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Der Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf die Gesundheit ihrer Kinder

Title: Der Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf die Gesundheit ihrer Kinder

Bachelor Thesis , 2021 , 50 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anna Wiemann (Author)

Sociology - Children and Youth
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"Die Gesundheitschancen von Kindern und Jugendlichen in den verschiedenen Ländern der Erde unterscheiden sich immens". Aber nicht nur zwischen den Ländern herrscht eine gesundheitliche Ungleichheit, auch in Deutschland lassen sich schichtspezifische Unterschiede in der Gesundheit feststellen. Da die gesundheitliche Ungleichheit sich im Themenkontext der sozialen Ungleichheit bewegt, welche als gesellschaftliche Vor- und Nachteile von Individuen definiert werden, drängt sich die Frage nach Gerechtigkeit auf. Blickt man zusätzlich darauf, dass Kinder von den sozialen Verhältnissen der Eltern abhängig sind, und dadurch in ihrem Gesundheitsverhalten und ihrer Gesundheit durch den sozioökonomischen Status der Eltern beeinflusst werden, wird die Frage nach sozialer Gerechtigkeit verstärkt. Denn wie kann es gerecht sein, dass Kinder in ihrem Gesundheitsstatus von den sozioökonomischen Verhältnissen der Eltern abhängig sind? Und wie kann diese Ungerechtigkeit beeinflusst oder sogar verhindert werden? Um jedoch die Frage nach Gerechtigkeit und Lösung der Ungerechtigkeit überhaupt stellen zu können, müssen die ursächlichen Mechanismen des Einflusses des sozioökonomischen Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit ihrer Kinder erarbeitet und der Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern empirisch belegt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Theoretische Grundlagen

2.1. Konzeptspezifikation des sozioökonomischen Status

2.2. Erklärungsansätze: Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit ihrer Kinder

2.2.1 Schichtspezifisches Gesundheitsverhalten

2.2.2 Materielle und strukturelle Faktoren

2.2.3 Psychosoziale Faktoren

2.2.4 Kulturelles Verhalten

2.3. Zusammenfassung der erwartbaren Unterschiede im Gesundheitsverhalten und des Gesundheitsstatus

3. Empirische Ergebnisse: Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit ihrer Kinder

3.1.Datengrundlage und Methode

3.1.1. Forschungsdesign, Stichprobenauswahl und Studiendurchführung

3.1.2. Operationalisierung des sozioökonomischen Status

3.1.3. Operationalisierung des Gesundheitsverhaltens und des Gesundheitsstatus

3.2 Ergebnisse

3.2.1. Gesundheitsverhalten

3.2.2. Gesundheitsstatus

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den kausalen Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und den Gesundheitszustand ihrer Kinder in Deutschland, basierend auf Daten der zweiten Welle der KiGGS-Studie.

  • Soziale Ungleichheit und deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Kindern
  • Theoretische Erklärungsansätze (materiell, strukturell, psychosozial, kulturell)
  • Empirische Analyse des Ernährungs- und Sportverhaltens
  • Untersuchung von Substanzkonsum und physischer sowie psychischer Gesundheit
  • Diskussion von Präventionsmaßnahmen im Sinne der sozialen Gerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Schichtspezifisches Gesundheitsverhalten

Der Erklärungsansatz des Gesundheitsverhaltens in Abhängigkeit zum SES schildert die sozioökonomischen Unterschiede im gesundheitlichen Risikoverhalten, welches die Inanspruchnahme von Gesundheitsversorgung, insbesondere Präventivmaßnahmen, beinhaltet. Die grundlegende Erklärung dieses Ansatzes impliziert, dass schichtspezifische Unterschiede in der Morbidität und Mortalität durch ein gesundheitliches Risikoverhalten, das von dem jeweiligen SES bestimmt wird, verursacht werden (Steinkamp 1999: 120). Begründet werden kann dieses schichtspezifisches Risikoverhalten durch sozioökonomische Kulturkreise (Richter et al. 2011: 12), die als Zusammenschluss von Individuen verstanden werden, die einen ähnlichen SES besitzen (Richter und Hurrelmann 2006: 19).

