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Emotionen in der Politik. Legitimität, Einfluss und Konsequenzen

Titel: Emotionen in der Politik. Legitimität, Einfluss und Konsequenzen

Seminararbeit , 2017 , 16 Seiten , Note: 13

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Entwicklungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund der hohen Aktualität widmet sich diese Arbeit der Frage: Ist es legitim, Emotionen in der Politik einzusetzen? In diesem Zusammenhang stellen sich weitere Fragen: Welchen Einfluss haben Emotionen in der Politik auf das menschliche Denken und Handeln? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Politik? Ziel der Arbeit ist es, diese Fragen zu klären.

In der Gesellschaft gilt häufig noch die Meinung, dass Emotionen privat sind und Politik öffentlich. So ist Politik rational und Emotionen sind irrational. Doch dies entspricht nicht der Wahrheit, wie die angeführten Beispiele zeigen. All die beispielhaften politischen Aussagen und Handlungen haben nämlich eine Gemeinsamkeit: Emotionen waren bzw. sind der Grund für den politischen Erfolg. Politik und Emotion haben daher eine enge Verknüpfung. Die genannten Beispiele sind nur eine kleine Auswahl, die das Phänomen von Emotionen in der Politik verdeutlichen.

Wie Erfahrungen zeigen, können positive und negative Emotionen in der Politik unterschiedliche Effekte für eine Gesellschaft haben. Die Montagsdemonstrationen oder die Wahl von Obama sind hier u. a. als positive Ereignisse zu nennen. Negative Ereignisse sind u. a. der Nationalsozialismus oder die Popularität der AfD. Sowohl positive als auch negative Emotionen in der Politik können zum Erfolg führen. Aus diesem Grund sind Emotionen nicht nur positiv zu bewerten, sondern bergen auch Gefahren für die Bevölkerung. Deshalb haben Emotionen in der Politik eine große Bedeutung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 GRUNDLAGEN ZUM THEMA POLITIK UND EMOTION

2.1 BEDEUTUNG DES BEGRIFFS EMOTION

2.2 FORSCHUNGSSTAND

3 THEORETISCHE ANSÄTZE ZU DER THEMATIK POLITIK UND EMOTION

3.1 RHETORIK VON ARISTOTELES

3.2 WEITERE THEORETISCHE ANSÄTZE ZU DER THEMATIK POLITIK UND EMOTION

3.3 VERHÄLTNIS ZWISCHEN EMOTIONALITÄT UND RATIONALITÄT

3.4 ENTWICKLUNG VON EMOTIONEN IN DER POLITIK

4 FOLGEN VON EMOTIONEN IN DER POLITIK

4.1 POLITIK UND EMOTION IN DER PRAXIS

4.2 KONSEQUENZEN FÜR DIE POLITIK

5 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Emotionen innerhalb politischer Prozesse, hinterfragt deren Legitimität und analysiert den Einfluss sowie die Konsequenzen für das menschliche Denken und Handeln. Ziel der Untersuchung ist es, die theoretische Verknüpfung von Emotionalität und Rationalität sowie die praktische Relevanz emotionaler Strategien in der heutigen Politik zu klären.

  • Theoretische Grundlagen zum Verhältnis von Politik und Emotion
  • Die Rhetorik des Aristoteles als historisches Fundament
  • Wechselspiel zwischen Rationalität und Emotionalität in politischen Systemen
  • Praxisbeispiele für die Wirkung und Mobilisierung durch Emotionen
  • Konsequenzen für Demokratie und politisches Handeln

Auszug aus dem Buch

3.1 Rhetorik von Aristoteles

An dieser Stelle soll es um die Rhetorik von Aristoteles (384–322 v. Chr.) gehen. Es gehört zu den Hauptwerken des Philosophen und ist eins der ältesten Werke, das Emotionen in der Politik thematisiert. Aristoteles beschreibt darin, wie es durch die Kunstform Reden gelingen kann, Zuhörer/-innen von Argumenten zu überzeugen (vgl. Jörke 2010, S. 157). Laut Jörke hat Aristoteles mit diesem Werk „eine Art Handbuch der Emotionalisierung politischen Handelns verfasst." (ebd., S. 157)

