Anredepronomen im Deutschen


Seminararbeit, 2002

30 Seiten, Note: Sehr gut


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

I. ANREDEPRONOMEN IM DEUTSCHEN: Das Problem mit ‚Du’ und ‚Sie’
0. Vorwort
1. Theoretischer Ausgangspunkt
2. Aktuelle Bestandsaufnahme
2.1. Alter
2.2. Arbeitsplatz
2.3. Resumé
3. Anredepronomen in Vorarlberger Dialekten
3.1. Klitisierung der Personalpronomina
3.2. Besonderheit des Anredepronomens ‚Ihr’
4. Literaturverzeichnis
5. Appendix

II. TEXTANALYSE
1.Textvorlage
2. Analyse
2.1. Substantiva
2.2. Verbformen, Verbstellung
2.3. Pronomina, Artikel
2.4. Ausklammerung und Ähnliches
2.5. Hypotaktische Konstruktionen im Text

I. ANREDEPRONOMEN IM DEUTSCHEN: Das Problem mit ‚Du‘ und ‚Sie‘

0. Vorwort

Die Deutschsprachigen hätten so ihre Probleme mit du und Sie (Strutz (1986), S. 84), heißt es in einem englischen Kursbuch für Deutsch Lernende zum Thema der Anredeformen lapidar. Die Harmlosigkeit dieser Formulierung kann bestenfalls als Untertreibung gewertet werden, macht gleichzeitig jedoch auch eine gewisse Zurückhaltung und Unsicherheit deutlich, die von Sprachwissenschaftlern und Pädagogen rund um die Thematik auszugehen scheint.

Rund vier Jahrzehnte nach einer von den amerikanischen Soziolinguisten Brown und Gilman (1960) eröffneten Diskussion über die pronominale Anrede in einigen indogermanischen Sprachen, muss festgestellt werden, dass in diesen vier Jahrzehnten dem Thema der Anredeproblematik im Deutschen eher spärliche wissenschaftliche Aufmerksamkeit zuteil wurde und abgesehen von einigen sprachideologischen Aufsätzen in den 70-er Jahren (z. Bsp.: Ammon (1972), und Schütze (1975)), zumeist nur randkapitelweise in allgemeine sprachwissenschaftliche Abhandlungen Eingang fand. Dialektbezogene Erörterungen der Anredeformen existieren überhaupt nur vereinzelt und stellen selten pragmatische Überlegungen in den Mittelpunkt.

Die vorliegende Arbeit versucht daher pragmatische Aspekte in den Vordergrund zu stellen und sich dem Thema in der Auseinandersetzung mit einigen ausgewählten Diskussionsbeiträgen der Sprachwissenschaft, insbesonders der Soziolinguistik, behutsam, aber überaus wachsam zu nähern. Ausgangspunkt bildet der bereits zitierte Aufsatz von Brown und Gilman, The Pronouns of Power and Solidarity, der in der Auseinandersetzung mit der Thematik nicht unerwähnt bleiben darf. Neben der Analyse und Gegenüberstellung verschiedener Standpunkte der Sprachwissenschaft, soll eine eigene, unter deutschsprachigen Studenten durchgeführte Studie, einige interessante Hinweise zum gegenwärtigen Sprachverhalten dieser Altersgruppe liefern.

Ein weiterer Teilbereich dieser Arbeit befasst sich mit den Besonderheiten der Anredepronomen im Alemannischen. Als Basis für die Auseinandersetzung mit syntaktischen, morphologischen, aber auch die Pragmatik betreffenden Eigenheiten des Alemannischen, dient dem Autor dieser Arbeit sein eigener Dialekt und Dialektgebrauch, sowie Beobachtungen von Dialektsprechern im Raum Feldkirch und Laiblachtal.

1. Theoretischer Ausgangspunkt

Brown und Gilman’s (1960) Aufsatz The Pronouns of Power and Solidarity diente lange Zeit als Grundlage für die wissenschaftliche Diskussion der Anredeproblematik in Sprachen, die ein zweigliedriges pronominales Anredesystem besitzen. Das Phänomen der T/V-Unterscheidung, also der je nach Anredeverhalten und –situation auftretenden Variierung zwischen Singular tu bzw. Plural vos für die Anrede einer Person, wie Brown und Gilman anhand des Lateinischen veranschaulichen, findet sich in dieser oder ähnlicher Form bis heute in beinahe allen germanischen, romanischen und slawischen Sprachen wieder.

