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Wissensmanagement in der Sozialen Arbeit. Ein Beitrag zur Förderung der Professionalität?

Title: Wissensmanagement in der Sozialen Arbeit. Ein Beitrag zur Förderung der Professionalität?

Term Paper , 2021 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Torsten Nyhsen (Author)

Social Work
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Die Arbeit widmet sich der Frage, welche Bedeutung Wissen insbesondere für die Professionalität Sozialer Arbeit hat und welchen fördernden Beitrag ein systematisches Wissensmanagement, das durch Organisationsentwicklung (OE) in Trägerorganisationen Sozialer Arbeit implementiert werden kann, dabei leistet.

Hierzu wird in einem ersten Schritt eine professionstheoretische Rahmung Sozialer Arbeit mit Hilfe der Reflexiven Professionalität nach Bernd Dewe und Hans-Uwe Otto geboten. Im Weiteren wird der Wissensbegriff bestimmt und Ansätze von Wissensmanagement vorgestellt. Die Ausführungen münden in einer organisationstheoretischen Fundierung eines Phasenmodells des Wissensmanagements nach Christiane Schiersmann und Heinz-Ulrich Thiel, dass dieser Arbeit als zentraler Bezug zur Darstellung der Implementierung eines Konzeptes des Wissensmanagements im Zuge eines OE-Prozesses in Organisationen der Sozialen Arbeit dient. Im Anschluss wird das Phasenmodell in detaillierter Form dargestellt. Hierzu werden einleitend Rahmenbedingungen für die Einführung von Konzepten des Wissensmanagements in Organisation erläutert, um nachfolgend die einzelnen Bausteine des Modells als Orientierungsrahmen für OE-Berater*innen zu beschreiben. Die Ausführungen werden abschließend einer kritischen Würdigung unterzogen, der sich ein thematischer Ausblick anschließt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Die Relevanz von Wissen für Soziale Arbeit im Kontext Reflexiver Professionalität

2.1.1 Reflexive Professionalität als professionstheoretische Rahmung Sozialer Arbeit

2.1.2 Wissen (-sarten) im Kontext Reflexiver Professionalität

2.2 Wissen und Ansätze des Wissensmanagements

2.2.1 Grundlagen von Wissen in einer Organisation

2.2.1.1 Der Wissensbegriff

2.2.1.2 Implizites und explizites Wissen

2.2.1.3 Personales und organisationales Wissen

2.2.2 Ansätze des Wissensmanagements

2.2.3 Theoretische Bezüge des Phasenmodells von Wissensmanagement nach Schiersmann/Thiel

3 Implementierung von Wissensmanagement in der Sozialen Arbeit mit dem Phasenmodell nach Schiersmann/Thiel

3.1 Rahmenbedingungen

3.2 Bausteine des Wissensmanagements

3.2.1 Kontrakt

3.2.2 Wissensziele

3.2.3 Wissensidentifikation

3.2.4 Wissensentwicklung

3.2.5 Wissensaustausch und Wissensnutzung

3.2.6 Wissensbewertung

4 Würdigung, Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Wissen für die Professionalität in der Sozialen Arbeit und analysiert, wie ein systematisches Wissensmanagement, implementiert durch Methoden der Organisationsentwicklung, diese Professionalität fördern kann. Dabei wird das Phasenmodell nach Schiersmann/Thiel als zentraler Orientierungsrahmen herangezogen.

  • Bedeutung von Wissen für die Reflexive Professionalität in der Sozialen Arbeit
  • Systematische Ansätze und Strategien des Wissensmanagements
  • Implementierung von Wissensmanagement mittels Phasenmodell nach Schiersmann/Thiel
  • Methoden der Organisationsentwicklung im Kontext von Wissensmanagement
  • Herausforderungen bei der Bewertung immaterieller Wissensressourcen

Auszug aus dem Buch

2.2.1.2 Implizites und explizites Wissen

Im Kontext des strategischen Managements stehen aus der wissensbasierten Unternehmenssicht (sog. knowledge-based view of the organization) die Identifikation von Unternehmensressourcen und Imitationsbarrieren zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen im Mittelpunkt. Die Wissensspirale (siehe Abb. 1) nach Nonaka/Konno wird im Verständnis von Wissen als strategischer Wettbewerbsvorteil von Unternehmen mit Blick auf die Konzeptualisierung von Wissensmanagement in der Literatur exponiert beachtet (vgl. Reinmann-Rothmeier 2001, S. 3 oder Becker et al. 2006, S. 205). Sie modelliert in vier Stufen „den Zyklus der Wissenskonversion bei der Generierung organisationalen Wissens.“ (ebd., S. 205) in Bezug auf Wissen in seiner impliziten und expliziten Ausprägung. Implizites Wissen bedeutet, "etwas zu können, ohne sagen zu können, wie und warum“ (Stangl, 2021). Das Wissen muss nicht bewusst sein und ist personen- und situationsgebunden. Es resultiert aus Erfahrung und ist schwer bzw. nicht artikulierbar. Es dient der Komplexitätsreduktion und hat den Status „hochgradig aggregierter Expertise, zu der kein unmittelbarer Zugang (mehr) besteht“ (Schiersmann/Thiel 2018, S. 337). Explizites Wissen wird auch als ausdrückliches oder deutliches Wissen verstanden. Es ist bewusstes Wissen, das verbalisierbar und durch Reflexion korrigierbar ist (vgl. Schelten 2000, S. 1).

