Adipositas ist derzeit ein sehr aktuelles Thema im Gesundheitssektor. Lebensbedrohliche Krankheiten und andere Folgen von Adipositas sind schwerwiegend. Daher gilt es, Übergewicht und Adipositas entgegenzuwirken. Laut der KiGGs-Studie hat sich die Anzahl von übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren seit den 1980er und 1990er Jahren verdoppelt.
Diese Arbeit begrenzt sich auf Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahre, da die Jugendlichen in diesem Zeitpunkt am besten verstehen, dass Übergewicht das Risiko für Folgen erhöht. Übergewicht und Adipositas haben viele Ursachen, die im Verlauf dieser Arbeit ausgeführt werden. Zunächst werden die genetischen Faktoren beleuchtet. Die Genetik macht einen eher kleineren Grund für Übergewicht aus. Jedoch können Fehlangewohnheiten und Fehlverhalten der Eltern das Risiko für Übergewicht der Jugendlichen erhöhen. Oftmals beginnt dies schon in den jungen Jahren. Hauptursache von Übergewicht ist der soziale Status, durch den das grundlegende Gesundheitsverhalten oftmals nicht richtig von den Eltern gezeigt wird. Dabei spielt die Bildung, das soziale Umfeld und der Lebensstil eine Rolle, in der das Kind hineingeboren wird.
Inhaltsverzeichnis
I. Einführung
II. Definition und Epidemiologie
III.Ursachen und Folgen
III.I Genetische Faktoren von Übergewicht
III.II Soziokulturelle Faktoren und Migrationshintergrund
III.III Psychosoziale Faktoren von Übergewicht
III.IV Folgen und Folgeerkrankungen
IV. Präventionsmaßnahmen
V. Diskussion und Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die zentralen Einflussfaktoren auf Übergewicht und Adipositas bei Jugendlichen in Deutschland, mit dem Ziel, präventive Handlungsansätze aufzuzeigen, um der gesundheitlichen Belastung entgegenzuwirken.
- Analyse der genetischen und soziokulturellen Ursachen von Übergewicht
- Untersuchung psychosozialer Faktoren und deren Einfluss auf das Essverhalten
- Erläuterung der gesundheitlichen Folgen und Folgeerkrankungen
- Evaluierung präventiver Maßnahmen in Schule, Familie und Gesellschaft
- Diskussion über die Bedeutung von Bildung und sozialem Umfeld für die Gesundheitsförderung
Auszug aus dem Buch
III.II Soziokulturelle Faktoren und Migrationshintergrund
Das Übergewicht bei Jugendlichen wird stark durch den sozialen Status beeinflusst. Durch Vulnerabilität wird gelenkt, in welche soziale Schicht ein Kind hineingeboren wird und in welcher ein Jugendlicher heranwächst (vgl. Richter, M., 2008, S.17). 7,4 Prozent der heranwachsenden Übergewichtigen kommen aus einem niedrigen Wohlstand. Dies entspricht dem höchsten Prozentsatz. Jugendliche aus niedrigem Wohlstand sind zudem laut HBSC-Studie zu 5,5 Prozent adipös und zu 1,3 Prozent extrem adipös (vgl. Sammet, I., 2018, S.37). Somit ist festzuhalten, dass der soziale Status ein wichtiger Punkt ist. Hierbei geht es auch um gesundheitliche Ungleichheit, die einen Zusammenhang zwischen Gesundheit und sozialen Ungleichheiten bezeichnet (vgl. Richter, M. 2008, S. 15). Heranwachsende sind über ihre Eltern in deren soziale Lage indirekt involviert. Eine niedrige Bildung, berufliche Stellung oder das niedrige Einkommen der Eltern beeinflusst das Kind und es kann folglich zu Übergewicht kommen (vgl. Richter, M., 2008, S. 15). Die Familie, das Umfeld und Gleichaltrige bzw. Freunde bilden die wichtigsten Sozialisationsinstanzen in der Adoleszenz (vgl. Richter, M. 2008, S.17). Es ist bekannt, dass Kinder den Lebensstil ihrer Eltern annehmen, sie wachsen schließlich auch in diesem auf.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einführung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz des Themas Adipositas bei Jugendlichen dar und definiert den Fokus auf die Altersgruppe der 13- bis 18-Jährigen sowie die geplante Untersuchung der Ursachen und Präventionsmaßnahmen.
II. Definition und Epidemiologie: Hier wird der Body Mass Index (BMI) als wissenschaftliches Messinstrument erläutert und die aktuelle statistische Verbreitung von Übergewicht bei Heranwachsenden in Deutschland dargelegt.
III.Ursachen und Folgen: Dieses Kapitel analysiert detailliert genetische, soziokulturelle und psychosoziale Einflussfaktoren sowie die daraus resultierenden physischen und psychischen Folgeerkrankungen.
IV. Präventionsmaßnahmen: Hier werden Strategien zur Bekämpfung von Übergewicht diskutiert, wobei insbesondere die Aufklärung, die Rolle von Selbsthilfegruppen und die Bedeutung von körperlicher Aktivität betont werden.
V. Diskussion und Fazit: Das Abschlusskapitel reflektiert die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen und betont die Notwendigkeit politischer und gesellschaftlicher Interventionen zur langfristigen Senkung der Übergewichtsraten.
Schlüsselwörter
Adipositas, Übergewicht, Jugendliche, BMI, Prävention, Gesundheitsförderung, sozialer Status, Ernährung, Bewegungsmangel, genetische Faktoren, psychosoziale Faktoren, Folgeerkrankungen, Lebensstil, Stress, Aufklärung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Übergewicht und Adipositas bei Jugendlichen in Deutschland und analysiert, welche Faktoren zu dieser Entwicklung beitragen.
Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Übergewicht, die statistische Epidemiologie, die Identifikation von Ursachen (genetisch, soziokulturell, psychosozial) sowie die gesundheitlichen Folgen und Ansätze zur Prävention.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Hauptfaktoren zu identifizieren, die Übergewicht begünstigen, und auf dieser Basis sinnvolle Präventionsmaßnahmen zu diskutieren, um die Gesundheit der Jugendlichen zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle Studien wie die KiGGs-Studie und die HBSC-Studie sowie Fachliteratur nutzt, um einen umfassenden Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu geben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Risikofaktoren, der Rolle des sozialen Status und des Elternhauses sowie der neurobiologischen und psychologischen Komponente von Essstörungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Adipositas, Prävention, soziale Ungleichheit, Lebensstil, Essverhalten und körperliche Aktivität charakterisiert.
Warum spielt der soziale Status laut der Autorin eine so wichtige Rolle?
Der soziale Status beeinflusst direkt das Gesundheitsverhalten der Eltern, die Bildung und das Umfeld, in dem ein Kind aufwächst, was laut der Autorin als entscheidender Nährboden für Übergewicht fungiert.
Welche Rolle spielt Stress bei der Entstehung von Adipositas?
Stress führt zu neurobiologischen Veränderungen, wie der Ausschüttung von Neuropeptiden, die die Fettzellenbildung fördern und durch „Fressanfälle“ als Kompensationsmechanismus für Trost und Stressabbau missbraucht werden können.
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- Sina Baumann (Author), 2020, Adipositas. Ursachen, Folgen und Prävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127150