Das Verwenden eines Pluralpronomens in der singulären Anrede führen Brown und Gilman auf die Diocletianischen Reformen (285-305 n. Chr.) im römischen Reich zurück. Die Aufteilung des Reiches in zwei von jeweils einem Kaiser repräsentierte Hälften, bei gleichzeitiger Beibehaltung einer zentralistisch geführten Administration, habe ab dem 4. Jh. bei einem Ansuchen an den jeweils einen durch die beide Repräsentanten des Kaiserreiches implizierende Anrede wahrscheinlich zur Verwendung eines Plural-Anredepronomens für den Kaiser geführt.

Brown und Gilmans Ausführungen zur sprachhistorischen Entstehung des pluralis majestatis bleiben leider an der Oberfläche und entsprechen zudem auch nicht ganz den historischen Tatsachen. So bestand die Reform Diocletians ja geradezu darin, das Großreich in kleinere Verwaltungsgebiete aufzuteilen, was zu einer administrativen Dezentralisierung führte, und nicht wie von Brown und Gilman beschrieben, zu einer Zentralisierung der administrativen Agenden in einem ‚imperial office‘ (1960: 255). Auch wenn zwischen den beiden Hauptkaisern, den augusti, wiederum eine Hierarchie zum Tragen kam, die einen eindeutig Mächtigeren der beiden vorsah und letztendlich daher den Schluss von einer machtpolitisch zentralistischen Struktur des Kaiserreiches nahelegt, scheint die von Brown und Gilman in diesem Zusammenhang verwendete Erklärung zur Entstehung und Verbreitung der Pluralanrede als unlogisch und unwahrscheinlich.

Dass Entstehung und Gebrauch des V-Anredepronomen nichtsdestotrotz auf die Herrscher und Kaiser damaliger und vermutlich auch schon früherer Zeiten zurückgehen, kann dennoch mit einiger Sicherheit angenommen werden. Neben Brown und Gilmans ebenfalls in dem besagten Aufsatz dargelegter Argumentation, dass ein Herrscher immer auch Repräsentant von bzw. Entscheidungsträger für sein gesamtes Volk ist und in dieser Funktion im Plural begriffen werden kann, liegt ein vielversprechender Schlüssel zur Entstehung der V-Anredeform wohl darin, dass ein römischer Kaiser grundsätzlich zwei Funktionen verkörperte: Er war dominus und deus in einem, also weltlicher Herr über sein Reich und Volk, als auch Gott/Jupiter auf Erden. Formal gesehen, wäre die Doppelanrede des Kaisers mit dominus und deus, deren Gebrauch im Übrigen von Domizian bereits im 1. Jh. und also lange vor der von Gilman und Brown beschriebenen Diocletianischen Reform offiziell eingeführt wurde, eine Erklärung dafür, warum die Pluralanrede für den Kaiser zur Anwendung gelangte. Eine genaues Zurückverfolgen des V-Anredepronomen in den Textzeugnissen der römischen und mitunter wohl auch hellenischen Geschichte erscheint mir als äußerst wertvolles und wichtiges Unterfangen, das den begrenzten Rahmen dieser Arbeit zweifelsohne sprengen würde.

Die kritische Betrachtung der von Brown und Gilman geäußerten sprachhistorischen Thesen soll die Pionierarbeit der beiden Soziolinguisten in keiner Weise schmälern. Sie ist in erster Linie aus Irritation darüber entstanden, dass viele auf Brown und Gilman bezugnehmende sprachwissenschaftliche Aufsätze deren sprachhistorische Thesen 40 Jahre später immer noch unwidersprochen und unreflektiert übernehmen (z. Bsp.: Buchenau (1997): 22, Wardhaugh (1998): 256). In Bezug auf das von Brown und Gilman in ihrem Aufsatz entworfene Anredemodell, welches in weiterer Folge zum beliebten Gegenstand sprachwissenschaftlicher Diskussionen wurde, fallen die beschriebenen rein sprachhistorischen Überlegungen zugegebenerweise aber nicht ins Gewicht.