Die Wissensspirale – auch bekannt als SECI-Modell – erörtert, wie die Übertragung, Umwandlung und Entwicklung von Wissensbeständen zwischen Individuen, Gruppen und Organisationen erfolgt. Das Modell hat einen abstrakten und idealtypischen Charakter. Die Wissensarten `implizites Wissen´ und `explizites Wissen´ stellen im Modell „Extrempunkte eines Wissenszustandsspektrums“ (Zboralski 2007, S. 125) dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen gemeinnütziger Organisationen in einer VUKA-Welt ein und definiert das Ziel der Arbeit, den fördernden Beitrag von Wissensmanagement für die Professionalität Sozialer Arbeit aufzuzeigen.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verortet Soziale Arbeit als Reflexive Professionalität und beleuchtet die Grundlagen von Wissen sowie die verschiedenen Ansätze des Wissensmanagements im organisationalen Kontext.

3 Implementierung von Wissensmanagement in der Sozialen Arbeit mit dem Phasenmodell nach Schiersmann/Thiel: In diesem Hauptteil wird das Phasenmodell zur Einführung von Wissensmanagement detailliert vorgestellt, wobei die einzelnen Bausteine – von Kontrakt bis Wissensbewertung – als Orientierung für Organisationsentwickler dienen.

4 Würdigung, Fazit und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel reflektiert kritisch die theoretische Fundierung des gewählten Modells und diskutiert die Herausforderungen bei der Messbarkeit von Wissen in sozialen Organisationen.

Schlüsselwörter

Wissensmanagement, Soziale Arbeit, Organisationsentwicklung, Reflexive Professionalität, Schiersmann/Thiel, Wissensspirale, Implizites Wissen, Explizites Wissen, Wissensbilanzierung, Communities of Practice, Kompetenzmanagement, Systemtheorie, Organisationskultur, Wissenstransfer, Professionalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag ein systematisches Wissensmanagement zur Förderung der Professionalität innerhalb von Organisationen Sozialer Arbeit leisten kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Theorie der Reflexiven Professionalität, Grundlagen des Wissensmanagements, Konzepte zur Implementierung in Organisationen sowie die kritische Reflexion von Wissensmessung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wissensmanagement als Instrument der Organisationsentwicklung eingesetzt werden kann, um das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch die Systemtheorie und nutzt das Prozessmodell nach Schiersmann/Thiel als analytischen Rahmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Rahmenbedingungen und der detaillierten Bausteine des Wissensmanagements nach Schiersmann/Thiel, die konkret auf soziale Organisationen angewendet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Wissensmanagement, Soziale Arbeit, Organisationsentwicklung, Reflexive Professionalität und Wissensbilanzierung.

Warum ist das Phasenmodell von Schiersmann/Thiel für die Soziale Arbeit relevant?

Das Modell wird als besonders anschlussfähig erachtet, da es systemtheoretisch fundiert ist und einen humanorientierten, partizipativen Ansatz verfolgt, der dem Selbstverständnis der Sozialen Arbeit entspricht.

Welche Rolle spielt die Balanced Scorecard bei der Wissensbewertung?

Die Balanced Scorecard dient als Instrument, um den Bogen zwischen strategischen Zielen und operativen Notwendigkeiten zu spannen und neben materiellen Werten auch immaterielles Wissen in die Bewertung einzubeziehen.

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Details

Title
Wissensmanagement in der Sozialen Arbeit. Ein Beitrag zur Förderung der Professionalität?
College
University of Kaiserslautern
Grade
1,0
Author
Torsten Nyhsen (Author)
Publication Year
2021
Pages
31
Catalog Number
V1128322
ISBN (eBook)
9783346488565
ISBN (Book)
9783346488572
Language
German
Tags
Wissensmanagement Soziale Arbeit Kompetenz Profession Reflexiv
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Nyhsen (Author), 2021, Wissensmanagement in der Sozialen Arbeit. Ein Beitrag zur Förderung der Professionalität?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128322
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