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Ambrosius von Mailand. Wie groß war sein Einfluss auf den mailändischen Kaiserhof?

Titel: Ambrosius von Mailand. Wie groß war sein Einfluss auf den mailändischen Kaiserhof?

Hausarbeit , 2015 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Philipp Scheerer (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Kirchenvater Augustinus schien ihn wie einen Vater zu sehen, bewunderte erst dessen rhetorische Fähigkeiten und ließ sich später als bekehrter Christ vom selben Mann taufen - und das, obwohl es nie zu einer engeren Beziehung zwischen den beiden kam. Wer aber war Ambrosius von Mailand, der Mann, der dem Augustinus mit seiner heute als allegorische Exegese bekannten Bibelauslegung das Christentum sehr viel näher brachte? Und in welchem Maße nahm er Einfluss auf den mailändischen Kaiserhof und dessen Politik? Diesen Fragen geht die vorliegende Arbeit nach.

Um einen tieferen Einblick in die Kirchenpolitik des Ambrosius zu erhalten und dessen Einfluss auf die mailändischen Kaiser zu untersuchen, ist es notwendig, vorher knapp die wichtigsten Etappen seines Lebens zu erläutern sowie die Spannungen innerhalb der christlichen Kirche während des vierten Jahrhunderts zu erklären. Dabei wird der "Arianischen" Streit mehr von der historischen als von der theologischen Seite beleuchtet, um die geschichtlichen Grundlagen für das kirchenpolitische Vorgehen des Ambrosius darzulegen. Des Weiteren werde ich kurz die äußerst interessante Bischofswahl des Ambrosius ansprechen, um den Fokus der Arbeit dann auf den Einfluss des Bischofs auf Kaiser Gratians Politik sowie auf den Mailänder Kirchenstreit zu legen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Leben und Wirken des Ambrosius bis 374 n. Chr.

2. Der ‚Arianische‘ Streit und seine beiden Parteien

3. Die Kirche in Mailand vor 374 n. Chr.

4. Die Bischofswahl des Ambrosius

5. Ambrosius als Bischof von Mailand und sein Einfluss auf Kaiser Gratian

6. Der Mailänder Kirchenstreit und Valentinian II.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den kirchenpolitischen Einfluss des Ambrosius von Mailand auf den mailändischen Kaiserhof im vierten Jahrhundert. Dabei wird analysiert, wie Ambrosius durch sein Wirken die Beziehung zwischen Kirche und Staat sowie die kaiserliche Religionspolitik nachhaltig prägte.

  • Biografische Hintergründe und Werdegang des Ambrosius
  • Historische Einordnung des trinitätstheologischen Streits
  • Die kontroverse Bischofswahl des Ambrosius
  • Der Einfluss des Bischofs auf die Politik von Kaiser Gratian
  • Die Dynamik des Mailänder Kirchenstreits unter Valentinian II.

Auszug aus dem Buch

4. Die Bischofswahl des Ambrosius

Die Bischofswahl des Ambrosius bringt einige Unklarheiten mit sich: Einerseits war sich die Forschung längere Zeit nicht sicher, mit welchem Datum sich der Amtsantritt des Ambrosius datieren lässt, da dieses in Quellen einzelner Zeitgenossen unterschiedlich überliefert worden ist. Andererseits kann man den Ablauf der Bischofswahl sowie die äußeren Umstände wegen einer fragwürdigen Quellenlage nur schwierig rekonstruieren.

Nach dem aktuellsten Forschungsstand fand dieses bedeutende Ereignis im Leben des Ambrosius wahrscheinlich am 7. Dezember des Jahres 374 n. Chr. statt. Das Jahr 373 n. Chr., das von Campenhausen 1928 als das Jahr der Weihe aufgeführt worden ist, gilt heute als eher unwahrscheinlich.

Während die Wahl des höchsten Verwaltungsbeamten zum Bischof aus heutiger Sicht sehr verwunderlich erscheint, war es in der damaligen Zeit üblich, dass „das Bischofsamt […] nicht nur quasistaatliche Aufgaben zugewiesen bekam, sondern auch quasistaatliche Würde gewann“. Die Übernahme des Bischofssamtes durch den damaligen Staatsmann Ambrosius ist historisch betrachtet also korrekt, die folgenden Details erweisen sich jedoch als fragwürdig.