Das von Brown und Gilman entwickelte Modell stützt sich auf die These, dass beim Anredesystem der meisten europäischen Sprachen zwei Bedeutungsebenen zum Tragen kommen: eine Machtebene („power semantics“), sowie eine Ebene der Solidarität („solidarity semantics“). Ausgehend von mittelalterlichem nicht-reziproken Anredeverhalten zwischen dem Herrschenden und seinem Untergebenen, zeichnen Brown und Gilman ein Bild der klaren gesellschaftlichen und sprachlichen Hierarchien dieser Zeit, in welcher der nicht-reziproke Gebrauch von V- und T-Anrede die Macht und Verfügung des höher Gestellten über den niederer Gestellten zum Ausdruck brachte. Schriftliche Belege von Gott ‚siezenden‘ Engeln, der dieselben aber mit ‚du‘ anspricht, sowie von einem nicht-reziproken V/T zwischen Adel und gemeinem Volk, oder Hausherrn und Sklaven lassen für Brown und Gilman (1960: 255-256) den Schluss zu, dass bereits im Mittelalter von einem genormten Anredeverhalten gesprochen werden kann, das beinahe ausschließlich durch die beschriebene power semantic charakterisiert wurde.

Dass neben dem erwähnten nicht-reziproken V/T Gebrauch auch (weiterhin) die reziproke Anrede allgemein verbreitet war, welches sich in einer zunehmenden reziproken Verwendung von V in den oberen Gesellschaftsschichten sowie in der Beibehaltung der ursprünglichen reziproken Verwendung von T in den unteren Schichten äußerte, führte laut Brown und Gilman schließlich zur Ausbildung einer weiteren Bedeutungsebene, - der Solidaritätsebene. So entwickelte sich vom Mittelalter ausgehend, und Brown und Gilmans Verweis auf das Bürgertum erscheint in diesem Zusammenhang als schlüssig, die Verwendung des reziproken V-Pronomens zunehmend als Zeichen der formalen Etikette, der Höflichkeit und Distanz, während ein reziprok verwendetes T-Pronomen im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte eher zum Indikator von Intimität und freundschaftlicher Nähe wurde.

Weiters kommen Brown und Gilman zum Schluss (1960: 259), dass im letzten Jahrhundert das Prinzip der Solidarität das Prinzip der Macht großteils abgelöst hat, was sich in einem heutigen Anrede-System mit beinahe ausschließlichem Auftreten von reziprokem Anredepronomen-Gebrauch äußere. Die in diese Richtung zielende Anmerkung von Sommerfeldt und Starke (1992: 120)[1], dass heutiges Anredeverhalten und also die damit verbundene T- oder V- Pronomenwahl ausschließlich nach dem Prinzip der Solidarität (solidarisch, vertraut, freundschaftlich, intim, informell – T-Anrede) bzw. Nicht-Solidarität (unsolidarisch, distanziert, respektvoll, formal – V-Anrede) erfolge, greift m. E. aber zu kurz, wie im weiteren Verlauf dieser Arbeit noch zu beweisen sein wird.

Zugegeben, nicht-reziproker Anredepronomengebrauch, das wichtigste Indiz für die sogenannte power semantic ist seltener geworden. Dennoch muss davon ausgegangen werden, dass die Machtdimension, unabhängig von der ebenfalls relevanten Solidaritätsebene beim Anredeverhalten weiterhin zum Tragen kommt. Die soziale, gesellschaftliche oder berufliche Stellung hat auch heute nichts von ihrer Wichtigkeit verloren und so äußern sich die Überreste dieser power semantic in gewissen strengen Spielregeln, die rund um das Anredeverhalten auch weiterhin bestehen.

