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Die urbane Mensch-Heimtier-Beziehung im 21. Jahrhundert. Warum wir unser Leben und unser Heim mit Tieren teilen

Titre: Die urbane Mensch-Heimtier-Beziehung im 21. Jahrhundert. Warum wir unser Leben und unser Heim mit Tieren teilen

Dossier / Travail , 2013 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Stefanie Rosenkranz (Auteur)

Études Culturelles - Divers
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Laut dem Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) lebt in jedem dritten deutschen Haushalt ein Heimtier. Doch was treibt einen Menschen in städtischer Umgebung überhaupt an, sich insbesondere ein Heimtier anzuschaffen? Stets ist diese Art der Tierhaltung mit einem mehr oder weniger hohen Aufwand verbunden. Meistens verursachen die Heimtiere Kosten, einen direkten Ertrag, den beispielsweise Nutztiere, die Fleisch, Milch u. a. Erzeugnisse erbringen oder ihre Arbeitskraft den Menschen zur Verfügung stellen müssen, liefern sie nicht.

Dieser Frage möchte ich im Laufe meiner Arbeit auf den Grund gehen. Daher werde ich zuerst die Begriffe Haus- und Heimtier näher betrachten. Daraufhin folgt ein kurzer geschichtlicher Abriss, um zu verdeutlichen aus welchen Gründen man in der Geschichte Tiere am oder sogar im Haus hielt. Und eine Einführung in die allgemeinen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung geben, um kurz aufzuzeigen, wie sich das Verhältnis zwischen Mensch und (Heim-) Tier heute darstellt.

Im Anschluss werde ich die Gründe, Formen und Funktionen einer städtischen Mensch-Heimtier-Beziehung genauer betrachten und komme zuletzt zu meinem Fazit. Da die Komplexität dieses Themas nicht auf ein einfaches Schemata reduzierbar ist, kann und soll es nicht Ziel meiner Arbeit sein, diese Beziehung in all ihren Facetten erschöpfend auszuarbeiten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Prolog

2. Definition des Begriffs Haustier/Heimtier

3. Geschichte und Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung

4. Gründe der städtischen Mensch-Heimtier-Beziehung

5. Formen und Funktionen der städtischen Mensch-Tier-Beziehung

5.1. Tiere als Subjekt

5.1.1. Heimtiere als Machtobjekt

5.1.2. Heimtiere als Reflektor der menschlichen Persönlichkeit

5.1.3. Äquivalent für zwischenmenschliche Beziehungen

5.1.4. Heimtiere als Äquivalent für menschliche Sozialpartner

5.1.5. Heimtiere als kommunikative Ressourcen und sozialer Katalysator

5.1.6. Heimtiere als Erzieher

5.1.7. Das Heimtier als Gebrauchsmittel

5.2. Tiere als Objekt

5.2.1. Heimtiere als Hobby

5.2.2. Heimtiere als ästhetische Bereicherung

5.2.3. Heimtiere als Prestigeobjekt

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die vielschichtige und zunehmend anthropozentrisch geprägte Mensch-Heimtier-Beziehung in städtischen Lebensräumen des 21. Jahrhunderts. Dabei wird analysiert, welche sozialen und psychologischen Funktionen Heimtiere für den modernen Stadtmenschen übernehmen und welche Ambivalenzen sich in der Haltung von Tieren zwischen Subjekt- und Objektstatus ergeben.

  • Historische Entwicklung und Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung
  • Psychosoziale Gründe für die Heimtierhaltung in Städten
  • Differenzierung der Funktionen: Heimtiere als Sozialpartner, Macht- oder Prestigeobjekt
  • Die Rolle des Tieres als kommunikativer Katalysator und Miterzieher
  • Kritische Reflexion über das Spannungsfeld zwischen Tierwohl und menschlichen Nutzungsinteressen

Auszug aus dem Buch

5.1.1. Heimtiere als Machtobjekt

Edel nennt zwei Formen der Macht über Heimtiere. Zum einen die biologische Veränderung durch gezielte Züchtung oder die Regulierung der Fortpflanzung durch Kastration und Sterilisation. Zudem kann das äußere Erscheinungsbild der Heimtiere nach menschlichen Wunschvorstellungen geformt werden. Ein äußerst abstoßendes Beispiel ist ein Tierarzt aus Amerika, der sich rein auf Schönheitsoperationen an Tieren spezialisiert hat und gegebenenfalls einem Dobermann durch Silikonimplantate aufrecht stehende Ohren formt. Damit er, auf Wunsch seines Besitzers, aggressiver wirkt. Zum anderen ist die Macht der Durchsetzung des menschlichen Willens beim Heimtier durch Dressur und Erziehung anzuführen.

