Managementkonzepte: Begriff, Kategorisierung, Akteure


Seminararbeit, 2007

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Grundlagen der Managementkonzepte

3 Relevante Akteure im Kontext der Managementkonzepte
3.1 Wissenschaft als Schöpfer und Kritiker
3.2 Berater als Schöpfer und Übermittler
3.3 Unternehmenspraxis als Nachfrager
3.4 Zusammenspiel der Akteure

4 Einteilung der Konzepte in Kategorien
4.1 Auswahl der dargestellten Kategorisierungen
4.2 Inhaltliche Konzepte und Vorgehenskonzepte nach ULRICH
4.3 Der konstruktivistisch-technomorphe und der systemisch-evolutionäre Theorietyp nach MALIK
4.4 Bibliometrische Klassifizierung nach TEICHERT und TALAULICAR
4.5 Kritische Gegenüberstellung der Klassifizierungen

5 Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Die Wertschöpfungskette für Managementwissen

Abb. 2: Wechselbeziehung von Wissenschaft, Beratern und Praxis

Abb. 3: Typenzuordnung der Managementkonzepte

1 Einleitung

Zur Lösung von unterschiedlichsten Problemen der industriellen Betriebsführung werden eine Reihe verschiedener Managementkonzepte angeboten. Mit deren Hilfe sollen Organisationen ihre umfangreichen Aufgaben und Anforderungen besser und effizienter bewältigen können[1].

Der Begriff des Managementkonzepts hat vor allem in jüngster Zeit einen eindrucksvollen Bekanntheitsgrad erlangt. In der regen Diskussion über Managementkonzepte stuft die eine Seite diese als Mode ab, während die andere Seite Managementkonzepte als revolutionär bezeichnet[2].

Populäre Vertreter von Managementkonzepten, die zu „Managementmoden“ wurden, sind z.B. Balanced Scorecard, Total Quality Management oder Shareholder Value Analysis.

Für die Definition des Begriffs Managementkonzepte, deren Einteilungen in Klassifizierungen und für die relevanten Akteure im Kontext der Konzepte, existieren eine Vielzahl von literarischen Auslegungen. Im Rahmen dieser Arbeit sollen diese Meinungen dargestellt und kritisch betrachtet werden.

Hierzu wird in Kapitel 2 der Begriff des Managementkonzepts beleuchtet und eine für diese Arbeit gültige Begriffsbestimmung vorgestellt. In Kapitel 3 werden die Akteure der Wissenschaft, der Beratungsfirmen und der Unternehmenspraxis als Protagonisten der Managementkonzeptionen beschrieben und deren Zusammenwirken analysiert. Die Kategorisierung der Managementkonzepte wird in Kapitel 4 als eine deskriptive Darstellung von aktuellen Einteilungen vorgenommen und abschließend gewürdigt. Eine Zusammenfassung und ein Ausblick in Kapitel 5 beschließen die Erörterungen dieser Arbeit.

2 Begriffliche Grundlagen der Managementkonzepte

Der Begriff Managementkonzept wird sowohl in der Wissenschaft, als auch in der Unternehmenspraxis uneinheitlich verwendet. In der Betriebs-wirtschaftslehre findet sich deshalb dafür keine einheitliche Definition. Vielmehr existieren eine Vielzahl von verwandten Begriffen, die synonym verwendet und eingesetzt werden[3]. Die etymologische Bedeutung des Worts Managementkonzept kann wie folgt ermittelt werden:

Konzept: Nach HOFFMANN wird ein Konzept wie folgt definiert: „Ein Konzept lässt sich auffassen als meist induktiv gewonnene, systematische Interpretation von Erfahrungen - mitunter verbunden mit einem Handlungswissen, das häufig unter einem generalisierten Begriff zusam-mengefasst wird“[4]. Managementkonzepte umfassen sowohl strukturelle Elemente, als auch Managementpraktiken[5]. Nach ULRICH ist ein Konzept ein Entwurf für eine geistige Schöpfung. Hierbei handelt es sich um ein abstraktes Gestaltungsmodell einer zu erschaffenden Wirklichkeit, das deren wesentlichen Komponenten und Beziehungs- und Wirkungsgefüge festhält, aber Möglichkeiten der konkreten Ausgestaltung offen lässt[6].

