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Grundzüge der Ein-/Zuwanderungspolitik seit 1945

Title: Grundzüge der Ein-/Zuwanderungspolitik seit 1945

Research Paper (undergraduate) , 2003 , 19 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Bernhard Krammer (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

Unter Zuwanderungspolitik werden einerseits Regelungen der
Zugangsberechtigung für bestimmte Personengruppen, andererseits die
Gestaltung der Lebensbedingungen im Aufnahmeland verstanden. Das heißt
mit anderen Worten es geht darum, wer wann einreisen und wie lange bleiben
darf und es muss entschieden werden wie mit den Zuwanderern umgegangen
wird. Ziel der Ein-/Zuwanderungspolitik ist die Steuerung grenzüberschreitender
Wanderung zwischen Staaten sowie die Integration der
Zugewanderten - zwei Bereiche, die untrennbar miteinander verbunden sind. In
Deutschland untergliedert sich die Zuwanderungspolitik in drei Politikfelder,
nämlich Ausländer-, Asyl- und Aussiedlerpolitik.
Während unter "Zuwanderung" alle Arten der Migration, auch diejenigen mit
nur vorübergehendem Charakter verstanden werden, erfasst der Begriff der
"Einwanderung" nur die dauerhafte Niederlassung.
Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts räumt dabei dem
Gesetzgeber einen weiten Spielraum für die rechtliche Ausgestaltung der
Zuwanderung ein. In einer Entscheidung zum Ehegattennachzug aus dem
Jahre 1987 führt es aus: "Das Grundgesetz überantwortet es ... weitgehend der
gesetzgebenden und der vollziehenden Gewalt festzulegen, in welcher Zahl
und unter welchen Voraussetzungen Fremden der Zugang zum Bundesgebiet
ermöglicht wird. Es schließt weder eine großzügige Zulassung von Fremden
aus, noch gebietet es eine solche Praxis"(1).

(1) Bundesverfassungsgericht in Neue Juristische Wochenschrift 1988, S. 626

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

1. Definition Ein-/ Zuwanderungspolitik

2. Bedeutung der Zuwanderung für Deutschland

B. Grundzüge der Ein-/ Zuwanderungspolitik seit 1945

I. Zuwanderung von Deutschen

1. Vertriebene und Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg

2. Aussiedler und Spätaussiedler

II. Zuwanderung von Ausländern

1. Anwerbung von Gastarbeitern (1955- 1973)

2. Das Ausländergesetz von 1965

3. Das Ausländergesetz von 1990

4. Flüchtlinge und Asylbewerber

5. Weitere Möglichkeiten der legalen Zuwanderung von Ausländern

III. Neuere Zuwanderungspolitik

1. Das neue Staatsangehörigkeitsrecht

2. Die Green - Card

3. Das neue Zuwanderungsgesetz

C. Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Ein- und Zuwanderungspolitik in Deutschland seit 1945. Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die politischen Steuerungsmechanismen für verschiedene Migrantengruppen – von deutschen Vertriebenen bis hin zu Gastarbeitern und Asylsuchenden – kritisch zu beleuchten und den Wandel des Zuwanderungsverständnisses in der Bundesrepublik darzustellen.

  • Entwicklung der Aussiedler- und Flüchtlingspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • Analyse der Gastarbeiteranwerbung und der Ausländergesetze (1965/1990).
  • Darstellung der Debatten um das Asylrecht und den sogenannten Asylkompromiss.
  • Untersuchung der Reformen des Staatsangehörigkeitsrechts und der Green-Card-Regelung.
  • Diskussion aktueller Gesetzgebungsverfahren wie des neuen Zuwanderungsgesetzes.

Auszug aus dem Buch

1. Definition: Ein-/Zuwanderungspolitik

Unter Zuwanderungspolitik werden einerseits Regelungen der Zugangsberechtigung für bestimmte Personengruppen, andererseits die Gestaltung der Lebensbedingungen im Aufnahmeland verstanden. Das heißt mit anderen Worten es geht darum, wer wann einreisen und wie lange bleiben darf und es muss entschieden werden wie mit den Zuwanderern umgegangen wird. Ziel der Ein-/Zuwanderungspolitik ist die Steuerung grenzüberschreitender Wanderung zwischen Staaten sowie die Integration der Zugewanderten - zwei Bereiche, die untrennbar miteinander verbunden sind. In Deutschland untergliedert sich die Zuwanderungspolitik in drei Politikfelder, nämlich Ausländer-, Asyl- und Aussiedlerpolitik.