Natürlich ist eine gewisse Erziehung bei Heimtieren bis zu einem bestimmten Grad sinnvoll. Wird diese Grenze jedoch überschritten und man erzieht oder dressiert ein Tier soweit, dass es zur sinnlosen Belustigung der Menschen oder einfach der Machtauskostung dient, zeigt dies, dass diese Form der sozialen Beziehung zwischen Mensch und Tier sehr zugunsten des Menschen abläuft und das Tier ist in diesem Herr-Knecht-Verhältnis der unterlegene Sozialpartner ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Prolog: Einführung in die Thematik der Mensch-Tier-Beziehung, Abgrenzung des Forschungsfeldes der Human-Animal Studies und Erläuterung der Motivation für die Heimtierhaltung.

Definition des Begriffs Haustier/Heimtier: Erläuterung der begrifflichen Unterscheidungen zwischen Nutz- und Heimtieren sowie der Rolle der emotionalen Bindung im Kontext der Domestikation.

Geschichte und Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung: Ein Abriss über die historische Wandlung der Mensch-Tier-Interaktion von der Jäger-Beute-Beziehung bis hin zur modernen, anthropozentrischen Sichtweise.

Gründe der städtischen Mensch-Heimtier-Beziehung: Untersuchung der soziologischen Faktoren wie Mobilität und Einsamkeit, die zur Anschaffung eines Heimtiers in urbanen Räumen führen.

Formen und Funktionen der städtischen Mensch-Tier-Beziehung: Detaillierte Betrachtung der vielfältigen Rollen des Tieres als Subjekt (z.B. als Sozialpartner oder Erzieher) und als Objekt (z.B. als Hobby oder Prestigeobjekt).

Schlussbetrachtung: Fazit über die Vielschichtigkeit der Mensch-Heimtier-Beziehung sowie die Diskrepanz zwischen der moralischen Aufwertung des Tieres als Begleiter und der gleichzeitigen Entfremdung von Nutztieren.

Schlüsselwörter

Mensch-Tier-Beziehung, Heimtier, Domestikation, Human-Animal Studies, Anthropozentrismus, Biozentrismus, Sozialpartner, Stadtkultur, Haustierhaltung, soziale Isolation, Tierethik, Tiernutzung, Mensch-Heimtier-Bindung, Kindchenschema, Machtverhältnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Rolle von Heimtieren im Leben moderner Stadtbewohner und untersucht die verschiedenen Facetten der Beziehung zwischen Mensch und Tier.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Geschichte der Domestikation, soziologische Gründe für die Heimtierhaltung in Städten sowie die psychologischen Funktionen, die Tiere in zwischenmenschlichen Kontexten einnehmen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, warum Menschen in einer städtischen Umgebung trotz des hohen Aufwands Heimtiere halten und welche unterschiedlichen sozialen Funktionen diese Tiere dabei erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kulturwissenschaftliche Analyse, die auf bestehender Fachliteratur und theoretischen Konzepten aus den Human-Animal Studies basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Formen der Mensch-Tier-Beziehung, unterteilt in Tiere als Subjekte (z.B. als Begleiter oder Miterzieher) und Tiere als Objekte (z.B. als Prestigeobjekt oder Hobby).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mensch-Tier-Beziehung, Human-Animal Studies, Domestikation, Anthropozentrismus, soziale Funktion und Heimtier.

Was bedeutet "Tiere als Subjekt" im Kontext der Arbeit?

Hierbei wird das Heimtier als individuelles Wesen mit eigenem Charakter wahrgenommen, zu dem der Mensch eine persönliche, emotionale Bindung aufbaut.

Wie kritisch sieht die Autorin die Haltung von Tieren als Prestigeobjekt?

Die Autorin betrachtet diese Form der Tierhaltung äußerst kritisch, da sie häufig mit einer übertriebenen Vermenschlichung einhergeht, die zuweilen an Tierquälerei grenzt und die Bedürfnisse des Tieres ignoriert.

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Résumé des informations

Titre
Die urbane Mensch-Heimtier-Beziehung im 21. Jahrhundert. Warum wir unser Leben und unser Heim mit Tieren teilen
Université
Humboldt-University of Berlin
Note
1,0
Auteur
Stefanie Rosenkranz (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
16
N° de catalogue
V1127690
ISBN (ebook)
9783346491282
ISBN (Livre)
9783346491299
Langue
allemand
mots-clé
mensch-heimtier-beziehung jahrhundert warum leben heim tieren
Sécurité des produits
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Citation du texte
Stefanie Rosenkranz (Auteur), 2013, Die urbane Mensch-Heimtier-Beziehung im 21. Jahrhundert. Warum wir unser Leben und unser Heim mit Tieren teilen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1127690
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Extrait de  16  pages
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