Nach Aristoteles muss die Rednerin/der Redner drei Aspekte beachten, um die Adressatinnen und Adressaten zu überzeugen: Erstens muss die Rednerin/der Redner plausible Argumente anführen (logos). Zweitens ergeben sich die Argumente aus dem Charakter der Rednerin/des Redners, denn nur dann sind Argumente glaubwürdig (ethos). Drittens sind Emotionen von Bedeutung (pathos). Menschen interessieren sich demnach eher für eine Rede, wenn sie durch diese berührt werden. Zuhörer/-innen sollen somit durch die Rede in eine bestimmte Stimmung versetzt werden. Denn je nach Gefühlslage fällt die Entscheidung der Zuhörer/-innen unterschiedlich aus. Durch Emotionen können Menschen demnach beeinflusst werden. Emotionen sind für Aristoteles der Faktor, der das Entscheidungsverhalten der Menschen am meisten prägt und Handlungen und die Bildung eines Urteils hervorruft. Aristoteles beschreibt in seinem Werk darüber hinaus, dass einerseits die Manipulation von Emotionen von Bedeutung ist. Andererseits sollte die Rednerin/der Redner die Kenntnis darüber haben, wie Emotionen beeinflusst werden können. Somit ist für Aristoteles auch die Kenntnis über die Psyche der Menschen von Bedeutung. Ob die angeführten Argumente der Wahrheit entsprechen, ist dabei nicht wesentlich von Bedeutung. Wenn all diese Punkte umgesetzt werden, führt dies zum Erfolg der Rednerin/des Redners (vgl. ebd., S. 157; 159 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet anhand historischer und aktueller Beispiele die enge Verknüpfung von Emotionen und politischem Erfolg und leitet die zentralen Forschungsfragen ab.

2 GRUNDLAGEN ZUM THEMA POLITIK UND EMOTION: Dieses Kapitel definiert den Begriff Emotion soziologisch und gibt einen Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand.

3 THEORETISCHE ANSÄTZE ZU DER THEMATIK POLITIK UND EMOTION: Es werden theoretische Ansätze von der Antike bis in die Gegenwart analysiert, um das Verhältnis von Rationalität und Emotionalität zu klären.

4 FOLGEN VON EMOTIONEN IN DER POLITIK: Basierend auf Praxisbeispielen werden die Auswirkungen von Emotionen auf die Gesellschaft und die daraus resultierenden politischen Konsequenzen dargestellt.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung von Emotionen für die Stabilisierung der Demokratie.

Schlüsselwörter

Politik, Emotionen, Rationalität, Rhetorik, Aristoteles, Populismus, Mediokratie, politische Psychologie, postfaktisch, kollektive Gefühle, Mobilisierung, Demokratie, Sozialwissenschaft, Soziologie, Macht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die untrennbare Verbindung zwischen Politik und Emotionen und analysiert, wie diese das politische Geschehen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das Verhältnis von Rationalität und Gefühl, die rhetorische Beeinflussung von Zielgruppen und die Rolle kollektiver Emotionen in der Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der Einsatz von Emotionen in der Politik legitim ist und welchen Einfluss diese auf das Denken und Handeln der Menschen ausüben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-soziologische Analyse, unter Einbezug klassischer Rhetorik-Theorien und moderner Konzepte der Politikwissenschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch klassische Denker sowie eine Analyse der praktischen Folgen emotionaler Politik anhand von Fallbeispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Politik und Emotionen insbesondere Rhetorik, Populismus, Legitimität, Rationalität und kollektive Gefühle.

Wie bewerten die untersuchten Theoretiker den Einsatz von Emotionen?

Denker wie Aristoteles, Weber und Mouffe kommen zu dem Schluss, dass Emotionen eine notwendige Ressource in der Politik darstellen und keineswegs per se abzulehnen sind.

Welche Rolle spielt das Wort „postfaktisch“ in der Arbeit?

Der Begriff dient als Indikator für den politischen Wandel, in dem gefühlte Wahrheiten in der öffentlichen Diskussion zunehmend schwerer wiegen als rationale Argumente.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Emotionen in der Politik. Legitimität, Einfluss und Konsequenzen
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Sozial-und Kulturwissenschaften/Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Soziologie der Emotionen
Note
13
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V1128156
ISBN (eBook)
9783346489609
ISBN (Buch)
9783346489616
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emotionen Politik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Emotionen in der Politik. Legitimität, Einfluss und Konsequenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128156
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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