Mit der immer weiter voranschreitenden Technisierung von Geschäftsprozessen
in Unternehmen sehen sich viele Verantwortliche heute mit einer Vielfalt
Informationsquellen konfrontiert. Waren vorher die Aktivitäten und Prozesse
unter Umständen nur in Papierform durch z.B. Arbeitsanweisungen oder
Erfassungslisten abgebildet, wurden Bestellungen, intern wie extern, nur
telefonisch oder persönlich entgegengenommen, also manuell erfasst, so
erhoffen sich Unternehmen durch die Umstellung auf die elektronische
Datenerfassung und Weiterverarbeitung die Beschleunigung und
übersichtlichere Gestaltung der Geschäftsprozesse. Wo vorher diverse
Papierablageformen (Körbchen, Ordner, Schublade, Hefter, ...) je nach
Organisationsgrad mehr oder weniger „durchforstet“ werden mussten, soll die
elektronische Erfassung Abhilfe schaffen. Allerdings ist eine Organisation nicht
allein mit der Einführung von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation am
Arbeitsplatz erreicht. Solange keine zentrale Organisation erfolgt, herrscht am
Arbeitsplatz der gleiche Wildwuchs auf der Festplatte, der auch im Schrank
vorkommen kann.
Die meisten mittelständischen Unternehmen sind in der heutigen Zeit mit
Workstations ausgestattet, welche wiederum in einem Netzwerk
zusammengeschlossen sind. Über dieses Netzwerk wird in der Regel ein eMail-
Server betrieben, die gemeinsam genutzten Drucker eingebunden und evtl. ein
Internet-Zugang bereitgestellt. Des Weiteren wird die in der Firma benutzte
spezifische Software bereitgestellt, z.B. für die Buchhaltung, Lagerverwaltung,
Vertragsverwaltung, den elektronischen Zahlungsverkehr, usw., für die u.U.
jeweils eine zentrale Datenbank benötigt wird. Die Workstations selber
wiederum sind in der Regel zusätzlich mit Textverarbeitungs- und
Tabellenkalkulationssoftware ausgestattet. Der Angestellte startet von seiner
Workstation die entsprechenden Programme um seine aktuelle Aufgabe zu
bearbeiten und sichert das Ergebnis.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Gang der Untersuchung
2. Das Portal
2.1. Das Portal und was darunter verstanden wird
2.1.1. Das Intranet als Vorgänger des Portals
2.1.2. Abgrenzung Intranet - Portal
2.2. Arten und Formen von Portalen
2.2.1. Vertikale und horizontale Portale
2.2.2. „A2N“-Portale
3. Einsatz von Portalen im Unternehmen
3.1. Der „Rohstoff“ Information
3.2. eBusiness
3.2.1. Enterprise-Resource-Planning-Systeme
3.2.2. eProcurement-Systeme
3.2.3. Customer-Relationship-Management-Systeme
3.2.4. Querschnittssysteme
3.3. Das Unternehmens-Portal
3.4. Einbindung von Portalen im Unternehmen
4. Kosten des Portaleinsatzes für Unternehmen
4.1. Kosten der Portal-Lösung (TCO)
4.2. Return on Investment (ROI)
4.3. Anbieter für Portalsoftware
5. Fazit
Zielsetzung und Themenbereiche
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Herausforderungen von Unternehmensportalen als zentrale Integrationsplattformen. Ziel ist es, den Mehrwert von Portalen für die effiziente Gestaltung von Geschäftsprozessen aufzuzeigen sowie die ökonomischen Aspekte und Integrationsstrategien für Unternehmen im Kontext moderner eBusiness-Systeme zu beleuchten.
- Grundlagen und Definitionen von Portalen sowie Abgrenzung zum Intranet
- Klassifizierung von Portalen (horizontal, vertikal, A2N-Modelle)
- Einbettung von Portalen in die eBusiness-Landschaft (ERP, CRM, eProcurement)
- Kostenstrukturen (TCO) und ökonomische Bewertung (ROI) von Portal-Projekten
- Technologische Integrationsansätze mittels EAI-Schichten
Auszug aus dem Buch
1.1. Problemstellung
Mit der immer weiter voranschreitenden Technisierung von Geschäftsprozessen in Unternehmen sehen sich viele Verantwortliche heute mit einer Vielfalt Informationsquellen konfrontiert. Waren vorher die Aktivitäten und Prozesse unter Umständen nur in Papierform durch z.B. Arbeitsanweisungen oder Erfassungslisten abgebildet, wurden Bestellungen, intern wie extern, nur telefonisch oder persönlich entgegengenommen, also manuell erfasst, so erhoffen sich Unternehmen durch die Umstellung auf die elektronische Datenerfassung und Weiterverarbeitung die Beschleunigung und übersichtlichere Gestaltung der Geschäftsprozesse. Wo vorher diverse Papierablageformen (Körbchen, Ordner, Schublade, Hefter, ...) je nach Organisationsgrad mehr oder weniger „durchforstet“ werden mussten, soll die elektronische Erfassung Abhilfe schaffen. Allerdings ist eine Organisation nicht allein mit der Einführung von Textverarbeitung und Tabellenkalkulation am Arbeitsplatz erreicht. Solange keine zentrale Organisation erfolgt, herrscht am Arbeitsplatz der gleiche Wildwuchs auf der Festplatte, der auch im Schrank vorkommen kann.
