In meiner Studienarbeit möchte ich mich mit dem Zusammenhang zwischen Gewalt und der Entstehung von Psychosen auseinander setzen. Hierzu möchte ich zunächst darauf eingehen, was Gewalt ist und dies in Bezug zu dem Thema stellen. Mir geht es in dieser Arbeit nicht um körperliche Misshandlungen, denen durch das Gesetz Grenzen gesetzt werden, sondern um Familiensysteme, in denen durch die persönliche Dynamik der Eltern mit den Kindern die Entstehung von Psychosen begünstigt werden.
Eine nähere Erläuterung dafür, dass auch solche Dynamiken eine Gewalteinwirkung für das Kind bedeuten, möchte ich im ersten Kapitel näher ausführen. Diese Bedeutung der Gewalt möchte ich dann in Beziehung zu den folgenden verschiedenen Erklärungsansätzen von Psychosen setzen. Die verschiedenen Erklärungsansätze von Salvador Minuchin; Bateson, Jackson, Laing, Lidz, Wynne; Jay Haley; Selvini Palazzoli u.a. sowie Bert Hellinger und Robert Langlotz werde ich kurz und exemplarisch darstellen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitende Gedanken
- Kontext zwischen Gewalt und der Entstehung von Psychosen in Familien
- Allgemeines zu Gewalt und der Zusammenhang von Gewalt und Psychose
- Das Modell der psychosomatischen Familie nach Salvador Minuchin
- Verstrickung
- Überfürsorglichkeit
- Starre Familien
- Konfliktvermeidung
- Hypothesen zur Entstehung von Schizophrenie nach Bateson, Jackson, Lidz, Wynne u.a.
- double bind Situation
- Pseudo Gemeinschaft
- Zur Entstehung von Schizophrenie nach Jay Haley
- Zur Entstehung der Schizophrenie nach Selvini Palazzoli, Cirillo, Selvini, Sorrentino
- Imbroglio (betrügerische Verwicklung)
- Anstiftung
- Das sechsstufige Prozessmodell
- Das Patt zwischen den Eltern
- Das Kind wird in das Spiel des Elternpaares miteinbezogen
- Das ungewöhnliche Verhalten des Kindes
- Die Kehrtwendung des vermeintlichen Verbündeten
- Ausbruch der Psychose
- Strategien auf der Grundlage des Symptoms
- Erfahrungen in Familienaufstellungen von Bert Hellinger und Robert Langlotz
- Identifizierung
- Für die anderen etwas tragen
- Übernahme von Schuld
- Ausklammerung Frühergeborener
- Virginia Satir
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Studienarbeit befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Gewalt und der Entstehung von Psychosen in Familien. Sie untersucht die Auswirkungen von Familiendynamiken auf die Entwicklung von Psychosen, insbesondere Schizophrenie, ohne sich auf körperliche Misshandlungen zu konzentrieren. Die Arbeit betrachtet verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung von Psychosen im Kontext familiärer Gewalt und beleuchtet dabei die Bedeutung von systemischem Denken und Interaktionsprozessen.
- Gewalt in Familien und ihre Auswirkung auf die Entwicklung von Psychosen
- Systemische Ansätze zur Entstehung von Psychosen in Familien
- Verschiedene Erklärungsmodelle für die Entstehung von Schizophrenie
- Bedeutung von Kommunikation und Interaktion in Familiensystemen
- Einfluss von Machtstrukturen und Familiendynamiken auf die psychische Gesundheit
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit widmet sich einleitenden Gedanken und stellt die Fragestellung sowie den Fokus der Arbeit vor. Es wird auf die Bedeutung von Familiendynamiken und ihre potenzielle Rolle bei der Entstehung von Psychosen eingegangen. Kapitel 2 analysiert verschiedene Erklärungsansätze für die Entstehung von Psychosen in Familien und beleuchtet dabei die Bedeutung von Gewalt in diesem Zusammenhang. Das Kapitel behandelt unter anderem das Modell der psychosomatischen Familie von Salvador Minuchin, Hypothesen zur Entstehung von Schizophrenie nach Bateson, Jackson, Laing, Lidz und Wynne sowie die Ansätze von Jay Haley und Selvini Palazzoli. Es werden verschiedene Kommunikationsformen und Interaktionsmuster in Familien mit schizophrenen Störungsbildern untersucht.
Schlüsselwörter
Schizophrenie, Gewalt, Familien, Psychosen, Systemische Therapie, Kommunikation, Interaktion, Familiendynamik, Psychosomatische Krankheiten, double bind Situation, Pseudo Gemeinschaft, Imbroglio, Selvini Palazzoli, Haley, Minuchin, Bateson, Familienaufstellungen, Bert Hellinger, Robert Langlotz, Virginia Satir.
Häufig gestellte Fragen
Wie hängen Gewalt und Psychosen in Familien zusammen?
Die Arbeit untersucht, wie spezifische Familiendynamiken und Kommunikationsmuster (als Form psychischer Gewalt) die Entstehung von Psychosen wie Schizophrenie begünstigen können.
Was versteht Salvador Minuchin unter einer "psychosomatischen Familie"?
Dieses Modell beschreibt Familien mit Merkmalen wie Verstrickung, Überfürsorglichkeit, Starrheit und massiver Konfliktvermeidung.
Was ist eine "Double Bind"-Situation nach Bateson?
Es handelt sich um eine paradoxe Kommunikationsfalle, in der ein Kind widersprüchliche Botschaften erhält, auf die es nicht angemessen reagieren kann.
Was beschreibt das Konzept des "Imbroglio" bei Selvini Palazzoli?
Imbroglio bezeichnet eine „betrügerische Verwicklung“, bei der ein Kind in das „Spiel“ oder den Konflikt des Elternpaares hineingezogen wird.
Welche Rolle spielen Familienaufstellungen in dieser Arbeit?
Es werden Ansätze von Bert Hellinger und Robert Langlotz betrachtet, die Phänomene wie die Identifizierung mit Ahnen oder die Übernahme fremder Schuld thematisieren.
- Arbeit zitieren
- Alexander Thomas (Autor:in), 2000, Kontext zwischen Gewalt und der Entstehung von Psychosen in Familien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128