Management: Für den Begriff Management seien folgende Definitionen beispielhaft aufgeführt: Management kann als zielorientierte koordinierte Steuerung menschlichen Verhaltens bzw. als Steuerung von Aktions-prozessen in sozio-technischen Systemen definiert werden[7]. Management ist ein Bündel von Steuerungs-Aufgaben in einer arbeitsteiligen Organisation, die bei der Leistungs-Erstellung und –sicherung erbracht werden müssen. Als Standard für die Betriebswirtschaftslehre hat sich die funktionale Definition von Koontz und O´Donnel in die Aktivitäten Organisation, Planung, Personalbereitstellung, Personalführung und Controlling etabliert[8].

In dieser Arbeit soll der Definition von HOFFMANN gefolgt werden. Er erklärt Management im funktionalen Sinn als Beschreibung von Prozessen oder Aufgaben in arbeitsteiligen Organisationen. Im institutionellen Sinne werden damit Personen bezeichnet, die Managementfunktionen im Unternehmen wahrnehmen. Fügt man die beiden Festlegungen zusammen, erhält der Begriff Managementkonzept zwei Bedeutungsschwerpunkte. Erstens als ein Konzept für das Management im funktionalen Sinn und zweitens als ein Konzept für Manager im institutionellen Verständnis[9].

HOFFMANN führt folgende acht Kriterien von Managementkonzepten auf:

- Managementkonzepte sind gekennzeichnet durch Anwendungsnähe und sind in erster Linie an Praktiker gerichtet

- Managementkonzepte legen weniger Wert auf wissenschaftliche Fundierung und beziehen ihre Legitimation aus empirischer Relevanz

- Managementkonzepte repräsentieren Erfahrungswissen, basieren also auf Induktion

- Managementkonzepte können in den meisten Fällen personifiziert werden, lassen sich also auf einen Schöpfer zurückführen

- Managementkonzepte enthalten eine strategische Grundausrichtung, an deren Ende die Errichtung eines programmatischen Zieles steht

- Managementkonzepte stellen Methoden und Instrumente bereit, welche deren Umsetzung vereinfachen

- Managementkonzepte erstrecken sich über mehrere Funktionen von Organisationen

- Managementkonzepte entwickeln sich ständig weiter und unterliegen einem Wandel, der sich an den Anforderungen der Praxis orientiert

Managementkonzepte werden somit aus praktisch bewährten Erfahrungen gewonnen, die nach einer systematischen Interpretation und Generalisierung zu Rezepten umformuliert werden[10].

[...]


[1] Vgl. Zielowski C. : Managementkonzepte, 2006, S. 1

[2] Vgl. Hofmann E.: „Neue“ Managementkonzepte, 2002, S. 5

[3] Vgl. Hofmann E.: „Neue“ Managementkonzepte, 2002, S. 6-7

[4] Hofmann E.: „Neue“ Managementkonzepte, 2002, S. 6

[5] Vgl. Walgenbach P./ Beck N.: Effizienz und Anpassung, 2003, S. 498

[6] Vgl. Ulrich H.: Systemorientiertes Management, 2001, S. 86-87

[7] Vgl. Wild J.: Management-Konzeption, 1971, S. 63

[8] Vgl. Steinmann H./ Schreyögg G.: Management, 2005, S. 7-10

[9] Vgl. Hofmann E.: „Neue“ Managementkonzepte, 2002, S. 6

[10] Vgl. Hofmann E.: „Neue“ Managementkonzepte, 2002, S. 7

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Managementkonzepte: Begriff, Kategorisierung, Akteure
Hochschule
FernUniversität Hagen
Veranstaltung
Seminar zum Thema Managementkonzepte: Verbreitung,Leistungsfähigkeit, Nachhaltigkeit
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V112839
ISBN (eBook)
9783640122073
ISBN (Buch)
9783640124077
Dateigröße
776 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Managementkonzepte, Begriff, Kategorisierung, Akteure, Seminar, Thema, Verbreitung, Leistungsfähigkeit, Nachhaltigkeit
Arbeit zitieren
Gerhard Bartl (Autor), 2007, Managementkonzepte: Begriff, Kategorisierung, Akteure, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112839

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