungskompetenz, Curriculum, KMK, Lehrpläne, Wissensvermittlung, Projektarbeit, Lehrkräfte, Didaktik, Berufsbildung, Fachwissen, Lernsituation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Einführung des Lernfeldkonzepts in den Berufsschulunterricht und setzt dieses in einen kritischen Vergleich zur traditionellen Fächersystematik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Handlungsorientierung, die curriculare Strukturierung von Lerninhalten und die Auswirkungen dieser Veränderungen auf die Rolle der Lehrkräfte sowie auf die organisatorische Struktur der Berufsschulen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit sucht nach Antworten auf die Frage, welche Stärken und Schwächen das Lernfeldkonzept im direkten Vergleich zur etablierten Fächersystematik aufweist und ob eine Ablösung der Fächerstruktur sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die den wissenschaftlichen Diskurs sowie Handreichungen der KMK analysiert, um die Chancen und Risiken der curricularen Neuausrichtung abzuwägen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Gegenüberstellung: Während ein Kapitel die Vorteile wie erhöhte Flexibilität und Praxisnähe beleuchtet, widmet sich ein weiteres Kapitel den Risiken wie Überforderung der Lehrkräfte und dem möglichen Verlust systematischer Wissensstrukturen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Handlungskompetenz, Curriculum, Lernfelder, Fächersystematik und die Herausforderung der methodisch-didaktischen Umsetzung im Schulalltag.

Wie bewertet der Autor das "exemplarische Prinzip" im Lernfeldkonzept?

Der Autor kritisiert, dass das Lernfeldkonzept zwar auf das exemplarische Prinzip setzt, jedoch konkrete Hinweise zum sachlogischen Aufbau fehlen, was die praktische Umsetzung erschwert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Balance zwischen den Systemen?

Der Autor schlussfolgert, dass die Fächersystematik als ordnendes Element nicht ersetzbar ist und empfiehlt eine komplementäre Balance, um Wissensbestände vor einer "transferresistenten Unstrukturiertheit" zu schützen.

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Details

Title
Stärken und Schwächen der Lernfeldkonzeption im Vergleich zur Fächersystematik
College
University of Göttingen
Course
Institutionelle und bildungspolitische Bedingungen des Lernens und Lehrens II
Grade
1,7
Author
Timm Ahfeldt (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V112714
ISBN (eBook)
9783640128839
ISBN (Book)
9783640130283
Language
German
Tags
Stärken Schwächen Lernfeldkonzeption Vergleich Fächersystematik Institutionelle Bedingungen Lernens Lehrens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timm Ahfeldt (Author), 2008, Stärken und Schwächen der Lernfeldkonzeption im Vergleich zur Fächersystematik , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112714
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