Empirisch lassen sich für diese Erklärung Zusammenhänge zwischen dem SES und dem Gesundheitsverhalten, sowohl für das Risikoverhalten also auch für die Inanspruchnahme von Gesundheitsversorgungen, feststellen (Richter 2005; Janßen et al. 2006: 145). Als gesundheitsschädigendes Verhalten wird vor allem Substanzkonsum, Fehlernährung und Bewegungsmangel verstanden (Richter 2005: 115). Bei diesen Risikofaktoren besteht ein negativer Zusammenhang mit dem SES, das gesundheitsschädigende Risikoverhalten ist vor allem bei Personen mit niedrigem SES zu finden (Mielck 2000: 185). Besonders bei dem Risikoverhalten des Rauchens lässt sich ein Zusammenhang mit dem SES darstellen. Mehrere Studien konnten belegen, dass bei Personen mit geringer Schulbildung, geringem beruflichem Status, und niedrigem Einkommen das Rauchverhalten ausgeprägter ist (Mielck 2000; Helmert 2003).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die gesundheitliche Ungleichheit bei Kindern und Formulierung der Forschungsfrage nach dem Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern.

2.Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Konzepte zur sozialen Ungleichheit und Darstellung der Mechanismen, wie der elterliche Status die Gesundheit der Kinder beeinflusst.

3. Empirische Ergebnisse: Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit ihrer Kinder: Präsentation der Daten aus der KiGGS-Studie zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen hinsichtlich Ernährung, Sport, Substanzkonsum und Gesundheitsstatus.

4. Fazit: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion politischer Implikationen sowie notwendiger Präventionsstrategien zur Verringerung sozialer Ungleichheit.

Schlüsselwörter

Sozioökonomischer Status, SES, gesundheitliche Ungleichheit, KiGGS-Studie, Gesundheitsverhalten, Kindergesundheit, soziale Gerechtigkeit, materielle Deprivation, Risikoverhalten, Adipositas, Asthma, Prävention, psychische Gesundheit, Lebensbedingungen, soziale Schicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der sozioökonomische Status der Eltern die gesundheitlichen Chancen, das Verhalten und den tatsächlichen Gesundheitszustand ihrer Kinder beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind soziale Ungleichheit, die Auswirkungen von materiellen Ressourcen auf den Lebensstil sowie der Zusammenhang zwischen elterlichem Bildungsstand, Einkommen und der physischen sowie psychischen Gesundheit von Kindern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: "Wie wirkt sich der sozioökonomische Status der Eltern auf das Gesundheitsverhalten und die Gesundheit ihrer Kinder aus?" Ziel ist es, diese Wirkungszusammenhänge kausal zu erklären und empirisch zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Analyse, wobei die Querschnittsergebnisse der zweiten Welle der KiGGS-Studie (Kinder- und Jugendgesundheitsstudie) verwendet werden, um Zusammenhänge mittels statistischer Kennzahlen wie der Odds-Ratio zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung verschiedener Erklärungsansätze (z.B. materielle, psychosoziale und kulturelle Faktoren) und eine empirische Prüfung dieser Ansätze anhand von Variablen wie Ernährung, Sport, Substanzkonsum, Übergewicht und psychischer Auffälligkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der sozioökonomische Status (SES), soziale Ungleichheit, KiGGS, gesundheitliches Risikoverhalten, materielle Deprivation und präventive Gesundheitsstrategien.

Welche Rolle spielt die Bildungspolitik laut der Autorin für die Kindergesundheit?

Die Autorin hebt hervor, dass Bildung als „Schlüssel für Gesundheit“ fungiert und bildungspolitische Maßnahmen langfristig positive „collateral benefits“ für die Gesundheit benachteiligter Kinder erbringen können.

Warum ist laut der Arbeit eine rein "informationsbasierte" Prävention oft wirkungslos?

Da sozioökonomisch schwache Haushalte häufiger von materieller Deprivation und instabilen sozialen Netzwerken betroffen sind, erreichen rein informationsorientierte Angebote diese Gruppen oft nicht oder führen nicht zur gewünschten Verhaltensänderung, weshalb strukturelle Verbesserungen notwendig sind.

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Details

Title
Der Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf die Gesundheit ihrer Kinder
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,7
Author
Anna Wiemann (Author)
Publication Year
2021
Pages
50
Catalog Number
V1128302
ISBN (eBook)
9783346499189
ISBN (Book)
9783346499196
Language
German
Tags
einfluss status eltern gesundheit kinder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Wiemann (Author), 2021, Der Einfluss des sozioökonomischen Status der Eltern auf die Gesundheit ihrer Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128302
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