Die Religionsklasse setzt sich zusammen aus den evangelischen SchülerInnen der
Klassen 2a und 2b. In die Klasse 2a gehen 16 evangelische SchülerInnen, acht
Mädchen und acht Jungen, und in die Klasse 2b elf evangelische SchülerInnen, fünf
Mädchen und sechs Jungen. Somit besteht die Religionsklasse aus insgesamt 27
SchülerInnen, 13 Mädchen und 14 Jungen.
Der evangelische Religionsunterricht findet in dem Klassenzimmer der 2a statt. Somit
befindet sich ca. die Hälfte der SchülerInnen in ihrer vertrauten Lernumgebung. Die
SchülerInnen sitzen an Gruppentischen, die aus jeweils drei Einzeltischen
zusammengesetzt sind, so dass an jedem Gruppentisch sechs SchülerInnen Platz
haben. Das Klassenzimmer ist für die Größe der Religionsklasse recht klein, so dass
manche SchülerInnen direkt an einem Regal, das an der hinteren Wand des
Klassenzimmers steht, sitzen. Somit sitzen diese SchülerInnen beim Frontalunterricht
weit entfernt von der Lehrerin. Darüber hinaus ist vor der Tafel nicht ausreichend
Platz, um einen Stuhlkreis zu bilden. Es müssen dafür Tische nach hinten gerückt
werden. Ein Sitzkreis ohne Stühle ist möglich, wobei die SchülerInnen zum Teil
gedrängt sitzen.
In dem Regal an der hinteren Wand des Klassenzimmers werden die Religionshefte
der SchülerInnen aufbewahrt. Diese Hefte werden vor Stundenbeginn von einem
Austeildienst selbstständig ausgeteilt. Die Hefte bleiben also immer im
Klassenzimmer, so dass in ev. Religion keine Hausaufgaben gegeben werden
können. Es wird im Fach ev. Religion in dieser Klasse kein Schulbuch verwendet. Es
steht ein Tageslichtprojektor im Klassenzimmer, der aber nur selten benützt zu
werden scheint. Er muss zur Benutzung erst ausgepackt und in Position gestellt
werden. Die Religionslehrerin verwendet ein Klanginstrument als Stillezeichen. Die
SchülerInnen kennen dieses und wissen, dass sie beim Ertönen dieses Instrumentes
ihre Arbeit unterbrechen und aufmerksam zuhören sollen.
Inhaltsverzeichnis
1 Zur Ausgangslage des Unterrichts
1.1 Institutionelle Bedingungen
1.2 Anthropologische Bedingungen
2 Überlegungen und Entscheidungen zum Unterrichtsgegenstand
2.1 Klärung der Sache
2.2 Didaktische Überlegungen
2.2.1 Bezug zum Bildungsplan
2.2.2 Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung
3 Intentionen des Unterrichts
3.1 Psychomotorische Zieldimension
3.2 Affektive Zieldimension
3.3 Kognitive Zieldimension
3.4 Soziale Zieldimension
4 Überlegungen zum Lehr-Lernprozess
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Unterrichtsentwurf für eine evangelische Religionsstunde in der zweiten Klasse, deren primäres Ziel es ist, die Schülerinnen und Schüler mit der Struktur, den Angeboten und den Akteuren einer Kirchengemeinde vertraut zu machen und ihnen die Bedeutung aktiver Gemeindeglieder zu vermitteln.
- Strukturelle und anthropologische Lernvoraussetzungen der Schulklasse
- Fachliche Klärung der Aufgabenbereiche haupt-, neben- und ehrenamtlicher Mitarbeiter
- Didaktische Anbindung an den Bildungsplan und lebensweltliche Relevanz
- Differenzierte Zieldimensionen (psychomotorisch, affektiv, kognitiv, sozial)
- Methodische Gestaltung des Lehr-Lernprozesses unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
1.1 Institutionelle Bedingungen
Die Religionsklasse setzt sich zusammen aus den evangelischen SchülerInnen der Klassen 2a und 2b. In die Klasse 2a gehen 16 evangelische SchülerInnen, acht Mädchen und acht Jungen, und in die Klasse 2b elf evangelische SchülerInnen, fünf Mädchen und sechs Jungen. Somit besteht die Religionsklasse aus insgesamt 27 SchülerInnen, 13 Mädchen und 14 Jungen.