Die meisten mittelständischen Unternehmen sind in der heutigen Zeit mit Workstations ausgestattet, welche wiederum in einem Netzwerk zusammengeschlossen sind. Über dieses Netzwerk wird in der Regel ein eMail-Server betrieben, die gemeinsam genutzten Drucker eingebunden und evtl. ein Internet-Zugang bereitgestellt. Des Weiteren wird die in der Firma benutzte spezifische Software bereitgestellt, z.B. für die Buchhaltung, Lagerverwaltung, Vertragsverwaltung, den elektronischen Zahlungsverkehr, usw., für die u.U. jeweils eine zentrale Datenbank benötigt wird. Die Workstations selber wiederum sind in der Regel zusätzlich mit Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationssoftware ausgestattet. Der Angestellte startet von seiner Workstation die entsprechenden Programme um seine aktuelle Aufgabe zu bearbeiten und sichert das Ergebnis. Alle Programme mit zentraler Datenbank (z.B. eine Vertragsverwaltung mit Kundenstammdatenbank) werden entsprechend allgemein zugänglich gesichert, das Problem bilden allerdings Applikationen mit eigenen Datenbanken, welche nur für bestimmte Abteilungen zugänglich sind (z.B. Finanzbuchhaltung, externe Zahlungsverkehrssoftware, Personalsysteme), und evtl. lokal gespeicherte Informationen. Hier fehlt die „Kommunikation“ zwischen den einzelnen Datenbanken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die durch Technisierung entstandene Informationsflut und die Notwendigkeit einer zentralen Struktur durch Portale.
2. Das Portal: Erläutert Begriffe, Abgrenzungen zum Intranet sowie verschiedene Portal-Typen und deren Zielgruppen.
3. Einsatz von Portalen im Unternehmen: Analysiert den Informationsbedarf, die Integration in eBusiness-Systeme wie ERP/CRM und die technische Einbindung.
4. Kosten des Portaleinsatzes für Unternehmen: Untersucht die Kostentreiber (TCO), den Nutzen (ROI) und gibt einen Marktüberblick über Softwareanbieter.
5. Fazit: Resümiert die Vorteile von Enterprise-Portalen und betont die Bedeutung einer soliden Basis für den Projekterfolg.
Schlüsselwörter
Unternehmensportal, eBusiness, ERP-Systeme, CRM-Systeme, eProcurement, TCO, ROI, EAI, Informationsmanagement, Geschäftsprozessoptimierung, Enterprise-Portal, Integrationsplattform, Datenintegration, Workflow-Management, Anwendungslandschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Portalen im Unternehmensumfeld, insbesondere damit, wie diese als zentrale Einstiegspunkte Informationen und Applikationen verknüpfen können.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die Definition und Einordnung von Portalen, deren Integration in die bestehende eBusiness-Infrastruktur sowie die ökonomische Betrachtung der Kosten und Nutzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick zu verschaffen, was Portale leisten können, welche Voraussetzungen für deren Integration nötig sind und wie der wirtschaftliche Erfolg bewertet werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Fachliteratur und Marktanalysen, um die funktionalen und ökonomischen Aspekte von Unternehmensportalen systematisch darzustellen.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Portalbegriffs, die Einbettung in eBusiness-Strukturen, technologische Integrationslösungen wie EAI sowie eine Analyse der Kostenfaktoren.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Zentrale Begriffe sind Enterprise-Portal, Total Cost of Ownership (TCO), Return on Investment (ROI), eBusiness-Systeme und Enterprise Application Integration (EAI).
Wie unterscheiden sich Intranets von Unternehmensportalen?
Während das Intranet als statische Webseite Informationen lediglich bereitstellt (Pull-Verfahren), bieten Portale einen rollenbasierten, personalisierten und dynamischen Zugriff auf Applikationen und Daten.
Was bedeutet der „A2N“-Ansatz in der Portalbetrachtung?
Dieses Modell klassifiziert Portale nach den beteiligten Akteuren, also den Anbietern und Nachfragern in den Bereichen Business, Consumer und Employee (z.B. B2B, B2C, B2E).
Warum ist die EAI-Schicht für den Portaleinsatz wichtig?
Sie ermöglicht als "Enterprise-Application-Integration"-Schicht die Kommunikation zwischen verschiedenen, oft isolierten Datenbanken und Applikationen, was eine zentrale Voraussetzung für die Funktionalität eines Portals ist.
- Citar trabajo
- Ralf Nowak (Autor), 2003, Kosten und Nutzen von Portalen im Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112759