Der Ablauf der Bischofswahl wurde von Paulinus, der von Augustinus - dem wohl bekanntesten Schüler des Ambrosius - zum Verfassen einer Biographie beauftragt worden war, in dessen Werk „Vita“ sehr interessant geschildert: Angeblich beeinflusste eine Kinderstimme, die „Ambrosius episcopus“ rief, die Wahl entscheidend! Ebenso wie in anderen Berichten über diese Wahl, verwendete der Autor literarisch auffällige Übertreibungen; der Vorgang selbst soll jedoch korrekt beschrieben worden sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Leben und Wirken des Ambrosius bis 374 n. Chr.: Dieses Kapitel beleuchtet die Herkunft, Ausbildung und den frühen beruflichen Werdegang des Ambrosius innerhalb der römischen Reichsverwaltung.

2. Der ‚Arianische‘ Streit und seine beiden Parteien: Hier werden die theologischen und historischen Hintergründe des Konflikts zwischen der nicaenischen Position und den Arianern dargelegt.

3. Die Kirche in Mailand vor 374 n. Chr.: Der Abschnitt beschreibt die kirchenpolitische Lage in der Kaiserresidenz Mailand unter dem arianischen Bischof Auxentius.

4. Die Bischofswahl des Ambrosius: Die Analyse der Umstände und der Problematik der Wahl des damals noch ungetauften Staatsmannes zum neuen Bischof steht hier im Zentrum.

5. Ambrosius als Bischof von Mailand und sein Einfluss auf Kaiser Gratian: Untersucht wird das kirchenpolitische Wirken des Ambrosius und sein Bestreben, Kaiser Gratian für die nicaenische Sache zu gewinnen.

6. Der Mailänder Kirchenstreit und Valentinian II.: Das Kapitel behandelt den Machtkampf um die Basilica Portiana und die Konfrontation zwischen Bischof Ambrosius und dem Hof um Kaiserin Justina.

Schlüsselwörter

Ambrosius von Mailand, Spätantike, Kaiser Gratian, Valentinian II., Arianismus, Nicaenismus, Mailänder Kirchenstreit, Trinitätstheologie, Kirchenpolitik, Bischofswahl, Basilica Portiana, Kaiserhof, Homöertum, Staatskirche, Historische Theologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Person des Ambrosius von Mailand und seiner Rolle als kirchenpolitischer Akteur im vierten Jahrhundert, insbesondere im Kontext seines Einflusses auf die kaiserliche Religionspolitik.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung des trinitätstheologischen Streits, die Etablierung des nicaenischen Christentums im Westen und die wachsende Machtposition von Bischöfen gegenüber dem Kaiserhof.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Ambrosius durch strategisches Handeln und politischen Druck die religiöse Ausrichtung des Kaiserhofes beeinflusste und die Beziehung zwischen Kirche und Staat nachhaltig veränderte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische und kirchengeschichtliche Analyse von Primär- und Sekundärquellen, um die Ereignisse des vierten Jahrhunderts und das Wirken des Ambrosius objektiv einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einleitung zur Biografie und zum theologischen Streit, gefolgt von der Analyse der Bischofswahl und der spezifischen kirchenpolitischen Auseinandersetzungen mit Gratian und Valentinian II.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Ambrosius von Mailand, Mailänder Kirchenstreit, Nicaenismus, Kaiser Gratian und die spätantike Kirchenpolitik beschreiben.

Warum war die Bischofswahl des Ambrosius kirchenrechtlich problematisch?

Die Wahl war deshalb umstritten, da Ambrosius zu diesem Zeitpunkt noch ein Katechumene (nicht getauft) war und somit die Voraussetzungen für das Bischofsamt nach den damaligen kirchenrechtlichen Standards eigentlich nicht erfüllte.

Was war der "Mailänder Kirchenstreit"?

Dies war ein Machtkampf zwischen der nicaenischen Gemeinde unter Ambrosius und dem Kaiserhof unter Valentinian II. (bzw. dessen Mutter Justina), bei dem es um die Nutzung von Kirchengebäuden für arianische Gottesdienste ging.

Welche Bedeutung hatte die Basilica Portiana für den Konflikt?

Die Basilica Portiana wurde zum symbolischen Zentrum des Streits, da der Hof ihre Übergabe an die arianisch gesinnten Homöer forderte, was zum passiven Widerstand des Bischofs und seiner Anhänger führte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ambrosius von Mailand. Wie groß war sein Einfluss auf den mailändischen Kaiserhof?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Historisches Seminar)
Note
2,0
Autor
Philipp Scheerer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V1128675
ISBN (eBook)
9783346493156
ISBN (Buch)
9783346493163
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ambrosius Kaiser Gratian Mailänder Kirchenstreit Valentinian II Arianismus Rom
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Scheerer (Autor:in), 2015, Ambrosius von Mailand. Wie groß war sein Einfluss auf den mailändischen Kaiserhof?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1128675
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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