Der evangelische Religionsunterricht findet in dem Klassenzimmer der 2a statt. Somit befindet sich ca. die Hälfte der SchülerInnen in ihrer vertrauten Lernumgebung. Die SchülerInnen sitzen an Gruppentischen, die aus jeweils drei Einzeltischen zusammengesetzt sind, so dass an jedem Gruppentisch sechs SchülerInnen Platz haben. Das Klassenzimmer ist für die Größe der Religionsklasse recht klein, so dass manche SchülerInnen direkt an einem Regal, das an der hinteren Wand des Klassenzimmers steht, sitzen. Somit sitzen diese SchülerInnen beim Frontalunterricht weit entfernt von der Lehrerin. Darüber hinaus ist vor der Tafel nicht ausreichend Platz, um einen Stuhlkreis zu bilden. Es müssen dafür Tische nach hinten gerückt werden. Ein Sitzkreis ohne Stühle ist möglich, wobei die SchülerInnen zum Teil gedrängt sitzen.
In dem Regal an der hinteren Wand des Klassenzimmers werden die Religionshefte der SchülerInnen aufbewahrt. Diese Hefte werden vor Stundenbeginn von einem Austeildienst selbstständig ausgeteilt. Die Hefte bleiben also immer im Klassenzimmer, so dass in ev. Religion keine Hausaufgaben gegeben werden können. Es wird im Fach ev. Religion in dieser Klasse kein Schulbuch verwendet. Es steht ein Tageslichtprojektor im Klassenzimmer, der aber nur selten benützt zu werden scheint. Er muss zur Benutzung erst ausgepackt und in Position gestellt werden. Die Religionslehrerin verwendet ein Klanginstrument als Stillezeichen. Die SchülerInnen kennen dieses und wissen, dass sie beim Ertönen dieses Instrumentes ihre Arbeit unterbrechen und aufmerksam zuhören sollen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zur Ausgangslage des Unterrichts: Analyse der institutionellen Rahmenbedingungen sowie der anthropologischen Voraussetzungen der Schülerschaft.
2 Überlegungen und Entscheidungen zum Unterrichtsgegenstand: Fachwissenschaftliche Klärung der Gemeindeinhalte sowie didaktische Begründung im Kontext des Bildungsplans und der Lebensbedeutung für Kinder.
3 Intentionen des Unterrichts: Definition der konkreten Lernziele in psychomotorischer, affektiver, kognitiver und sozialer Hinsicht.
4 Überlegungen zum Lehr-Lernprozess: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und Begründung der didaktischen Entscheidungen für die Unterrichtsphasen.
Schlüsselwörter
Unterrichtsentwurf, Evangelische Religion, Kirchengemeinde, Grundschule, Bildungsplan, Gemeindemitarbeiter, Aktive Teilhabe, Lehr-Lernprozess, Religionspädagogik, Schüleraktivierung, Sachkompetenz, Soziales Lernen, Gemeindearbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um einen detaillierten Unterrichtsentwurf für das Fach evangelische Religion in einer zweiten Grundschulklasse zum Thema Kirchengemeinde.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Struktur einer Kirchengemeinde, die verschiedenen dort tätigen Berufsgruppen, ehrenamtliche Engagementbereiche sowie Angebote für Kinder.
Was ist das primäre Ziel des Unterrichts?
Die Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, dass eine Kirche durch die aktive Beteiligung der Menschen lebendig wird, und ein Bewusstsein für die Angebote ihrer örtlichen Gemeinde entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer sachanalytischen Aufbereitung der Gemeindestrukturen sowie einer didaktischen Begründung basierend auf dem offiziellen Bildungsplan für Grundschulen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage, die didaktische Herleitung, die Zielformulierung für die Kinder sowie die methodischen Überlegungen für den konkreten Unterrichtsverlauf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Religionsunterricht, Kirchengemeinde, Sachkompetenz, Lehr-Lernprozess und christliche Sozialisation.
Warum wird im Unterricht ein Sitzkreis ohne Stühle verwendet?
Aufgrund der begrenzten Größe des Klassenzimmers ist der Aufbau eines regulären Stuhlkreises zu aufwendig, weshalb der Sitzkreis auf dem Boden als platzsparende Alternative dient.
Welche Bedeutung kommt der Aussage „Ihr seid die lebendigen Steine“ im Unterricht zu?
Dieser biblische Bezug dient dazu, den Kindern zu verdeutlichen, dass Kirche kein lebloses Gebäude ist, sondern durch die Menschen, die sie mit Leben füllen, erst existiert.
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- Silvia Armbruster (Author), 2006, Unterrichtsstunde: Lebendige Bausteine einer Kirchengemeinde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112861