Während unter "Zuwanderung" alle Arten der Migration, auch diejenigen mit nur vorübergehendem Charakter verstanden werden, erfasst der Begriff der "Einwanderung" nur die dauerhafte Niederlassung.

Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts räumt dabei dem Gesetzgeber einen weiten Spielraum für die rechtliche Ausgestaltung der Zuwanderung ein. In einer Entscheidung zum Ehegattennachzug aus dem Jahre 1987 führt es aus: "Das Grundgesetz überantwortet es ... weitgehend der gesetzgebenden und der vollziehenden Gewalt festzulegen, in welcher Zahl und unter welchen Voraussetzungen Fremden der Zugang zum Bundesgebiet ermöglicht wird. Es schließt weder eine großzügige Zulassung von Fremden aus, noch gebietet es eine solche Praxis"

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Definiert die Begriffe Ein- und Zuwanderungspolitik und verdeutlicht die Bedeutung der Zuwanderung für die deutsche Bevölkerung.

B. Grundzüge der Ein-/ Zuwanderungspolitik seit 1945: Analysiert detailliert die verschiedenen Phasen der Migration von Deutschen und Ausländern sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.

C. Ausblick: Erörtert die zukünftigen Herausforderungen und die Notwendigkeit einer europäischen Lösung in der Zuwanderungspolitik.

Schlüsselwörter

Zuwanderungspolitik, Einwanderung, Aussiedler, Gastarbeiter, Asylrecht, Ausländergesetz, Staatsangehörigkeitsrecht, Green Card, Integration, Zuwanderungsgesetz, Migration, Bundesverfassungsgericht, Aufenthaltsrecht, Arbeitsmarkt, Demografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und rechtliche Gestaltung der deutschen Ein- und Zuwanderungspolitik in der Zeit nach 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder erstrecken sich von der Zuwanderung deutscher Vertriebener über die Gastarbeiterära bis hin zum modernen Staatsangehörigkeits- und Zuwanderungsrecht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Steuerungsinstrumente der staatlichen Migrationspolitik aufzuzeigen und zu analysieren, wie Deutschland rechtlich auf verschiedene Migrationsströme reagiert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung der rechtshistorischen und politischen Fakten auf Basis von Gesetzen, Gerichtsurteilen und Berichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Zuwanderung von Deutschen, die Zuwanderung von Ausländern und die neuere Zuwanderungspolitik inklusive der jeweiligen gesetzlichen Grundlagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zuwanderungspolitik, Asylrecht, Gastarbeiter, Staatsangehörigkeit, Integration und Zuwanderungsgesetz sind die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielte das Ausländergesetz von 1965 für die Gastarbeiter?

Das Gesetz von 1965 basierte auf einer rein abwehrenden Haltung gegenüber Ausländern und behandelte Gastarbeiter primär als zeitlich befristete "Flexibilitätsreserve" für den Arbeitsmarkt.

Was änderte das Staatsangehörigkeitsgesetz von 2000 grundlegend?

Es vollzog einen Paradigmenwechsel vom reinen Abstammungsprinzip hin zum Territorialprinzip (ius soli) und erleichterte die Einbürgerung für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern.

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Details

Title
Grundzüge der Ein-/Zuwanderungspolitik seit 1945
College
University of Applied Sciences Ansbach
Course
Empirische Wirtschaftanalyse
Grade
sehr gut
Author
Bernhard Krammer (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V11281
ISBN (eBook)
9783638174831
Language
German
Tags
Grundzüge Ein-/Zuwanderungspolitik Empirische Wirtschaftanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernhard Krammer (Author), 2003, Grundzüge der Ein-/Zuwanderungspolitik seit 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11281
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