Im Normalfall obliegt es beispielsweise der sozial höher gestellten und/oder älteren Person, dem Gegenüber das solidarische ‚Du‘-Wort anzubieten, während dies im umgekehrten Fall, abhängig natürlich wieder von Gesprächssituation und Gesprächspartner, durchaus als grober kommunikationstechnischer Fauxpas wahrgenommen werden kann. So wird es der jungen Büroangestellten wohl kaum einfallen, ihrem Chef das Du -Wort anzubieten, genauso wie der Zivildienstleistende befremdet, aber letztlich widerstandslos zur Kenntnis nehmen wird, dass er von der älteren Vorgesetzten zwar gesiezt, aber dennoch mit Vornamen angesprochen wird, was ihm im umgekehrten Fall als ein Ding der Unmöglichkeit erscheint.[2]

Überhaupt muss die Frage erlaubt sein, ob symmetrisches Anredeverhalten, wie Buchenau (22) aus den Ausführungen Brown und Gilmans schließt, tatsächlich ein Kennzeichen für ‚offene Gesellschaften‘ ist, ‚welche von (...) einer Ideologie der Gleichheit geprägt sind‘. Ammon (1972: 80) geht generell davon aus, dass ‚die durch die Symmetrie der Anrede suggerierte soziale Gleichheit keine wirkliche ist‘, und dass hinter der Verbreitung des förmlichen V-Pronomens bis in die unteren Schichten eine Verschleierungstaktik der herrschenden Klasse vorliege, die Gleichheit in Bezug auf bürgerliche Rechte suggeriere, und doch nur die Beibehaltung des real existierenden Machtgefälles im Sinn habe. Die Weigerung der unteren Schichten, sich im Gespräch untereinander der symmetrischen V-Anrede zu bedienen, wertet Ammon als Indiz dafür, dass eben diese gesellschaftlich benachteiligten Schichten diesen Schwindel längst entlarvt haben.

Dass das politisch korrekte Sie den unteren Schichten in ihrem täglichen ökonomischen Überlebenskampf einigermaßen nutzlos vorkommen muss, ist durchaus nicht von der Hand zu weisen, und so war und ist Ammons Analyse, die einer fundamentalen Gesellschafts- und Systemkritik gleichkommt, berechtigt. Sehr konstruktiv erscheint diese im selben Atemzug aber auch nicht. Ob ein Gegenmodell, das auf die sprachliche Gleichstellung in der Anrede verzichtet und sich wohl oder übel wieder als nicht reziprokes Anredesystem der power semantics präsentiert, für die angesprochenen unteren Gesellschaftsschichten eine wünschenswerte Alternative darstellt, ist äußerst zweifelhaft. Angesichts der von allen namhaften Soziologen konsternierten Auflösung des traditionellen Klassensystems, auch wenn gewisse politische Kräfte immer noch an Termini wie dem ‚kleinen Mann‘ bzw. neuerdings auch ‚der kleinen Frau‘[3] festhalten, obwohl Vertreter dieses angeblichen Standes auf solche Klassifizierungen mehr und mehr mit großer Empörung reagieren[4], erscheint eine weiterführende Beschäftigung mit Ammons Artikel in dieser Hinsicht wohl überhaupt als wenig zielführend.

Interessanter ist freilich die Beschäftigung mit der Frage, inwiefern Sprache und sprachliche Normen Ausdruck eines gesellschaftlichen Wertesystems und Machtgefüges sind, bzw. ihrerseits in der Lage sind, dieses System und Gefüge nachhaltig zu verändern. Ammon hat offensichtlich kein Vertrauen, dass die anredebezogene sprachliche Gleichstellung der in vielerlei Hinsicht schlechter gestellten, ‚lohnabhängigen‘ Klassen mit der herrschenden, so problematisch und fragwürdig diese Bezeichnungen grundsätzlich schon einmal sind, mittel- oder langfristig zu einer Aufweichung der gesellschaftlichen Machtstrukturen führen könnte, oder mitunter bereits Ausdruck einer beginnenden Veränderung der gesellschaftlichen Machthierarchie ist. Dies ist gerade für einen systemkritischen Sprachwissenschaftler eine doch recht ernüchternde Ansicht.

