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Aristoteles "De Anima". Wie passt das Streben mit dem Vorstellen zusammen? Wie ist der Zusammenhang?

Titel: Aristoteles "De Anima". Wie passt das Streben mit dem Vorstellen zusammen? Wie ist der Zusammenhang?

Hausarbeit , 2019 , 10 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird sich mit den Fragen „Wie passt das Streben mit dem Vorstellen zusammen? Wie ist der Zusammenhang?“ in Bezug auf Aristoteles sein Werk „De Anima – Über die Seele“ beschäftigen. Diese Fragen beruhen auf der aristotelischen Theorie über die Seele und die Seelenanteile. Bevor man die Fragen beantworten kann, muss man die Grundlagen klären. Nach Aristoteles ist die Seele weder sich selbst bewegend, noch ist sie harmonisch, eine Zahl, zusammengesetzt oder räumlich. Sie ist die Entelechie eines Körpers, welcher dadurch die Möglichkeit zum Leben hat. Die Seele muss mit einem Körper existieren und diesen beleben, ohne Körper ist die Seele nicht existent.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Vorstellen?

3. Was ist Streben?

4. Zusammenhang

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht auf Basis von Aristoteles' Werk „De Anima – Über die Seele“ das komplexe Zusammenspiel zwischen dem menschlichen Vorstellungsvermögen und dem Strebevermögen. Ziel ist es zu ergründen, wie diese beiden psychischen Kräfte ineinandergreifen, um zielgerichtetes Handeln unter der Leitung der Vernunft zu ermöglichen.

  • Die aristotelische Lehre von den Seelenvermögen.
  • Definition und Funktion des Vorstellungsvermögens (phantasia).
  • Differenzierung zwischen vernünftigem und unvernünftigem Strebevermögen (orektikon).
  • Die zentrale Rolle der Vernunft bei der Verknüpfung von Vorstellung und Streben.
  • Die Bedingtheit von menschlichem Handeln durch psychische Prozesse.

Auszug aus dem Buch

3. Was ist Streben?

Das Verständnis des Begriffes „phantasia“ gründet die Handlungsgrundlage für die Lebewesen und steht in einer Koexistenz mit dem „orektikon“ also dem Strebevermögen. Jenes „sich ausrichten“ ist „orexis“, die Fähigkeit, dass man sich ausrichten kann ist „oretikon“. Eine allgemeine Bewegungsart des Lebewesens ist das Streben, bei dem zwischen dem vernünftigen und unvernünftigen Streben unterschieden wird. Beim vernünftigen Streben ist das Ziel etwas wirklich und wahrhaft Gutes, was für den Menschen an sich so bedeutend ist, dass man die triebgesteuerten Impulse gelenkt bzw. unterdrückt bekommt. Im Gegensatz ist es beim unvernünftigen Streben so, dass man nach seiner Wahrnehmung handelt und dadurch seinen Leidenschaften und dem Affekt unterworfen ist.

„In der Weise, wie ein Lebewesen ein Strebevermögen [orektikon] hat, ist es fähig, sich selbst zu bewegen. Strebensfähig ist es jedoch nicht ohne Vorstellung, jede Vorstellung [phantasia] aber ist entweder mit Überlegung [logistikē] oder Sinneswahrnehmung [aisthētikē] verbunden. An dieser (letzteren) haben die übrigen Lebewesen teil.“

Das vernünftige Strebevermögen beruht auf bewussten Willensentscheidungen, sowie einem vernunftfähigen Geist. Das vernünftige Strebevermögen ist daher ein Vermögen des Menschen, denn nur bei ihm kann das Streben auch vernunftgeprägt sein. So kann auch nur der Mensch zwei verschiedene Strebevermögen haben, eines, welches sich auf die Zukunft und einem entfernten, vernunftgeprägten Ziel fokussiert und ein Streben der Gegenwart, welches von der Begierde geleitet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die aristotelische Theorie der Seelenvermögen ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang von Vorstellung und Streben.

2. Was ist Vorstellen?: Dieses Kapitel analysiert das Vorstellungsvermögen (phantasia) als eine auf Sinneswahrnehmung basierende, aber von dieser unterscheidbare Fähigkeit, die beim Menschen eng mit der Vernunft verknüpft ist.

3. Was ist Streben?: Hier wird das Strebevermögen (orektikon) als das eigentlich Bewegende charakterisiert, wobei zwischen vernünftigem Streben nach Gütern und unvernünftigem Streben nach Triebbefriedigung differenziert wird.

4. Zusammenhang: Das letzte Kapitel führt die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, dass die Vernunft das Bindeglied bildet, welches die Vorstellung zur Zielsetzung und das Streben zur Realisierung einer Handlung befähigt.

Schlüsselwörter

Aristoteles, De Anima, Seele, Vorstellungsvermögen, Phantasia, Strebevermögen, Orektikon, Orexis, Vernunft, Handeln, Wahrnehmung, Seelenvermögen, Philosophie, Erkenntnis, Willensentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der aristotelischen Psychologie, insbesondere mit der Frage, wie die menschlichen Vermögen des Vorstellens und des Strebens zusammenwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition von Vorstellung und Streben, die Rolle der Vernunft sowie die aristotelische Klassifikation der verschiedenen Seelenanteile.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie das Streben mit dem Vorstellen korreliert und welche Rolle die Vernunft dabei spielt, um den Menschen von rein triebgesteuertem Verhalten zu befreien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die textualanalytische Auseinandersetzung mit der Primärliteratur „De Anima“ von Aristoteles sowie ergänzende fachwissenschaftliche Sekundärquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe „Vorstellen“ und „Streben“ definiert, um anschließend deren theoretischen Zusammenhang innerhalb der aristotelischen Lehre zu erläutern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Aristoteles, Phantasia, Orektikon, Vernunft und Seelenvermögen geprägt.

Welche Bedeutung hat die Vernunft für das Streben?

Die Vernunft ist nach der Autorin das entscheidende Bindeglied, welches es dem Menschen ermöglicht, zwischen zukünftigen, vernunftgeprägten Zielen und gegenwärtigen Trieben zu unterscheiden.

Kann eine Vorstellung laut Aristoteles falsch sein?

Ja, da die Vorstellung nicht auf beweisbaren Tatsachen beruht, kann sie sowohl wahr als auch falsch sein, im Gegensatz zur meist als „wahr“ geltenden Wahrnehmung.

Warum unterscheidet Aristoteles zwischen vernünftigem und unvernünftigem Streben?

Die Unterscheidung ist zentral, um zu erklären, warum Menschen sowohl reflektiert handeln können als auch affektgesteuerten Impulsen unterliegen.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aristoteles "De Anima". Wie passt das Streben mit dem Vorstellen zusammen? Wie ist der Zusammenhang?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
10
Katalognummer
V1127612
ISBN (eBook)
9783346486929
Sprache
Deutsch
Schlagworte
de anima Über die Seele Aristoteles Das Streben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Aristoteles "De Anima". Wie passt das Streben mit dem Vorstellen zusammen? Wie ist der Zusammenhang?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127612
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Leseprobe aus  10  Seiten
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