Die Diskussion um eine gender-neutrale Sprache, auf die ich an dieser Stelle nicht näher eingehen möchte, schlägt sicherlich in eine ähnliche Kerbe: Inwieweit kommt der Sprache und im Besonderen der Sprache im öffentlichen Raum, welcher maßgeblich von den Medien, der Politik und nicht zuletzt von Bildungseinrichtungen gestaltet wird, eine bewusstseinsverändernde Funktion zu, die durchaus zu relevanten gesellschaftlichen Veränderungen führen kann? Dass die Sprache, und in diesem Fall konkret eine Anredepronomenregelung, als aktives Instrumentarium für maßgebliche gesellschaftliche Veränderungen durchaus in der Lage ist als Motor zu fungieren, haben die skandinavischen Länder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So wurde in Schweden per Erlass offiziell durchgesetzt, dass die jahrzehntelang übliche du/ni[5] Verwendung, die zum Beispiel an Universitäten und Hochschulen von Lehrbeauftragten der jüngeren Generation als diskriminierend empfunden wurde, da sie den ehrwürdigen Professoren mit der Höflichkeitsform ‚ni‘ zu begegnen hatten und nicht selten ein einfaches ‚du‘ retourniert bekamen, zu Gunsten einer allgemeinen reziproken ‚du‘-Verwendung abgeschafft wurde. Dass die geänderte Sprachnorm zweifelsohne nicht aus dem Nichts heraus entstanden ist, und einher gegangen sein muss mit einem vorangegangenen Infragestellen gewisser hierarchischer Strukturen, sowie der Emanzipation von denselben, ist unbestritten. Dass die Sprengkraft und die weitgreifenden Auswirkungen einer bewusst herbeigeführten sprachlichen Normänderung jedoch auch nicht zu unterschätzen sind, wird aus den durchaus erbittert geführten Auseinandersetzungen um den Nutzen und die Notwendigkeit einer ‚gender-neutralen‘ Sprache zwischen Sprachkonservativisten und deren Gegnern besonders eindrucksvoll ersichtlich. In Bezug auf Veränderungen das Anredepronomen-Systems muss freilich festgehalten werden, dass eine öffentliche Diskussion darüber im deutschsprachigen Raum zur Zeit nicht stattfindet.

[...]


[1] ‚Das Personalpronomen du dient zum Ausdruck vertraulicher Anrede, während für die höflich-formale Anrede Sie (mit seinen Formen Ihrer, Ihnen) verwendet wird (...)‘

[2] Während meines Zivildienstjahres 2002/03 wurde ich von der leitenden Büroangestellten, einer überaus höflichen und respektvollen Dame im 55. Lebensjahr, stets mit dem Höflichkeitspronomen ‚Sie‘ und meinem Vornamen angesprochen (‚Martin, könnten Sie mir bitte die Formulare ausdrucken?‘), während es mir unmöglich erschien, die Dame analog mit ‚Ilse‘ anzusprechen. Ihren (und meinen) Vorgesetzten, der wesentlich jüngeren Alters als sie war, adressierte die Dame mit dessen Nachnamen und V-Anrede, während ich und andere Zivildiener mit dem besagten Mann kurioserweise jedoch eine reziproke T-Anrede sowie Vornamengebrauch pflegten.

[3] FPÖ-Vizeobfrau Bleckmann in einem Interview ‚Bleckmann ist Haider-Kandidatur egal‘ im Online-Standard am 27.09.2002

[4] siehe Leserreaktionen im Online-Forum zu diesem Artikel: Bsp.: Elisabeth Weinberger: ‚Was bilden sich diese Kleingeister eigentlich ein, die Bürger, die ihr Steuergeld für hohe Politikergagen opfern müssen, als "klein" zu bezeichnen? Glaubt diese Dame, sie kann damit Stimmen holen, dass sich Frauen, die für die Allgemeinheit äusserst wichtige Tätigkeiten verrichten, die aber in der sozialen Rangordnung nicht gerade hoch sind, "klein" fühlen sollen?‘; oweon breon: ‚wenn ein politiker mich als kleinen mann bezeichnet darf er mit verlaub sch****** gehn ... wofür halten die sich eigentlich ?‘

[5] vergleichbar mit du/Sie in Deutsch

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Anredepronomen im Deutschen
Hochschule
Universität Wien  (Germanistik)
Note
Sehr gut
Autor
Jahr
2002
Seiten
30
Katalognummer
V11277
ISBN (eBook)
9783638174794
Dateigröße
573 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Du Sie Anrede Anredepronomen Pronomen
Arbeit zitieren
Martin Stepanek (Autor), 2002, Anredepronomen im Deutschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11277

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